devasyāhaṃ barhiṣo devayajyayā prajāvān bhūyāsam iti
„Durch die Götterverehrung des göttlichen Barhis möge ich nachkommenreich werden“ –
Kāṭhaka-Saṃhitā · Sthānaka 32
devasyāhaṃ barhiṣo devayajyayā prajāvān bhūyāsam iti
„Durch die Götterverehrung des göttlichen Barhis möge ich nachkommenreich werden“ –
barhiṣā vai prajāpatiḥ prajā asṛjata
Mit dem Barhis schuf Prajāpati die Nachkommen.
prajām eva sṛjate
Nachkommenschaft schafft er.
devasyāhaṃ narāśam̐sasya devayajyayā paśumān bhūyāsam iti
„Durch die Götterverehrung des göttlichen Narāśaṃsa möge ich viehreich werden“ –
narāśam̐sena vai prajāpatiḥ paśūn asṛjata
Mit dem Narāśaṃsa schuf Prajāpati das Vieh.
paśūn eva sṛjate
Vieh schafft er.
devasyāham agnes sviṣṭakṛto devayajyayāyuḥ pratiṣṭhāṃ gameyam iti
„Durch die Götterverehrung des göttlichen Agni Sviṣṭakṛt möge ich zu Lebensdauer und Halt gelangen“ –
āyur evātman dhatte
Lebensdauer legt er in sich selbst.
prati yajñena tiṣṭhati
Er steht fest durch das Opfer.
ām āśiṣo dohakāmā iti
„Ja, die Wünsche, nach dem Gemolkenwerden verlangend“ –
āśiṣo vai dohakāmā yajamānam upatiṣṭhante
Die Wünsche treten fürwahr, nach dem Gemolkenwerden verlangend, zum Opferherrn heran.
tā yathā dhenavo 'dugdhā apakrāmanty evaṃ tv asmād yajamānād apakrāmanti
Wie ungemolkene Kühe weggehen, so gehen sie von diesem Opferherrn weg [?].
atha ya evaṃ vedāśiṣa evaiṣa duhe
Wer aber dies weiß, der melkt diese Wünsche.
sā me satyāśīr devān gamyād iti
„Dieser mein wahrer Wunsch möge zu den Göttern gelangen“ –
satyām evāśiṣaṃ devān gamayitvā varaṃ vṛṇīte ‖
den wahren Wunsch zu den Göttern gebracht habend, wählt er eine Gunst.
juṣṭāj juṣṭatareti
„Vom Gefälligen zum Gefälligeren“ –
juṣṭād evainaṃ juṣṭatarāṃ karoti
vom Gefälligen macht er ihn zum Gefälligeren.
panyāt panyatareti
„Vom Preiswürdigen zum Preiswürdigeren“ –
panyād evaināṃ panyatarāṃ karoti
vom Preiswürdigen macht er sie zur Preiswürdigeren.
areḍatā manasā devān gacchety evaitad āha
„Geh mit ungezürntem Sinn zu den Göttern“ – so sagt er damit.
yo devayānaḥ panthās tena devān gaccheti
„Auf dem Weg, der der Götterweg ist, geh zu den Göttern.“
ya eva devayānaḥ panthās tam evainam apipādayati
Auf dem Götterweg lässt er ihn gehen [?].
rohitena tvāgnir devatāṃ gamayatu haribhyāṃ tvendro devatāṃ gamayatv iti
„Mit dem Rotroß bringe dich Agni zur Gottheit; mit den beiden Falben bringe dich Indra zur Gottheit“ –
yajamāno vai prastaras
Der Opferherr ist fürwahr der Prastara [Anm.: Grasbüschel des Opfers].
havirbhūtam evainam̐ svargaṃ lokaṃ gamayati
Zur Opfergabe geworden, bringt er ihn zur himmlischen Welt.
yajña yajñaṃ gaccha yajñapatiṃ gaccheti
„Opfer, geh zum Opfer, geh zum Opferherrn“ –
svam evainaṃ yoniṃ gamayati
zu seinem eigenen Mutterschoß bringt er ihn.
yo yajñasyāyur veda sarvam āyur eti
Wer die Lebensdauer des Opfers kennt, erreicht die volle Lebensdauer.
yajñasyāyur asi yajño ma āyur dadhātv iti
„Du bist die Lebensdauer des Opfers; das Opfer möge mir Lebensdauer verleihen“ –
etad vai yajñasyāyur
Dies ist fürwahr die Lebensdauer des Opfers.
ya evaṃ veda sarvam āyur eti
Wer dies weiß, erreicht die volle Lebensdauer.
yad vai yukto vimuktaś śamarathaṃ vā karoti pra vā kṣiṇāti
Was angespannt und (dann) gelöst ist, das richtet entweder ein Ruhe-Gefährt her oder richtet zugrunde [?].
vi te muñcāmi raśanāṃ vi raśmīn iti
„Ich löse dir den Gurt, ich löse die Zügel“ –
vimoka evāsyaiṣa
Dies ist dessen Lösung.
svargam eva lokaṃ devatā gamayitvā pratiṣṭhāpya vimuñcati
Er bringt die Gottheit zur himmlischen Welt, lässt sie Halt gewinnen und löst dann aus.
viṣṇoś śamyor yajñasyānta iti
„Am Ende des Opfers, am Śamyu [Anm.: śamyu = Ruhe-Verheißung, vgl. Śamyu-Vāka] des Viṣṇu“ [?] –
viṣṇur vai yajñas
Viṣṇu ist fürwahr das Opfer.
antata eva yajñaṃ pratiṣṭhāpayati ‖
Am Ende lässt er das Opfer Halt gewinnen.