uccā te jātamandhaso divi sadbhūmyā dade ugraṃ śarma mahi śravaḥ
Hoch ist deine Geburt, o Saft: im Himmel sitzend [?] habe ich [Anm.: dade, auch „er gibt/hat empfangen“ möglich] auf der Erde (sie) empfangen [?]; gewaltigen Schutz, große Berühmtheit.
Sāmaveda · Pāvamāna-Kāṇḍa
Zehn Verse an den sich klärenden Soma; Bezug auf Indra, die Marut, Vāyu.
uccā te jātamandhaso divi sadbhūmyā dade ugraṃ śarma mahi śravaḥ
Hoch ist deine Geburt, o Saft: im Himmel sitzend [?] habe ich [Anm.: dade, auch „er gibt/hat empfangen“ möglich] auf der Erde (sie) empfangen [?]; gewaltigen Schutz, große Berühmtheit.
svādiṣṭhayā madiṣṭhayā pavasva soma dhārayā indrāya pātave sutaḥ
Mit dem süßesten, berauschendsten Strom fließe klar, Soma; für Indra zum Trinken bist du gepresst.
vṛṣā pavasva dhārayā marutvate ca matsaraḥ viśvā dadhāna ojasā
Als Stier fließe klar im Strom, auch für den Marut-Begleiteten, der Berauschende, alle Kräfte mit Macht tragend.
yaste mado vareṇyastenā pavasvāndhasā devāvīraghaśaṃsahā
Dein Rausch, der wählenswert ist, mit diesem Saft fließe klar: der die Götter Schützende, der Übelredner Erschlagende.
tisro vāca udīrate gāvo mimanti dhenavaḥ harireti kanikradat
Drei Stimmen erheben sich, die Kühe brüllen, die Milchkühe; der Falbe kommt, laut aufbrüllend.
indrāyendo marutvate pavasva madhumattamaḥ arkasya yonimāsadam
Für Indra, o Tropfen, den Marut-Begleiteten, fließe klar, honigreichster; setze dich in den Schoß des Lobliedes [Anm.: arka, auch „Strahl/Sonne“].
asāvyaṃśurmadāyāpsu dakṣo giriṣṭhāḥ śyeno na yonimāsadat
Gepresst wurde der Stängel zum Rausch in den Wassern, der geschickte, auf dem Berg weilende; wie ein Falke setzte er sich in den Schoß.
pavasva dakṣasādhano devebhyaḥ pītaye hare marudbhyo vāyave madaḥ
Fließe klar, Geschicklichkeit vollbringend, für die Götter zum Trunk, Falber; für die Maruts, für Vāyu der Rausch.
pari svāno giriṣṭhāḥ pavitre somo akṣarat madeṣu sarvadhā asi
Rauschend hat der auf dem Berge weilende Soma im Seihtuch rings geströmt; in den Räuschen bist du der Allspender [?].
pari priyā divaḥ kavirvayāṃsi naptyorhitaḥ svānairyāti kavikratuḥ
Ringsum geht der Seher zu den lieben Gütern [?] des Himmels, zu den Stärkungen, in die beiden „Enkelinnen“ [?] [Anm.: naptyoḥ unsicher, evtl. die beiden Welten] gelegt; mit Tönen zieht er dahin, der Seher von weiser Kraft.