ā vā ete saṃvvatsaraṃ pyāyayanti ya utsṛjanti
Sie schwellen das Jahr an [pyāyayanti], die [es] freilassen [utsṛjanti].
Pañcaviṃśa-Brāhmaṇa (Tāṇḍya-Mahābrāhmaṇa) · Prapāṭhaka 5
Frage des Utsarga (Freilassung, Beendigung des Sattra), ob die Teilnehmer ‚fortlassen‘ sollen und wie ein einziges Ekatrika-Opfer dies ersetzen kann. Danach ausführliche Beschreibung des Opfertag-Ablaufs mit Tieropfer, Purodāśa-Kapālas (8, 11, 12) für die Savanas. Vieles ist Aufzählung technischer Opfergaben; die Deutung von ‚utsṛjanti‘ und ‚pyāyayanti‘ in 464 und ‚abhyutṣuṇvanti‘ in 469 mit Vorbehalt.
ā vā ete saṃvvatsaraṃ pyāyayanti ya utsṛjanti
Sie schwellen das Jahr an [pyāyayanti], die [es] freilassen [utsṛjanti].
yathā vai dṛtir ādhmāta evaṃ saṃvvatsaro 'nutsṛṣṭo yan notsṛjeyur amehena pramāyukāḥ syuḥ
Wie ein aufgeblasener Schlauch, so ist das Jahr, wenn nicht freigelassen; wenn sie [es] nicht freilassen, würden sie an Harnverhalten [ameha] sterben.
prāṇo vai saṃvvatsara udānā māsā yad utsṛjanti prāṇa evodānān dadhati yo dīkṣitaḥ pramīyate yā saṃvvatsarasyānutsṛṣṭasya śuk sā tam ṛcchati
Der Lebenshauch ist das Jahr, die Aufatmungen die Monate; dass sie freilassen, legen sie den Aufatmungen eben Lebenshauch bei; wer als Geweihter stirbt, den trifft der Schmerz des nicht freigelassenen Jahres.
tad āhur utsṛjyā3ṃ notsṛjyā3m iti
Darüber sagen sie: „Soll man freilassen oder nicht freilassen?“
yady utsṛjeyur ukthāny utsṛjeyus tad evotsṛṣṭaṃ tad anutsṛṣṭam
Wenn sie freilassen sollten, so sollen sie Ukthya-Tage freilassen; das ist eben das Freigelassene, das ist das Nichtfreigelassene [Anm.: Deutung knapp, sinngemäß: Das Freilassen wirkt schon, und doch bleibt es unfrei] [?].
atho khalv āhur ekatrikaṃ kāryaṃ tad eva sākṣād utsṛṣṭam abhyutṣuṇvanti
Andererseits sagen sie: Ein Ekatrika [Eintägiges mit drei Tagen? eka + trika] ist zu machen; das ist eben das unmittelbar Freigelassene; sie pressen [Soma] darüber hinaus [abhyutṣuṇvanti] [?].
chidro vā eteṣāṃ saṃvvatsara ity āhur ye stomam utsṛjantīti
„Durchlöchert ist ihnen das Jahr“, sagen sie, „die den Stoma freilassen“.
paśum ālabhante stomam eva tad ālabhante stomo hi paśuḥ
Sie nehmen ein Opfertier; den Stoma eben nehmen sie damit in Angriff; denn der Stoma ist das Tier.
śva utsṛṣṭāḥ sma iti vatsān apākurvanti prātaḥ paśum ālabhante tasya vapayā pracaranti tatas savanīyenāṣṭākapālena tata āgneyenāṣṭākapālena tato dadhnaindreṇa tataś caruṇā vaiśvadevena tat prātaḥsavanaṃ saṃtiṣṭhante
[Sie sagen:] „Morgen sind wir freigelassen“; sie entfernen die Kälber; am Morgen schlachten sie das Tier; mit dessen Fettnetz verfahren sie; danach mit dem achtschaligen [Purodāśa] für Savanīya; danach mit dem achtschaligen für Agni; danach mit dem für Indra [aus] Sauermilch; danach mit dem Reisbrei für die Viśvedevas; damit beenden sie die Morgenpressung.
tataḥ paśupuroḍāśenaikādaśakapālena tataḥ savanīyenaikādaśakapālena tato marutvatīyenaikādaśakapālena tataś caruṇaindreṇa tan mādhyandinaṃ savanaṃ saṃtiṣṭhante
Danach mit dem elfschaligen Tier-Purodāśa; danach mit dem elfschaligen für Savanīya; danach mit dem elfschaligen für Marutvatīya; danach mit dem Reisbrei für Indra; damit beenden sie die Mittagspressung.
paśunā pracaranti tataḥ savanīyena dvādaśakapālena tato vaiśvadevena dvādaśakapālena tataś caruṇāgnimārutena tat tṛtīyaṃ savanaṃ saṃtiṣṭhante
Mit dem Tier verfahren sie; danach mit dem zwölfschaligen für Savanīya; danach mit dem zwölfschaligen für die Viśvedevas; danach mit dem Reisbrei für Agni und die Maruts; damit beenden sie die dritte Pressung.
pṛṣadājyena pracarya patnīs saṃyājayanti
Nachdem sie mit der Butter-Sauermilch [pṛṣadājya] verfahren sind, lassen sie die Gattinnen die Saṃyājas darbringen.