devatānāṃ vā etad āyatanaṃ yad āhavanīyas
Die Wohnstätte der Götter ist fürwahr der Āhavanīya.
Kāṭhaka-Saṃhitā · Sthānaka 32
devatānāṃ vā etad āyatanaṃ yad āhavanīyas
Die Wohnstätte der Götter ist fürwahr der Āhavanīya.
yad antarāgnī tat paśūnām
Was zwischen den beiden Feuern liegt, das gehört dem Vieh.
manuṣyāṇāṃ gārhapatyas
Den Menschen gehört das Gārhapatya.
anvāhāryapacanaḥ pitṝṇām
Das Anvāhāryapacana [Anm.: Südfeuer] gehört den Vätern.
pūrvaṃ cāgnim aparaṃ ca paristaritavā āha
Das vordere und das hintere Feuer soll man umlegen, sagt er [?].
manuṣyāṇām in nvai navāvasānaṃ priyam
Den Menschen ist fürwahr das neue Gewand lieb [?].
navāvasānam evākran
Das neue Gewand haben sie hergestellt [?].
medhyatvāya
Zur Opferreinheit.
sarvā ha vā asya yakṣyamāṇasya devatā yajñam āgacchanti ya evaṃ veda
Alle Gottheiten kommen zum Opfer dessen, der opfern will, der dies weiß.
agnes tanūr asi vāco visarjanam iti puroḍāśīyān āvapati
„Du bist Agnis Leib, die Entlassung der Rede“ – so streut er die Reiskuchen-Körner ein.
devatānāṃ vā eṣa grahas
Dies ist fürwahr der Schöpfbecher (graha) der Götter.
devatā evaitad agrahīt
Die Götter hat er damit ergriffen.
atha ha smāhāruṇa aupaveśir
Nun sagte, so heißt es, Aruṇa Aupaveśi:
ahutāsu vā aham āhutiṣu devatā havyaṃ gamayāmi
„Bei den noch nicht dargebrachten Spenden lasse ich die Opfergabe zu den Göttern gelangen,
sam̐sthitena yajñena sam̐sthāṃ gacchānīti
beim vollendeten Opfer möge ich zum Abschluss gelangen.“
ya evaṃ vedāhutāsv evāsyāhutiṣu devatā havyaṃ gacchati
Wer dies weiß, dessen Opfergabe gelangt schon bei den noch nicht dargebrachten Spenden zu den Göttern.
sam̐sthitena yajñena sam̐sthāṃ gacchati
Beim vollendeten Opfer gelangt er zum Abschluss.
apaḥ praṇeṣyan vācaṃ yacchet
Wer die Wasser herbeiführen will, soll die Rede zügeln.
aulūkhalena vai dṛṣadā devā yajñamukhād rakṣām̐sy apāghnan
Mit dem Mörserstein schlugen die Götter fürwahr die Rakṣas vom Mund des Opfers weg.
manasā vai prajāpatir yajñam atanuta
Mit dem Geist spannte Prajāpati das Opfer aus.
aulūkhalasyodvaditor adhvaryuś ca yajamānaś ca vācaṃ yacchetām
Wenn der Mörser erklingt, sollen Adhvaryu und Opferherr die Rede zügeln.
prajāpatir eva bhūtvā manasā yajñam tatvā tena sarvāṇi saha yajñāyudhāni prahṛtyāni mānuṣaṃ tat kriyate
Zu Prajāpati geworden, das Opfer mit dem Geist ausgespannt habend, sind damit alle Opferwaffen zusammen darzubringen [?]; das gilt als menschlich [?].
naikamekam
Nicht je einzeln.
pitṛdevatyaṃ tat
Das gehört den Vätern.
dvedve prahṛtye
Je zwei sind darzubringen.
yājyānuvākyayo rūpam upavasati
Er hält sich an die Gestalt von Yājyā und Anuvākyā [?].
ubhayām̐s tat paśūn avarunddhe grāmyām̐ś cāraṇyām̐ś ca
Damit gewinnt er beide Arten Vieh, das Dorf- und das Waldvieh.
yad grāmyasya nāśnāti
Dass er vom Dörflichen nicht isst,
tena grāmyān paśūn avarunddhe
damit gewinnt er die Dorftiere.
yad āraṇyasyāśnāti
Dass er vom Waldigen isst,
tenāraṇyān
damit die Waldtiere.
atho indriyaṃ vā etad yad āraṇyam
Und zugleich ist das Waldige fürwahr die Indra-Kraft.
indriyam evāvarunddhe ‖
Die Indra-Kraft gewinnt er.
na māṣāṇām aśnīyāt
Von Bohnen soll man nicht essen.
amedhyā vai māṣās
Bohnen sind fürwahr opferunrein.
na tasya sāyam aśnīyād yena prātar yakṣyamāṇas syāt
Wovon man am Morgen opfern will, davon soll man abends nicht essen.
apratijagdhena vai havyena devā vasīyobhūyam agacchan
Mit der nicht verzehrten Opfergabe gelangten die Götter fürwahr zu größerem Wohlstand.
pratijagdhenāsurāḥ parābhavan
Mit der verzehrten unterlagen die Asuras.
apratijagdhena vai tad dhavyena yajamāno vasīyobhūyaṃ gacchati
Mit der nicht verzehrten Opfergabe gelangt der Opferherr fürwahr zu größerem Wohlstand.
yo vai śraddhām anārabhya yajate pāpīyān bhavati
Wer opfert, ohne den Glauben (śraddhā) ergriffen zu haben, wird schlechter.
āpaś śraddhā
Die Wasser sind der Glaube.
na vācā gṛhṇāti
Nicht mit der Rede ergreift er (sie),
na yajuṣā
nicht mit einem Opferspruch.
ati vā etā vācaṃ nedanti
Diese (Wasser) gehen fürwahr über die Rede hinaus, sie lassen nicht ab [?].
ati vartraṃ manas tu nātinedanti
Über die Hülle (des Gefäßes) hinaus, aber am Geist lassen sie nicht ab [?].
tad yarhy apo grahīṣyan syād imāṃ tarhi manasā dhyāyet
Wenn er also die Wasser ergreifen will, soll er dann mit dem Geist an diese (Erde) denken.
iyaṃ vā etāsāṃ pātram
Diese (Erde) ist fürwahr das Gefäß dieser (Wasser).
anayaivainā gṛhṇāti
Mit ihr ergreift er sie.
śraddhām evārabhya yajate
Nachdem er den Glauben ergriffen hat, opfert er.
vasīyān bhavati ‖
Er wird besser.
iti śrīyajuṣi kāṭhake carakaśākhāyām orimikāyāṃ yajamānabrāhmaṇaṃ nāma dvātriṃśaṃ sthānakaṃ saṃpūrṇam ‖
Damit ist im ehrwürdigen Yajus-Kāṭhaka, in der Caraka-Schule, in der Orimika-(Abteilung) [?], das Yajamāna-Brāhmaṇa genannte zweiunddreißigste Sthānaka vollendet.