Quellen der Menschheit

Sāmaveda · Āgneya-Kāṇḍa

Kapitel 8 Agni: Erwachen am Morgen, Hüter, Vertreiber der Unholde

abodhyagniḥ samidhā janānāṃ prati dhenumivāyatīmuṣāsam yahvā iva pra vayāmujjihānāḥ pra bhānavaḥ sasrate nākamaccha

Agni ist erwacht durch das Brennholz der Menschen, wie die Kuh, die zur Morgenröte kommt; wie Zweige, die sich erheben, sind die Strahlen zum Himmel hin ausgeströmt.

pra bhūrjayantaṃ mahāṃ vipodhāṃ mūrairamūraṃ purāṃ darmāṇam nayantaṃ gīrbhirvanā dhiyaṃ dhā hariśmaśruṃ na vārmaṇā dhanarcim

Den Siegreichen, den großen Weisen, den Unbetörten gegenüber den Betörten, den Zerstörer der Burgen, den mit Liedern die Wälder [?] und die Andacht Führenden, den Gelbbärtigen [?], wie durch eine Rüstung, den Reichtums-Glänzenden [preisen wir].

śukraṃ te anyadyajataṃ te anyadviṣurūpe ahanī dyaurivāsi viśvā hi māyā avasi svadhāvanbhadrā te pūṣanniha rātirastu

Hell ist deine eine [Gestalt], verehrungswürdig die andere; zwei verschiedengestaltige Tage bist du, wie der Himmel; du schützt alle Zauberkräfte, Selbstmächtiger; freundlich sei dir, Pūṣan, hier die Gabe.

iḍāmagne purudaṃsaṃ saniṃ goḥ śaśvattamaṃ havamānāya sādha syānnaḥ sūnustanayo vijāvāgne sā te sumatirbhūtvasme

Iḍā, Agni, den Vielwirkenden, den Gewinn an Rindern, den alle Zeit, erfülle dem Rufenden; uns soll ein Sohn, ein Nachkomme, kinderreich werden; Agni, diese deine Gunst soll uns werden.

pra hotā jāto mahānnabhovinnṛṣadmā sīdadapāṃ vivarte dadhadyo dhāyī sute vayāṃsi yantā vasūni vidhate tanūpāḥ

Als Rufer geboren, groß, im Dunst wissend, auf dem Männersitz [?] hat er sich niedergesetzt, in der Öffnung der Wasser; der Erhaltende, der Nahrung setzt beim Somapressen, der Lenker gewährt dem Verehrer Güter, den Leib schützend.

pra samrājamasurasya praśstaṃ puṃsaḥ kṛṣṭīnāmanumādyasya indrasyeva pra tavasaskṛtāni vandadvārā vandamānā vivaṣṭu

Den Herrscher der Kraft [?], gepriesen, der Menschenstämme, den wünschenswerten [?]: als [Werke] des Indra, [die] stark gemacht sind, [soll] der Torwärter [?] die Verehrer [?] verehren.

araṇyornihito jātavedā garbha ivetsubhṛto garbhiṇībhiḥ divediva īḍyo jāgṛvadbhirhaviṣmadbhirmanuṣyebhiragniḥ

In den beiden Reibhölzern hinterlegt ist Jātavedas, wie ein Keim gut getragen von den Schwangeren; Tag für Tag ist Agni zu preisen von den Wachenden, von den Menschen, die Gaben haben.

sanādagne mṛṇasi yātudhānānna tvā rakṣāṃsi pṛtanāsu jigyuḥ anu daha sahamūrānkayādo mā te hetyā mukṣata daivyāyāḥ

Von jeher, Agni, zerschmetterst du die Zauberer; dich haben die Unholde in den Schlachten nicht besiegt; verbrenne die Ungeheuer [?], die Fleischfresser; deine Waffe soll die Göttliche nicht verfehlen [?].

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