Quellen der Menschheit

Pañcaviṃśa-Brāhmaṇa (Tāṇḍya-Mahābrāhmaṇa) · Prapāṭhaka 7

Adhyāya 2 Die Ājya-Stotras und ihr Ursprung im Wettlauf

Erklärung der Ājya-Preislieder (ājya-stotra) aus einem Wettlauf (āji) der Götter um den Vorrang und aus der Aufteilung auf Agni, Mitrāvaruṇa und Indra. Der Abschnitt über die Zahlen (Kaṇḍikā 3) ist knapp und in seinem Bezug unklar.

prajāpatir devebhya ātmānaṃ yajñaṃ kṛtvā prāyacchat te 'nyo 'nyasmā agrāya nātiṣṭhanta tān abravīd ājim asminn iteti ta ājim āyan yad ājim āyaṃs tad ājyānām ājyatvam

Prajāpati machte sich selbst zum Opfer und gab es den Göttern. Sie einigten sich nicht darüber, wer den Vorrang haben solle [wörtlich: standen nicht füreinander zum Vorrang]. Er sagte zu ihnen: „Lauft einen Wettlauf (āji) darum.“ Sie liefen den Wettlauf. Dass sie den Wettlauf liefen: darin liegt das Ājya-Sein der Ājyas.

sa indro 'ved agnir vā idam agra ujjyeṣyatīti so 'bravīd yataro nāv idam agra ujjayat tan nau saheti so 'gnir agra udajayad atha mitrāvaruṇāv athendro 'thaiṣaikā hotrānujjitāsīt sa indro 'gnim abravīd yat sahāvocāvahī yan nau tad iti saiṣaindrāgny adhyardham agne stotram adhyardham indrasya

Indra erkannte: „Agni wird dies als Erster gewinnen.“ Er sagte: „Wer von uns beiden dies als Erster gewinnt, das soll uns gemeinsam gehören.“ Agni gewann zuerst, dann Mitra und Varuṇa, dann Indra. Nun blieb diese eine Hotrā [Rezitationsstück des Hotṛ] ungewonnen. Indra sagte zu Agni: „Was ich ‚gemeinsam‘ sagte: lass uns beide es [teilen], das gehört uns beiden.“ Das ist das Aindrāgna-[Stück]: anderthalb [?] Stotra für Agni, anderthalb [?] für Indra.

catvāri santi ṣaḍ devatyāni

Vier sind es, sechs [sind] den Gottheiten zugehörig [?].

ṣaḍdhā vihito yajño yāvān yajñas tam evārabhate

Sechsfach verteilt ist das Opfer; so viel das Opfer ist, das nimmt er in Angriff.

sarvāṇi svārāṇy ājyāni taj jāmi nānādevatyaiḥ stuvanty ajāmitāyai

Alle Ājyas sind mit Svāra [Nidhana] versehen. Das wäre [eine] Wiederholung (jāmi); mit Lobliedern auf verschiedene Gottheiten loben sie, damit es keine Wiederholung sei [ajāmitā].

grāmyebhyo vā etat paśubhyaḥ stuvanti yad ājyaiḥ punarabhyāvartaṃ stuvanti tasmāt parāñcaḥ prājyante pratyañcaḥ prajāyante tasmād u pretya punar āyanti

Für die Haustiere nämlich loben sie, wenn sie mit den Ājyas loben. Sie loben mit Wiederkehr [punarabhyāvartam, ‚immer wieder zurückkehrend‘]. Daher werden [die Tiere] abgewandt hinausgetrieben [?], zugewandt werden sie geboren [?]; daher kehren sie, wenn sie fortgegangen sind, wieder zurück.

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