Quellen der Menschheit

Sāmaveda · Āgneya-Kāṇḍa

Kapitel 5 Agni: Lob des Enkels der Kraft, Führer der Weihehandlung

enā vo agniṃ namasorjo napātamā huve priyaṃ cetiṣṭhamaratiṃ svādhvaraṃ viśvasya dūtamamṛtam

Mit dieser Verehrung rufe ich euch Agni herbei, den Enkel der Stärke, den Lieben, den Wachsten [?], den Widerstandslosen, den bei der Weihehandlung Guten, den Boten aller, den Unsterblichen.

śeṣe vaneṣu mātṛṣu saṃ tvā martāsa indhate atandro havyaṃ vahasi haviṣkṛta ādiddeveṣu rājasi

Du liegst in den Wäldern, in den Müttern [?]; dich entzünden die Sterblichen; unermüdet fährst du die Darbringung; du, der Spender-Beschenkte, herrschst dann unter den Himmlischen.

adarśi gātuvittamo yasminvratānyādadhuḥ upo ṣu jātamāryasya vardhanamagniṃ nakṣantu no giraḥ

Er ward erblickt, der beste Wegfinder, bei dem sie die Gebote niedergelegt haben; gut zu dem Geborenen, dem Förderer des Ārya, sollen unsere Lieder gelangen, zu Agni.

agnirukthe purohito grāvāṇo barhiradhvare ṛcā yāmi maruto brahmaṇaspate devā avo vareṇyam

Agni ist beim Preisspruch der Vorangestellte, die Presssteine, die Streu bei der Weihehandlung; mit dem Spruch gehe ich zu, ihr Maruts, Herr des Gebets, ihr Götter, [ich bitte] um euren erwünschten Beistand.

agnimīḍiṣvāvase gāthābhiḥ śīraśociṣam agniṃ rāye purumīḍha śrutaṃ naro 'gniḥ sudītaye chardiḥ

Agni rufe ich an um Beistand mit Liedern, den mit blitzendem Strahl [?]; Agni um Reichtum, Vielgepriesener, den berühmten Männer; Agni [wollen wir] zum hellen Leuchten [suchen], Zuflucht.

śrudhi śrutkarṇa vahnibhirdevairagne sayāvabhiḥ ā sīdatu barhiṣi mitro aryamā prātaryāvabhiradhvare

Höre, der du Ohr hast zu hören, mit den Fahrern, Agni, mit den Göttern, die gemeinsam kommen; es soll sich auf die Streu setzen Mitra und Aryaman, mit den Morgenfahrern, bei der Weihehandlung.

pra daivodāso agnirdeva indro na majmanā anu mātaraṃ pṛthivīṃ vi vāvṛte tasthau nākasya śarmaṇi

Es hat sich Agni Daivodāsa wie ein Gott, wie Indra durch Macht, zur Mutter Erde hingewandt; er stand im Schutz des Himmelsgewölbes.

adha jmo adha vā divo bṛhato rocanādadhi ayā vardhasva tanvā girā mamā jātā sukrato pṛṇa

Sei es von der Erde, sei es vom Himmel, vom hohen Lichtraum her: mit diesem Leib und diesem Lied wachse; erfülle mich, den Geborenen, du Gutwirkender [?].

kāyamāno vanā tvaṃ yanmātR^īrajagannapaḥ na tatte agne pramṛṣe nivartanaṃ yaddūre sannihābhuvaḥ

Als du, begehrend, die Wälder [?], die Mütter, die Wasser durchgingst: das wird dir, Agni, nicht vergessen, die Umkehr, dass du fern warst und hier wurdest.

ni tvāmagne manurdadhe jyotirjanāya śaśvate dīdetha kaṇva ṛtajāta ukṣito yaṃ namasyanti kṛṣṭayaḥ

Dich hat Manu, Agni, für das ewige Volk als Licht eingesetzt; du leuchtest wie Kaṇva, aus der Ordnung geboren, begossen, den die Menschenstämme verehren.

Interaktive Leseansicht des ganzen Werks