Quellen der Menschheit

Sāmaveda · Āgneya-Kāṇḍa

Kapitel 2 Agni: Huldigung, Bote, Vertreiber der Feinde

namaste agna ojase gṛṇanti deva kṛṣṭayaḥ amairamitramardaya

Verehrung dir, Agni, für die Kraft; dich preisen, Gott, die Menschenstämme; mit Stärke treibe den Feind nieder.

dūtaṃ vo viśvavedasaṃ havyavāhamamartyam yajiṣṭhamṛñjase girā

Den Boten von euch, den Allkundigen, den unsterblichen Darbringungsträger, den Verehrungswürdigsten schmücke ich mit dem Lied.

upa tvā jāmayo giro dediśatīrhaviṣkṛtaḥ vāyoranīke asthiran

Zu dir hin haben sich die Lieder, die Schwestern, der Opferspender [?] die Weisungen erteilend, gestellt, an die Spitze des Windes [?].

upa tvāgne divedive doṣāvastardhiyā vayam namo bharanta emasi

Zu dir, Agni, tragen wir Tag für Tag, abends und morgens, mit Andacht Verehrung und kommen [zu dir].

jarābodha tadviviḍḍhi viśeviśe yajñiyāya stomaṃ rudrāya dṛśīkam

Du, der Alterserwecker [?], nimm dies auf; für den zu verehrenden Gott, für Rudra [ein Lob], das schön anzusehen ist [?].

prati tyaṃ cārumadhvaraṃ gopīthāya pra hūyase marudbhiragna ā gahi

Dich, den lieblichen, den Weihehandlung Vollbringenden, rufe ich dir zum Trank herbei; mit den Maruts, Agni, komm her.

aśvaṃ na tvā vāravantaṃ vandadhyā agniṃ namobhiḥ samrājantamadhvarāṇām

Wie ein Ross, so möchte ich dich, Agni, mit Verehrung anrufen [?], den Schweifbesitzer [?], den Herrscher der Weihehandlungen.

aurvabhṛguvacchucimapnavānavadā huve agniṃ samudravāsasam

Wie Aurva und Bhṛgu, wie Apnavāna rufe ich den reinen Agni, der das Meer als Kleid hat.

agnimindhāno manasā dhiyaṃ saceta martyaḥ agnimindhe vivasvabhiḥ

Agni entzündend möge der Sterbliche mit dem Sinn das Denken erlangen; Agni entzünden die Eifrigen.

āditpratnasya retaso jyotiḥ paśyanti vāsaram paro yadidhyate divi

Dann erst erblicken sie das Licht des uralten Samens, den Tag, wenn er droben im Himmel entflammt wird.

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