Quellen der Menschheit

Sāmaveda · Pāvamāna-Kāṇḍa

Kapitel 6 Soma Pavamāna: Erzeuger von Himmel, Erde und Göttern

pra tu drava pari kośaṃ ni ṣīda nṛbhiḥ punāno abhi vājamarṣa aśvaṃ na tvā vājinaṃ marjayanto 'cchā barhī raśanābhirnayanti

Strömt hervor, ringsum in den Krug, setz dich nieder, mit Männern dich klärend strömen auf den Siegespreis zu; wie ein Ross, den Siegreichen, striegelnd führen sie dich mit Zügeln zum Barhis.

pra kāvyamuśaneva bruvāṇo devo devānāṃ janimā vivakti mahivrataḥ śucibandhuḥ pāvakaḥ padā varāho abhyeti rebhan

Vorwärts die Dichtung wie Uśanā [?] verkündend, offenbart der Gott die Geburten der Götter; von großem Gelübde, mit reinem Verwandten, klar, geht er mit dem Fuß als Eber [?] tönend heran [Anm.: Bild].

tisro vāca īrayati pra vahnirṛtasya dhītiṃ brahmaṇo manīṣām gāvo yanti gopatiṃ pṛcchamānāḥ somaṃ yanti matayo vāvaśānāḥ

Drei Stimmen bringt der Fahrer in Gang: die Schau der Ordnung [Anm.: ṛta, dhīti], das Sinnen des Brahman [Anm.: Gebet]; Kühe gehen, den Herrn der Kühe suchend; zu Soma gehen die Gebete, verlangend.

asya preṣā hemanā pūyamāno devo devebhiḥ samapṛkta rasam sutaḥ pavitraṃ paryeti rebhanmiteva sadma paśumanti hotā

Auf seinen Antrieb hat sich, mit dem Goldnen [?] [Anm.: hemanā unsicher] gereinigt, der Gott mit den Göttern im Saft vermischt; gepresst geht er tönend ums Seihtuch, wie messend seinen Sitz, viehreich, der Rufer.

somaḥ pavate janitā matīnāṃ janitā divo janitā pṛthivyāḥ janitāgnerjanitā sūryasya janitendrasya janitota viṣṇoḥ

Soma klärt sich, der Erzeuger der Gedanken, der Erzeuger des Himmels, der Erzeuger der Erde; Erzeuger Agnis, Erzeuger der Sonne, Erzeuger Indras, und Erzeuger Viṣṇus.

abhi tripṛṣṭhaṃ vṛṣaṇaṃ vayodhāmāṅgoṣiṇamavāvaśanta vāṇīḥ vanā vasāno varuṇo na sindhūrvi ratnadhā dayate vāryāṇi

Zu dem dreirückigen Stier, dem Lebenskraft-Bringer, dem Kuhsucher, sehnten sich die Stimmen; Wälder anlegend [?], wie Varuṇa die Ströme, verteilt der Juwelenspender die Wünschenswerten.

akrāntsamudraḥ prathame vidharmaṃ janayanprajā bhuvanasya gopāḥ vṛṣā pavitre adhi sāno avye bṛhatsomo vāvṛdhe svāno adriḥ

Es schritt das Meer im ersten Gefüge, Nachkommen erzeugend, der Hüter der Welt; als Stier auf dem Seihtuch, auf dem Rücken des Schafshaars; groß wuchs Soma, tönend, wie der Stein [?].

kanikranti harirā sṛjyamānaḥ sīdanvanasya jaṭhare punānaḥ nṛbhiryataḥ kṛṇute nirṇijaṃ gāmato matiṃ janayata svadhābhiḥ

Brüllend, der Falbe, wird losgelassen, sich in den Bauch des Holzes setzend, sich klärend; von Männern gelenkt bereitet er das Reinigungsgewand der Kuh; von da erzeugt er den Gedanken mit den Eigenkräften [?].

eṣa sya te madhumāṃ indra somo vṛṣā vṛṣṇaḥ pari pavitre akṣāḥ sahasradāḥ śatadā bhūridāvā śaśvattamaṃ barhirā vājyasthāt

Dies ist er, dein honigreicher, Indra, Soma, Stier des Stiers, ringsum im Seihtuch geströmt; tausendgebend, hundertgebend, vielgebend, hat er sich als Renner für immer auf das Barhis gestellt.

pavasva soma madhumāṃ ṛtāvāpo vasāno adhi sāno avye ava droṇāni ghṛtavanti roha madintamo matsara indrapānaḥ

Fließe klar, Soma, honigreich, ordnungsgemäß, die Wasser tragend auf dem Rücken des Schafhaar-Siebs; steige hinab in die fettreichen Holzgefäße, berauschendster, Rausch, von Indra zu trinken.

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