Quellen der Menschheit

Sāmaveda · Āgneya-Kāṇḍa

Kapitel 10 Agni und andere Götter: Anrufung und Vertreibung der Unholde

somaṃ rājānaṃ varuṇamagnimanvārabhāmahe ādityaṃ viṣṇuṃ sūryaṃ brahmānaṃ ca bṛhaspatim

Soma, den König, Varuṇa, Agni rufen wir an; Āditya, Viṣṇu, Sūrya, den Brahman und Bṛhaspati.

ita eta udāruhandivaḥ pṛṣṭhānyā ruhan pra bhūrjayo yathā pathodyāmaṅgiraso yayuḥ

Von hier aus sind diese emporgestiegen, sind auf des Himmels Rücken gestiegen; wie die Siegerreichen auf dem Pfad, gingen die Aṅgirasen zum Himmel.

rāye agne mahe tvā dānāya samidhīmahi īḍiṣvā hi mahe vṛṣaṃ dyāvā hotrāya pṛthivī

Zum Reichtum, Agni, zur großen Gabe wollen wir dich entzünden; preise den mächtigen Stier zur großen [Gabe]; Himmel und Erde [sind] zum Rufen [da].

dadhanve vā yadīmanu vocadbrahmeti veru tat pari viśvāni kāvyā nemiścakramivābhuvat

Er hat sich gestärkt [?], was ihm folgend der Brahmane [Priester] spricht: das ist der Wunsch; er wurde wie eine Radfelge allen Dichtungen [Lieder] umgebend.

pratyagne harasā haraḥ śṛṇāhi viśvataspari yātudhānasya rakṣaso balaṃ nyubjavīryam

Agni, schlag Hitze mit Hitze zurück, von allen Seiten; die Kraft des Zauberers, des Unholds [zerbrich], seine Kraft, die niedergeworfen ist.

tvamagne vasūṃriha rudrāṃ ādityāṃ uta yajā svadhvaraṃ janaṃ manujātaṃ ghṛtapruṣam

Du, Agni, [ehre] hier die Vasus, die Rudras und die Ādityas; verehre das Volk, das eine gute Weihehandlung hat, von Manu abstammt, schmalzbenetzt.

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