Quellen der Menschheit

Sāmaveda · Āgneya-Kāṇḍa

Kapitel 7 Agni: Der Hausherr, Rufer und Bote der Menschen

ā juhotā haviṣā marjayadhvaṃ ni hotāraṃ gṛhapatiṃ dadhidhvam iḍaspade namasā rātahavyaṃ saparyatā yajataṃ pastyānām

Gießt zu, reinigt mit der Darbringung; setzt den Rufer, den Hausherrn, nieder; mit Verehrung am Ort der Iḍā, den mit Gaben Beschenkten verehrt, den Verehrungswürdigen der Wohnstätten.

citra icchiśostaruṇasya vakṣatho na yo mātarāvanveti dhātave anūdhā yadajījanadadhā cidā vavakṣatsadyo mahi dūtyā3ṃ caran

Er, der jungen Kindes [?] wunderbar Verlangen trägt, damit er nicht den beiden Müttern folgt, um zu trinken; ohne Euter [?], als er ihn zeugte, wollte er da sogleich reichlich als Bote hin und her gehen.

idaṃ ta ekaṃ para ū ta ekaṃ tṛtīyena jyotiṣā saṃ viśasva saṃveśanastanve3 cāruredhi priyo devānāṃ parame janitre

Dies ist deine eine [Gestalt], dies die andere; mit dem dritten Licht vereine dich; einhergehend ist er in deinem Leib lieblich; sei lieb den Himmlischen im höchsten Ursprung.

imaṃ stomamarhate jātavedase rathamiva saṃ mahemā manīṣayā bhadrā hi naḥ pramatirasya saṃsadyagne sakhye mā riṣāmā vayaṃ tava

Dieses Loblied [bringen wir] dem Verehrungswürdigen, Jātavedas, wie einen Wagen [fügen wir es] mit Gedanken zusammen; Gutes ist uns seine Zuneigung; in seiner Freundschaft, Agni, sollen wir, deine, nicht Schaden nehmen.

mūrdhānaṃ divo aratiṃ pṛthivyā vaiśvānaramṛta ā jātamagnim kaviṃ samrājamatithiṃ janānāmāsannāḥ pātraṃ janayanta devāḥ

Das Haupt des Himmels, den Wanderer [?] der Erde, den Vaiśvānara, den in der Ordnung geborenen Agni, den Seher, Herrscher, Gast der Menschen: sie haben die Götter, ihm nahegekommen, zum Gefäß erzeugt.

vi tvadāpo na parvatasya pṛṣṭhādukthebhiragne janayanta devāḥ taṃ tvā giraḥ suṣṭutayo vājayantyājiṃ na girvavāho jigyuraśvāḥ

Von dir haben, Agni, die Götter mit Lobgesängen, gleich Wassern vom Bergrücken, [ihn] erzeugt; dich, den mit Liedern, den gut Gepriesenen, spornen die Lieder an, wie Rosse, die den Wettlauf gewonnen haben, den zu Liedern Fahrenden.

ā vo rājānamadhvarasya rudraṃ hotāraṃ satyayajaṃ rodasyoḥ agniṃ purā tanayitnoracittāddhiraṇyarūpamavase kṛṇudhvam

Euren König der Weihehandlung, den Rudra, den Rufer, den wahrhaft Opfernden beider Welten, Agni, [macht] vor dem Donner, vor der Unwissenheit, den goldgestaltigen, euch zum Beistand.

indhe rājā samaryo namobhiryasya pratīkamāhutaṃ ghṛtena naro havyebhirīḍate sabādha āgniragramuṣasāmaśoci

Es wird der König Samarya [?] mit Verehrungen entflammt, dessen Antlitz mit Schmalz übergossen ist; die Männer rufen ihn mit Darbringungen an, [Agni] mit Bedrängnis [?]; Agni ist als erster der Morgenröten aufgeglänzt.

pra ketunā bṛhatā yātyagnirā rodasī vṛṣabho roravīti divaścidantādupamāmudānaḍapāmupasthe mahiṣo vavardha

Mit großem Banner fährt Agni voran, füllt beide Welten, der Stier brüllt; auch vom äußersten Ende des Himmels hat er das Nächste erreicht; im Schoß der Wasser ist der Große gewachsen.

agniṃ naro dīdhitibhiraṇyorhastacyutaṃ janayata praśastam dūredṛśaṃ gṛhapatimathavyum

Agni, ihr Männer, erzeugt mit Fingerarbeit aus den beiden Reibhölzern [?], den handentsandten, gerühmten; den Fernsichtigen, den Hausherrn, den Atharvan-gleichen [?].

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