Quellen der Menschheit

Sāmaveda · Pāvamāna-Kāṇḍa

Kapitel 9 Soma Pavamāna: Kühe, Milch und Sonnenwagen

abhi priyāṇi pavate canohito nāmāni yahvo adhi yeṣu vardhate ā sūryasya bṛhato bṛhannadhi rathaṃ viṣvañcamaruhadvicakṣaṇaḥ

Zu den lieben (Namen) klärt er sich, zufriedengestellt [?] [Anm.: canohita unsicher], der junge, zu den Namen, in denen er wächst; hinauf stieg der Weitschauende auf den großen Wagen der großen Sonne, der nach allen Seiten fährt [?].

acodaso no dhanvantvindavaḥ pra svānāso bṛhaddeveṣu harayaḥ vi cidaśnānā iṣayo arātayo 'ryo naḥ santu saniṣantu no dhiyaḥ

Ungetrieben sollen uns die Tropfen strömen; vorwärts die tönenden, hoch unter den Göttern, die Falben; auch die zerteilenden Antriebe, die Nichtgaben [?] ... Herren sollen uns sein, mögen die Gedanken gewinnen [Anm.: Textzustand fraglich].

eṣa pra kośe madhumāṃ acikradadindrasya vajro vapuṣo vapuṣṭamaḥ abhyR^ī3tasya sudughā ghṛtaścuto vāśrā arṣanti payasā ca ghenavaḥ

Dieser hat vorwärts im Krug, honigreich, gebrüllt, Indras Keule, der Gestaltigste der Gestalten; zum Ordnungsvollen [Anm.: ṛta, Textzustand fraglich] hin strömen die Gutmelkenden, fettrieselnd, und die Milchkühe mit Milch.

pro ayāsīdindurindrasya niṣkṛtaṃ sakhā sakhyurna pra mināti saṅgiram marya iva yuvatibhiḥ samarṣati somaḥ kalaśe śatayāmanā pathā

Hervor ging der Tropfen zu Indras Bestimmungsort, Freund dem Freund, er bricht nicht das Übereinkommen; wie ein Mann mit jungen Frauen strömt Soma zu im Krug, auf hundertwegiger Bahn.

dhartā divaḥ pavate kṛtvyo raso dakṣo devānāmanumādyo nṛbhiḥ hariḥ sṛjāno atyo na satvabhirvṛthā pājāṃsi kṛṇuṣe nadīṣvā

Der Träger des Himmels klärt sich, der zu bewirkende Saft, der Geschickte der Götter, von Männern nachzuberauschen; der Falbe, losgelassen wie ein Ross mit Kräften, mühelos [?] schaffst du Kräfte in den Strömen.

vṛṣā matīnāṃ pavate vicakṣaṇaḥ somo ahnāṃ pratarītoṣasāṃ divaḥ prāṇā sindhūnāṃ kalaśāṃ acikradadindrasya hārdyāviśanmanīṣibhiḥ

Der Stier der Gedanken klärt sich, der Weitschauende, Soma, der Tage Hinüberführer, der Morgenröten des Himmels; der Ströme Atem, hat er die Krüge angebrüllt; in Indras Herzenswunsch ging er ein mit den Weisen.

trirasmai sapta dhenavo duduhrire satyāmāśiraṃ parame vyomani catvāryanyā bhuvanāni nirṇije cārūṇi cakre yadṛtairavardhata

Dreimal molken ihm sieben Kühe das Wahre, das Beigemischte, im höchsten Himmelsraum; vier andere Welten machte er zur Reinigung lieblich, als er durch die Ordnungen wuchs [?].

indrāya soma suṣutaḥ pari sravāpāmīvā bhavatu rakṣasā saha mā te rasasya matsata dvayāvino draviṇasvanta iha santvindavaḥ

Für Indra, Soma, gut gepresst, ströme ringsum; Leid soll samt den Rakṣas [weg] sein; nicht sollen sich an deinem Saft die Doppelzüngigen berauschen; hier sollen die Tropfen reich an Gut sein.

asāvi somo aruṣo vṛṣā harī rājeva dasmo abhi gā acikradat punāno vāramatyeṣyavyayaṃ śyeno na yoniṃ ghṛtavantamāsadat

Gepresst ist Soma, rötlich, Stier, Falber, wie ein König, wundertätig, zu den Kühen hat er gebrüllt; sich klärend wirst du das Schafshaar-Sieb überschreiten; wie ein Falke setzte er sich in den fettigen Schoß.

pra devamacchā madhumanta indavo 'siṣyadanta gāva ā na dhenavaḥ barhiṣado vacanāvanta ūdhabhiḥ parisrutamusriyā nirṇijaṃ dhire

Hin zum Gott strömten honigreiche Tropfen; die Kühe, Milchkühe zu uns; auf dem Barhis sitzend, wortgewaltig, mit Eutern; den ringsum Strömenden haben die Kühe zum Reinigungsgewand getragen [?].

añjate vyañjate samañjate kratuṃ rihanti maghvābhyañjate sindhoru 'cchvāse patayantamukṣaṇaṃ hiraṇyapāvāḥ paśumapsu gṛbhṇate

Sie salben, salben aus, salben zusammen die Kraft, sie lecken, die Freigebigen salben; im Aufschwellen [?] des Stromes fassen die Goldgeläuterten den fliegenden Stier, das Vieh in den Wassern.

pavitraṃ te vitataṃ brahmaṇaspate prabhurgātrāṇi paryeṣi viśvataḥ ataptatanūrna tadāmo aśnute śṛtāsa idvahantaḥ saṃ tadāśata

Dein Seihtuch ist ausgespannt, Herr des Brahman; Herrscher, deine Glieder durchschreitest du allseitig; der mit ungeglühtem Leib, der Rohe, erlangt das nicht; nur die Gegarten, die es tragen, erreichten es.

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