Quellen der Menschheit

Śatapatha-Brāhmaṇa (Śukla-Yajurveda) · Zehntes Kāṇḍa

Adhyāya 4 Die Arka-Yajus/Mahant-Sāman/Ukta-Ṛc-Dreifaltigkeit von Sonne und Atem, der Indra-Agni-Mithuna-Mythos von Brahman und Kṣatra, die Prajāpati-Selbstteilungs-Arithmetik bis zu den 24 Halbmonaten und den Muhūrta-Lokampṛṇās, der Jahr-als-Tod-Mythos und der Sieg der Götter über Mṛtyu durch die genaue Ziegel-Arithmetik, Prajāpatis tausendjährige Glutübung gegen das Übel, und die abschließenden Lehrer-Ādeśas zu Vāyu/Āditya/Jahr als Agni

prajāpatiṃ visrastam yatra devāḥ samaskurvaṃstamukhāyāṃ yonau reto bhūtamasiñcanyonirvā ukhā tasmā etatsaṃvatsare'nnaṃ samaskurvanyo'yamagniścitastadātmanā paryadadhustadātmanā parihitamātmaivābhavattasmādannamātmanā parihitamātmaiva bhavati

Als die Götter den in seine Teile zerfallenen, den zerrütteten Prajāpati wieder zusammensetzten, gossen sie ihn, zu Samen geworden, in den Mutterschoß, in die Ukhā, den Feuertopf; die Ukhā ist ja der Mutterschoß. Für ihn bereiteten sie diese Speise, das Jahr; diesen geschichteten Agni umgaben sie damit als sein eigenes Selbst; damit als eigenes Selbst umgeben, wurde er eben dieses Selbst. Deshalb wird Speise, als eigenes Selbst umgeben, eben zum Selbst.

tathaivaitadyajamānaḥ ātmānamukhāyāṃ yonau reto bhūtaṃ siñcati yonirvā ukhā tasmā etatsaṃvatsare'nnaṃ saṃskaroti yo'yamagniścitastadātmanā paridadhāti tadātmanā parihitamātmaiva bhavati tasmādannamātmanā parihitamātmaiva bhavati

Ebenso gießt auch hier dieser Opferer sich selbst, zu Samen geworden, in den Mutterschoß, in die Ukhā; die Ukhā ist ja der Mutterschoß. Für sich selbst bereitet er diese Speise, das Jahr; diesen geschichteten Agni umgibt er damit als sein eigenes Selbst; damit als eigenes Selbst umgeben, wird er eben dieses Selbst. Deshalb wird Speise, als eigenes Selbst umgeben, eben zum Selbst.

taṃ nidadhāti vauṣaḍiti vaugiti vā eṣa ṣaḍitīdaṃ ṣaṭcitikamannaṃ kṛtvāsmā apidadhātyātmasammitaṃ yadu vā ātmasammitamannaṃ tadavati tanna hinasti yadbhūyo hinasti tadyatkanīyo na tadavati

Er legt sie mit „Vauṣaṭ!“ nieder – denn „vauk“ bedeutet ja „sechs“ – nachdem er diese sechsfach geschichtete Speise bereitet hat, bedeckt er ihn damit, nach seinem eigenen Selbst bemessen. Denn welche Speise nach dem eigenen Selbst bemessen ist, die nährt ihn; die schadet ihm nicht. Was zu viel ist, das schadet; was zu wenig ist, das nährt nicht.

sa eṣa evārkaḥ yametamatrāgnimāharanti tasyaitadannaṃkyaṃ yo'yamagniścitastadarkyaṃ yajuṣṭa eṣa eva mahāṃstasyaitadannaṃ vrataṃ tanmahāvrataṃ sāmata eṣa u evoktasyaitadannaṃ thaṃ tadukthamṛktastadetadekaṃ satredhākhyāyate

Jene [Sonne] dort ist eben dieser Arka, der Strahlende, den sie hier als Agni herbeibringen; sein Speiseanteil ist dieser Kya-Anteil; und dieser geschichtete Agni, das ist der Arkya-Anteil – nach dem Yajus. Und er ist eben der Mahant, der Große; sein Speiseanteil ist dieser Vrata-Anteil; das ist das Mahāvrata – nach dem Sāman. Und er ist eben der Ukta, der Ausgesagte; sein Speiseanteil ist dieser Tha-Anteil; das ist das Uktha – nach der Ṛc. So wird dieses eine [Wesen] als dreifach bezeichnet.

athendrāgnī vā asṛjyetām brahma ca kṣatraṃ cāgnireva brahmendraḥ kṣatraṃ tau sṛṣṭau nānaivāstāṃ tāvabrūtāṃ na vā itthaṃ santau śakṣyāvaḥ prajāḥ prajanayitumekaṃ rūpamubhāvasāveti tāvekaṃ rūpamubhāvabhavatām

Nun wurden Indra und Agni geschaffen: das Brahman und die Kṣatra-Macht; Agni ist ja das Brahman, Indra die Kṣatra-Macht. Diese beiden, geschaffen, bestanden getrennt voneinander. Sie sprachen: „So voneinander getrennt werden wir nicht imstande sein, Geschöpfe zu zeugen; lasst uns beide eine einzige Gestalt annehmen.“ So wurden die beiden eine einzige Gestalt.

tau yau tāvindrāgnī etau tau rukmaśca puruṣaśca rukma evendraḥ puruṣo'gnistau hiraṇmayau bhavato jyotirvai hiraṇyaṃ jyotirindrāgni! amṛtaṃ hiraṇvamamṛtamindrāgnī

Diese beiden, die Indra und Agni sind, das sind die Goldscheibe, der Rukma, und der Puruṣa; die Goldscheibe ist ja Indra, der Puruṣa ist Agni; beide werden golden. Licht ist ja Gold; Licht sind Indra und Agni. Unsterblich [sind sie]; Gold ist unsterblich; unsterblich sind Indra und Agni.

tāvetāvindrāgnī eva cinvanti yaddhi kiṃ caiṣṭakamagnireva tattasmāttadagninā pacanti yaddhi kiṃ cāgninā pacantyagnireva tadatha yatpurīṣaṃ sa indrastasmāttadagninā na pacanti nedagnirevāsannendra iti tasmādetāvindrāgnī eva citau

Diese beiden, Indra und Agni, schichten sie eben auf; denn was auch immer aus Ziegeln besteht, das ist eben Agni selbst; deshalb brennen sie das mit Feuer, denn was auch immer mit Feuer gebrannt wird, das ist eben Agni selbst. Was aber die Purīṣa-Erde ist, das ist Indra; deshalb brennen sie das nicht mit Feuer, [im Gedanken]: „Es soll nicht bloß Agni werden und nicht Indra bleiben.“ Deshalb sind diese beiden, Indra und Agni, eben in der Schichtung [gegenwärtig].

atha yaścite'gnirnidhīyate tadekaṃ rūpamubhau bhavatastasmāttāvetenaiva rūpeṇemāḥ prajāḥ prajanayataḥ saiṣaikaiveṣṭakāgnireva tāmeṣa sarvo'gnirabhisampadyate saiveṣṭakāsampattadetadekamevākṣaraṃ vaugiti tadeṣa sarvo'gnirabhisampadyate saivākṣarasampat

Wenn aber der [rituelle] Agni in das Geschichtete gelegt wird, dann werden beide eine einzige Gestalt; deshalb zeugen diese beiden eben mit dieser Gestalt diese Geschöpfe. Dieser eine einzige Ziegel ist Agni selbst; diesem entspricht der ganze Agni – das ist die Entsprechung des Ziegels. Diese eine einzige Silbe ist „vauk“; dieser entspricht der ganze Agni – das ist die Entsprechung der Silbe.

taddhaitatpaśyannṛṣirabhyanūvāda bhūtam bhaviṣyatprastaumi mahadbrahmaikamakṣaram bahu brahmaikamakṣaramityetaddhyevākṣaraṃ sarve devāḥ sarvāṇi bhūtānyabhisampadyante tadetadbrahma ca kṣatraṃ cāgnireva brahmendraḥ kṣatramindrāgnī vai viśve devā viḍu viśve devāstadetadbrahma kṣatraṃ viṭ

Dies sehend, sprach einst ein Ṛṣi aus: „Was gewesen ist und was sein wird, das preise ich, das große Brahman, die eine Silbe; das vielfältige Brahman, die eine Silbe.“ Denn dieser einen Silbe eben entsprechen alle Götter, alle Wesen. Dies also ist das Brahman und die Kṣatra-Macht: Agni ist ja das Brahman, Indra die Kṣatra-Macht; Indra und Agni sind ja die Allgötter, die Viśvedevās, [und] die Viś, das Volk; die Allgötter sind die Viś. Dies also ist Brahman, Kṣatra-Macht [und] Viś.

etaddha sma vai tadvidvāñcyāparṇaḥ sāyakāyana āha yadvai ma idaṃ karma samāpsyata mamaiva prajā salvānāṃ rājāno'bhaviṣyanmama brāhmaṇā mama vaiśyā yattu ma etāvatkarmaṇaḥ samāpi tena ma ubhayathā salvānprajātirekṣyata iti sa eṣa eva śrīreṣa yaśa eṣo'nnādaḥ

Dies wissend pflegte Cyāparṇa Sāyakāyana zu sagen: „Hätte sich mir dieser Ritus vollständig erfüllt, so wären meine eigenen Nachkommen die Könige der Salvas geworden, meine die Brahmanen, meine die Vaiśyas; da sich mir aber nur bis zu diesem Punkt der Ritus erfüllt hat, deshalb wird sich meine Nachkommenschaft unter den Salvas auf beide Weisen unterscheiden.“ Er selbst [der es vollständig vollzieht] wird eben dieser Glanz, dieser Ruhm, dieser Speisegenießer.

etaddha vai tacāṇḍilyaḥ vāmakakṣāyaṇāya procyovāca śrīmānyaśasvyannādo bhaviṣyasīti śrīmānha vai yaśasvyannādo bhavati ya evaṃ veda

Dies eben sprach Śāṇḍilya zu Vāmakakṣāyaṇa und sagte: „Glanzvoll, ruhmreich, ein Speisegenießer wirst du sein.“ Glanzvoll, ruhmreich, ein Speisegenießer wird eben, wer so weiß.

sa eṣo'gniḥ prajāpatireva ta devā etamagnim prajāpatiṃ saṃskṛtyāthāsmā etatsaṃvatsare'nnaṃ samaskurvanya eṣa mahāvratīyo grahaḥ

Dieser Agni ist eben Prajāpati selbst. Die Götter, nachdem sie diesen Agni, Prajāpati, wiederhergestellt hatten, bereiteten für ihn diese Speise, das Jahr – das ist dieses Mahāvratīya-Schöpfgefäß.

tamadhvaryurgraheṇa gṛhṇāti yadgṛhṇāti tasmādgrahastasminnudgātā mahāvratena rasaṃ dadhāti sarvāṇi haitāni sāmāni yanmahāvrataṃ tadasmintsarvaiḥ sāmabhī rasaṃ dadhāti tasminhotā mahatokthena rasaṃ dadhāti sarvā haitā ṛco yanmahadukthaṃ tadasmintsarvābhirṛgbhī rasaṃ dadhāti

Dieses ergreift der Adhvaryu mit dem Schöpfgefäß, dem Graha; weil er es ergreift [gṛhṇāti], deshalb heißt es Graha. Hinein legt der Udgātṛ mit dem Mahāvrata die Essenz; denn das Mahāvrata ist all diese Sāman-Gesänge; mit allen Sāman-Gesängen legt er die Essenz hinein. Hinein legt der Hotṛ mit dem großen Uktha die Essenz; denn das Mahaduktha ist alle diese Ṛc-Verse; mit allen Ṛc-Versen legt er die Essenz hinein.

te yadā stuvate yadānuśaṃsati athāsminnetaṃ vaṣaṭkṛte juhoti vaugiti vā eṣa ṣaḍitīdaṃ ṣaḍvidhamannaṃ kṛtvāsmā apidadhātyātmasammitaṃ yadu vā ātmasammitamannaṃ tadavati tanna hinasti yadbhūyo hinasti tadyatkanīyo na tadavati

Wenn sie [die Priester] preisen, wenn sie hersagen, dann opfert er dabei, wenn der Vaṣaṭ-Ruf ertönt, [mit] „Vauṣaṭ!“ – denn „vauk“ bedeutet ja „sechs“ – nachdem er diese sechsfache Speise bereitet hat, bedeckt er ihn damit, nach seinem eigenen Selbst bemessen. Denn welche Speise nach dem eigenen Selbst bemessen ist, die nährt ihn; die schadet ihm nicht. Was zu viel ist, das schadet; was zu wenig ist, das nährt nicht.

sa eṣa evārkaḥ yo'yamagniścitastasyaitadannaṃ kyameṣa mahāvratīyo grahastadarkyaṃ yajuṣṭa eṣa eva mahāṃstasyaitadannaṃ vrataṃ tanmahāvrataṃ sāmata eṣa u evoktadannaṃ thaṃ tadukthamṛktastadetadekaṃ sattredhākhyāyate

Dieser geschichtete Agni ist eben dieser Arka; sein Speiseanteil ist dieser Kya-Anteil – dieses Mahāvratīya-Schöpfgefäß; das ist der Arkya-Anteil – nach dem Yajus. Und er ist eben der Mahant; sein Speiseanteil ist dieser Vrata-Anteil; das ist das Mahāvrata – nach dem Sāman. Und er ist eben der Ukta; sein Speiseanteil ist dieser Tha-Anteil; das ist das Uktha – nach der Ṛc. So wird dieses eine [Wesen] als dreifach bezeichnet.

sa eṣa saṃvatsaraḥ prājāpatiragniḥ tasyārdhameva sāvitrāṇyardhaṃ vaiśvakarmaṇānyaṣṭāvevāsya kalāḥ sāvitrāṇyaṣṭau vaiśvakarmaṇānyatha yadetadantareṇa karma kriyate sa eva saptadaśaḥ prajāpatiryo vai kalā manuṣyāṇāmakṣaraṃ taddevānām

Dieser Agni, der zu Prajāpati gehört, ist das Jahr; die Hälfte von ihm sind die Sāvitra-Formeln, die Hälfte die Vaiśvakarmaṇa-Formeln; acht sind seine Kalā-Anteile der Sāvitra-Formeln, acht der Vaiśvakarmaṇa-Formeln. Und was dazwischen an Handlung vollzogen wird, das selbst ist der siebzehnte, Prajāpati. Denn was für die Menschen Kalā-Anteile sind, das ist für die Götter Silbe.

tadvai lometi dve akṣare tvagiti dve asṛgiti dve meda iti dve māṃsamiti dve snāveti dve asthīti dve majjeti dve tāḥ ṣoḍaśa kalā atha ya etadantareṇa prāṇaḥ saṃcarati sa eva saptadaśaḥ prajāpatiḥ

Das ist nämlich: „Haar“ – zwei Silben; „Haut“ – zwei; „Blut“ – zwei; „Fett“ – zwei; „Fleisch“ – zwei; „Sehne“ – zwei; „Knochen“ – zwei; „Mark“ – zwei; das sind die sechzehn Kalā-Anteile. Und jener Atem, der zwischen diesen umherzieht, das selbst ist der siebzehnte, Prajāpati.

tasmā etasmai prāṇāya etāḥ ṣoḍaśa kalā annamabhiharanti tā yadānabhihartuṃ dhriyante'thaitā eva jagdhvotkrāmati tasmādu haitadaśiśiṣatastṛpramiva bhavati prāṇairadyamānasya tasmādu haitadupatāpī kṛśa-iva bhavati prāṇairhi jagdho bhavati

Für diesen Atem bringen diese sechzehn Kalā-Anteile Speise herbei. Werden sie ohne Speisezufuhr erhalten, dann verlässt er [der Atem], nachdem er eben diese [Teile] aufgezehrt hat, [den Körper]. Deshalb wird, wer nicht gegessen hat, gleichsam aufgezehrt, da er von den Atemkräften gegessen wird; deshalb wird auch, wer erkrankt ist, gleichsam abgemagert, denn er wird von den Atemkräften gegessen.

tasmā etasmai saptadaśāya prajāpataye etatsaptadaśamannaṃ samaskurvanya eṣa saumyo'dhvaro'tha yā asya tāḥ ṣoḍaśa kalā ete te ṣoḍaśartvijastasmānna saptadaśamṛtvijaṃ kurvīta nedatirecayānītyatha ya evātra raso yā āhutayo hūyante tadeva saptadaśamannam

Für diesen siebzehnten, Prajāpati, bereiteten sie diese siebzehnte Speise – das ist dieser Soma-Opferritus, der Saumya Adhvara. Und jene sechzehn Kalā-Anteile von ihm, das sind die sechzehn Priester, die Ṛtvij; deshalb soll man keinen siebzehnten Priester einsetzen, damit es nicht zu einem Überschuss komme. Was aber hier an Essenz, was an Opfergaben dargebracht wird, das eben ist die siebzehnte Speise.

te yadā stuvate yadānuśaṃsati athāsminnetaṃ vaṣaṭkṛte juhoti vaugiti vā eṣa ṣaḍitīdaṃ ṣaḍvidhamannaṃ kṛtvāsmā apidadhātyātmasammitaṃ yadu vā ātmasammitamannaṃ tadavati tanna hinasti yadbhūyo hinasti tadyatkanīyo na tadavati

Wenn sie [die Priester] preisen, wenn sie hersagen, dann opfert er dabei, wenn der Vaṣaṭ-Ruf ertönt, [mit] „Vauṣaṭ!“ – denn „vauk“ bedeutet ja „sechs“ – nachdem er diese sechsfache Speise bereitet hat, bedeckt er ihn damit, nach seinem eigenen Selbst bemessen. Denn welche Speise nach dem eigenen Selbst bemessen ist, die nährt ihn; die schadet ihm nicht. Was zu viel ist, das schadet; was zu wenig ist, das nährt nicht.

sa eṣa evārkaḥ yo'yamagniścitastasyaitadannaṃ kyameṣa saumyo'dhvarastadarkyaṃ yajuṣṭa eṣa eva mahāṃstasyaitadannaṃ vrataṃ tanmahāvrataṃ sāmata eṣa u evoktasyaitadannaṃ thaṃ tadukthamṛktastadetadekaṃ sattredhākhyāyate sa etenānnena sahordhva udakrāmatsa yaḥ sa udakrāmadasau sa ādityo'tha yena tenānnena sahodakrāmadeṣa sa candramāḥ

Dieser geschichtete Agni ist eben dieser Arka; sein Speiseanteil ist dieser Kya-Anteil – dieser Soma-Opferritus; das ist der Arkya-Anteil – nach dem Yajus. Und er ist eben der Mahant; sein Speiseanteil ist dieser Vrata-Anteil; das ist das Mahāvrata – nach dem Sāman. Und er ist eben der Ukta; sein Speiseanteil ist dieser Tha-Anteil; das ist das Uktha – nach der Ṛc. So wird dieses eine [Wesen] als dreifach bezeichnet. Mit dieser Speise stieg er empor; er, der emporstieg, das ist jene Sonne dort; und mit welcher Speise er sonst emporstieg, das ist der Mond.

sa eṣa evārko ya eṣa tapati tasyaitadannaṃ kyameṣa candramāstadarkyaṃ yajuṣṭa eṣa eva mahāṃstasyaitadannaṃ vrataṃ tanmahāvrataṃ sāmata eṣa u evoktasyaitadannaṃ thaṃ tadukthamṛktastadetadekaṃ sattredhākhyāyata ityadhidevatam

Jene [Sonne], die hier brennt, ist eben dieser Arka; ihr Speiseanteil ist dieser Kya-Anteil – dieser Mond; das ist der Arkya-Anteil – nach dem Yajus. Und sie ist eben der Mahant; ihr Speiseanteil ist dieser Vrata-Anteil; das ist das Mahāvrata – nach dem Sāman. Und sie ist eben der Ukta; ihr Speiseanteil ist dieser Tha-Anteil; das ist das Uktha – nach der Ṛc. So wird dieses eine [Wesen] als dreifach bezeichnet – so viel zu den Gottheiten, dem Adhidevatam.

athādhyātmam prāṇo vā arkastasyānnameva kyaṃ tadarkyaṃ yajuṣṭaḥ prāṇa eva māhāṃstasyānnameva vrataṃ tanmahāvrataṃ sāmataḥ prāṇa u evoktasyānnameva thaṃ tadukthamṛktastadetadekaṃ sattredhākhyāyate sa eṣa evaiṣo'dhidevatamayamadhyātmam

Nun zum Selbst: der Atem eben ist der Arka; seine Speise ist eben der Kya-Anteil; das ist der Arkya-Anteil – nach dem Yajus. Und der Atem selbst ist der Mahant; seine Speise ist eben der Vrata-Anteil; das ist das Mahāvrata – nach dem Sāman. Und der Atem selbst ist der Ukta; seine Speise ist eben der Tha-Anteil; das ist das Uktha – nach der Ṛc. So wird dieses eine [Wesen] als dreifach bezeichnet. Dieses [Selbst] hier ist eben jene Gottheit dort; das ist das Selbst.

saṃvatsaro vai prajāpatiragniḥ somo rājā candramāḥ sa ha svayamevātmānam proce yajñavacase rājastambāyanāya yāvanti vāva me jyotīṃṣi tāvatyo ma iṣṭakā iti

Das Jahr, Saṃvatsara, ist ja Prajāpati; Agni; Soma, der König, ist der Mond. Er selbst sprach einst über sich selbst zu Yajñavacas Rājastambāyana: „So viele meine Lichter sind, so viele sind meine Ziegel.“

tasya vā etasya saṃvatsarasya prajāpateḥ sapta ca śatāni viṃśatiścāhorātrāṇi jyotīṃṣi tā iṣṭakāḥ ṣaṣṭiśca trīṇi ca śatāṇi pariśritaḥ ṣaṣṭiśca trīṇi ca śatāni yajuṣmatyaḥ so'yaṃ saṃvatsaraḥ prajāpatiḥ sarvāṇi bhūtāni sasṛje yacca prāṇi yaccāprāṇamubhayāndevamanuṣyāntsa sarvāṇi bhūtāni sṛṣṭvā riricāna-iva mene sa mṛtyorbibhayāṃ cakāra

Von diesem Jahr, Prajāpati, sind siebenhundertzwanzig die Tage und Nächte, die Lichter; das sind die Ziegel: dreihundertsechzig sind die Pariśrit-Umkreisungsziegel, dreihundertsechzig die Yajuṣmatī-Ziegel. Dieses Jahr, Prajāpati, schuf alle Geschöpfe, was atmet und was nicht atmet, sowohl Götter als auch Menschen; nachdem es alle Geschöpfe geschaffen hatte, fühlte es sich gleichsam entleert, vermindert; es geriet in Furcht vor dem Tod.

sa hekṣāṃ cakre kathaṃ nvahamināni sarvāṇi bhūtāni punarātmannāvapeya punarātmandadhīya kathaṃ nvahamevaiṣāṃ sarveṣām bhūtānām punarātmā syāmiti

Da überlegte es: „Wie könnte ich diese alle Geschöpfe wieder in mich selbst hineingießen, wieder in mich selbst legen? Wie könnte ich eben wieder das Selbst all dieser Geschöpfe werden?“

sa dvedhātmānaṃ vyauhat ṣaṣṭiśca trīṇi ca śatānyanyatarasyeṣṭakā abhavannevamanyatarasya sa na vyāpnot

Es teilte sich selbst in zwei; dreihundertsechzig wurden die Ziegel der einen [Hälfte], ebenso viele der anderen. Es gelang ihm noch nicht.

trīnātmano'kuruta tisrastisro'śītaya ekaikasyeṣṭakā abhavantsa naiva vyāpnot

Es machte sich selbst zu drei; jeweils zweihundertvierzig wurden die Ziegel eines jeden. Es gelang ihm noch nicht.

catura ātmano'kuruta aśītiśateṣṭakāntsa naiva vyāpnot

Es machte sich selbst zu vier; jeweils hundertachtzig Ziegel. Es gelang ihm noch nicht.

pañcātmano'kuruta catuścatvāriṃśaṃ śatamekaikasyeṣṭakā abhavantsa naiva vyāpnot

Es machte sich selbst zu fünf; jeweils hundertvierundvierzig wurden die Ziegel eines jeden. Es gelang ihm noch nicht.

ṣaḍātmano'kuruta viṃśatiśateṣṭakāntsa naiva vyāpnonna saptadhā vyabhavat

Es machte sich selbst zu sechs; jeweils hundertzwanzig Ziegel. Es gelang ihm noch nicht, und in sieben teilte es sich nicht [da nicht aufgehend].

aṣṭāvātmano'kuruta navatīṣṭakāntsa naiva vyāpnot

Es machte sich selbst zu acht; jeweils neunzig Ziegel. Es gelang ihm noch nicht.

navātmano'kuruta aśītīṣṭakāntsa naiva vyāpnot

Es machte sich selbst zu neun; jeweils achtzig Ziegel. Es gelang ihm noch nicht.

daśātmano'kuruta dvāsaptatīṣṭakānsa naiva vyāpnonnaikādaśadhā vyabhavat

Es machte sich selbst zu zehn; jeweils zweiundsiebzig Ziegel. Es gelang ihm noch nicht, und in elf teilte es sich nicht.

dvādaśātmano'kuruta ṣaṣṭīṣṭakāntsa naiva vyāpnonna trayodaśadhā vyabhavanna caturdaśadhā

Es machte sich selbst zu zwölf; jeweils sechzig Ziegel. Es gelang ihm noch nicht, und in dreizehn teilte es sich nicht, auch nicht in vierzehn.

pañcadaśātmano'kuruta aṣṭācatvāriṃśadiṣṭakāntsa naiva vyāpnot

Es machte sich selbst zu fünfzehn; jeweils achtundvierzig Ziegel. Es gelang ihm noch nicht.

ṣoḍaśātmano'kuruta pañcacatvāriṃśadiṣṭakāntsa naiva vyāpnonna saptadaśadhā vyabhavat

Es machte sich selbst zu sechzehn; jeweils fünfundvierzig Ziegel. Es gelang ihm noch nicht, und in siebzehn teilte es sich nicht.

aṣṭādaśātmano'kuruta catvāriṃśadiṣṭakāntsa naiva vyāśnonnaikāṃ na viṃśatidhā vyabhavat

Es machte sich selbst zu achtzehn; jeweils vierzig Ziegel. Es gelang ihm noch nicht [Anm.: die folgende Zahlenfolge ist im Quelltext nicht vollständig eindeutig], und in neunzehn teilte es sich nicht, [zunächst auch] nicht in zwanzig.

viṃśatimātmano'kuruta ṣaṭtriṃśadiṣṭakāntsa naiva vyāpnonnaikaviṃśatidhā vyabhavanna dvāviṃśatidhā na trayoviṃśatidhā

Es machte sich selbst zu zwanzig; jeweils sechsunddreißig Ziegel. Es gelang ihm noch nicht, und in einundzwanzig teilte es sich nicht, auch nicht in zweiundzwanzig, auch nicht in dreiundzwanzig.

caturviṃśatimātmano'kuruta triṃśadiṣṭakāntso'trātiṣṭhata pañcadaśe vyūhe tadyatpañcadaśe vyūhe'tiṣṭhata tasmātpañcadaśāpūryamāṇasya rūpāṇi pañcadaśāpakṣīyamāṇasya

Es machte sich selbst zu vierundzwanzig; jeweils dreißig Ziegel. Hier kam es zur Ruhe, bei der fünfzehnten Anordnung, dem Vyūha. Dass es bei der fünfzehnten Anordnung zur Ruhe kam, deshalb gibt es fünfzehn Gestalten des zunehmenden [Mondes], fünfzehn des abnehmenden.

atha yaccaturviṃśatimātmano'kuruta tasmāccaturviṃśatyardhamāsaḥ saṃvatsaraḥ sa etaiścaturviṃśatyā triṃśadiṣṭakairātmabhirna vyabhavatsa pañcadaśāhno rūpāṇyapaśyadātmanastanvo muhūrtālokampṛṇāḥ pañcadaśaiva rātrestadyanmuhu trāyante tasmānmuhurtā atha yatkṣudrāḥ santa imāṃlokānāpūrayanti tasmāllokampṛṇāḥ

Und dass es sich selbst zu vierundzwanzig [Teilen] machte, deshalb besteht das Jahr aus vierundzwanzig Halbmonaten. Mit diesen vierundzwanzig Selbsten zu je dreißig Ziegeln gelang es ihm noch nicht vollständig. Da sah es die Gestalten des fünfzehntägigen [Zeitraums] seines eigenen Leibes als die Muhūrtas, die „Weltfüller“, die Lokampṛṇās – fünfzehn für den Tag, ebenso fünfzehn für die Nacht. Weil sie „im Nu schützen“, muhu trāyante, deshalb heißen sie Muhūrtas; und weil sie, klein seiend, diese Welten anfüllen, deshalb heißen sie Lokampṛṇas, „Weltfüller“.

eṣa vā idaṃ sarvam pacati ahorātrairardhamāsairmāsairṛtubhiḥ saṃvatsareṇa tadamunā pakvamayam pacati pakvasya pakteti ha smāha bhāradvājo'gnimamunā hi pakvamayam pacatīti

Es eben kocht, bereitet all dies hier durch die Tage und Nächte, durch die Halbmonate, durch die Monate, durch die Jahreszeiten, durch das Jahr; und damit kocht es das bereits Gekochte, ein Kocher des Gekochten – so pflegte Bhāradvāja von Agni zu sagen, denn damit kocht er ja das bereits Gekochte.

tāni saṃvatsare daśa ca sahasrāṇyaṣṭau ca śatāni samapadyanta so'trātiṣṭhata daśasu ca sahasreṣvaṣṭāsu ca śateṣu

Diese [Muhūrtas] beliefen sich im Jahr auf zehntausend und achthundert. Dort kam es zur Ruhe, bei zehntausend und achthundert.

atha sarvāṇi bhūtāni paryaikṣat sa trayyāmeva vidyāyāṃ sarvāṇi bhūtānyapaśyadatra hi sarveṣāṃ candasāmātmā sarveṣāṃ stomānāṃ sarveṣām prāṇānāṃ sarveṣāṃ devānāmetadvā astyetaddhyamṛtaṃ yaddhyamṛtaṃ taddhyastyetadu tadyanmartyam

Dann überblickte es alle Geschöpfe; es sah alle Geschöpfe eben in der dreifachen Erkenntnis, der Trayī Vidyā, [enthalten]. Denn hier ist das Selbst aller Versmaße, aller Stomas, aller Atemkräfte, aller Götter; dies eben ist, denn dies ist unsterblich; und was unsterblich ist, das eben ist; und dies eben ist auch das, was sterblich ist.

sa aikṣata prajāpatiḥ trayyāṃ vāva vidyāyāṃ sarvāṇi bhūtāni hanta trayomeva vidyāmātmānamabhisaṃskaravā iti

Da überlegte Prajāpati: „In der dreifachen Erkenntnis sind ja alle Geschöpfe [enthalten]; wohlan, lasst mich mich selbst eben als diese dreifache Erkenntnis gestalten.“

sa ṛco vyauhat dvādaśa bṛhatīsahasrāṇyetāvatyo harco yāḥ prajāpatisṛṣṭāstāstriṃśattame vyūhe paṅktiṣvatiṣṭhanta tā yattriṃśattame vyūhe'tiṣṭhanta tasmāttriṃśanmāsasya rātrayo'tha yatpaṅktiṣu tasmātpāṅktaḥ prajāpatistā aṣṭāśataṃ śatāni paṅktayo'bhavan

Es verteilte die Ṛc-Verse: zwölftausend Bṛhatī-Einheiten – so viele Ṛc-Verse waren es, die von Prajāpati geschaffen wurden. Diese kamen bei der dreißigsten Anordnung in Paṅkti-Gruppen zur Ruhe. Dass sie bei der dreißigsten Anordnung zur Ruhe kamen, deshalb hat ein Monat dreißig Nächte; und weil sie in Paṅktis [zur Ruhe kamen], deshalb ist Prajāpati pāṅkta, fünffach. Diese wurden zu achthundert [Paṅkti-]Gruppen [Anm.: Zahlwort-Lesart unsicher].

athetarau vedau vyauhat dvādaśaiva bṛhatīsahasrāṇyaṣṭau yajuṣāṃ catvāri sāmnāmetāvaddhaitayorvedayoryatprajāpatisṛṣṭaṃ tau triṃśattame vyūhe paṅktiṣvatiṣṭhetāṃ tau yattriṃśattame vyūhe'tiṣṭhetāṃ tasmāttriṃśanmāsasya rātrayo'tha yatpaṅktiṣu tasmātpāṅktaḥ prajāpatistā aṣṭāśatameva śatāni paṅktayo'bhavan

Dann verteilte es die beiden anderen Veden: insgesamt zwölftausend Bṛhatī-Einheiten – achttausend der Yajus-Formeln, viertausend der Sāman-Gesänge; so viel wurde von Prajāpati aus diesen beiden Veden geschaffen. Diese beiden kamen bei der dreißigsten Anordnung in Paṅkti-Gruppen zur Ruhe. Dass sie bei der dreißigsten Anordnung zur Ruhe kamen, deshalb hat ein Monat dreißig Nächte; und weil sie in Paṅktis [zur Ruhe kamen], deshalb ist Prajāpati pāṅkta, fünffach. Diese wurden ebenfalls zu achthundert [Paṅkti-]Gruppen.

te sarve trayo vedāḥ daśa ca sahasrāṇyaṣṭau ca śatānyaśītonāmabhavantsa muhūrtena-muhūrtenāśītimāpnonmuhūrtena-muhūrtenāśītiḥ samapadyata

Alle diese drei Veden zusammen beliefen sich auf zehntausend achthundert, vermindert um achtzig. Auf je einen Muhūrta erlangte es je achtzig [Verse]; auf je einen Muhūrta kamen je achtzig zusammen [Anm.: genaue Zählweise nicht vollständig nachvollziehbar].

sa es-u triṣu lokeṣūkhāyām yonau reto bhūtamātmānamasiñcaccandomayaṃ stomamayam prāṇamayaṃ devatāmayaṃ tasyārdhamāse prathama ātmā samaskriyata davīyasi paro davīyasi paraḥ saṃvatsara eva sarvaḥ kṛtsnaḥ samaskriyata

Es goss sich, in diesen drei Welten, zu Samen geworden, in den Mutterschoß, in die Ukhā – aus Versmaß bestehend, aus Stoma bestehend, aus Atem bestehend, aus Gottheit bestehend. In einem Halbmonat wurde das erste Selbst bereitet, [dann] weiter entfernt und weiter entfernt, [immer] ferner und ferner – in einem ganzen Jahr erst wurde das gesamte, vollständige [Selbst] bereitet.

tadyatpariśritamupādhatta tadrātrimupādhatta tadanu pañcadaśa muhūrtānmuhūrtānanu pañcadaśāśītīratha yadyajuṣmatīmupādhatta tadaharupādhatta tadanu pañcadaśa muhūrtānmuhūrtānanu pañcadaśāśītīrevametāṃ trayīṃ vidyāmātmannāvapatātmannakuruta so'traiva sarveṣām bhūtānāmātmābhavaccandomaya stomamayaḥ prāṇamayo devatāmayaḥ sa etanmaya eva bhūtvordhva udakrāmatsa yaḥ sa udakrāmadeṣa sa candramāḥ

Was es dabei als Pariśrit-Ziegel niederlegte, das legte es als Nacht nieder; darauf folgend fünfzehn Muhūrtas, und auf jeden Muhūrta folgend fünfzehn mal achtzig [Verse]. Und was es als Yajuṣmatī-Ziegel niederlegte, das legte es als Tag nieder; darauf folgend fünfzehn Muhūrtas, und auf jeden Muhūrta folgend fünfzehn mal achtzig [Verse]. So goss es diese dreifache Erkenntnis in sich selbst hinein, machte sie in sich selbst. Dort eben wurde es das Selbst aller Geschöpfe – aus Versmaß bestehend, aus Stoma bestehend, aus Atem bestehend, aus Gottheit bestehend. Nachdem es ganz aus diesem allein geworden war, stieg es empor; es, das emporstieg, das ist dieser Mond.

tasyaiṣā pratiṣṭhā ya eṣa tapatyetasmādevādhyacīyataitasminnadhyacīyatātmana evainaṃ tanniramimītātmanaḥ prājanayat

Seine Stütze, seine Grundlage, ist jene [Sonne], die hier brennt; von dieser aus wurde er eben aufgeschichtet, auf diese wurde er aufgeschichtet; aus seinem eigenen Selbst formte er ihn eben so, zeugte ihn aus seinem eigenen Selbst.

sa yadagniṃ ceṣyamāṇo dīkṣate yathaiva tatprajāpatireṣu triṣu lokeṣūkhāyāṃ yonau reto bhūtamātmānamasiñcadevamevaiṣa etadātmānamukhāyāṃ yonau reto bhūtaṃ siñcati candomayaṃ stomamayam prāṇamayaṃ devatāmayaṃ tasyārdhamāse prathama ātmā saṃskriyate davīyasi paro davīyasi paraḥ saṃvatsara eva sarvaḥ kṛtsnaḥ saṃskriyate

Wenn nun dieser [Opferer], im Begriff, Agni aufzuschichten, sich weiht, so wie eben jener Prajāpati sich, in diesen drei Welten, zu Samen geworden, in den Mutterschoß, in die Ukhā, goss, ebenso gießt auch dieser hier sich selbst, zu Samen geworden, in den Mutterschoß, in die Ukhā – aus Versmaß bestehend, aus Stoma bestehend, aus Atem bestehend, aus Gottheit bestehend. In einem Halbmonat wird das erste Selbst bereitet, [dann] weiter entfernt und weiter entfernt, [immer] ferner und ferner – in einem ganzen Jahr erst wird das gesamte, vollständige [Selbst] bereitet.

tadyatpariśritamupadhatte tadrātrimupadhatte tadanu pañcadaśa muhūrtānmuhūrtānanu pañcadaśāśītīratha yadyajuṣmatīmupadhatte tadaharupadhatte tadanu pañcadaśa mūhūrtānmuhūrtānanu pañcadaśāśītīrevametāṃ trayīṃ vidyāmātmannāvapata ātmankurute so'traiva sarveṣām bhūtānāmātmā bhavati candomaya stomamayaḥ prāṇamayo devatāmayaḥ sa etanmaya eva bhūtvordhva utkrāmati

Was er dabei als Pariśrit-Ziegel niederlegt, das legt er als Nacht nieder; darauf folgend fünfzehn Muhūrtas, und auf jeden Muhūrta folgend fünfzehn mal achtzig [Verse]. Und was er als Yajuṣmatī-Ziegel niederlegt, das legt er als Tag nieder; darauf folgend fünfzehn Muhūrtas, und auf jeden Muhūrta folgend fünfzehn mal achtzig [Verse]. So gießt er diese dreifache Erkenntnis in sich selbst hinein, macht sie in sich selbst. Dort eben wird er das Selbst aller Geschöpfe – aus Versmaß bestehend, aus Stoma bestehend, aus Atem bestehend, aus Gottheit bestehend. Nachdem er ganz aus diesem allein geworden ist, steigt er empor.

tasyaiṣā pratiṣṭhā ya eṣa tapatyetasmādvevādhicīyata etasminnadhicīyata ātmana evainaṃ tannirmimīta ātmanaḥ prajanayati sa yadaivaṃvidasmāllokātpraityathaitamevātmānamabhisambhavati candomayam prāṇamayaṃ devatāmayaṃ sa etanmaya eva bhūtvordhva utkrāmati ya evaṃ vidvānetatkarma kurute yo vaitadevaṃ veda

Seine Stütze ist jene [Sonne], die hier brennt; von dieser aus wird er eben aufgeschichtet, auf diese wird er aufgeschichtet; aus seinem eigenen Selbst formt er ihn eben so, zeugt ihn aus seinem eigenen Selbst. Wer so wissend aus dieser Welt scheidet, der erlangt eben dieses selbe Selbst – aus Versmaß bestehend, aus Atem bestehend, aus Gottheit bestehend. Nachdem er ganz aus diesem allein geworden ist, steigt er empor – wer so wissend diesen Ritus vollzieht, wer eben so weiß.

eṣa vai mṛtyuryatsaṃvatsaraḥ eṣa hi martyānāmahorātrābhyāmāyuḥ kṣiṇotyatha mriyante tasmādeṣa eva mṛtyuḥ sa yo haitam mṛtyuṃ saṃvatsaraṃ veda na hāsyaiṣa purā jaraso'horātrābhyāmāyuḥ kṣiṇoti sarvaṃ haivāyureti

Dieses hier, das Jahr, ist eben der Tod; denn dieses mindert ja durch Tage und Nächte die Lebenszeit der Sterblichen, und dann sterben sie. Deshalb ist eben dieses der Tod. Wer diesen Tod, das Jahr, kennt, dem mindert dieses nicht vor dem Greisenalter durch Tage und Nächte die Lebenszeit; er erlangt eben die volle Lebenszeit.

eṣa u evāntakaḥ eṣa hi martyānāmahorātrābhyāmāyuṣo'ntaṃ gacatyatha mriyante tasmādeṣa evāntakaḥ sa yo haitamantakam mṛtyuṃ saṃvatsaraṃ veda na hāsyaiṣa purā jaraso'horātrābhyāmāyuṣo'ntaṃ gacati sarvaṃ haivāyureti

Dieses ist auch eben der Vollender, der Antaka; denn dieses bringt ja durch Tage und Nächte die Lebenszeit der Sterblichen zu ihrem Ende, und dann sterben sie. Deshalb ist eben dieses der Vollender. Wer diesen Vollender, diesen Tod, das Jahr, kennt, dem bringt dieses nicht vor dem Greisenalter durch Tage und Nächte die Lebenszeit zu ihrem Ende; er erlangt eben die volle Lebenszeit.

te devāḥ etasmādantakānmṛtyoḥ saṃvatsarātprajāpaterbibhayāṃ cakruryadvai no'yamahorātrābhyāmāyuṣo'ntaṃ na gacediti

Die Götter fürchteten diesen Vollender, diesen Tod, das Jahr, Prajāpati, [im Gedanken]: „Möge dieser hier nicht durch Tage und Nächte unsere Lebenszeit zu ihrem Ende bringen.“

ta etānyajñakratūṃstenire agnihotraṃ darśapūrṇamāsau cāturmāsyāni paśubandhaṃ saumyamadhvaraṃ ta etairyajñakratubhiryajamānā nāmṛtatvamānaśire

Sie ersannen diese Opferriten: das Agnihotra, die Neumond- und Vollmond-Opfer, die Cāturmāsya-Vierteljahresopfer, das Tieropfer, den Soma-Opferritus. Mit diesen Opferriten opfernd, erlangten sie die Unsterblichkeit nicht.

te hāpyagniṃ cikyire te'parimitā eva pariśrita upadadhuraparimitā yajuṣmatīraparimitā lokampṛṇā yathedamapyetarhyeka upadadhatīti devā akurvanniti te ha naivāmṛtatvamānaśire

Sie schichteten auch Agni auf; sie legten die Pariśrit-Ziegel in unbegrenzter Zahl nieder, die Yajuṣmatī-Ziegel unbegrenzt, die Lokampṛṇā-Ziegel unbegrenzt – so wie auch jetzt manche sie noch ohne feste Zahl niederlegen, [im Gedanken:] „So machten es die Götter.“ Dennoch erlangten sie die Unsterblichkeit nicht.

te'rcantaḥ śrāmyantaśceruḥ amṛtatvamavarurutsamānāstānha prajāpatiruvāca na vai me sarvāṇi rūpāṇyupadhatthāti vaiva recayatha na vābhyāpayatha tasmānnāmṛtā bhavatheti

Sie zogen umher, priesen und mühten sich ab, nach der Unsterblichkeit strebend. Da sprach Prajāpati zu ihnen: „Ihr legt nicht alle meine Gestalten nieder; ihr lasst etwas aus oder fügt zu viel hinzu; deshalb werdet ihr nicht unsterblich.“

te hocuḥ tebhyo vai nastvameva tadbrūhi yathā te sarvāṇi rūpāṇyupadadhāmeti

Sie sprachen: „So sage du selbst uns, wie wir alle deine Gestalten niederlegen sollen.“

sa hovāca ṣaṣṭiṃ ca trīṇi ca śatāni pariśrita upadhatta ṣaṣṭiṃ ca trīṇi ca śatāni yajuṣmatīradhi ṣaṭtriṃśatamatha lokampṛṇā daśa ca sahasrāṇyaṣṭau ca śatānyupadhattātha me sarvāṇi rūpāṇyupadhāsyathāthāmṛtā bhaviṣyatheti te ha tathā devā upadadhustato devā amṛtā āsuḥ

Da sprach er: „Legt dreihundertsechzig Pariśrit-Ziegel nieder; dreihundertsechzig Yajuṣmatī-Ziegel, dazu noch sechsunddreißig weitere; und legt zehntausendachthundert Lokampṛṇā-Ziegel nieder; dann werdet ihr alle meine Gestalten niedergelegt haben, und dann werdet ihr unsterblich sein.“ Die Götter legten sie dementsprechend nieder, und daraufhin wurden die Götter unsterblich.

sa mṛtyurdevānabravīt itthameva sarve manuṣyā amṛtā bhaviṣyantyatha ko mahyam bhāgo bhaviṣyatīti te hocurnāto'paraḥ kaścana saha śarīreṇāmṛto'sadyadaiva tvametam bhāgaṃ harāsā atha vyāvṛtya śarīreṇāmṛto'sadyo'mṛto'sadvidyayā vā karmaṇā veti yadvai tadabruvanvidyayā vā karmaṇā vetyeṣā haiva sā vidyā yadagniretadu haiva tatkarma yadagniḥ

Da sprach der Tod zu den Göttern: „Auf genau diese Weise werden nun auch alle Menschen unsterblich werden; welcher Anteil wird dann mir zufallen?“ Sie sprachen: „Von nun an wird niemand mehr samt dem Leib unsterblich sein; erst wenn du diesen [leiblichen] Anteil genommen hast, wird er, davon abgewandt, unsterblich sein – sei es durch Erkenntnis, sei es durch Ritushandlung, wer auch immer unsterblich wird, wird durch Erkenntnis oder durch Ritushandlung unsterblich.“ Was sie damit sagten, „durch Erkenntnis oder durch Ritushandlung“ – eben diese Erkenntnis ist das, was Agni ist, und eben diese Ritushandlung ist ebenfalls das, was Agni ist.

te ya evametadviduḥ ye vaitatkarma kurvate mṛtvā punaḥ sambhavanti te sambhavanta evāmṛtatvamabhisambhavantyatha ya evaṃ na vidurye vaitatkarma na kurvate mṛtvā punaḥ sambhavanti ta etasyaivānnam punaḥ-punarbhavanti

Diejenigen, die dies so wissen, und die, die diese Ritushandlung vollziehen, entstehen, gestorben, wieder neu; im Neuentstehen erlangen sie eben die Unsterblichkeit. Diejenigen aber, die dies nicht wissen, und die diese Ritushandlung nicht vollziehen, entstehen, gestorben, zwar auch wieder neu, werden aber eben immer wieder von neuem zur Speise dieses [Todes].

sa yadagniṃ cinute etameva tadantakam mṛtyuṃ saṃvatsaram prajāpatimagnimāpnoti yaṃ devā āpnuvannetamupadhatte yathaivainamado devā upādadhata

Wenn er nun Agni schichtet, erlangt er eben diesen selben Vollender, den Tod, das Jahr, Prajāpati, Agni, den die Götter erlangten; er legt ihn genau so nieder, wie ihn damals die Götter niederlegten.

pariśridbhirevāsya rātrīrāpnoti yajuṣmatībhirahānyardhamāsānmāsānṛtūṃlokamṛṇābhirmuhūrtān

Mit den Pariśrit-Ziegeln eben erlangt er dessen Nächte; mit den Yajuṣmatī-Ziegeln die Tage; [damit] die Halbmonate, die Monate, die Jahreszeiten; mit den Lokampṛṇā-Ziegeln die Muhūrtas.

tadyāḥ pariṣritaḥ rātrilokāstā rātrīṇāmeva sāptiḥ kriyate rātrīṇām pratimā tāḥ ṣaṣṭiśca trīṇi ca śatāni bhavanti ṣaṣṭiśca ha vai trīṇi ca śatāni saṃvatsarasya rātrayastāsāmekaviṃśatiṃ gārhapatye pariśrayati dvābhyāṃ nāśītiṃ dhiṣṇyeṣu dve ekaṣaṣṭe śate āhavanīye

Von den Pariśrit-Ziegeln, die die Stätte der Nächte sind, wird eben eine Entsprechung zu den Nächten hergestellt, ein Abbild der Nächte; diese belaufen sich auf dreihundertsechzig, denn dreihundertsechzig sind ja die Nächte des Jahres. Von diesen umgibt er einundzwanzig am Gārhapatya, achtundsiebzig an den Dhiṣṇyas, zweihunderteinundsechzig am Āhavanīya.

atha yajuṣmatyaḥ darbhastambo logeṣṭakāḥ puṣkaraparṇaṃ rukmapuruṣau srucau svayamātṛṇā dūrveṣṭakā dviyajū retaḥsicau viśvajyotirṛtavye aṣāḍhā kūrma ulūkhalamusale ukhā pañca paśuśīrṣaṇi pañcadaśāpasyāḥ pañca candasyāḥḥ

Nun die Yajuṣmatī-Ziegel [der ersten Schicht]: der Darbhagras-Büschel-Ziegel, die Loga-Klumpen-Ziegel, das Lotusblatt, die Goldscheibe und der Puruṣa, die beiden Opferlöffel, der Svayamātṛṇā-Ziegel, der Dūrvāgras-Ziegel, die beiden Dviyajus-Ziegel, die beiden Samenausgieß-Ziegel, der Viśvajyotis, die beiden Jahreszeiten-Ziegel, die Aṣāḍhā-Ziegel, die Schildkröte, Mörser und Stößel, die Ukhā, fünf Tierkopf-Ziegel, fünfzehn wassergeborene Ziegel, fünf versmaßbenannte Ziegel.

atha dvitīyā pañcāśvinyo dve ṛtavye pañca vaiśvadevyaḥ pañca prāṇabhṛtaḥ pañcāpasyā ekayā na viṃśatirvayasyāstā ekacatvāriṃśaddvitīyā citiḥ

Nun die zweite [Schicht]: fünf Aśvinī-Ziegel, zwei Jahreszeiten-Ziegel, fünf Allgötter-Ziegel, fünf atemtragende Ziegel, fünf wassergeborene Ziegel, neunzehn vogelbenannte Ziegel – diese [macht] einundvierzig: die zweite Schicht.

atha tṛtīyā svayamātṛṇā pañca diśyā viśvajyotiścatasra ṛtavyā daśa prāṇabhṛtaḥ ṣaṭtriṃśaccandasyāścaturdaśa vālakhilyāstā ekasaptatistṛtīyā citiḥ

Nun die dritte [Schicht]: der Svayamātṛṇā-Ziegel, fünf Richtungs-Ziegel, der Viśvajyotis, vier Jahreszeiten-Ziegel, zehn atemtragende Ziegel, sechsunddreißig versmaßbenannte Ziegel, vierzehn Vālakhilya-Ziegel – diese [macht] einundsiebzig: die dritte Schicht.

atha caturthī aṣṭādaśa prathamā atha dvādaśātha saptadaśa tāḥ saptacatvāriṃśaccaturthī citiḥ

Nun die vierte [Schicht]: achtzehn erste [Ziegel], dann zwölf, dann siebzehn – diese [macht] siebenundvierzig: die vierte Schicht.

atha pañcamī pañcāsapatnāścatvāriṃśadvirāja ekayā na triṃśatstomabhāgāḥ pañca nākasadaḥ pañca pañcacūḍā ekatriṃśaccandasyā aṣṭau gārhapatyo citiraṣṭau punaścitirṛtavye viśvajyotirvikarṇī ca svayamātṛṇā cāśmā pṛśniryaścite'gnirnidhīyate tā aṣṭātriṃśaṃ śatam pañcamī citiḥ

Nun die fünfte [Schicht]: fünf rivalitätslose Ziegel, vierzig Virāj-Ziegel, neunundzwanzig Stoma-Anteil-Ziegel, fünf Nākasad-Ziegel, fünf fünfgipfelige Ziegel, einunddreißig versmaßbenannte Ziegel, acht der Gārhapatya-Schicht, acht der Wiederschichtung, zwei Jahreszeiten-Ziegel, der Viśvajyotis, der Vikarṇī- und der Svayamātṛṇā-Ziegel, der gesprenkelte Stein, der Aśmā Pṛśni, auf den der [rituelle] Agni gelegt wird [Anm.: die Einzelposten summieren sich nicht exakt auf die genannte Gesamtzahl, vermutlich Zählweisen-Überschneidung im Quelltext] – diese [macht] hundertachtunddreißig: die fünfte Schicht.

tāḥ sarvāḥ pañcabhirna catvāri śatāni tayo yāḥ ṣaṣṭiśca trīṇi ca śatānyaharlokāstā ahnāmeva sāptiḥ kriyate'hnām pratimā tāḥ ṣaṣṭiśca trīṇi ca śatāni bhavanti ṣaṣṭiśca ha vai trīṇi ca śatāni saṃvatsarasyāhānyatha yāḥ ṣaṭtriṃśatpurīṣaṃ tāsāṃ ṣaṭtriṃśī tato yāścaturviṃśatirardhamāsalokāstā ardhamāsānāmeva sāptiḥ kriyate'rdhamāsānām pratimātha yā dvādaśa māsalokāstā māsānāmeva sāptiḥ kriyate māsānām pratimā tā u dva-dve sahartulokā ṛtūnāmaśūnyatāyai

Alle diese zusammen sind dreihundertfünfundneunzig. Von ihnen sind diejenigen, die die Stätte des Tages sind, dreihundertsechzig; von diesen wird eben eine Entsprechung zu den Tagen hergestellt, ein Abbild der Tage; diese belaufen sich auf dreihundertsechzig, denn dreihundertsechzig sind ja die Tage des Jahres. Dann sind diejenigen, die sechsunddreißig sind, die Purīṣa-Zahl; von ihnen [gibt es] die sechsunddreißigfache [Zählung]. Dann sind diejenigen, die vierundzwanzig sind, die Stätte der Halbmonate; von diesen wird eben eine Entsprechung zu den Halbmonaten hergestellt, ein Abbild der Halbmonate. Dann sind diejenigen, die zwölf sind, die Stätte der Monate; von diesen wird eben eine Entsprechung zu den Monaten hergestellt, ein Abbild der Monate; und diese kommen je zwei und zwei zusammen als Stätte der Jahreszeiten, damit die Jahreszeiten nicht leer bleiben.

atha yā lokampṛṇāḥ muhurtalokāstā muhūrtānāmeva sāptiḥ kriyate muhūrtānām pratimā tā daśa ca sahasrāṇyaṣṭau ca śatāni bhavantyetāvanto hi saṃvatsarasya muhūrtāstāsāmekavih+śatiṃ gārhapatya upadadhāti dvābhyāṃ nāśītiṃ dhiṣṇyeṣvāhavanīya itarā etāvanti vai saṃvatsarasya rūpāṇi tānyasyātrāptānyupahitāni bhavanti

Nun die Lokampṛṇā-Ziegel, die die Stätte der Muhūrtas sind: von ihnen wird eben eine Entsprechung zu den Muhūrtas hergestellt, ein Abbild der Muhūrtas; diese belaufen sich auf zehntausendachthundert, denn so viele sind ja die Muhūrtas des Jahres. Von diesen legt er einundzwanzig am Gārhapatya nieder, achtundsiebzig an den Dhiṣṇyas, die übrigen am Āhavanīya. So viele eben sind die Gestalten des Jahres; diese werden ihm hier vollständig erlangt, niedergelegt.

taddhaike āhavanīya evaitāṃ sampadamāpipayiṣantyanye vā ete'gnayaścitāḥ kimanyatropahitā iha sampaśyemeti na tathā kuryāddaśa vā etānagnīṃścinute'ṣṭau dhiṣṇyānāhavanīyaṃ ca gārhapatyaṃ ca tasmādāhurvirāḍagniriti daśākṣarā hi virāṭ tānnu sarvānekamivaivācakṣate'gnirityetasya hyevaitāni sarvāṇi rūpāṇi yathā saṃvatsarasyāhorātrāṇyardhamāsā māsā ṛtava evamasyaitāni sarvāṇi rūpāṇi

Dazu wollen manche diese Entsprechung nur auf den Āhavanīya beschränken, [im Gedanken:] „Diese anderen Feuer sind ja auch geschichtet – warum sollten wir sie anderswo niedergelegt sehen, lasst es uns hier [allein] sehen“ – so sollte man nicht verfahren; denn er schichtet ja diese zehn Feuer: die acht Dhiṣṇyas, den Āhavanīya und den Gārhapatya. Deshalb sagen sie: „Agni ist Virāj“ – denn zehnsilbig ist die Virāj. Alle diese zusammen nennen sie dennoch mit dem einen Namen „Agni“; denn all diese sind eben seine Gestalten – so wie die Tage und Nächte, die Halbmonate, die Monate, die Jahreszeiten Gestalten des Jahres sind, so sind all diese seine Gestalten.

te ye ha tathā kurvanti etāni hāsya te rūpāṇi bahirdhā kurvantyatho pāpavasyasaṃ kurvanti kṣatrāya viśam pratipratinīm pratyudyāminīmāgnīdhrīye vā aśmānam pṛśnimupadadhātyatha taṃ sampaśyati kimu taṃ sampaśyannitarā na sampaśyedyenaiva nirṛtim pāpmānamapahate sa ekādaśaḥ

Diejenigen, die so verfahren, die machen damit diese seine Gestalten zu ausgeschlossenen, äußeren, und sie verschlimmern es überdies – sie setzen die Viś, das Volk, gegen die Kṣatra-Macht auf, widerspenstig und sich widersetzend. Am Āgnīdhra-Herd legt er den gesprenkelten Stein nieder; dann blickt er ihn an – warum sollte er, indem er diesen anblickt, nicht auch die anderen anblicken – durch den er eben Nirṛti, das Übel, abwehrt; das ist der elfte [Gegenstand].

tadāhuḥ kathamu tā atra na sampaśyatīti na hyenā abhijuhotyāhutyā vā iṣṭakā sarvā kṛtsnā bhavatīti

Dazu sagen sie: „Wie kommt es, dass er jene [anderen] dabei nicht anblickt?“ – weil er nicht über sie hinweg opfert; denn durch die Opfergabe werden ja alle Ziegel vollständig, vollendet.

tadāhuḥ kathamasyaitā anatiriktā upahitā bhavantīti vīryaṃ vā asyaitā anatiriktaṃ vai puruṣaṃ vīryaṃ sa ha vā etaṃ sarvaṃ kṛtsnam prajāpatiṃ saṃskaroti ya evaṃ vidvānetatkarma kurute yo vaitadevaṃ veda

Dazu sagen sie: „Wie kommt es, dass diese ihm ohne Überschuss niedergelegt werden?“ – diese sind ja seine Kraft, sein Vīrya; Kraft ist ja nichts, was über den Puruṣa hinausginge. Er stellt damit eben diesen ganzen, vollständigen Prajāpati wieder her – wer so wissend diesen Ritus vollzieht, wer eben so weiß.

prajāpatiṃ vai prajāḥ sṛjamānam pāpmā mṛtyurabhiparijaghāna sa tapo'tapyata sahasraṃ saṃvatsarānpāpmānaṃ vijihāsan

Das Übel, der Tod, überfiel Prajāpati, als er die Geschöpfe schuf. Da übte er Glut, Tapas, tausend Jahre lang, um das Übel abzulegen.

tasya tapastepānasya ebhyo lomagartebhya ūrdhvāni jyotīṃṣyāyaṃstadyāni tāni jyotīṃṣyetāni tāni nakṣatrāṇi yāvantyetāni nakṣatrāṇi tāvanto lomagartā yāvanto lomagartāstāvantaḥ sahasrasaṃvatsarasya muhūrtāḥ

Während er die Glut übte, gingen aus diesen seinen Haarporen Lichter nach oben; jene Lichter sind diese Sterne, die Nakṣatras. So viele diese Sterne sind, so viele sind die Haarporen; und so viele die Haarporen sind, so viele sind die Muhūrtas des tausendjährigen [Zeitraums].

sa sahasratame saṃvatsare sarvo'tyapavata sa yaḥ so'tyapavatāyameva sa vāyuryo'yam pavate'tha yaṃ tam pāpmānamatyapavatedaṃ tacarīraṃ ka u tasmai manuṣyo yaḥ sahasrasaṃvatsaramavarundhīta vidyayā ha vā evaṃvitsahasrasaṃvatsaramavarunddhe

Im tausendsten Jahr blies er sich vollständig rein; er, der sich rein blies, das ist eben dieser Vāyu, dieser Wind, der hier weht. Und jenes Übel, das er von sich blies, das ist dieser [tote] Leib. Welcher Mensch aber vermöchte tausend Jahre [Glutübung] vollständig zu vollbringen? Durch Erkenntnis aber vollbringt ein solcher Wissender eben tausend Jahre.

sarvā evaitā iṣṭakāḥ sāhasrīrupāsīta rātrisahasreṇa rātrisahasreṇaikaikām pariśritaṃ sampannāmupāsītāhaḥsahasreṇāhaḥsahasreṇaikaikāmaharbhājamardhamāsasahasreṇārd hamāsasahasreṇaikaikāmardhamāsabhājam māsasahasreṇa-māsasahasreṇaikaikām māsabhājamṛtusahasreṇartṛsahasreṇaikaikāmṛtubhājam muhūrtasahasreṇa-muhūrtasahasreṇaikaikām muhūrtabhājaṃ saṃvatsarasahasreṇa saṃvatsaraṃ te ya etamevamagniṃ saṃvatsareṇa sampannaṃ viduḥ sahasratamīṃ hāsya te kalāṃ viduratha ya enamevaṃ na vidurna hāsya te sahasratamīṃ cana kalāṃ viduratha ya evaivaṃ veda yo vaitatkarma kurute sa haivaitaṃ sarvaṃ kṛtsnam prājāpatyamagnimāpnoti yam prajāpatirāpnottasmādevaṃvittapa eva tapyeta yadu ha vā evaṃvittapa tapyata ā maithunātsarvaṃ hāsya tatsvargaṃ lokamabhisambhavati

Man soll all diese Ziegel als tausendfach verehren: mit tausend Nächten je einen einzelnen, der zum Pariśrit-Ziegel geworden ist, soll man verehren; mit tausend Tagen je einen einzelnen, der zum Tag-Anteil geworden ist; mit tausend Halbmonaten je einen einzelnen, der zum Halbmonat-Anteil geworden ist; mit tausend Monaten je einen einzelnen, der zum Monat-Anteil geworden ist; mit tausend Jahreszeiten je einen einzelnen, der zum Jahreszeiten-Anteil geworden ist; mit tausend Muhūrtas je einen einzelnen, der zum Muhūrta-Anteil geworden ist; mit tausend Jahren das Jahr [selbst]. Diejenigen, die diesen so mit dem Jahr vollendeten Agni kennen, die kennen für ihn eben diesen tausendsten Kalā-Anteil; wer ihn aber nicht so kennt, der kennt für ihn nicht einmal diesen tausendsten Kalā-Anteil. Wer aber so weiß, wer diesen Ritus vollzieht, der erlangt eben diesen ganzen, vollständigen, zu Prajāpati gehörigen Agni, den Prajāpati erlangte. Deshalb soll ein solcher Wissender eben Glut üben; denn was ein solcher Wissender an Glut übt, und sei es auch nur bis zur Vereinigung [d.h. auch nur teilweise], das alles von ihm wird ihm eben zur himmlischen Welt.

tadetadṛcābhyuktam na mṛṣā śrāntaṃ yadavanti devā iti na haivaivaṃ viduṣaḥ kiṃ cana mṛṣā śrāntam bhavati tatho hāsyaitatsarvaṃ devā avanti

Dies ist von einer Ṛc-Strophe ausgesagt: „Nicht vergeblich ist die Mühe, die die Götter fördern.“ Denn keine Mühe eines solchen Wissenden bleibt je vergeblich; so eben fördern die Götter all dies von ihm.

athādeśā upaniṣadām vāyuragniriti ha śākāyanina upāsata ādityo'gnirityu haika āhuratha ha smāha śraumatyo vā hāliṅgavo vā vāyurevāgnistasmādyadaivādhvaryuruttamaṃ karma karotyathaitamevāpyetīti

Nun folgen die Lehren, die Ādeśas, der geheimen Doktrinen, der Upaniṣaden: „Vāyu ist Agni“ – so verehren die Śākāyaniner. „Āditya, die Sonne, ist Agni“ – so sagen wiederum andere. Und Śraumatya, oder wie manche sagen Hāliṅgava, pflegte zu sagen: „Vāyu eben ist Agni; deshalb geht der Adhvaryu, wenn er die letzte Handlung vollzieht, danach eben in diesen [Vāyu] ein.“

śāṭyāyaniru ha smāha saṃvatsara evāgnistasya vasantaḥ śiro grīṣmo dakṣiṇaḥ pakṣo varṣā uttaraḥ śaradṛturmadhyamātmā hemantaśiśirāvṛtū pucam pratiṣṭhā vāgagniḥ prāṇo vāyuścakṣurādityo manaścandramāḥ śrotraṃ diśa āpo mithunaṃ tapaḥ pratiṣṭhā māsāḥ parvāṇyardhamāsā nāḍyo'horātrāṇi rajatasuvarṇāni patrāṇi sa evaṃ devānapyetīti saṃvatsaro'gnirityu haiva vidyādetanmayo bhavatīti tveva vidyāt

Śāṭyāyani pflegte zu sagen: „Das Jahr selbst ist Agni; sein Kopf ist der Frühling, die rechte, südliche Schwinge der Sommer, die linke, nördliche Schwinge die Regenzeit, die Herbstjahreszeit die mittlere Selbst-Partie, Winter und Tau-Jahreszeit sind der Schwanz, der feste Stand. Die Rede ist Agni; der Atem ist Vāyu; das Auge ist die Sonne; das Denken ist der Mond; das Gehör sind die Himmelsrichtungen; die Wasser sind die Paarung, das Mithuna; die Glut, das Tapas, ist der feste Stand. Die Monate sind die Gelenke, die Parvans; die Halbmonate sind die Röhren, die Nāḍīs; die Tage und Nächte sind die silbernen und goldenen Federn. So geht er zu den Göttern ein.“ Man soll zwar wissen, dass Agni das Jahr ist, aber vor allem soll man wissen, dass man selbst aus diesem [Agni] besteht.

celaka u ha smāha śāṇḍilyāyanaḥ ima eva lokāstisraḥ svayamātṛṇavatyaścitayo yajamānaścaturthī sarve kāmāḥ pañcamīmāṃśca lokāntsaṃskurva ātmānaṃ ca sarvāṃśca kāmānityeva vidyāditi

Celaka Śāṇḍilyāyana pflegte zu sagen: „Eben diese Welten sind die drei Schichten mit dem Svayamātṛṇā-Ziegel; der Opferer ist die vierte; alle Wünsche sind die fünfte. So soll man es wissen: Ich stelle diese Welten wieder her, und mein Selbst, und alle Wünsche.“

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