Quellen der Menschheit

Pañcaviṃśa-Brāhmaṇa (Tāṇḍya-Mahābrāhmaṇa) · Prapāṭhaka 4

Adhyāya 7 Nach dem Viṣuvat: Abstieg und Pragāthas

Abschluss des Viṣuvat-Abschnitts: Viṣuvān als Selbst (Rumpf) des Jahres, Pragāthas beidseitig als „Flügel“, der Indra-kratuṃ-Pragātha (Vasiṣṭha), Auslegung einzelner Strophenanfänge sowie der absteigenden Monate (pratyavarohiṇaḥ) nach dem Gipfel. Kurz und stellenweise elliptisch.

ātmā vā eṣa saṃvvatsarasya yad viṣuvān pakṣāv etāv abhito bhavato yena ceto 'bhīvartena yanti yaś ca parasmāt pragātho bhavati tāv ubhau viṣuvati kāryau pakṣāv eva tad yajñasyātman pratidadhati svargasya lokasya samaṣṭyai

Der Viṣuvān ist fürwahr das Selbst des Jahres. Diese beiden Flügel sind auf beiden Seiten: mit dem Abhīvarta, mit dem sie von hier gehen, und der Pragātha, der von dorther [danach] stattfindet: diese beiden sind beim Viṣuvat zu machen. So legt er die beiden Flügel ins Selbst des Opfers, zur Erlangung der Himmelswelt.

indra kratuṃ na ābhareti pragātho bhavati

„Indra, bring uns Einsicht (kratu)“ [Anm.: Strophenanfang (pratīka), Fortsetzung nicht im Text]: [dies] ist der Pragātha.

vasiṣṭho vā etaṃ putrahato 'paśyat sa prajayā paśubhiḥ prājāyata yad eṣa pragātho bhavati prajātyai

Vasiṣṭha, dem die Söhne getötet waren, erblickte diesen; er wurde mit Nachkommenschaft, mit Vieh fortgepflanzt. Dass dieser Pragātha stattfindet: zur Fortpflanzung.

jīvā jyotir aśīmahīti ye vai svasti saṃvvatsaraṃ saṃtaranti te jīvā jyotir aśnuvate

„Lebend mögen wir Licht erlangen“ [Anm.: pratīka]: die, die fürwahr das Jahr wohlbehalten durchqueren, die erlangen als Lebende Licht.

māno ajñātā vṛjanā durādhyo māśivāso 'vakramur iti ye vai stenā ripavas te durādhyas tān eva tad atikrāmati

„Nicht [sollen uns] Unerkannte, Ränke, Missgünstige, nicht die Unheilvollen, Abweichler [treffen]“ [Anm.: pratīka; „māno ajñātā vṛjanā durādhyo māśivāso ’vakramuḥ“ unsicher [?]]: die, die fürwahr Diebe, Feinde sind, die sind „Missgünstige“; sie überschreitet er eben.

tvayā vyayaṃ pravataḥ śaśvatīr apo 'ti śūra tarāma so 'tisaṃvvatsaro vai pravataḥ śaśvatīr apas tam eva tat taranti

„Mit dir, Held, mögen wir die immer währenden Wasser die Abhänge hinüber überqueren“ [Anm.: pratīka; Deutung von „pravataḥ“ unsicher [?]]: der Atisaṃvatsara ist fürwahr die Abhänge, die immerwährenden Wasser; ihn eben durchqueren sie.

adyādyāśvaḥ śvas tvām idā hyo naro vayam enam idā hya iti saṃtanayaḥ pragāthā bhavanti teṣām ekaḥ kāryaḥ salomatvāya śvastanam evābhisaṃtanvanti

„Heute, heute [ein] Ross; morgen dich; jetzt; gestern; als Männer wir; ihn jetzt; gestern“ [Anm.: pratīka-Reihe; wörtlich kaum sinnvoll, Text unsicher [?]]: zusammenhängend sind die Pragāthas. Von ihnen ist einer zu machen, zur Behaarung/Vollständigkeit (salomatvāya) [?]; sie spannen eben das Morgige zusammen.

atho khalv āhur indra kratuṃ na ābharety eva kāryaṃ samṛddhyai

Dann sagen sie freilich: „Nur ‚Indra, bring uns Einsicht‘ ist zu machen, zum Gelingen.“

pratyavarohiṇo māsā bhavanti

Die Monate sind absteigend (pratyavarohiṇaḥ).

yathā vā ito vṛkṣaṃ rohanty evam enaṃ pratyavarohanti svargam eva lokaṃ rūḍhvāsmiṃl loke pratitiṣṭhanti

Wie man von hier auf einen Baum steigt, so steigen sie [dort] absteigend herab; die Himmelswelt eben erstiegen habend, gründen sie sich in dieser Welt.

Interaktive Leseansicht des ganzen Werks