Adhyāya 7
Bahiṣpavamāna: Opfergabe an die Rede, Gang, Ersatz und Prastara
Bṛhaspatis Opfer an die Herren der Welten, Opfergabe an Vāc/Sarasvatī, das Hinausschreiten zum Bahiṣpavamāna, Regeln bei Unterbrechung eines Sāman-Priesters, Tragen des Prastara und Beginn des Bahiṣpavamāna-Stotra. Unsicher: prakvāṇā, tsarantaḥ (Lesart), mṛgadharma.
vāg vai devebhyo 'pākrāmat tāṃ devā anvamantrayanta sā 'bravīd abhāgāsmi bhāgadheyaṃ me 'stv iti kas te bhāgadheyaṃ kuryād ity udgātāra ity abravīd udgātāro vai vāce bhāgadheyaṃ kurvanti
Die Rede entwich den Göttern; die Götter riefen sie. Sie sagte: „Ich bin ohne Anteil; ich soll einen Anteil haben.“ „Wer soll dir einen Anteil machen?“ – „Die Udgātṛs“, sagte sie. Die Udgātṛs machen der Rede einen Anteil.
tasyai juhuyād bekurānāmāsi juṣṭā devebhyo namo vāce namo vācas pataye devi vāg yat te vāco madhumat tasmin mā dhāḥ sarasvatyai svāheti
Für sie soll er opfern: „Du heißt Bekura, von den Göttern geliebt; Verehrung der Rede, Verehrung dem Herrn der Rede; göttliche Rede, was von dir Honigsüßes ist, darein setze mich. Der Sarasvatī Svāhā!“
Sie schreiten gleichsam schleichend [prakvāṇāḥ, „murmelnd?“] [?], denn von hier aus ist die Himmelswelt gleichsam entgegengesetzt; gleichsam schleichend [?] schreiten sie. Das Opfer hat die Art eines Wildes; zur Beruhigung des Opfers, zur Schreckensfreiheit.
vācaṃ yacchanti yajñam eva tad yacchanti yad vyavavadeyur yajñaṃ nirbrūyus tasmān na vyavavadyam
Sie halten die Rede an; damit halten sie das Opfer an. Wenn sie dazwischenreden, würden sie das Opfer ausplaudern; daher soll man nicht dazwischenreden.
yadi prastotāvacchidyate yajñasya śiraś chidyate brahmaṇe varaṃ dattvā sa eva punar vartavyaś chinnam eva tat pratidadhāti
Wenn der Prastotṛ ausfällt, wird das Haupt des Opfers abgeschnitten. Nachdem dem Brahman eine Gabe gegeben ist, soll derselbe wieder gewählt werden; so setzt er das Abgeschnittene wieder an.
Wenn der Udgātṛ ausfällt, verfehlt der Opferer das Opfer; er [ist] ohne Dakṣiṇā; dieses Opfer ist abzuschließen, dann ist ein anderer zu holen; diesem ist zu geben, soviel er zu geben gedenkt.
yadi pratihartā 'vacchidyate paśubhir yajamāno vyṛdhyate paśavo vai pratihartā sarvavedasaṃ deyaṃ yadi sarvavedasaṃ na dadāti sarvajyāniṃ jīyate
Wenn der Pratihartṛ ausfällt, verfehlt der Opferer das Vieh; das Vieh ist ja der Pratihartṛ. Man soll die Gesamtheit des Besitzes geben; gibt er die Gesamtheit des Besitzes nicht, so wird er um alles Gut betrogen [?].
yajño vai devebhyo 'śvo bhūtvāpākrāmat taṃ devāḥ prastareṇāsamayaṃs tasmād aśvaḥ prastareṇa saṃmṛjyamāna upāvarabhate yad adhvaryuḥ prastaraṃ harati yajñasya śāntyā apratrāsāya
Das Opfer entwich den Göttern, zum Pferd geworden. Die Götter bezähmten es mit dem Prastara. Daher wird ein Pferd, wenn es mit dem Prastara abgerieben wird, ruhig gehalten [?]. Dass der Adhvaryu den Prastara herbeiträgt, ist zur Beruhigung des Opfers, zur Schreckensfreiheit.
prajāpatiḥ paśun asṛjata te 'smāt sṛṣṭā aśanāyanto 'pākrāmaṃs tebhyaḥ prastaram annaṃ prāyacchat enam upāvartanta tasmād adhvaryuṇā prastara īṣad iva vidhūyo vidhūtim iva hi tṛṇaṃ paśava upāvartante
Prajāpati schuf das Vieh. Von ihm geschaffen entwich es hungrig. Ihnen gab er den Prastara als Speise; sie kamen zu ihm zurück. Daher wird der Prastara vom Adhvaryu ein wenig geschüttelt, denn zum geschüttelten Gras kommen die Tiere zurück.
aṣṭhīvatopaspṛśatodgeyaṃ tenāsya havir askannaṃ bhavati na yajamānaṃ svargāl lokād avagṛhṇāti
Ohne zu spucken, den Prastara berührend soll man singen; dadurch wird dessen Opfergabe nicht verschüttet und hält er den Opferer nicht von der Himmelswelt ab.
cātvālam avekṣya bahiṣpavamānaṃ stuvanty atra vā asāv āditya āsīt ta devā bahiṣpavamānena svargaṃl lokam aharan yac cātvālam avekṣya bahiṣpavamānaṃ stuvanti yajamānam eva tat svargaṃl lokaṃ haranti
Sie preisen das Bahiṣpavamāna, indem sie auf den Cātvāla blicken. Hier war jener Āditya; die Götter holten mit dem Bahiṣpavamāna die Himmelswelt herbei. Dass sie das Bahiṣpavamāna preisen, indem sie auf den Cātvāla blicken, damit holen sie den Opferer zur Himmelswelt.