pitā vai vāmadevyaṃ putrāḥ pṛṣṭhāni
Der Vater ist das Vāmadevya, die Söhne sind die Pṛṣṭhas.
Pañcaviṃśa-Brāhmaṇa (Tāṇḍya-Mahābrāhmaṇa) · Prapāṭhaka 7
Das Vāmadevya als Vater der Pṛṣṭha-Sāmans (Bṛhat, Rathantara), seine Rolle für Vieh und Besänftigung (śānti), die Art seines Vortrags (sanft, unausgesprochen, mit eigener Stätte), das Rudra-Motiv und seine Verwendung mit den Revatī-Versen. Mehrere technische Ausdrücke (aṅkulī, svadhūḥ, niyāna, dhātuka) sind unsicher.
pitā vai vāmadevyaṃ putrāḥ pṛṣṭhāni
Der Vater ist das Vāmadevya, die Söhne sind die Pṛṣṭhas.
etasmād vā etāni yoner asṛjyanta
Aus diesem Schoß wurden diese geschaffen.
tasmāt pṛṣṭhānāṃ stotraṃ vāmadevyenānuṣṭuvanti śāntyai
Deshalb schließen sie das Stotra der Pṛṣṭhas mit dem Vāmadevya an [anuṣṭuvanti], zur Beruhigung.
yad dhi putro 'śāntaṃ carati pitā tac chamayati
Wenn nämlich der Sohn Unruhiges treibt, beruhigt es der Vater.
ayaṃ vai loko madhyamo vāmadevyam etasmād vā imau lokau viṣvañcāv asṛjyetāṃ bṛhac ca ratantaraṃ ca
Diese Welt, die mittlere, ist das Vāmadevya. Aus ihm wurden diese beiden Welten als auseinandergehende geschaffen: Bṛhat und Rathantara.
yad rathantareṇa stuvanti ye rathantarāḥ paśavo 'ntarīkṣaṃ ta upaśrayanti yad bṛhatā stuvanti ye bārhatāḥ paśavo 'ntarīkṣaṃ ta upaśrayanti te vāmadevyasya stotreṇāvaruddhāḥ
Wenn sie mit dem Rathantara loben: die Tiere, die zum Rathantara gehören, lehnen sich an den Luftraum an. Wenn sie mit dem Bṛhat loben: die Tiere, die zum Bṛhat gehören, lehnen sich an den Luftraum an. Sie sind durch das Stotra des Vāmadevya eingeholt [avaruddha] [?].
dhruva āsīno vāmadevyenodgāyet paśūnām upavṛtyai
Fest sitzend soll er das Vāmadevya singen, damit das Vieh zurückkehrt [upavṛtti].
upainaṃ paśava āvartante ya evaṃv veda
Zu ihm kehrt das Vieh zurück, der so weiß.
antarikṣaṃ vai vāmadevyam adhūnvatevodgeyam adhūtam ivāntarikṣaṃ paśavo vai vāmadevyam ahiṃsatevodgeyaṃ paśūnām ahiṃsāyai
Der Luftraum ist das Vāmadevya; es ist zu singen, als schüttele man nicht, denn nicht geschüttelt gleichsam ist der Luftraum. Das Vieh ist das Vāmadevya; es ist zu singen, als schade man nicht, damit dem Vieh nicht geschadet wird.
katham iva vāmadevyaṃ geyam ity āhuḥ
„Wie ist das Vāmadevya zu singen?“, sagen sie.
yathāṅkulī putrān saṃdaśyāsaṃbhindantī harati yathā vāto 'psu śanair vāti
Wie eine [Wesen] aṅkulī [?] die Söhne fasst und trägt, ohne sie zu zerdrücken; wie der Wind sanft über die Wasser weht.
svadhūr vāmadevyaṃ geyam
Mit gutem Joch [svadhūr] ist das Vāmadevya zu singen [?].
yo vai svadhūr vāmadevyaṃ gāyati svadhūr bhavati
Wer das Vāmadevya mit gutem Joch singt, wird einer mit gutem Joch [?].
yāty asyānyo niyānena nānyasya niyānena yāti
Ein anderer geht auf seinem Weg; er geht nicht auf dem Weg eines anderen [?].
na bṛhato na rathantarasyānurūpaṃ geyaṃ svenaivāyatanena geyam āyatanavān bhavati
Weder dem Bṛhat noch dem Rathantara entsprechend [anurūpa] ist es zu singen, sondern mit seiner eigenen Stätte ist es zu singen; er wird einer mit Stätte.
devā vai paśūn vyabhajanta te rudram antarāyaṃs tān vāmadevyasya stotra upekṣate
Die Götter verteilten das Vieh. Sie ließen Rudra beiseite [antarāyan] [?]. Er sieht dem Stotra des Vāmadevya zu.
aniruktaṃ geyam
Unausgesprochen ist es zu singen.
yan nirāha rudrāya paśūn apidadhāti rudras tāṃ samāṃ paśūn dhātuko bhavati
Wenn er es deutlich ausspricht, verschließt er das Vieh für Rudra; Rudra wird in jenem Jahr ein Zugreifer [dhātuka] auf das Vieh [?].
revatīṣu vāmadevyena paśukāmaḥ stuvīta
Bei den Revatī-Versen soll mit dem Vāmadevya loben, wer Vieh wünscht.
āpo vai revatyaḥ paśavo vāmadevyam adbhya evāsmai paśūn prajanayati
Die Wasser sind die Revatīs, das Vieh ist das Vāmadevya; aus den Wassern eben erzeugt er ihm Vieh.
anavartiḥ paśuto bhavati prajā svasya mīliteva bhavati
Es gibt für ihn keine Not vom Vieh her [anavarti] [?]; seine Nachkommenschaft wird gleichsam mit geschlossenen Augen [?].
kavatībhyo hy eti prajāpateḥ
Von den Kavatī-[Versen] geht es nämlich zu Prajāpati.