abhīvarto brahmasāma bhavati
Das Abhīvarta ist das Brahmasāman.
Pañcaviṃśa-Brāhmaṇa (Tāṇḍya-Mahābrāhmaṇa) · Prapāṭhaka 4
Über das Abhīvarta-Brahmasāman im Jahres-Sattra: einsilbiges Nidhana, Sāman für den Hingang und Ṛc für die Rückkehr, Wechsel von Pragāthas. Am Ende die Frage nach ‚yātayāma‘ (verbraucht). Einige Formen (z. B. 4.3.10) sind syntaktisch schwierig.
abhīvarto brahmasāma bhavati
Das Abhīvarta ist das Brahmasāman.
abhīvartena vai devāḥ svargaṃ lokam abhyavartanta yad abhīvarto brahmasāma bhavati svargasya lokasyābhivṛttyai
Mit dem Abhīvarta wandten sich die Götter fürwahr zur Himmelswelt hin. Dass das Abhīvarta das Brahmasāman ist: zur Zuwendung zur Himmelswelt.
ekākṣaraṇidhano bhavaty ekākṣarā vai vāg vācaiva tad ārabhya svargaṃ lokaṃ yanti
Es hat ein einsilbiges Nidhana [Anm.: Schlusselement des Sāman]; einsilbig ist fürwahr die Rede; mit der Rede beginnen sie das und gehen zur Himmelswelt.
sāmneto yanty ṛcā punar āyanti
Mit dem Sāman gehen sie von hier aus; mit der Ṛc kommen sie wieder zurück.
sāma vai asau loka ṛg ayaṃ yad itaḥ sāmnā yanti svargaṃ lokam ārabhya yanti yad ṛcā punar āyanty asmin loke pratitiṣṭhanti
Das Sāman ist fürwahr jene Welt, die Ṛc diese, die von hier [ist]. Dass sie mit dem Sāman gehen: sie gehen, nachdem sie die Himmelswelt begonnen haben; dass sie mit der Ṛc wieder zurückkommen: sie gründen sich in dieser Welt.
yat sāmāvasṛjeyur ava svargāl lokāt padyeran yad ṛcam anusṛjeyur naśyeyur asmāl lokāt
Wenn sie mit dem Sāman [den Gesang] entließen, würden sie von der Himmelswelt herabfallen; wenn sie die Ṛc [ihm] anschlössen, würden sie aus dieser Welt verschwinden [Anm.: sinngemäß, Konstruktion knapp [?]].
samānaṃ sāma bhavaty anyo-'nyaḥ pragātho 'nyad-anyad dhi citram adhvānam avagacchann eti
Das Sāman bleibt das gleiche, der Pragātha ist je ein anderer; denn einen bunt-abwechslungsreichen Weg durchmessend geht er.
vṛṣā vā eṣa retodhā yad abhīvartaḥ pragātheṣu reto dadhad eti yad itaḥ samānaṃ sāma bhavaty anyo-'nyaḥ pragātho reta eva tad dadhati yat parastāt samānaḥ pragātho bhavaty anyad-anyat sāma reta eva tad dhitaṃ prajanayanti
Das Abhīvarta ist fürwahr der Stier, der Samen einlegt; er geht, Samen in die Pragāthas legend. Dass von hier an das Sāman das gleiche bleibt, der Pragātha je ein anderer: sie legen eben Samen ein. Dass danach der Pragātha der gleiche bleibt, das Sāman je ein anderes: sie erzeugen eben den eingelegten Samen.
sāmnetaḥ pragāthāṃ dugdhe pragāthena parastāt sāmāni dugdhe salomatvāya
Mit dem Sāman melkt er von hier aus den Pragātha; mit dem Pragātha melkt er danach die Sāmans, zur Behaarung (salomatvāya) [Anm.: „salomatva“ = „Haarigsein“, hier wohl „Vollständigkeit“, Deutung unsicher [?]].
yo vā adhvānaṃ punar nivartayanti nainaṃ te gacchanti ye 'punar nivartaṃ yanti te gacchati
Die, die den Weg fürwahr zurückkehren lassen: die gehen ihn nicht [zu Ende]; die ohne Umkehr gehen, die gelangen ans Ziel [Anm.: Numerus und Sinn (te gacchati) unsicher [?]].
ya āstutaṃ kurvate yathā dugdhām upasīded evaṃ tat
Die einen Āstuta machen [Anm.: āstuta, Bedeutung hier unsicher [?]]: wie wenn einer sich zu einer Gemolkenen setzte, so ist das.
ye nāstutaṃ yaṃ kāmaṃ kāmayante tam abhyaśnuvate
Die [es] nicht [machen], erlangen den Wunsch, den sie wünschen.
brahmavādino vadanti yātayāmāḥ saṃvvatsarā3 ayātayāmā3 iti te nāyātayāmeti vaktavyaṃ punar anyāni stotrāṇi nivartanta ūrdhvam eva brahmasāmaiti
Die Brahmavādins sagen: „Sind die Jahre verbraucht (yātayāma)? Sind sie unverbraucht?“ Sie sollen nicht sagen: „unverbraucht“. Die Stotras kehren wiederum um; aufwärts geht eben das Brahmasāman [Anm.: „nivartanta ūrdhvam eva brahmasāmaiti“ knapp; Deutung [?]].