Quellen der Menschheit

Suśruta-Saṃhitā · Nidanasthana

Adhyāya 6: pramehanidānaṃ Die Ursachen der Harnkrankheiten (Prameha)

Das sechste Kapitel beschreibt die Ätiologie der Harnkrankheiten (prameha), die durch Bewegungsarmut, Tagesschlaf sowie kalte, ölige und süße Kost begünstigt werden, wenn unvollständig umgewandelte Doṣas sich mit dem Fettgewebe (meda) verbinden und am Blasenhals festsetzen. Unterschieden werden zwanzig Formen – zehn kapha-, sechs pitta- und vier vāta-bedingte –, benannt nach der jeweiligen Beschaffenheit des Harns, etwa als Wasser-, Zuckerrohrsaft-, Honig- oder Elefanten-Harn. Ergänzt wird dies um zehn begleitende Geschwülste wie die schildkrötenförmige kacchapikā oder die abszessartige vidradhikā. Besondere Bedeutung kommt dem „Honigharn“ (madhumeha) zu, in den unbehandelte Harnkrankheiten mit der Zeit übergehen und der als unheilbar gilt – eine frühe Beschreibung dessen, was der modernen Diabetes-Symptomatik entspricht.

DIE ZWANZIG HARNKRANKHEITEN (PRAMEHA) (Vers 8–12)
NameDoṣaBeschaffenheit des Harns
Wasserharnkaphaweiß, schmerzlos, wasserähnlich
Zuckerrohrsaftharnkaphadem Zuckerrohrsaft gleichend
Alkoholharnkaphaalkoholähnlich
Sandharnkaphaschmerzhaft, mit Sand durchsetzt
Langsamharnkaphalangsamer Abgang, schleimhaltig, tonartig
Salzharnkaphaklar, salzähnlich
Mehlbreiharnkaphamehlbreiähnlich, gesträubte Körperhaare
Dickharnkaphatrüb, dickflüssig
Samenharnkaphasamenähnlich
Schaumharnkaphaspärlich, mit Schaum versetzt, klar
Blauharnpittaschaumig, klar, blau
Gelbharnpittabrennend, gelblich schimmernd
Saureharnpittanach Säure riechend und schmeckend
Laugenharnpittader ausgelaugten Lauge gleichend
Krappharnpittadem Krapp-Absud gleichend
Blutharnpittablutfarben
Butterschmalz-Harnvātawie Butterschmalz aussehend
Fettharnvātafettartig aussehend
Honigharn (madhumeha)vātavon der Farbe des Honigs
Elefantenharnvātaununterbrochener Harnstrahl wie bei einem brünstigen Elefanten
Die kapha-bedingten zehn Formen gelten als heilbar, die pitta-bedingten sechs nur als beherrschbar (yāpya), die vāta-bedingten vier als am schwersten heilbar (Vers 8). Alle unbehandelten Formen gehen mit der Zeit in den unheilbaren „Honigharn“ (madhumeha) über (Vers 27).
DIE ZEHN BEGLEITENDEN GESCHWÜLSTE (PIḌAKĀ) BEI HARNKRANKHEITEN (Vers 14–19)
NameMerkmale
śarāvikāGröße und Form einer Schale, in der Mitte vertieft
sarṣapikāGestalt und Größe eines weißen Senfkorns
kacchapikābrennend, Schildkrötengestalt
jālinīheftig brennend, mit netzartigem Fleischgeflecht überzogen
vinatāgroß, bläulich
putriṇīgroß, aber wenig gefüllt
masūrikāGestalt einer Linse
alajīrot, weißlich, mit Bläschen bedeckt, schmerzhaft
vidārikārund wie die Knolle der Vidārī-Pflanze, hart
vidradhikāmit den Merkmalen eines Abszesses
Jede Geschwulst entsteht aus demselben Doṣa wie die entsprechende Harnkrankheit; an After, Herz, Kopf, Schulter, Rücken oder einem marman entstandene sowie fieberbegleitete Formen soll man meiden (Vers 20).

athātaḥ pramehanidānaṃ vyākhyāsyāmaḥ

Nun werden wir die Ätiologie der Harnkrankheiten (prameha) erklären.

yathovāca bhagavān dhanvantariḥ

So wie es der erhabene Dhanvantari sprach:

divāsvapnāvyāyāmālasyaprasaktaṃ śītasnigdhamadhuramedyadra vānnapānasevinaṃ puruṣaṃ jānīyāt pramehī bhaviṣyatīti

Von einem Menschen, der dem Tagesschlaf, dem Verzicht auf Bewegung und der Trägheit ergeben ist und kalte, ölige, süße, fettmachende und flüssige Speisen und Getränke zu sich nimmt, soll man wissen, dass er an prameha erkranken wird.

tasya caivaṃpravṛttasyāparipakvā eva vātapittaśleṣmāṇo yadā medasā sahaikatva-mupetya mūtravāhisrotāṃsyanusṛtyādho gatvā bastermukhamāśritya nirbhidyante tadā pramehāñjanayanti

Wenn bei einem solchen Menschen vāta, pitta und kapha, noch unvollständig umgewandelt, sich mit dem Fettgewebe (meda) vereinigen, den harnleitenden Kanälen folgend nach unten gelangen, sich am Blasenhals festsetzen und dort durchbrechen, dann erzeugen sie die Harnkrankheiten (prameha).

teṣāṃ tu pūrvarūpāṇihastapādataladāhaḥ snigdhapicchilagurutā gātrāṇāṃ madhuraśu-klamūtratā tandrā sādaḥ pipāsā durgandhaśca śvāsastālugalajihvādanteṣu malotpattirjaṭilībhāvaḥ keśānāṃ vṛddhiśca nakhānām

Ihre Vorzeichen sind: Brennen an Hand- und Fußsohlen, öliges, schleimiges und schweres Empfinden der Glieder, süßlicher und weißlicher Harn, Schläfrigkeit, Mattigkeit, Durst, übler Körpergeruch, Kurzatmigkeit, Belagbildung an Gaumen, Kehle, Zunge und Zähnen, Verfilzung der Haare sowie vermehrtes Wachstum von Haaren und Nägeln.

tatrāvilaprabhūtamūtralakṣaṇāḥ sarva eva pramehā bhavanti

Allen Harnkrankheiten gemeinsam ist ein trüber, in großer Menge abgehender Harn.

sarva eva sarvadoṣasamutthāḥ saha piḍakābhiḥ

Alle Formen entstehen aus allen drei Doṣas zusammen und gehen mit Geschwülsten (piḍakā) einher.

tatra kaphādudakekṣuvālikāsurāsikatāśanairlavaṇapiṣṭasāndra śukraphenamehā da-śasādhyāḥ doṣadūṣyāṇāṃ samakriṃyatvāt pittānnīlaharidrā mlakṣāra mañjiṣṭhā śo-ṇitamehāḥ ṣaḍ yāpyāḥ doṣadūṣyāṇāṃ viṣamakriyatvāt vātāt sarpirvasākṣaudra hastimehāścatvāro'sādhyatamāḥ mahātyayikatvāt

Durch kapha entstehen zehn Formen - der Wasser-, Zuckerrohrsaft-, Sand-, Alkohol-, Salz-, Mehlbrei-, Dickmilch-, Samen- und Schaum-Harn - diese sind heilbar, da der Angriff auf Doṣa und Gewebe gleichmäßig verläuft. Durch pitta entstehen sechs Formen - der Blau-, Gelb-, Sauer-, Laugen-, Krapp- und Blut-Harn - diese sind nur beherrschbar (yāpya), da der Angriff ungleichmäßig verläuft. Durch vāta entstehen vier Formen - der Butterschmalz-, Fett-, Honig- und Elefanten-Harn - diese sind am schwersten heilbar, da sie höchst bedrohlich sind.

tatra vātapittamedobhiranvitaḥ śleṣmā śleṣmapramehāñjanayati vātakaphaśoṇita-medobhi ranvitaṃ pittaṃ pittapramehān kaphapittavasāmajjamedobhiranvito vāyurvāta pramehān

kapha, begleitet von vāta, pitta und meda (Fettgewebe), erzeugt die kapha-bedingten Harnkrankheiten; pitta, begleitet von vāta, kapha, Blut und meda, erzeugt die pitta-bedingten Harnkrankheiten; vāta, begleitet von kapha, pitta, Fettmark, Knochenmark und meda, erzeugt die vāta-bedingten Harnkrankheiten.

tatra śvetamavedanamudakasadṛśamudakamehī mehati ikṣurasatulyami kṣuvāli kāmehī surātulyaṃ surāmehī sarujaṃ sikatānuviddhaṃ sikatāmehī śanaiḥ sakaphaṃ mṛtsnaṃ śanairmehī viśadaṃ lavaṇatulyaṃ lavaṇamehī hṛṣṭaromā piṣṭarasatulyaṃ piṣṭamehī āvilaṃ sāndraṃ sāndra mehī śukratulyaṃ śukramehī stokaṃ stokaṃ saphenamacchaṃ phenamehī mehati

Der 'Wasserharner' lässt einen weißen, schmerzlosen, wasserähnlichen Harn; der 'Zuckerrohrsaftharner' einen dem Zuckerrohrsaft gleichenden; der 'Alkoholharner' einen alkoholähnlichen Harn; der 'Sandharner' einen schmerzhaften, mit Sand durchsetzten Harn; der 'Langsamharner' lässt langsam einen schleimhaltigen, tonartigen Harn; der 'Salzharner' einen klaren, salzähnlichen Harn; der 'Mehlbrei-Harner', mit gesträubten Körperhaaren, einen mehlbreiähnlichen Harn; der 'Dickharner' einen trüben, dickflüssigen Harn; der 'Samenharner' einen samenähnlichen Harn; der 'Schaumharner' lässt spärlich einen mit Schaum versetzten, klaren Harn.

ata ūrdhvaṃ pittanimittān vakṣyāmaḥsaphenamacchaṃ nīlaṃ nīlamehī mehati sadāhaṃ haridrā bhaṃ daridrā mehī amlarasagandhamamlamehī srutakṣārapratimaṃ kṣāramehī mañjiṣṭhodakaprakāśaṃ mañjiṣṭhāmehī śoṇitaprakāśaṃ śoṇitamehī mehati

Nun werden wir die durch pitta verursachten Formen beschreiben: Der 'Blauharner' lässt einen schaumigen, klaren, blauen Harn; der 'Gelbharner' einen brennenden, gelblich schimmernden; der 'Saureharner' einen nach Säure riechenden und schmeckenden; der 'Laugenharner' einen der ausgelaugten Lauge gleichenden; der 'Krappharner' einen dem Krapp-Absud gleichenden; der 'Blutharner' lässt einen blutfarbenen Harn.

ata ūrdhvaṃ vātanimittān vakṣyāmaḥsarpiḥprakāśaṃ sarpirmehī mehati vasāprakā-śaṃ vasāmehī kṣaudra rasavarṇaṃ kṣaudra mehī mattamātaṅgavadanuprabandhaṃ hastimehī mehati

Nun werden wir die durch vāta verursachten Formen beschreiben: Der 'Butterschmalz-Harner' lässt einen wie Butterschmalz aussehenden Harn; der 'Fettharner' einen fettartig aussehenden; der 'Honigharner' einen von der Farbe des Honigs; der 'Elefantenharner' lässt, einem brünstigen Elefanten gleich, einen ununterbrochenen Harnstrahl.

makṣikopasarpaṇamālasyaṃ māṃsopacayaḥ pratiśyāyaḥ śaithilyārocakāvipākāḥ kaphaprasekacchardinidrā kāsaśvāsāśceti śleṣmajānāmupadra vāḥ vṛṣaṇayoravadaraṇaṃ bastibhedo meḍhratodo hṛdi śūlamamlīkājvarātīsārārocakā vamathuḥ paridhūpanaṃ dāho mūrcchā pipāsā nidrā nāśaḥ pāṇḍurogaḥ pītaviṇmūtranetratvaṃ ceti paitti-kānāṃ hṛdgraho laulyamanidrā stambhaḥ kampaḥ śūlaṃ baddhapurīṣatvaṃ ceti vātajānām evamete viṃśati pramehāḥ sopadra vā vyākhyātāḥ

Anlockung von Fliegen, Trägheit, Zunahme des Fleisches, Schnupfen, Schwäche der Glieder, Appetitlosigkeit, Verdauungsstörung, vermehrter Speichelfluss, Erbrechen, übermäßige Schlafsucht, Husten und Kurzatmigkeit sind die Begleitbeschwerden der kapha-bedingten Formen. Aufreißen der Hoden, Blasenspaltung, stechender Schmerz im Glied, Herzstechen, Sodbrennen, Fieber, Durchfall, Appetitlosigkeit, Erbrechen, ein Gefühl wie von innerer Räucherung, Brennen, Bewusstlosigkeit, Durst, Schlafverlust, Blutarmut sowie Gelbfärbung von Stuhl, Harn und Augen sind die Begleitbeschwerden der pitta-bedingten Formen. Herzbeklemmung, Unstetigkeit, Schlaflosigkeit, Steifheit, Zittern, stechender Schmerz und Verstopfung sind die Begleitbeschwerden der vāta-bedingten Formen. So sind diese zwanzig Harnkrankheiten mit ihren Begleitbeschwerden erklärt worden.

tatra vasāmedobhyāmabhipannaśarīrasya tribhirdoṣaiścānugatadhātoḥ pramehiṇo daśa pi-ḍakā jāyante tadyathāśarāvikā sarṣapikā kacchapikā jālinī vinatā putriṇī masūrikā alajī vidārikā vidra dhikā ceti

Bei einem Harnkranken, dessen Körper von Fett und Fettmark durchdrungen und dessen Gewebe von allen drei Doṣas befallen ist, entstehen zehn Geschwülste, nämlich: śarāvikā, sarṣapikā, kacchapikā, jālinī, vinatā, putriṇī, masūrikā, alajī, vidārikā und vidradhikā.

śarāvamātrā tadrū pā nimnamadhyā śarāvikā gaurasarṣapasaṃsthānā tatpramāṇā ca sārṣapī

Von der Größe und Form einer Schale, in der Mitte vertieft, ist die śarāvikā; von der Gestalt und Größe eines weißen Senfkorns ist die sarṣapikā.

sadāhā kūrmasaṃsthānā jñeyā kacchapikā budhaiḥ jālinī tīvradāhā tu māṃsajālasamāvṛtā

Als brennend und in Schildkrötengestalt ist von den Kundigen die kacchapikā zu erkennen; die jālinī ist heftig brennend und mit einem netzartigen Fleischgeflecht überzogen.

mahatī piḍakā nīlā piḍakā vinatā smṛtā mahatyalpācitā jñeyā piḍakā sā tu putriṇī

Eine große, bläuliche Geschwulst wird vinatā genannt; eine große, aber wenig gefüllte Geschwulst ist als putriṇī zu erkennen.

masūrasamasaṃsthānā jñeyā sā tu masūrikā raktā sitā sphoṭavatī dāruṇā tvalajī bhavet

In der Gestalt einer Linse ist die masūrikā zu erkennen; rot, weißlich, mit Bläschen bedeckt und schmerzhaft ist die alajī.

vidārīkandavadvṛttā kaṭhinā ca vidārikā vidra dherlakṣaṇairyuktā jñeyā vidra dhikā budhaiḥ

Rund wie die Knolle der Vidārī-Pflanze und hart ist die vidārikā; mit den Merkmalen eines Abszesses versehen ist von den Kundigen die vidradhikā zu erkennen.

ye yanmayāḥ smṛtā mehāsteṣāmetāstu tatkṛtāḥ gude hṛdi śirasyaṃse pṛṣṭhe marmaṇi cotthitāḥ sopadra vā durbalāgneḥ piḍakāḥ parivarjayet

Diese Geschwülste entstehen jeweils aus demselben Doṣa, aus dem die entsprechenden Harnkrankheiten hervorgehen. Geschwülste, die am After, im Herzen, am Kopf, an der Schulter, am Rücken oder an einem lebenswichtigen Punkt (marman) entstanden sind, mit Begleitbeschwerden einhergehen oder bei geschwächtem Verdauungsfeuer auftreten, soll man meiden.

kṛtsnaṃ śarīraṃ niṣpīḍya medomajjavasāyutaḥ adhaḥ prakramate vāyustenāsādhyāstu vātajāḥ

Da der mit Fett, Knochenmark und Fettmark verbundene Wind den ganzen Körper auspresst und dann nach unten fortschreitet, sind die vāta-bedingten Formen unheilbar.

pramehapūrvarūpāṇāmākṛtiryatra dṛśyate kiṃciccāpyadhikaṃ mūtraṃ taṃ pramehiṇamādiśet

Wo die Zeichen der Vorstadien der Harnkrankheit sichtbar sind und der Harn etwas vermehrt ist, dort soll man den Betroffenen als beginnend Harnkranken bezeichnen.

kṛtsnānyardhāni vā yasmin pūrvarūpāṇi mānave pravṛttamūtramatyarthaṃ taṃ pramehiṇamādiśet

Bei wem sämtliche oder auch nur die Hälfte der Vorzeichen vorhanden sind und der Harn übermäßig reichlich abgeht, den soll man als vollständig Harnkranken bezeichnen.

piḍakāpīḍitaṃ gāḍhamupasṛṣṭamupadra vaiḥ madhumehinamācaṣṭe sa cāsādhyaḥ prakīrtitaḥ

Wer von Geschwülsten geplagt, schwer betroffen und von Begleitbeschwerden befallen ist, den bezeichnet man als 'Honigharner' (madhumehin); dieser gilt als unheilbar.

sa cāpi gamanāt sthānaṃ sthānādāsanamicchati āsanādvṛṇute śayyāṃ śayanāt svapnamicchati

Ein solcher wünscht sich, während er geht, das Stehen; während er steht, das Sitzen; während er sitzt, wählt er das Liegen; und während er liegt, wünscht er sich den Schlaf.

yathā hi varṇānāṃ pañcānāmutkarṣāpakarṣakṛtena saṃyogaviśeṣeṇa śabalababhruka-pilakapotamecakādīnāṃ varṇānāmanekeṣāmutpattirbhavati evameva doṣadhātumalā-hāra viśeṣeṇotkarṣāpakarṣakṛtena saṃyogaviśeṣeṇa pramehāṇāṃ nānākaraṇaṃ bhavati

So wie durch das Vermehren und Vermindern der fünf Grundfarben in besonderer Mischung viele weitere Farben wie gesprenkelt, graubraun, taubengrau, taubenfarben und rauchgrau entstehen, ebenso entsteht durch besondere Mischung von Doṣa, Körpergewebe, Ausscheidungen und Nahrung, je nach Vermehrung und Verminderung, die Vielfalt der Harnkrankheiten.

bhavati cātra sarva eva pramehāstu kālenāpratikurvataḥ madhumehatvamāyānti tadā'sādhyā bhavanti hi

Hierzu gehört auch: Alle Harnkrankheiten gehen bei einem, der sich nicht rechtzeitig behandeln lässt, mit der Zeit in den 'Honigharn' (madhumeha) über; dann werden sie unheilbar.

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