Dich klärend, Soma, im Strom, die Wasser als Gewand tragend, strömst du; als Juwelenspender setzt du dich in den Schoß der Ordnung [Anm.: ṛta]; Quelle, Gott, golden.
parīto ṣiñcatā sutaṃ somo ya uttamaṃ haviḥ
dadhanvāṃ yo naryo apsvā3ntarā suṣāva somamadribhiḥ
Gießt ringsum den Gepressten zu, der Soma, der höchste Darbringung ist – der Mannhafte, der [Anm.: dadhanvān unsicher] in den Wassern innen mit Steinen Soma presste [?].
Komm, Soma, mit Steinen gepresst, durch die Schafshaar-Seihen hindurch, unversehrt; wie ein Mann in die Burg dringt der Falbe in die beiden Schalen; deinen Sitz in den Hölzern nimmst du fest ein.
pra soma devavītaye sindhurna pipye arṇasā
aṃśoḥ payasā madiro na jāgṛviracchā kośaṃ madhuścutam
Vorwärts, Soma, zum Göttermahl; wie ein Strom ist er mit Flut angeschwollen; mit der Milch des Stängels, berauschend, wach, zum Krug hin, honigtriefend.
Dein bin ich, Soma, ich freue mich in deiner Freundschaft, Tropfen, Tag für Tag; viele, Braunroter, streifen um mich her [?]; über jene Umfriedungen hinweg komm her [?] [Anm.: Textzustand fraglich].
Für Indra klärt sich der Rausch, Soma, für den Marut-Begleiteten gepresst; tausendströmig strömt er über das Schafshaar-Sieb; ihn reiben die Menschen rein.
Fließe klar, bester Gewinner, zu allen Wünschenswerten hin; du bist das Meer im ersten Gefüge [?] [Anm.: vidharman]; für die Götter, Soma, berauschend.
Sich klärende Somas wurden losgelassen über das Seihtuch mit dem Strom; die von den Maruts Begleiteten, berauschend, kräftig, die Antreiber, hin zur Weisheit [?] [Anm.: medhā, auch „Weihehandlung“] und zu den Labungen.