Dies eben sprachen die Götter: „Erkennt die Schicht!“ – das bedeutet: „Sucht die Schicht!“ Während sie so suchten, erblickte Savitṛ diese Sāvitra-Sprüche; weil Savitṛ sie erblickte, deshalb heißen sie – sāvitra –. Er brachte diese in acht Teilen ergriffene Opferspende dar; nachdem er sie dargebracht hatte, erblickte er diese, in acht Teile geteilte, unbezwingbare Erde (aṣāḍhā), die bereits zuvor erschaffen war.
te yadabruvan cetayadhvamiti citimicateti vāva tadabruvanyaccetayamānā apaśyaṃstasmāccitirāhutirvai yajño yadiṣṭvāpaśyattasmādiṣṭakā
Dass sie sprachen: „Erkennt!“ – das bedeutet: „Sucht die Schicht!“ – das sprachen sie da. Weil sie, so suchend, die Schicht erblickten, deshalb heißt sie – citi – (Schicht). Die Opferspende ist nämlich das Opfer; weil er, geopfert habend (iṣṭvā), sie erblickte, deshalb heißen sie – iṣṭakāḥ – (Ziegel).
Diese Erde nun, obwohl sie eine einzige ist, in acht Teilen ergriffen, opfert er mit acht Yajus-Sprüchen; deshalb ist diese Erde, obwohl eine, in acht Teile geteilt.
Er opfert, sie, die Erde, gleichsam nach oben hebend: er hebt diese Erde da mit ihren Gestalten nach oben; deshalb ist diese Erde nach oben gerichtet durch ihre Gestalten.
tāṃ saṃtatāṃ juhoti | etadvai devā abibhayuryadvai na iha rakṣāṃsi nāṣṭrā nānvaveyuriti ta etaṃ saṃtatahomamapaśyanrakṣasāṃ nāṣṭrāṇāmananvavāyanāya tasmātsaṃtatāṃ juhoti
Er opfert sie ununterbrochen, in einem fortlaufenden Guss: die Götter fürchteten sich nämlich davor, dass hier die bösen Rakṣas-Dämonen mit dem Schwert nicht doch noch nachdringen könnten; sie erblickten dieses ununterbrochene Opfer, damit die Rakṣas mit dem Schwert nicht nachdringen könnten. Deshalb opfert er sie ununterbrochen.
Und dass man diese Opferspende darbringt: Savitṛ ist dieser Agni; ihn stellt man mit dieser Opferspende zuvor zufrieden; nachdem man ihm geopfert und ihn zufriedengestellt hat, sammelt man ihn dann erst zusammen. Dass man mit dieser Opferspende Savitṛ zufriedenstellt, deshalb heißen sie – sāvitra –; deshalb bringt man diese Opferspende dar.
Und dass man diese Opferspende darbringt: Savitṛ ist dieser Agni; ihm ergießt man mit dieser Opferspende zuvor den zum Samen gewordenen Samen; wie die Beschaffenheit des Samens ist, der in den Mutterschoß ergossen wird, so wird das Kind geboren. Dass man mit dieser Opferspende dem Savitṛ den zum Samen gewordenen Samen ergießt, deshalb heißen sie – sāvitra –; deshalb bringt man diese Opferspende dar.
sruvaścātra srukca prajujyete | vāgvai srukprāṇaḥ sruvo vācā ca vai prāṇena caitadagre devāḥ karmānvaicaṃstasmātsruvaśca srukca
Der Sruva- und der Sruc-Löffel kommen hierbei zum Einsatz: die Rede ist nämlich der Sruc, der Lebenshauch der Sruva; mit der Rede und mit dem Lebenshauch spürten die Götter zu Beginn diesem Werk nach; deshalb kommen Sruva und Sruc zum Einsatz.
yadveva sruvaśca srukca | yo vai sa prajāpatirāsīdeṣa sa sruvaḥ prāṇo vai sruvaḥ prāṇaḥ prajāpatiratha yā sā vāgāsīdeṣā sā srugyoṣā vai vāgyoṣā srugatha yāstā āpa āyanvāco lokādetāstā yāmetāmāhutiṃ juhoti
Und dass es Sruva und Sruc sind: der, der jener Prajāpati war, das ist der Sruva; der Lebenshauch ist nämlich der Sruva, der Lebenshauch ist Prajāpati. Und die, die jene Rede war, das ist der Sruc; eine Frau ist nämlich die Rede, eine Frau ist der Sruc. Und jene Wasser, die aus der Welt der Rede kamen, mit diesen also bringt er diese Opferspende dar.
tāṃ saṃtatāṃ juhoti | saṃtatā hi tā āpa āyannatha yaḥ sa prajāpatistrayyā vidyayā sahāpaḥ prāviśadeṣa sa yairetadyajurbhirjuhoti
Er opfert sie ununterbrochen: ununterbrochen nämlich kamen jene Wasser geflossen. Und der, der jener Prajāpati war, der mit dem Dreifach-Wissen in die Wasser einging, das ist derjenige, mit dessen Sprüchen er dies mit den Yajus-Sprüchen opfert.
tadyāni trīṇi prathamāni | ime te lokā atha yaccuturthaṃ yajustrayī sā vidyā jagatī sā bhavati jagatī sarvāṇi candāṃsi sarvāṇi candāṃsi trayī vidyātha yāni catvāryuttamāni diśastānīme ca vai lokā diśaśca prajāpatirathaiṣā trayī vidyā
Die ersten drei Sprüche nun, das sind diese drei Welten. Und der vierte Yajus-Spruch, das ist das Dreifach-Wissen; diese wird dann zur Jagatī; die Jagatī ist alle Versmaße, alle Versmaße sind das Dreifach-Wissen. Und die weiteren vier obersten Sprüche, das sind die Himmelsrichtungen; diese Sprüche zusammen also sind diese Welten und die Himmelsrichtungen und Prajāpati und eben dieses Dreifach-Wissen.
sa juhoti | yañjānaḥ prathamam mana iti prajāpatirvai yuñjānaḥ sa mana etasmai karmaṇe yuṅkta tadyanmana etasmai karmaṇe 'yuṅkta tasmātprajāpatiryuñjānaḥ
Er opfert mit dem Spruch: „Zuerst den Geist anschirrend“ – Prajāpati ist nämlich der Anschirrende; er schirrte den Geist für dieses Werk an; dass er den Geist für dieses Werk anschirrte, deshalb ist er Prajāpati, der Anschirrende.
tatvāya savitā dhiya iti | mano vai savitā prāṇā dhiyo 'gnerjyotirnicāyyetyagnerjyotirdṛṣṭvetyetatpṛthivyā adhyābharaditi pṛthivyai hyenadadhyābharati
„Savitṛ schirrte die Einsichten für dich an“ – der Geist ist nämlich Savitṛ, die Lebenshauche die Einsichten. „Des Agni Licht erspähend“ – das bedeutet: des Agni Licht erblickt habend. „Trug er es der Erde zu“ – denn er trägt es ja der Erde zu.
yuktena manasā vayamiti | mana evaitadetasmai karmaṇe yuṅkte na hyuyuktena manasā kiṃ cana samprati śaknāti kartuṃ devasya savituḥ sava iti devena savitrā prasūtā ityetatsvargyāya śaktyeti yathaitena karmaṇā svargaṃ lokamiyādevametadāha śaktyeti śaktyā hi svargaṃ lokameti
„Mit angeschirrtem Geist wir“ – eben den Geist schirrt man dabei für dieses Werk an, denn ohne angeschirrten Geist kann man gegenwärtig nichts vollbringen. „Des Gottes Savitṛ Antrieb“ – das bedeutet: vom Gott Savitṛ angetrieben. „Für die Fähigkeit zum Himmel“ – damit er durch dieses Werk zur Himmelswelt gelange, sagt man so: für die Fähigkeit, denn durch Fähigkeit gelangt man zur Himmelswelt.
„Nachdem Savitṛ die Götter angeschirrt hat“ – der Geist ist nämlich Savitṛ, die Lebenshauche die Götter. „Zur Himmelswelt strebend, mit Einsicht zum Himmel“ – zu eben dieser Himmelswelt strebend, hat er mit Einsicht den Geist für dieses Werk angeschirrt. „Wird er großes Licht schaffen“ – jene Sonne dort ist nämlich das große Licht; ebendieser ist auch dieser Agni; diesen wollen sie, die Priester, zurichten. „Savitṛ treibt sie an“ – das bedeutet: von Savitṛ angetrieben wollen sie dieses Werk vollbringen.
„Sie schirren den Geist an und schirren die Einsichten an“ – den Geist und die Lebenshauche schirrt man dabei für dieses Werk an. „Die Weisen, des Weisen“ – Prajāpati ist nämlich der Weise; die Götter sind die Weisen. „Des Großen, Kundigen“ – Prajāpati ist nämlich der Große, Kundige. „Er ordnet die Opferanteile zu“ – dies bedeutet: während er, der Altar, aufgeschichtet wird, ordnet er die Opferanteile zu, denn in diesen, sobald er aufgeschichtet ist, werden die Opferanteile zugeordnet. „Den Kundigen“ – denn er fand ja dieses ganze Wissen; „der Eine“ – denn dieser eine allein fand dieses ganze Wissen. „Groß ist des Gottes Savitṛ Preisung“ – das bedeutet: gewaltig ist des Gottes Savitṛ Preisung.
„Ich schirre euch beide an, das urzeitliche Brahman, mit Verehrungen“ – der Lebenshauch ist nämlich das urzeitliche Brahman, die Verehrung die Speise; eben diese Rezitation ist die Opferspende, die Speise ist eben diese Opferspende. „Beim Weisen“ – damit, wie bei beiden, Göttern und Menschen, der Ruhm-Vers des Opferers erschalle, schirrt der Opferer mit Speise die Lebenshauche für dieses Werk an, damit der Ruhmesspruch sich ausbreite, wie auf einem guten Weg; so sagt man dies. „Hört, ihr All-Götter, Söhne des Unsterblichen“ – Prajāpati ist nämlich der Unsterbliche, dessen Söhne sind die All-Götter. „Die ihr die himmlischen Wohnstätten bewohnt“ – diese Welten sind nämlich die himmlischen Wohnstätten; die Götter, die in diesen Welten sind, diese meint man hiermit.
„Dessen Auszug die anderen Götter nachfolgten“ – Prajāpati vollzog nämlich zuerst dieses Werk, danach vollzogen es die Götter. „Die Größe des Gottes, mit Kraft“ – das Opfer ist nämlich die Größe, die Götter vollbrachten das Opfer des Gottes, die Kraft, mit Macht. „Der die irdischen Räume ausmaß, dieser Eilende“ – was auch immer an dieser Erde irdisch ist, das misst dieser Gott ganz aus, denn mit seinen Strahlen durchdringt er es. „Die Räume, der Gott Savitṛ, durch seine Größe“ – diese Welten sind nämlich die Räume; jene Sonne dort, der Gott Savitṛ, misst diese mit seiner Größe aus.
„O Gott Savitṛ, treibe das Opfer an, treibe den Opferherrn an, zum Glück“ – jene Sonne dort ist nämlich der Gott Savitṛ, das Opfer ist Bhaga, das Glück; dies also sagt man. „Der himmlische Gandharva, der Einsicht-Reine, möge unsere Einsicht reinigen“ – jene Sonne dort ist nämlich der himmlische Gandharva; die Speise ist die Einsicht, der Speise-Reine; unsere Speise möge er reinigen – das bedeutet dies. „Der Herr der Rede möge uns die Rede versüßen“ – die Rede ist nämlich dieses Werk, der Lebenshauch der Herr der Rede; der Lebenshauch möge uns dieses Werk versüßen – das bedeutet dies.
imaṃ no deva savitaryajñam praṇayeti | asau vā ādityo devaḥ savitā yadu vā eṣa yajñiyaṃ karma praṇayati tadanārtaṃ svastyudṛcamaśnute devāvyamiti yo devānavadityetatsakhividaṃ satrājitaṃ dhanajitaṃ svarjitamiti ya etatsarvaṃ vindādityetadṛcetyṛcā stomaṃ samardhaya gāyatreṇa rathantaram bṛhadgāyatravartanīti sāmāni svāheti yajūṃṣi saiṣā trayī vidyā prathamaṃ jāyate yathaivādo 'mutrājāyataivamatha yaḥ so 'gnirasṛjyataiṣa sa yo 'ta ūrdhvamagniścīyate
„O Gott Savitṛ, führe uns dieses Opfer voran“ – jene Sonne dort ist nämlich der Gott Savitṛ; wenn er dieses opferwürdige Werk voranführt, dann gelangt man unversehrt, wohlbehalten, aufwärtsstrebend dazu. „Das Götter-Schützende“ – das bedeutet: was die Götter schützt. „Das Freundschaft-Erwerbende, das ungeteilt Siegende, das Reichtum-Erwerbende, das Himmel-Erwerbende“ – das bedeutet: wer all dies findet. „Mit dem Ṛc-Vers verstärke den Preisgesang, mit der Gāyatrī das Rathantara, mit dem Bṛhat-Sāman den Gāyatra-Wandel“ – das bedeutet die Sāmans, „Svāhā“ – die Yajus-Sprüche. Dies ist das Dreifach-Wissen; zuerst wird es geboren, so wie jenes Ur-Ereignis dort geboren wurde, ebenso geschieht es hier. Und der, der jener Agni erschaffen wurde, das ist dieser, der hier von nun an aufwärts weiter aufgeschichtet wird.
Diese sind die acht Sāvitra-Sprüche: achtsilbig ist die Gāyatrī, die Gāyatrī ist Agni; so groß Agni ist, so groß sein Maß ist, in eben diesem Maß ergießt man ihm dadurch den zum Samen gewordenen Samen. Es werden mit dem Svāhā-Ruf neun: der Svāhā-Ruf ist der neunte; neun sind die Himmelsrichtungen, die Himmelsrichtungen sind Agni; neun sind die Lebenshauche, die Lebenshauche sind Agni; so groß Agni ist, so groß sein Maß ist, in eben diesem Maß ergießt man ihm dadurch den zum Samen gewordenen Samen. Es werden mit der Opferspende zehn: die Opferspende ist die zehnte; zehnsilbig ist die Virāj, die Virāj ist Agni; zehn sind die Himmelsrichtungen, die Himmelsrichtungen sind Agni; zehn sind die Lebenshauche, die Lebenshauche sind Agni; so groß Agni ist, so groß sein Maß ist, so viel wird das.
etasyāmāhutyāṃ hutāyām | agnirdevebhya udakrāmatte devā abruvanpaśurvā agniḥ paśubhirimamanvicāma sa svāya rūpāyāvirbhaviṣyatīti tam paśubhiranvaicantsa svāya rūpāyāvirabhavattasmādu haitatpaśuḥ svāya rūpāyāvirbhavati ga
Nachdem diese Opferspende geopfert war, entwich Agni den Göttern. Die Götter sprachen: „Ein Tier ist Agni; lasst uns ihm mit Tieren nachspüren; er wird dann in seiner eigenen Gestalt erscheinen.“ Sie spürten ihm mit Tieren nach; er erschien daraufhin in seiner eigenen Gestalt. Deshalb erscheint auch heute ein Tier in seiner eigenen Gestalt [Anm.: die Kaṇḍikā bricht im Quelltext hier mit einem einzelnen Silbenfragment ab, vermutlich der Beginn eines weiteren Beispiels (Rind); nicht ergänzt].
Sie sprachen: „Wenn wir mit allen Tieren zusammen suchen, würden die Ergebnisse verbraucht, nicht mehr lebenstauglich sein [Anm.: Satzbau unklar]; wenn wir aber nur mit einem Teil suchen, würden wir auch nicht alles erfassen.“ Sie erblickten daraufhin für dieses eine Tier zwei Ersatztiere: den Esel für Rind-und-Pferd. Dass sie für dieses eine Tier zwei Tiere entgegengesetzt erblickten, deshalb hat dieser Esel, obwohl einer, zweierlei Same (dviretās, Bezug auf seine doppelte Kreuzungsnatur).
anaddhāpuruṣam puruṣāt | eṣa ha vā anaddhāpuruṣo yo na devānavati na pitṝnna manuṣyāṃstatsarvairaha paśubhiranvaicanno yātayāmā anupajīvanīyā abhavan
Sie erblickten den – unverbundenen Menschen – (anaddhāpuruṣa) für den eigentlichen Menschen: dies ist nämlich ein Mensch, der weder den Göttern noch den Vätern noch den Menschen dient [Anm.: Bedeutung von anaddhāpuruṣa unklar, wohl eine bestimmte Randfigur]. So spürten sie allen Tieren mit allen Ersatztieren nach, ohne dass sie dabei verbraucht, unlebenstauglich wurden.
Man spürt ihm mit drei Sprüchen nach: dreifach ist Agni; so groß Agni ist, so groß sein Maß ist, in eben diesem Maß spürt man ihm dadurch nach. Es werden fünf, indem weitere zwei hinzukommen: fünfschichtig ist Agni; fünf sind die Jahreszeiten, das Jahr; das Jahr ist Agni; so groß Agni ist, so groß sein Maß ist, so viel wird das.
te mauñjībhirabhidhānībhirabhihitā bhavanti | agnirdevebhya udakrāmatsa muñjam prāviśattasmātsa suṣirastasmādvevāntarato dhūmarakta iva saiṣā yoniragneryanmuñco 'gnirime paśavo na vai yonirgarbhaṃ hinastyāhiṃsāyai yonirvai jāyamāno jāyate yonerjāyamāno jāyātā iti
Diese Ersatztiere werden mit Halftern aus Muñja-Gras angebunden: Agni entwich einst den Göttern; er ging in das Muñja-Gras ein; deshalb ist dieses Gras hohl; deshalb ist es innen gleichsam rauchrot. Dies ist nämlich der Mutterschoß des Agni: dass das Muñja-Gras Agni ist und diese Ersatztiere aus diesem Schoß hervorgehen; denn ein Mutterschoß fügt dem in ihm heranwachsenden Keim keinen Schaden zu, zur Nicht-Verletzung; aus einem Mutterschoß wird ja der Geborene geboren; aus dem Mutterschoß geboren, wird er dann erst wirklich geboren.
Sie, die Halfter, sind dreifach gedreht: dreifach ist ja Agni. Sie werden zu Pferde-Halftern gemacht: von allen Seiten umschließt die Pferde-Halfter das Maul, von allen Seiten umschließt der Mutterschoß den Keim; so wird hier die Gestalt eines Mutterschoßes hergestellt.
te prāñcastiṣṭhanti | aśvaḥ prathamo 'tha rāsabho 'thāja evaṃ hyete 'nupūrvaṃ yadvai tadaśru sakṣaritamāsīdeṣa so 'śvo 'tha yattadarasadivaiṣa rāsabho 'tha yaḥ sa kapāle raso lipta āsīdeṣa so 'jo 'tha yattatkapālamāsīdeṣā sā mṛdyāmetadāhariṣyanto bhavantyetebhyo vā eṣa rūpebhyo 'gre 'sṛjyata tebhya evainametajjanayati
Sie, die Tiere, stehen vorwärts aufgestellt: zuerst das Pferd, dann der Esel, dann die Ziege; so nämlich folgen sie in dieser Reihenfolge, wie in der Kosmogonie: was da als vergossene Träne war, das ist dieses Pferd; und was da gleichsam schmeckte, das ist dieser Esel; und was als Saft auf der Eierschale haftete, das ist diese Ziege; und was jene Eierschale war, das ist dieser Ton, den sie nun herbeitragen. Aus diesen Gestalten nämlich wurde er, Agni, zu Anfang erschaffen; aus eben diesen erzeugt man ihn jetzt wieder.
te dakṣiṇatastiṣṭhanti | etadvai devā abibhayuryadvai no yajñaṃ dakṣiṇato rakṣāṃsi nāṣṭrā na hanyuriti ta etaṃ vajramapaśyannamumevādityamasau vā āditya eṣo 'śvasta etena vajreṇa dakṣiṇato rakṣāṃsi nāṣṭrā apahatyābhaye 'nāṣṭrā etaṃ yajñamatanvata tathaivaitadyajamāna etena vajreṇa dakṣiṇato rakṣāṃsi nāṣṭrā apahatyābhaye 'nāṣṭrā etaṃ yajñaṃ tanute
Sie, die Tiere, stehen im Süden: die Götter fürchteten sich nämlich davor, dass die bösen Rakṣas-Dämonen mit dem Schwert ihnen von Süden her das Opfer nicht doch zerschlagen könnten; sie erblickten dieses Vajra-Geschoß, nämlich eben jene Sonne dort, denn jene Sonne dort ist dieses Pferd; mit diesem Vajra vertrieben sie von Süden her die bösen Rakṣas mit dem Schwert und breiteten, in Sicherheit vor dem Schwert, dieses Opfer aus. Ebenso vertreibt auch der Opferer hier mit diesem Vajra von Süden her die bösen Rakṣas mit dem Schwert und breitet, in Sicherheit vor dem Schwert, dieses Opfer aus.
Im Süden ist das Āhavanīya-Feuer; im Norden liegt dieser Erdspaten (abhri): ein Stier ist nämlich das Āhavanīya-Feuer, eine Frau der Erdspaten; im Süden nämlich liegt der Stier der Frau bei, in Ellenbogen-Abstand, denn in Ellenbogen-Abstand liegt der Stier der Frau bei [Anm.: Bezug auf rituelle Anordnungs-Symbolik].
Er, der Erdspaten, sollte aus Bambus sein: Agni entwich einst den Göttern; er ging in den Bambus ein; deshalb ist dieser hohl. Er, Agni, schuf sich ringsum diese Panzerungen, Knoten [Anm.: Bezug auf die Bambusknoten], damit man ihn nicht wiedererkenne; wo immer er dabei den Bambus verbrannte, dort wurden die Stellen gefleckt.
sā kalmāṣī syāt | sā hyāgneyī yadi kalmāṣīṃ na vindedapyakalmāṣī syātsuṣirā tu syātsaivāgneyī saiṣā yoniragneryadveṇuragniriyam mṛnna vai yonirgarbhaṃ hinastyahiṃsāyai yonervai jāyamāno jāyate yonerjāyamāno jāyātā iti
Er sollte gefleckt sein: denn dies ist das Agni-zugehörige Zeichen. Fände man keinen gefleckten, so möge er auch ungefleckt sein, sollte aber hohl sein; dies ist dann immer noch das Agni-zugehörige. Dies ist der Mutterschoß des Agni: dass der Bambus Agni ist und dieser Ton die Erde selbst; denn ein Mutterschoß fügt dem Keim keinen Schaden zu, zur Nicht-Verletzung; aus einem Mutterschoß wird ja der Geborene geboren; aus dem Mutterschoß geboren, wird er dann erst wirklich geboren.
Er, der Spaten, sollte eine Spanne lang sein: denn eine Spanne lang redet die Rede hierüber [Anm.: Bezug unklar]. Er sollte aber auch einen Ellenbogen lang sein: der Arm ist nämlich der Ellenbogen; mit dem Arm wird ja Kraft ausgeübt; so wird er kraftgemäß bemessen.
anyataḥkṣṇutsyāt | anyatararo hīdaṃ vācaḥ kṣṇutamubhayataḥkṣṇuttveva bhavatyubhayato hīdaṃ vācaḥ kṣṇutaṃ yadenayā daivaṃ ca vadati mānuṣaṃ cātho yatsatyaṃ cānṛtaṃ ca tasmādubhayataḥkṣṇut
Er sollte einseitig geschärft sein: denn nur einseitig ist das Schärfe-Vermögen der Rede [Anm.: Bezug unklar]. Er sollte aber auch beidseitig geschärft sein: denn beidseitig ist ja das Schärfe-Vermögen der Rede, insofern man mit ihr sowohl Göttliches als auch Menschliches spricht, sowohl Wahres als auch Unwahres; deshalb soll er beidseitig geschärft sein.
yadvevobhayataḥkṣṇut | ato vā abhrervīryaṃ yato 'syai kṣṇutamubhayata evāsyāmetadvīryaṃ dadhāti
Und dass er beidseitig geschärft sein soll: daher kommt ja die Kraft des Spatens, woher ihm die Schärfe kommt; beidseitig eben legt man ihm dadurch diese Kraft bei.
Und dass er beidseitig geschärft ist: eben damit haben die Götter ihn, Agni, einst, ihm nachgespürt, aus jenen Welten herausgegraben; ebenso gräbt auch der Opferer ihn hier, ihm nachspürend, aus jenen Welten heraus.
Wenn er, der Priester mit dem Wort – wenn – [Anm.: Bezug auf eine Spruchformel] gräbt: in dem Sinne, dass er ihn aus dieser irdischen Welt gräbt; und wenn er die Formel nach oben hin ausspricht, gräbt er ihn aus jener himmlischen Welt; und wenn er sie dazwischen, im Übergang, ausspricht, gräbt er ihn aus der Luftraum-Welt; aus all diesen Welten also gräbt er ihn hier heraus.
tāmādatte | devasya tvā savituḥ prasave 'śvinorbāhubhyām vitṛprasūta evaināmetadetābhirdevatābhirādatte gāyatreṇapūṣṇo hastābhyāmādade gāyatreṇa candasāṅgirasvaditi sa candasātho asyāṃ gāyatraṃ cando dadhāti pṛthivyāḥ sadhasthādagnim purīṣyamaṅgirasvadābhareti paśavo vai purīṣam pṛthivyā upasthādagnim paśavyamagnivadābharetyetattraiṣṭubhena candasāṅgirasvaditi tadenāṃ traiṣṭubhena candasādatte 'tho asyāṃ traiṣṭubhaṃ cando dadhāti
Er ergreift ihn mit den Worten: „Auf Antrieb des Gottes Savitṛ, mit den Armen der Aśvins“ – von Savitṛ angetrieben, ergreift er ihn eben damit mit diesen Gottheiten. „Mit der Gāyatrī, mit den Händen des Pūṣan ergreife ich ihn, mit dem Gāyatrī-Versmaß, wie ein Aṅgiras“ – er versieht ihn mit diesem Versmaß, und legt ihm dadurch das Gāyatrī-Versmaß bei. „Aus der Wohnstätte der Erde bringe ich den mit Kot-Erde versehenen Agni herbei, wie ein Aṅgiras“ – die Tiere sind nämlich der Kot; aus dem Schoß der Erde bringe ich den tier-versehenen, agni-artigen Agni herbei – dies bedeutet, „mit dem Triṣṭubh-Versmaß, wie ein Aṅgiras“ – damit ergreift er ihn mit dem Triṣṭubh-Versmaß, und legt ihm dadurch das Triṣṭubh-Versmaß bei.
abhrirasīti | abhrirhyeṣā tadenaṃ satyenādatte nāryasīti vajro vā abhriryoṣā nārī na vai yoṣā kaṃ cana hinasti śamayatyevaināmetadahiṃsāyai tvayā vayamagniṃ śakema khanituṃ sadhastha etīdaṃ vai sadhasthaṃ tvayā vayamagniṃ śakema khanitumasmintsadhastha ityetajjāgatena candasāṅgirasvaditi tadenāṃ jāgatena candasādatte 'tho asyāṃ jāgataṃ cando dadhāti
„Ein Erdspaten bist du“ – denn dies ist ja ein Erdspaten; damit ergreift er ihn der Wahrheit gemäß. „Eine Frau bist du“ – ein Vajra-Geschoß ist nämlich der Erdspaten, eine Frau; eine Frau verletzt ja niemanden, sie besänftigt vielmehr; dies spricht er zur Nicht-Verletzung. „Mit dir mögen wir imstande sein, Agni zu graben, an dieser Stätte“ – dies ist nämlich die gemeinsame Stätte: mit dir mögen wir imstande sein, Agni zu graben, an dieser Stätte – so heißt es, „mit dem Jagatī-Versmaß, wie ein Aṅgiras“ – damit ergreift er ihn mit dem Jagatī-Versmaß, und legt ihm dadurch das Jagatī-Versmaß bei.
Mit drei Sprüchen ergreift er ihn: dreifach ist Agni; so groß Agni ist, so groß sein Maß ist, in eben diesem Maß ergreift er ihn dadurch. Nachdem er ihn mit drei Sprüchen ergriffen hat, spricht er dann mit dem vierten einen Zauberspruch über ihn: eben so ergriffen die Götter ihn einst mit drei Sprüchen und legten ihm dann mit dem vierten Kraft bei; ebenso ergreift ihn auch der Opferer hier mit drei Sprüchen und legt ihm dann mit dem vierten Kraft bei.
„Nachdem er den Spaten in die Hand genommen hat, o Savitṛ“ – denn er wird ja in die Hand genommen. „Den Spaten tragend“ – denn er trägt ihn ja. „Golden“ – golden ist ja diese, die aus Versmaßen besteht. „Des Agni Licht erspähend“ – das bedeutet: des Agni Licht erblickt habend. „Trug er es der Erde zu“ – denn er trägt es ja der Erde zu. „Mit dem Anuṣṭubh-Versmaß, wie ein Aṅgiras“ – damit ergreift er ihn mit dem Anuṣṭubh-Versmaß, und legt ihm dadurch das Anuṣṭubh-Versmaß bei. Eben diese Versmaße zusammen sind es; dieser Erdspaten wird nur zum Beginn rituell aus Bambus gemacht.
Manche machen ihn, den Spaten, aus Gold, denkend: „Der Spruch besagt ja 'golden'.“ So sollte man es aber nicht machen: denn dass er aus Versmaßen besteht, dadurch ist er bereits, im übertragenen Sinne, golden; Gold ist Unsterblichkeit, golden sind die unsterblichen Versmaße.
Er ergreift ihn schließlich mit vier weiteren Sprüchen: vier Silben hat nämlich die ganze Rede [Anm.: Wortspiel vāc als ein-, akṣara als dreisilbig, zusammen vier]: 'vāc' ist eine Silbe, 'akṣaram' ist dreisilbig; das, was 'vāc', eine Silbe, ist, das ist die höchste Anuṣṭubh; und was 'akṣaram', dreisilbig, ist, das sind jene vorangehenden Yajus-Sprüche. Mit der ganzen Rede also gräbt er dabei Agni, mit der ganzen Rede sammelt er ihn zusammen; deshalb ergreift er ihn mit vier Sprüchen.
Und dass er ihn mit vier Sprüchen ergreift: vier sind die Himmelsrichtungen; in diese vier Himmelsrichtungen legt er dadurch die Rede; deshalb redet die Rede in den vier Himmelsrichtungen. Mit Versmaßen und mit Yajus-Sprüchen ergreift er ihn; das macht zusammen acht: vier Himmelsrichtungen, vier Zwischenrichtungen; in alle diese Richtungen legt er dadurch die Rede; deshalb redet die Rede in allen Richtungen.
hasta eṣābhrirbhavatyatha paśūnabhimantrayate | etadvā eṣu devā anveṣiṣyantaḥ purastādvīryamadadhustathaivaiṣvayametadanveṣiṣyanpurastādvīryaṃ dadhāti
Dieser Erdspaten ist nun in der Hand; dann bespricht er die Tiere mit Zaubersprüchen: eben damit legten die Götter, als sie Agni suchen wollten, zuvor diesen Tieren Kraft bei; ebenso legt auch der Opferer hier, wenn er Agni suchen will, ihnen zuvor Kraft bei.
so 'śvamabhimantrayate | praturtaṃ vājinnādraveti yadvai kṣipraṃ tattūrtamatha yatkṣiprātkṣepīyastatpratūrta variṣṭhāmanu saṃvatamitīyaṃ vai variṣṭhā saṃvadimāmanu saṃvatamityetaddivi te janma paramamantarikṣe tava nābhiḥ pṛthivyāmadhi yoniriditi tadenametā devatāḥ karotyagniṃ vāyumādityaṃ tadaśve vīryaṃ dadhāti
Er bespricht das Pferd: „Eilend, o Kraftvolles, lauf herbei!“ – was schnell ist, das ist tūrta, eilend; und was schneller als schnell ist, das ist pratūrta, überaus eilend. „Der weitesten Erde folgend, dort wo sie sich vereinigt“ – diese Erde ist nämlich die weiteste; dieser sich vereinigenden folgend – bedeutet das. „Im Himmel ist deine höchste Geburt, im Luftraum dein Nabel, auf der Erde dein Mutterschoß“ – damit macht er dem Pferd diese Gottheiten zueigen: Agni, Vāyu, Āditya; dadurch legt er dem Pferd Kraft bei.
Dann bespricht er den Esel: „Ihr beide, Aśvins, möget den Esel anschirren“ – damit meint er den Adhvaryu-Priester und den Opferer. „Bei dieser Fahrt, ihr Stärke-und-Güter-Besitzenden“ – bedeutet: bei diesem Werk, ihr Stärke-und-Güter-Besitzenden. „Den Agni tragend, uns gewogen“ – bedeutet: Agni tragend, von uns ausgesandt. Dadurch legt er dem Esel Kraft bei.
Dann bespricht er die Ziege: „Bei jedem Anschirren, bei jeder Speisung rufen wir den Kraftvolleren herbei“ – die Speise ist nämlich Nahrung; bei jedem Werk, bei jeder Speise rufen wir den Kraftvolleren herbei – bedeutet das. „O Freunde, den Indra zum Beistand“ – bedeutet: den mit Indra-Kraft Begabten zum Beistand. Dadurch legt er der Ziege Kraft bei.
Dann lässt er sie ostwärts schreiten: damit spürt er Agni mit diesen Tieren nach; er berührt sie dabei nicht: „Agni sind diese Tiere; nicht soll mir dieser Agni mich verletzen“, so denkt er.
so 'śvamutkramayati | pratūrvannehyavakrāmannaśastīreti pāpmā vā aśastistvaramāṇa ehyavakrāmanpāpmānamityetadrudrasya gāṇapatyam mayobhūrehīti raudrā vai paśavo yā te devatā tasyai gāṇapatyam mayobhūrehītyetattadenamaśvenānvicati
Er lässt das Pferd schreiten, mit dem Spruch: „Eilend komm her, herabschreitend, den Übeltäter durchbohrend“ – das Übel ist nämlich der Übeltäter; eilend komm her, herabschreitend, das Übel durchbohrend – bedeutet das. „Des Rudra Herrschaft über die Schar, wohltuend, komm her“ – Rudra-zugehörig sind nämlich die Tiere; der Gottheit, die die deine ist, ihrer Scharherrschaft, wohltuend, komm her – bedeutet das. Damit spürt er ihm mit dem Pferd nach.
Dann lässt er den Esel schreiten, mit dem Spruch: „Durchdringe den weiten Luftraum, Wohlergehen, Weideland, Sicherheit schaffend“ – wie eben der Yajus-Spruch lautet, so ist auch sein innerer Zusammenhang. „Vereint mit dem gemeinsamen Gefährten Pūṣan“ – diese Erde ist nämlich Pūṣan; mit dieser vereint, gemeinsam – bedeutet das. Damit spürt er ihm mit dem Esel nach.
Dann lässt er die Ziege schreiten, mit dem Spruch: „Aus der Wohnstätte der Erde bringe den mit Kot-Erde versehenen Agni herbei, wie ein Aṅgiras“ – aus dem Schoß der Erde bringe den tier-versehenen, agni-artigen Agni herbei – bedeutet das. Damit spürt er ihm mit der Ziege nach.
Mit drei Sprüchen spürt er ihm nach: dreifach ist Agni; so groß Agni ist, so groß sein Maß ist, in eben diesem Maß spürt er ihm dadurch nach. Mit drei weiteren Sprüchen bespricht er sie zuvor; das macht zusammen sechs: sechs sind die Jahreszeiten, das Jahr; das Jahr ist Agni; so groß Agni ist, so groß sein Maß ist, so viel wird das.
Diese verstreuten Feuer sind entzündet; dennoch trägt man an ihnen vorbei Ton herbei: diese Feuer sind in Wahrheit diese Welten, auch wenn sie entzündet sind; sie sind dann eigentlich diese Welten selbst. Zuvor nämlich spürten die Götter diesem Werk in jenen Welten nach; dass man nun, an diesen anderen Feuern vorbeigehend, Ton herbeiträgt, dadurch spürt man ihm zuvor in jenen Welten nach [Anm.: Satzbau/Bezug insgesamt unsicher].
prāñco yanti | prācī hi digagneḥ svāyāmevainametaddiśyanvicati svāyāṃ diśi vindati
Sie gehen ostwärts: der Osten ist nämlich die Himmelsrichtung des Agni; in seiner eigenen Himmelsrichtung spürt man ihm dadurch nach; in seiner eigenen Himmelsrichtung findet man ihn.
te prayanti | agnim purīṣyamaṅgirasvadacema ityagnim paśavyamagnivadacema ityetat
Sie gehen voran, mit dem Spruch: „Den mit Kot-Erde versehenen Agni möchten wir erlangen, wie ein Aṅgiras“ – den tier-versehenen, agni-artigen Agni möchten wir erlangen – bedeutet das.
Dann erblicken sie den 'unverbundenen Menschen', mit dem Spruch: „Den mit Kot-Erde versehenen Agni werden wir tragen, wie ein Aṅgiras“ – den tier-versehenen, agni-artigen Agni werden wir tragen – bedeutet das. Damit spürt er ihm mit dem 'unverbundenen Menschen' nach.
Dann liegt am Weg ein hohler Ameisenhaufen-Erdklumpen: den erblicken sie. Dies ist nämlich ein Ameisenhaufen, und zugleich sind dies auch diese Welten hier. Eben damit spürten die Götter ihm in diesen Welten, ihn ergreifend, nach; ebenso spürt auch der Opferer hier ihm in diesen Welten, ihn ergreifend, nach.
„Agni erblickte den Anfang der Morgenröten“ – damit spürten sie ihm in den Morgenröten nach. „Den Tagen zuerst der Wissende von allen Wesen“ – damit spürten sie ihm in den Tagen nach. „Der Sonne Glanz und Strahlen folgend“ – damit spürten sie ihm in den Strahlen der Sonne nach. „Er erstreckte sich über Himmel und Erde“ – damit spürten sie ihm in Himmel-und-Erde nach; sie fanden ihn. Ebenso findet auch der Opferer hier ihn dadurch. Wenn man ihn so aus der Ferne erblickt hat, dann geht man auf ihn zu und holt den Ton dort.
Dann bespricht man das Pferd: die Götter sprachen einst: „Lasst uns sein Übel austreiben!“ – die Erschöpfung ist nämlich das Übel; lasst uns seine Erschöpfung, das Übel, austreiben – so sprachen sie; sie trieben seine Erschöpfung, das Übel, aus. Ebenso treibt auch der Opferer hier ihm diese Erschöpfung, das Übel, aus.
„Angelangt, o Kraftvoller, bist du vom Weg zurück“ – denn sein Weg ist nun zurückgelegt. „Alle Feinde schüttle ab“ – das Übel sind nämlich die Feinde; alle Übel schüttle ab – bedeutet das. Deshalb schüttelt sich auch heute ein rennendes Pferd. „An der großen Stätte suchst du mit dem Auge nach Agni“ – diese Erde ist nämlich die große Stätte; an dieser großen Stätte will man mit dem Auge Agni erblicken – bedeutet das.
Dann lässt man es, das Pferd, über den gefundenen Agni schreiten: damit zeigten die Götter, nachdem sie ihn gefunden hatten, ihn den übrigen Göttern an, gleichsam: 'so ist er hier'; ebenso geschieht es hier.
yadvevākramayati | etadvai devā abibhayuryadvai na imamiha rakṣāṃ si nāṣṭrā na hanyuriti tasmā etaṃ vajramupariṣṭadabhigoptāramakurvannamumevādityamasau vā āditya eṣo 'śvastathaivāsmā ayametaṃ vajramupariṣṭādabhigoptāraṃ karoti
Und dass man das Pferd darüber schreiten lässt: die Götter fürchteten sich davor, dass hier die bösen Rakṣas-Dämonen mit dem Schwert ihn nicht etwa doch erschlügen; deshalb machten sie dieses Vajra-Geschoß zu seinem Beschützer von oben her, nämlich eben jene Sonne dort, denn jene Sonne dort ist dieses Pferd; ebenso macht auch der Opferer hier dieses Vajra zu seinem Beschützer von oben her.
„Nachdem du geschritten bist, o Kraftvoller, suche die Erde, Agni, mit deinem Glanz“ – das Auge ist nämlich der Glanz; nachdem du geschritten bist, o Kraftvoller, suche die Erde, Agni, mit deinem Auge – bedeutet das. „Nachdem du dich auf der Erde gewendet hast, sag uns, von wo wir graben sollen“ – nachdem du diese Stelle der Erde erspäht hast, sag uns, von wo wir ihn graben sollen – bedeutet das.
Dann berührt, streicht man es, das Pferd: eben damit statteten die Götter es, nachdem es die Stelle angezeigt hatte, mit Kraft aus; ebenso stattet auch der Opferer es hier, nachdem es angezeigt hat, mit Kraft aus. „Der Himmel ist dein Rücken, die Erde die Stätte, der Rumpf der Luftraum, das Meer dein Mutterschoß“ – so ist es, so ist es – so spricht man dies dabei. „Nachdem du mit dem Auge erspäht hast, widerstehe den Angreifern“ – nachdem du mit dem Auge erspäht hast, widerstehe allen Übeln – bedeutet das. Man berührt es dabei nicht direkt: ein Vajra-Geschoß ist nämlich das Pferd; 'nicht soll mich dieses Vajra verletzen', so denkt man.
Dann lässt man es weiter schreiten: die Götter sprachen einst: „Wozu sollen wir dieses Pferd weiterschreiten lassen?“ – „Zu großem Glück“ – sagten sie; sie ließen es zu großem Glück weiterschreiten; ebenso lässt es auch der Opferer hier zu großem Glück weiterschreiten. „Schreite voran zu großem Glück“ – schreite voran, dir wird großes Glück zuteil – bedeutet das; deshalb ist auch heute das Pferd unter den Tieren das glückreichste, von diesem seinem Stand her [Anm.: āsthāna, Bezug unklar]: 'wo du hier stehst'. „Der Reichtum-Gebende“ – denn er gibt ihnen ja Reichtum. „O Kraftvoller“ – denn kraftvoll ist es ja. „Mögen wir in der Gunst der Erde sein, während wir Agni in ihrem Schoß graben“ – bedeutet das.
athainamutkrāntamabhimantrayate | etadvā enaṃ devāḥ procivāṃsaṃ yathā dadivāṃsaṃ vandetaivamupāstuvannupāmahayaṃstathaivainamayametadupastautyupamahayatyud akramīdityuddhyakramīddraviṇodā iti draviṇaṃ hyebhyo dadāti vājyarveti vājī ca hyeṣo 'rvā cākaḥ sulokaṃ sukṛtam pṛthivyāmityakaraḥ sulokaṃ sukṛtam pṛthivyāmityetattataḥ khanema supratīkamagnimiti tata enaṃ khanemetyetatsupratīkamiti sarvato vā agniḥ supratīkaḥ svo ruhāṇā adhi nākamuttamamiti svargo vai loko nākaḥ svargaṃ lokaṃ rohanto 'dhi nākamuttamamityetattaṃ dakṣiṇopasaṃkramayati yatretarau paśū bhavataste dakṣiṇataḥ prāñcastiṣṭhanti sa ya evāmutra dakṣiṇata sthānasya bandhuḥ so 'tra
Dann bespricht man es, nachdem es weitergeschritten ist: eben damit priesen und ehrten die Götter es, wie man einen verehrt, der etwas angezeigt hat, so wie man einen verehrt, der etwas gegeben hat; ebenso preist und ehrt auch der Opferer es hier. „Es schritt empor“ – es schritt fürwahr empor, bedeutet das. „Der Reichtum-Gebende“ – denn er gibt ihnen ja Reichtum. „O Kraftvoller, Rennpferd“ – denn kraftvoll und ein Rennpferd ist es ja. „Du schufst eine gute Welt, ein gutes Werk auf der Erde“ – du schufst eine gute Welt, ein gutes Werk auf der Erde, bedeutet das. „Von dort mögen wir den wohlgestaltigen Agni graben“ – von dort mögen wir ihn graben – bedeutet das; 'wohlgestaltig' bedeutet: von allen Seiten ist Agni wohlgestaltig. „Emporsteigend zum höchsten Firmament“ – die Himmelswelt ist nämlich das Firmament; zur Himmelswelt emporsteigend, zum höchsten Firmament – bedeutet das. Man lässt es dann nach Süden hinübertreten, wo die beiden anderen Tiere, Esel und Ziege, stehen; diese stehen im Süden vorwärts gerichtet; wer dort im Süden der Verwandte des Standorts ist, der ist es auch hier.
Dann setzt man sich nieder und opfert eine Spende auf den Ton: dies eben sprachen die Götter: „Erkennt!“ – das bedeutet: „Sucht die Schicht!“ – während sie so suchten, erblickten sie diese Opferspende; sie brachten sie dar; nachdem sie sie dargebracht hatten, erblickten sie diese Welten und den Feuertopf.
Sie sprachen: „Erkennt nur weiter!“ – das bedeutet: „Sucht die Schicht!“ – während sie so suchten, erblickten sie diese zweite Opferspende; sie brachten sie dar; nachdem sie sie dargebracht hatten, erblickten sie die 'Allglanz'-Gottheiten (viśvajyotis): diese Gottheiten sind Agni, Vāyu, Āditya, denn eben diese Gottheiten sind der Allglanz. Ebenso erblickt auch der Opferer hier, nachdem er diese beiden Opferspenden dargebracht hat, diese Welten und den Feuertopf und diese Allglanz-Gottheiten, miteinander verknüpft; er opfert mit beiden verknüpft: den Ton und diese Gottheiten verknüpft er dadurch.
yadvevaite āhutī juhoti | mṛdaṃ ca tadapaśca prīṇāti te iṣṭvā prītvāthaine sambharati vyatiṣaktābhyāṃ juhoti mṛdaṃ ca tadapaśca vyatiṣajati
Und dass man diese beiden Opferspenden darbringt: den Ton und die Wasser stellt man dadurch zufrieden; nachdem man ihnen geopfert und sie zufriedengestellt hat, sammelt man sie dann erst zusammen. Man opfert mit beiden verknüpft: den Ton und die Wasser verknüpft man dadurch.
ājyena juhoti | vajro vā ājyaṃ vajramevāsmā etadabhigoptāraṃ karotyatho reto vā ājyaṃ reta evaitatsiñcati sruveṇa vṛṣā vai sruvo vṛṣā vai retaḥ siñcati svāhākāreṇa vṛṣā vai svāhākāro vṛṣā vai retaḥ siñcati
Man opfert mit Ghee: ein Vajra-Geschoß ist nämlich das Ghee; ein Vajra macht man ihm dadurch zum Beschützer. Und zugleich ist das Ghee auch Same; einen Samen ergießt man dadurch. Mit dem Sruva-Löffel: ein Stier ist nämlich der Sruva; ein Stier ergießt den Samen. Mit dem Svāhā-Ruf: ein Stier ist nämlich der Svāhā-Ruf; ein Stier ergießt den Samen.
„Ich besprenge dich mit Geist und mit Ghee“ – ich opfere dir mit Geist und mit Ghee – bedeutet das. „Der die Welten allesamt bewohnt“ – denn er bewohnt ja alle Welten. „Den Breiten, quer, an Kraft Gewaltigen“ – breit ist er nämlich in der Quere, an Kraft gewaltig. „Durch Rauch weithin sichtbar, in der Speise heftig erscheinend“ – bedeutet: mit Raum versehen durch die Speisen, als Speisenesser leuchtend.
„Ich besprenge den von allen Seiten mir Zugewandten“ – ich opfere dem von allen Seiten Zugewandten – bedeutet das. „Mit dämonen-freiem Geist möge er dies annehmen“ – mit unerzürntem Geist möge er dies gerne annehmen – bedeutet das. „Männerschmuck, begehrenswerte Farbe hat Agni“ – denn Männerschmuck ist er, von begehrenswerter Farbe. „Nicht zu berühren, mit dem Leib zuckend“ – denn er ist ja nicht zu berühren, wenn er mit seinem Leib flackernd leuchtet.
Man opfert mit zwei Sprüchen: zweifüßig ist der Opferer, der Opferer ist Agni; so groß Agni ist, so groß sein Maß ist, in eben diesem Maß ergießt man ihm dadurch den zum Samen gewordenen Samen. Mit den beiden Agni-bezogenen Sprüchen ergießt man eben dem Agni den zum Samen gewordenen Samen; dass diese beiden Sprüche Agni-bezogen sind, dadurch ist es Agni; und dass beide im Triṣṭubh-Versmaß sind, dadurch ist es Indra; Indra-und-Agni-haft ist also der Feueraltar; so groß Agni ist, so groß sein Maß ist, in eben diesem Maß ergießt man ihm dadurch den zum Samen gewordenen Samen. Indra und Agni sind aber alle Götter; allgöttlich ist also der Feueraltar; so groß Agni ist, so groß sein Maß ist, in eben diesem Maß ergießt man ihm dadurch den zum Samen gewordenen Samen.
Und dass man um ihn eine Umzäunungslinie zieht: die Götter fürchteten sich davor, dass hier die bösen Rakṣas-Dämonen mit dem Schwert ihn nicht etwa doch erschlügen; deshalb legten sie um ihn diesen Ringwall (pura); ebenso legt auch der Opferer hier um ihn diesen Ringwall, mit dem Erdspaten: ein Vajra-Geschoß ist nämlich der Erdspaten; ein Vajra macht man ihm dadurch zum Beschützer. Man zieht die Linie ringsum: ringsum macht man ihm dadurch dieses Vajra zum Beschützer. Man zieht die Linie dreifach: dreifach macht man ihm dadurch dieses Vajra zum Beschützer.
pari vājapatiḥ kaviḥ | pari tvāgne puraṃ vayaṃ tvamagne dyubhirityagnimevāsmā etadupastutya varma karoti parivatībhiḥ parīva hi pura āgneyībhiragnipurāmevāsmā etatkaroti sā haiṣāgnipurā dīpyamānā tiṣṭhati tisṛbhistripuramevāsmā etatkaroti tasmādu haitatpurām paramaṃ rūpaṃ yattripuraṃ savai varṣīyasā-varṣīyasā candasā parām-parāṃ lekhāṃ varīyasīṃ karoti tasmātpurām parā-parā varīyasī lekhā bhavanti lekhā hi puraḥ
„Ringsum ist der Herr der Kraft, der Seher“ – ringsum schaffen wir dir, o Agni, einen Ringwall, du, o Agni, durch die Tage hindurch – damit macht man, ihn eben lobpreisend, dem Agni einen Schutzwall. Mit den 'umgebenden' Sprüchen – ringsum nämlich liegt der Ringwall; mit den Agni-bezogenen Sprüchen macht man ihm eben einen Agni-Ringwall. Dieser Agni-Ringwall steht dann leuchtend da. Mit den drei Sprüchen macht man ihm eben einen Dreifach-Ringwall; deshalb ist dies die höchste Gestalt der Ringwälle, der Dreifach-Ringwall. Man zieht mit einem jeweils weitläufigeren Versmaß eine immer weitläufigere Linie; deshalb sind die Linien der Ringwälle immer weitläufiger, denn Linien sind ja die Ringwälle.
Dann gräbt man ihn, Agni, an dieser Stelle: die Götter fürchteten sich davor, dass hier die bösen Rakṣas-Dämonen mit dem Schwert ihn nicht etwa doch erschlügen; deshalb machten sie ihn zu diesem Selbst seiner selbst: 'durch Selbstschutz wird das Selbst sich selbst schützen', so dachten sie. Sie, die Stelle, sollte eben-und-flach (samambilā) sein: dies wird ihm dann zu seinem Selbst. Und dass sie eben-und-flach sein soll: ein Mutterschoß ist nämlich diese Stelle; dies ist der Same. Was den Mutterschoß des Samens übersteigt, das wird durch jenes überschüssig; und was dagegen fehlt, unzureichend ist, das ist entsprechend mangelhaft; was aber eben-und-flach ist, das ist das dem Samen Angemessene. Sie, die Grabstelle, wird vierkantig: vier sind nämlich die Himmelsrichtungen; aus allen diesen Himmelsrichtungen gräbt man ihn dadurch.