Riten für den Fall, dass ein Dīkṣita stirbt: Verbrennen und Beisetzen der Gebeine, Einsetzen eines nächsten Verwandten, Sāmans an den Sarparājñī-Strophen, Umgang um das Mārjālīya und Verlängerung auf ein Jahr. Der Abschnitt hat Anklänge an Totenriten; „yāmena“ und „parācībhiḥ“ sind nur bedingt sicher gedeutet.
yadi dīkṣitānāṃ pramīyate dagdhvāsthīny upanahya yo nediṣṭhī syāt taṃ dīkṣayitvā saha yajeran
Wenn unter den Geweihten einer stirbt, sollen sie, nachdem sie ihn verbrannt und die Gebeine zusammengebunden haben, den, der der nächste [Verwandte] ist, weihen und mit ihm zusammen opfern.
Dies soll man anders machen: Nach dem Auspressen sollen sie einen anderen, ohne Soma zu schöpfen, die Grahas [schöpfen]; an der Reihe [sraktis] der Südseite [dakṣiṇā] oder am Mārjālīya sollen sie [zu Ehren des Toten] preisen [?].
tā ṛco 'nubruvantas trir mārjālīyaṃ pariyanti savyān ūrūn āghnānāḥ
Diese Strophen hersagend, gehen sie dreimal um das Mārjālīya herum, sich auf den linken Schenkel schlagend [savyān ūrūn āghnānāḥ: „die linken Schenkel“ [?]].
„Diese gehen gleichsam auf Wegen“, sagen sie, „die für einen Toten [Riten] vollziehen“; sie schöpfen die Grahas mit dem Aindravāyava an der Spitze; wieder betreten sie den [richtigen] Weg [punaḥ panthānam apiyanti].
Im [nächsten] Jahr sollen sie [wegen] der Gebeine [ein Opfer] veranstalten. Das Jahr ist der Ausgleich für alles; wenn sie vor dem Jahr veranstalteten, würden sie eine verletzte, grausame Rede [?] erlangen [Anm.: „aruṣkṛtā“ unsicher].
Die Pavamāna-[Stotras] sollen vom Trivṛt sein [vṛtaḥ: „gewählt“ [?]], das übrige alles Saptadaśa [Anm.: Text wohl korrupt; „vṛtaḥ“ vielleicht für „trivṛtaḥ“].
yat trivṛtaḥ pavamānā bhavanti prāṇā vai trivṛt prāṇān evopayanti yat saptadaśam itarat sarvaṃ prajāpatir vai saptadaśaḥ prajatim evopayanti
Dass die Pavamāna-Stotras Trivṛt sind: Die Lebenshauche sind das Trivṛt; die Lebenshauche erlangen sie eben. Dass das übrige alles Saptadaśa ist: Prajāpati ist das Saptadaśa; Prajāpati erlangen sie eben [Anm.: im Text „prajatim“, wohl Fehler für „prajāpatim“].
prāṇāpānair vā ete vyṛdhyanta ity āhur ye mṛtāya kurvantīti maitrāvaruṇāgrān grahān gṛhṇate prāṇāpānau mitrāvaruṇau prāṇāpānair eva samṛdhyante
„Diese gehen der Ein- und Ausatmung verlustig“, sagen sie, „die für einen Toten [Riten] vollziehen“; sie schöpfen die Grahas mit dem Maitrāvaruṇa an der Spitze; Ein- und Ausatmung sind Mitra und Varuṇa; durch Ein- und Ausatmung eben gelingen sie.