devāñ janam agan yajña iti
„Zu den Göttern, zu den Leuten ist das Opfer gegangen“ –
Kāṭhaka-Saṃhitā · Sthānaka 32
devāñ janam agan yajña iti
„Zu den Göttern, zu den Leuten ist das Opfer gegangen“ –
janaṃ vā etad yajñasyaiti yat skandati
Zu den Leuten geht fürwahr das vom Opfer, was herausspritzt.
janād eva yajñasyāśiṣam avarunddhe
Von den Leuten gewinnt er den Wunsch des Opfers.
pañcānāṃ tvā vātānāṃ dhartrāya gṛhṇāmīti
„Ich ergreife dich zur Stützung der fünf Winde“ –
ayaṃ vāva yaḥ pavate sa yajñaḥ
Der hier weht, der ist wahrlich das Opfer.
pāṅkto yajñas
Fünffach ist das Opfer.
yajñam evāsmai gṛhṇāti
Das Opfer ergreift er für ihn.
pañcānāṃ tvā salilānāṃ dhartrāya gṛhṇāmīti
„Ich ergreife dich zur Stützung der fünf Fluten“ –
paśavo vai salilam
Das Vieh ist fürwahr die Flut.
paśūn evāsmai gṛhṇāti
Das Vieh ergreift er für ihn.
pañcānāṃ tvā pṛṣṭhānāṃ dhartrāya gṛhṇāmīti
„Ich ergreife dich zur Stützung der fünf Pṛṣṭha-Sāmans“ –
yajño vai pṛṣṭhāni
Das Opfer sind fürwahr die Pṛṣṭhas.
yajñam evāsmai gṛhṇāti
Das Opfer ergreift er für ihn.
etena vai darśapūrṇamāsau pṛṣṭhavantau
Dadurch sind Neu- und Vollmondopfer (Darśapūrṇamāsa) mit Pṛṣṭhas versehen.
pañcānāṃ tvā diśāṃ dhartrāya gṛhṇāmīti
„Ich ergreife dich zur Stützung der fünf Himmelsrichtungen“ –
pañca vai diśas
Fünf sind fürwahr die Himmelsrichtungen.
diśa evāsmai gṛhṇāti
Die Himmelsrichtungen ergreift er für ihn.
sarvā diśo 'bhijayati
Alle Himmelsrichtungen besiegt er.
sarvā asya diśo 'bhijitā bhavanti
Alle Himmelsrichtungen sind ihm besiegt.
pañcānāṃ tvā pañcajanānāṃ dhartrāya gṛhṇāmīti ‖
„Ich ergreife dich zur Stützung der fünf Stämme“ –
chandām̐si vai pañca pañcajanās
Die Metren sind fürwahr die fünf Stämme.
yajñaś chandām̐si
Das Opfer sind die Metren.
upainaṃ yajño namati
Das Opfer neigt sich zu ihm.
bhūr asmākam̐ havyaṃ devānām āśiṣo yajamānasyeti
„Gedeihen für uns, die Opfergabe für die Götter, die Wünsche für den Opferherrn“ –
bhūtim evātmane gṛhṇāti havyaṃ devebhya āśiṣo yajamānasya
Gedeihen ergreift er für sich selbst, die Opfergabe für die Götter, die Wünsche für den Opferherrn.
caros tvā pañcabilasya dhartrāya gṛhṇāmīti
„Ich ergreife dich zur Stützung des Caru mit fünf Öffnungen“ [Anm.: caru = Kessel/Kochtopf] –
ime lokāś caruḥ pañcabilas
Diese Welten sind der Caru mit fünf Öffnungen.
imān evāsmai lokān gṛhṇāti
Diese Welten ergreift er für ihn.
dhāmāsi priyaṃ devānām anādhṛṣṭaṃ devayajanam iti
„Du bist die Stätte, die liebe der Götter, unangreifbar, die Götteropferstätte“ –
prajñāta ājyagrahaḥ pathāgāt
Der bekannte Ājya-Schöpfbecher (graha) ist auf dem (rechten) Weg gegangen [?].
na yajñād dhūrchati
Er kommt nicht vom Opfer ab.
nāsmād yajño hūrchati ya evaṃ veda
Von dem, der dies weiß, kommt das Opfer nicht ab.
yajño vai devebhyo 'pākrāmat
Das Opfer entwich fürwahr den Göttern.
taṃ vedenānvavindan
Sie fanden es mit dem Veda-Besen (veda) wieder.
tad vedasya vedatvam
Das ist das Wesen des veda als „Findenden“.
yad vedo bhavati
Dass ein veda vorhanden ist,
yajñasyānuvittyai
(geschieht) zum Wiederfinden des Opfers.
strī vai vediḥ pumān vedas
Die Vedi (Altarfläche) ist weiblich, der veda männlich.
yad vedena vedim̐ saṃmārṣṭi
Dass er mit dem veda die Vedi abkehrt,
mithunam eva karoti
damit bildet er ein Paar.
prajāpater vā etāni śmaśrūṇi yad vedas
Prajāpatis Barthaare sind fürwahr diese: der veda.
yāṃ patnīṃ kāmayeta putraṃ vindeteti tasyā upastha āsyet
Von welcher Gattin man wünscht: „Er möge einen Sohn finden“, in deren Schoß soll man ihn (den veda) hinlegen [?].
mithunam eva karoti ‖
Ein Paar bildet er.
śiro vā etad yajñasya yat puroḍāśaḥ
Das Haupt des Opfers ist fürwahr der Reiskuchen (puroḍāśa).
keśā vedas
Die Haare sind der veda.
yad vedena puroḍāśam̐ samunmārṣṭi
Dass er mit dem veda den Reiskuchen abstreicht,
yajñasya sarvatvāya
(geschieht) zur Ganzheit des Opfers.
oṣadhayo vai vedaḥ
Die Pflanzen sind fürwahr der veda.
paśava oṣadhayas
Das Vieh sind die Pflanzen.
eṣa paśūnāṃ goṣṭho yad antarāgnī
Dies ist der Viehstall des Viehs, was zwischen den beiden Feuern (liegt).
yad vedam antarāgnī stṛṇāti
Dass er den veda zwischen den beiden Feuern ausbreitet,
sva eva goṣṭhe bhrātṛvyasya paśūn vṛṅkte
damit nimmt er dem Rivalen das Vieh in den eigenen Stall weg.
duranuvedo vā amutra yajñas
Schwer wiederzufinden ist fürwahr das Opfer dort (im Jenseits).
yad vedo bhavati
Dass ein veda vorhanden ist,
yajñasyānuvittyai
(geschieht) zum Wiederfinden des Opfers.
vi vā etad yajñaś chidyate yad ardhamāse'rdhamāse sam̐sthāṃ gacchati
Das Opfer wird fürwahr abgeschnitten, dass es in jedem Halbmonat zum Abschluss kommt.
yat saṃtatam āhavanīyāt stṛṇāti
Dass er ihn ununterbrochen vom Āhavanīya (Feuer) her ausbreitet,
yajñam eva saṃtanoti
damit setzt er das Opfer fort.
tam̐ saṃtatam uttare 'rdhamāsa ālabhate ‖
Dieses fortgesetzte (Opfer) fasst er im folgenden Halbmonat an.
yajñahano vai devā yajñamuṣas santi
Es gibt fürwahr Götter, die das Opfer zerstören und das Opfer stehlen.
ta eṣu lokeṣv āsata ādadānā vimathnānā yo dadāti yo yajate tasya
Sie sitzen in diesen Welten, nehmend, zerreibend, (den Anteil) dessen, der gibt, der opfert.
ye devā yajñahano yajñamuṣaḥ pṛthivyām adhyāsata iti
„Die Götter, die Opferzerstörer, Opferdiebe, die auf der Erde sitzen“ –
ya eva pṛthivyāṃ yajñahanaś ca yajñamuṣuś ca devās tān atītyāntarikṣaṃ gacchati
Er geht an den auf der Erde weilenden opferzerstörenden und opferdiebischen Göttern vorbei zum Luftraum.
gacchema sukṛto vayam iti
„Wir wollen als Wohltäter (dorthin) gelangen“ –
āśiṣam evāśāste
den Wunsch erbittet er.
ye devā yajñahano yajñamuṣo 'ntarikṣe 'dhyāsata iti
„Die Götter, die Opferzerstörer, Opferdiebe, die im Luftraum sitzen“ –
ya evāntarikṣe yajñahanaś ca yajñamuṣaś ca devās tān atītya divaṃ gacchati
Er geht an den im Luftraum weilenden opferzerstörenden und opferdiebischen Göttern vorbei zum Himmel.
gacchema sukṛto vayam iti
„Wir wollen als Wohltäter (dorthin) gelangen“ –
āśiṣam evāśāste
den Wunsch erbittet er.
ye devā yajñahano yajñamuṣo divy adhyāsata iti
„Die Götter, die Opferzerstörer, Opferdiebe, die im Himmel sitzen“ –
ya eva divi yajñahanaś ca yajñamuṣaś ca devās tān atītya svargaṃ lokaṃ gacchati
Er geht an den im Himmel weilenden opferzerstörenden und opferdiebischen Göttern vorbei zur himmlischen Welt.
gacchema sukṛto vayam iti
„Wir wollen als Wohltäter (dorthin) gelangen“ –
āśiṣam evāśāste ‖
den Wunsch erbittet er.
gomām̐ agne 'vimām̐ aśvī yajña iti
„Reich an Rindern, Schafen, Rossen sei das Opfer, Agni“ –
gomantam evāvimantam aśvinaṃ yajñaṃ kurute
ein Opfer mit Rindern, Schafen und Rossen macht er.
nṛvatsakhā sadam id apramṛṣya iti
„Mit Männern als Freunden, stets unvergesslich“ –
nṛvatsakhā hy eṣa sadam id apramṛṣyas
Denn dies (Opfer) hat Männer zu Freunden, ist stets unvergesslich.
iḍāvām̐ eṣo asura prajāvān iti
„Dieser hat Iḍā, o Herr, hat Nachkommen“ –
āśiṣam evāśāste
den Wunsch erbittet er.
dīrgho rayiḥ pṛthubudhnas sabhāvān iti
„Lang sei der Reichtum, breitgegründet, mit Versammlung begabt“ –
prathayaty eva
er breitet ihn aus.
agne vratapate vratam acāriṣam iti
„Agni, Herr des Gelübdes, ich habe das Gelübde geübt“ –
agnir vai devānāṃ vratapatir
Agni ist fürwahr der Gelübdeherr der Götter.
vratapataya eva vratam̐ saṃprayacchati ‖
Dem Gelübdeherrn überreicht er das Gelübde.