Adhyāya 9
Abschluss des Sattra: Lobpreis der Sārparājñī-Verse, Rede und Selbsthingabe
Nach dem Ende der Zeremonien des Sattra: Anbetung des Āhavanīya mit dem Aticchandas-Vers, Sārparājñī-Ṛcs, stilles Singen, Caturhotṛ-Deutung, Halten des Udumbara-Pfahls, Gedanke des Sattra als Selbst-Opfer (ātmadakṣiṇa). Kaṇḍikā 21 (Aufzählung der Körperteile) und 22 (Haarschöpfe) sind knapp; Deutung von ‚laghīyāṃsaḥ‘ und ‚yātayāmāni‘ mit Vorbehalt.
Nachdem sie die Patnīsaṃyājas dargebracht haben, gehen sie nach Osten hinaus und beten mit dem Aticchandas-Vers „ayaṃ sahasramānavaḥ“ [Anm.: Strophenanfang (pratīka), Fortsetzung nicht im Text; „dieser [ist] von tausendfachem Wert“?] den Āhavanīya an.
Im Geiste macht man das Hiṅkāra, im Geiste singt man das Prastāva, im Geiste das Udgītha, im Geiste das Pratihāra, im Geiste gelangt man zum Nidhana – zur Vollendung des Unvollendeten.
caturhotāraṃ hotā vyācaṣṭe stutam eva tad anuśaṃsati nahi tat stutaṃ yad ananuśastam
Den Caturhotṛ[-Spruch] erläutert der Hotṛ; damit spricht er das Gelobte nachträglich noch einmal aus [anuśaṃsati]; denn nicht ist das ein [vollgültig] Gelobtes, was nicht nachträglich rezitiert ist.
dvābhyāṃ lomāvadyati dvābhyāṃ tvacaṃ dvābhyāṃ māṃsaṃ dvābhyām asthi dvābhyāṃ majjānaṃ dvābhyāṃ pīvaś ca lohitaṃ ca
Mit zwei [Stücken] schneidet er Haare ab, mit zwei die Haut, mit zwei das Fleisch, mit zwei den Knochen, mit zwei das Mark, mit zwei [das] Fett und das Blut [pīvas, Fett/Fülle? + lohita, Blut] [?].
śikhā anupravapante pāpmānam eva tad apaghnate laghīyāṃsaḥ svargaṃ lokam ayāmeti
Sie werfen die Haarschöpfe hinein; damit schlagen sie das Übel weg [mit dem Gedanken:] ‚leichter [laghīyāṃsaḥ, wörtlich ‚leichtere‘] mögen wir zur Himmelswelt gehen.‘