Quellen der Menschheit

Pañcaviṃśa-Brāhmaṇa (Tāṇḍya-Mahābrāhmaṇa) · Prapāṭhaka 7

Adhyāya 4 Die Bṛhatī im Mittagspressen; Herkunft ihres Namens

Die Bṛhatī als Himmelsmetrum: Begründung, warum im Mittagspressen mit ihr gelobt wird und dort die Dakṣiṇās gegeben werden; Etymologie von bṛhatī („die Große“) aus dem Erfassen der Welten. Kaṇḍikā 2 (tayālpakādi) und 5 (caturuttarāṇi … abhisaṃpadyante) enthalten unsichere Stellen.

etad vai yajñasya svargyaṃ yan mādhyandinaṃ savanaṃ mādhyandinasya pavamānaḥ pavamānasya bṛhatī yad bṛhatyāḥ stotre dakṣiṇā dīyante svargasyaiva tal lokasyāyatane dīyante

Das ist das Himmelsgemäße des Opfers: das Mittagspressen; vom Mittagspressen der Pavamāna; vom Pavamāna die Bṛhatī. Dass beim Stotra der Bṛhatī die Dakṣiṇās gegeben werden: an der Stätte der Himmelswelt eben werden sie gegeben.

devā vai cchandāṃsy abruvan yuṣmābhiḥ svargyaṃl lokam ayāmeti te gāyatrīṃ prāyuñjata tayā na vyāpnuvaṃs triṣṭubhaṃ prāyuñjata tayā na vyāpnuvañ jagatīṃ prāyuñjata tayā na vyāpnuvann anuṣṭubhaṃ prāyuñjata tayālpakādi na vyāpnuvaṃs ta āsāṃ diśāṃ rasān prabṛhya catvāry akṣarāṇy upādadhuḥ sā bṛhaty abhavat tayemāṃl lokān vyāpnuvan

Die Götter sagten zu den Metren: „Mit euch wollen wir in die Himmelswelt gehen.“ Sie setzten die Gāyatrī ein; mit ihr erreichten sie sie nicht. Sie setzten die Triṣṭubh ein; mit ihr erreichten sie sie nicht. Sie setzten die Jagatī ein; mit ihr erreichten sie sie nicht. Sie setzten die Anuṣṭubh ein; mit ihr erreichten sie das Geringe und so weiter [alpakādi] nicht [?]. Da zogen sie aus diesen Himmelsrichtungen die Säfte heraus und fügten vier Silben hinzu. Das wurde die Bṛhatī. Mit ihr erreichten sie diese Welten.

bṛhatī maryā yayemāṃl lokān vyāpāmeti tad bṛhatyā bṛhattvam

„Groß [bṛhatī], ihr Sterblichen, ist die, mit der wir diese Welten erreicht haben“ [maryāḥ, Anrede, unsicher] [?]; darin liegt das Groß-Sein der Bṛhatī.

paśūn vā asyāntān upādadhuḥ paśavo vai bṛhatī yad bṛhatyāḥ stotre dakṣiṇā dīyante sva eva tad āyatane dīyante

Als ihre Enden fügten sie das Vieh hinzu. Das Vieh ist die Bṛhatī. Dass beim Stotra der Bṛhatī die Dakṣiṇās gegeben werden: an ihrer eigenen Stätte werden sie gegeben.

yan nv ity āhur anyāni cchandāṃsi varṣīyāṃsi kasmād bṛhaty ucyata eṣā hīmāṃl lokān vyāpnon nānyac chandaḥ kiṃ cana yāni sapta caturuttarāṇi cchandāṃsi tāni bṛhatīm abhisaṃpadyante tasmād bṛhaty ucyate

Nun, was man sagt: „Andere Metren sind länger [varṣīyas]; warum wird [diese] Bṛhatī genannt?“ Diese erreichte diese Welten, kein anderes Metrum irgendwie. Die sieben Metren, die um je vier [Silben] aufsteigen, laufen auf die Bṛhatī zu [?]; deshalb heißt sie Bṛhatī.

yan nv ity āhur gāyatraṃ prātaḥsavanaṃ traiṣṭubhaṃ mādhyandinaṃ savanaṃ jāgataṃ tṛtīyasavanaṃ kasmād bṛhatyā madhyandine stuvantīti

Nun, was man sagt: „Das Frühpressen ist gāyatra, das Mittagspressen triṣṭubh-haft, das dritte Pressen jagatī-haft; warum loben sie im Mittagspressen mit der Bṛhatī?“

bahiṣpavamānena vai devā ādityaṃ svargaṃl lokam aharan sa nādhriyata taṃ bṛhatyā madhyandine 'stabhnuvaṃs tasmād bṛhatyā madhyandinaṃ stuvanty ādityaṃ hy eṣā madhyandine dādhāra

Mit dem Bahiṣpavamāna holten die Götter die Sonne (Āditya) in die Himmelswelt. Sie hielt nicht fest [nādhriyata, ‚blieb nicht gehalten‘]. Sie stützten sie mit der Bṛhatī im Mittag ab. Deshalb loben sie im Mittag mit der Bṛhatī: die Sonne nämlich hat diese im Mittag gehalten.

yair u kaiś ca cchandobhir madhyandine stuvanti tāni triṣṭubham abhi saṃpadyante tasmāt triṣṭubho nayanti mādhyandināt savanāt

Mit welchen Metren auch immer sie im Mittag loben, sie laufen auf die Triṣṭubh zu [abhi saṃpadyante]. Daher führen die Triṣṭubh-[Verse] vom Mittagspressen [weiter, nayanti] [?].

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