Quellen der Menschheit

Pañcaviṃśa-Brāhmaṇa (Tāṇḍya-Mahābrāhmaṇa) · Prapāṭhaka 5

Adhyāya 9 Beginn des Sattra: Dīkṣā-Zeitpunkte

Die Frage, wann die Weihe (dīkṣā) für das einjährige Sattra beginnen soll: am Ekāṣṭakā (abgelehnt), im Phālguna (Neumond/Vorderseite), am Vollmond von Citrā, oder vier Tage vor dem Vollmond. Wortspiele mit ‚niryā‘ (Ausweg) und ‚sāniryā‘; Deutung von 452 und 458 unsicher, ebenso ‚saṃmeghe viṣuvān‘ (Viṣuvat im Wolkenmonat?).

ekāṣṭakāyāṃ dīkṣeran

Am Ekāṣṭakā sollen sie sich weihen.

eṣā vai saṃvvatsarasya patnī yad ekāṣṭakaitasyāṃ vā gatāṃ rātriṃ vasati sākṣād eva tat saṃvvatsaram ārabhya dīkṣante

Diese ist die Gattin des Jahres, die Ekāṣṭakā; in ihr weilt man die vergangene Nacht; damit beginnen sie unmittelbar das Jahr und weihen sich.

tasya sāniryā yad apo' nabhinandanto 'bhyavayanti

Dessen Ausweg (niryā) [Anm.: ‚sāniryā‘ = ‚sā + niryā‘? unsicher]: dass sie, das Wasser nicht freudig begrüßend, ihm entgegengehen [?].

vicchinnaṃ vā ete saṃvvatsarasyābhidīkṣante ya ekāṣṭakāyāṃ dīkṣante 'ntanāmānāv ṛtū bhavete

Als Unterbrochenes des Jahres weihen sich die, die sich am Ekāṣṭakā weihen; die beiden Jahreszeiten mit dem Namen ‚Ende‘ entstehen [dann].

ārtaṃ vā ete saṃvvatsarasyābhidīkṣante ye 'ntanāmānāv ṛtū abhidīkṣante

Ins Leid des Jahres weihen sich diese, die sich zu den zwei ‚Ende‘-Jahreszeiten weihen.

tasmād ekāṣṭakāyāṃ na dīkṣyam

Daher darf man sich nicht am Ekāṣṭakā weihen.

phālgune dīkṣeran

Im Phālguna sollen sie sich weihen.

mukhaṃ vā etat saṃvvatsarasya yat phālguno mukhata eva tat saṃvvatsaram ārabhya dīkṣante

Der Mund des Jahres ist dies, der Phālguna; sie beginnen das Jahr am Mund und weihen sich.

tasya sāniryā yat saṃmeghe viṣuvān saṃpadyate

Dessen Ausweg: dass in der Wolkenzeit [saṃmegha?] der Viṣuvat-Tag zustande kommt [?].

citrāpūrṇamāse dīkṣeran

Am Vollmond von Citrā sollen sie sich weihen.

cakṣur vā etat saṃvvatsarasya yac citrāpūrṇamāso mukhato vai cakṣur mukhata eva tat saṃvvatsaram ārabhya dīkṣante tasya na niryāsti

Das Auge des Jahres ist der Vollmond von Citrā; am Mund [Vorderseite] ist das Auge; sie beginnen das Jahr am Mund und weihen sich; dafür gibt es keinen Ausweg [d.h. keine Schwierigkeit].

caturahe purastāt paurṇamāsyā dīkṣeran

Vier Tage vor dem Vollmond sollen sie sich weihen.

teṣām akāṣṭakāyāṃ krayaḥ saṃpadyate tenaikāṣṭakāṃ na saṃbaṭ kurvanti

Ihnen kommt der [Soma-]Kauf am Vor-Ekāṣṭakā-Tag zustande; damit verfehlen sie [nicht] die Ekāṣṭakā [sambaṭ kurvanti: ‚zusammenschlagen‘] [?].

teṣāṃ pūrvapakṣe sutyā saṃpadyate pūrvapakṣe māsāḥ saṃtiṣṭhamānā yanti pūrvapakṣa uttiṣṭhanti tān uttiṣṭhataḥ paśava oṣadhayo 'nūttiṣṭhanti tān kalyāṇī vāg abhivadary arātsur ime sattriṇa iti te rādhnuvanti

Ihnen kommt die Somapressung in der hellen Monatshälfte zustande; in der hellen Hälfte gehen die Monate, [ins] Stehen gekommen; in der hellen Hälfte stehen sie auf; ihnen, den Aufstehenden, stehen Vieh und Pflanzen nach; zu ihnen spricht eine glückliche Rede: ‚Diese Sattra-Teilnehmer haben Erfolg gehabt‘; sie haben Erfolg.

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