bṛhato mā vājena vājaya vāmadevasya mā vājena vājayeti
„Mit der Kraft des Bṛhat stärke mich, mit der Kraft des Vāmadeva stärke mich“ –
Kāṭhaka-Saṃhitā · Sthānaka 32
bṛhato mā vājena vājaya vāmadevasya mā vājena vājayeti
„Mit der Kraft des Bṛhat stärke mich, mit der Kraft des Vāmadeva stärke mich“ –
vāmadevo vā etad gonām apaśyat
Vāmadeva sah dies fürwahr (als Formel) der Rinder [?].
paśava iḍā
Das Vieh ist die Iḍā [Anm.: Opferspeise-Anteil und zugleich Göttin der Opferspeise].
paśuṣv eva paśūn dadhāti
Im Vieh legt er Vieh nieder.
juṣṭe juṣṭiṃ te gameyam upahūta upahavaṃ te 'śīyeti
„Bei der Gefallenen möge ich zu deinem Wohlgefallen gelangen; bei der Herbeigerufenen möge ich deine Herbeirufung erlangen“ –
dvyāśīr vai yajñas
Zweifach ist fürwahr der Wunsch beim Opfer [?].
yajñasyaivaitām āśiṣam āśāste
Dieses Wunschsegen des Opfers erbittet er.
suhavām ehīti
„Komm gut Herbeigerufene“ –
suhavām evaināṃ kurute
gut anrufbar macht er sie.
saha rāyaspoṣeṇeti
„Zusammen mit Reichtumsgedeihen“ –
sahaivaivaṃ rayyābhyaiti
zusammen mit Reichtum kommt er so.
asmāsv indra indriyaṃ dadhātv iti
„Indra möge uns Indra-Kraft verleihen“ –
iḍāyā vā eṣa dohas
Dies ist fürwahr das Melken der Iḍā.
iḍām evaitad duhe
Die Iḍā melkt er damit.
asmān rāyo maghavānas sacantām iti
„Uns sollen Reichtümer, die Freigebigen, folgen“ –
paśavo vai rāyo maghavānaḥ
Das Vieh sind fürwahr die Reichtümer, die Freigebigen.
paśūn evātman dhatte
Vieh legt er in sich selbst.
asmākam̐ santv āśiṣa iti
„Unsere sollen die Wünsche sein“ –
āśiṣam evāśāste
Den Wunsch erbittet er.
saṃjayan kṣetrāṇi sahasāham indra kurvāṇo anyām̐ adharān sapatnān iti
„Die Felder gewinnend, ich, mit Gewalt, o Indra, die anderen Nebenbuhler zu Unteren machend“ –
adharam eva bhrātṛvyaṃ kurute ‖
den Rivalen macht er zum Unteren.
brahma tejo me pinvasva kṣatram ojo me pinvasveti
„Heiliges Wort und Glanz lass mir anschwellen, Fürstenmacht und Kraft lass mir anschwellen“ –
etad evāsā iḍā sarvaṃ duhe
Damit melkt er (sich) aus dieser Iḍā alles.
sarvam̐ hāsyaitad bhavati ya evaṃ veda
Alles wird ihm dies, der dies weiß.
mayi tyad indriyaṃ mahad iti
„In mir sei jene große Indra-Kraft“ –
indriyaṃ vā āpas
Indra-Kraft sind fürwahr die Wasser.
indriyam evātman dhatte
Indra-Kraft legt er in sich selbst.
bradhna pinvasva kalpantāṃ diśa iti
„Bradhna [Anm.: die Sonne, „der Rötliche“], schwelle an; es sollen sich die Himmelsrichtungen ordnen“ –
asau vā ādityo bradhnas
Jener Āditya (die Sonne) ist Bradhna.
sa yadodety atha diśaḥ kalpante ya evaṃ veda
Wenn sie aufgeht, dann ordnen sich die Himmelsrichtungen – für den, der dies weiß.
yām abrāhmaṇaḥ prāśnāti sā skannāhutis
Die (Iḍā), die ein Nicht-Brahmane verzehrt, ist eine verschüttete Spende.
tasyā vai vasiṣṭha eva prāyaścittiṃ vidāṃcakāra
Für sie fand Vasiṣṭha allein die Sühne.
bradhna pinvasveti puroḍāśam abhimṛśati
„Bradhna, schwelle an“ – so berührt er den Reiskuchen.
dakṣiṇīyeṣv eva yajñaṃ pratiṣṭhāpayati
Bei den Opferlohn-Würdigen lässt er das Opfer Halt gewinnen.
askannam avikṣubdham api ha vā asya
Unverschüttet, unerschüttert wird auch dessen (Opfer),
yām abrāhmaṇaḥ prāśnāti sā hutaiva bhavati
die (Iḍā), die ein Nicht-Brahmane verzehrt, wird doch dargebracht.
atha ha smāha kapivano bhauvāyanaḥ
Nun sagte, so heißt es, Kapivana Bhauvāyana:
kim u sa yajeta yo gām iva yajñaṃ na duhe sudohataro vā eṣa gor iti
„Was opfert der denn, der das Opfer nicht wie eine Kuh melkt? Dies (Opfer) ist ja leichter zu melken als die Kuh.“
saṃ yajñapatir āśiṣeti yajamāno yajamānabhāgaṃ prāśnāti
„Mit dem Wunsch möge sich der Opferherr verbinden“ – so verzehrt der Opferherr den Opferherrn-Anteil.
yajamāno vai yajñapatir
Der Opferherr ist fürwahr der Herr des Opfers.
yajño yajamānabhāgas
Der Opferherrn-Anteil ist das Opfer.
yad yajamāno yajamānabhāgaṃ prāśnāti
Dass der Opferherr den Opferherrn-Anteil verzehrt,
yajñapatā eva yajñaṃ pratiṣṭhāpayati ‖
damit lässt er im Opferherrn das Opfer Halt gewinnen.