Quellen der Menschheit

Kāṭhaka-Saṃhitā · Sthānaka 33

Anuvāka 5 Wie die Pṛṣṭha-Gesänge über die Monate des Jahres verteilt werden und warum Bṛhat und Rathantara das Floß der Götter über das Meer des Jahres sind.

prathame māsi pṛṣṭhāny upayanti madhyama upayanty uttama upayanti

Im ersten Monat gehen sie auf die Pṛṣṭhas zu, im mittleren gehen sie darauf zu, im letzten gehen sie darauf zu.

yat prathame māsi pṛṣṭhāny upayanti

Dass sie im ersten Monat auf die Pṛṣṭhas zugehen,

asmim̐s tena loke pratitiṣṭhanti

dadurch fassen sie in dieser Welt Fuß.

yan madhyama upayanti

Dass sie im mittleren darauf zugehen,

antarikṣe tena pratitiṣṭhanti

dadurch fassen sie im Luftraum Fuß.

yad uttama upayanti

Dass sie im letzten darauf zugehen,

amuṣmim̐s tena loke pratitiṣṭhanti

dadurch fassen sie in jener Welt Fuß.

māsimāsi pṛṣṭhāny upetyānīty āhuḥ pṛṣṭhāni vai yajñasya doha iti

„Monat für Monat sind die Pṛṣṭhas anzugehen“, sagen sie, „denn die Pṛṣṭhas sind das Melken des Opfers.“

tad āhur ekaṃ vā etad devānām ahar yat saṃvatsaro yāṃ vai trir ekasyāhna upasīdanti dahram̐ sāparābhyāṃ dohābhyāṃ duhe tat kutas sā dhokṣyati yāṃ dvādaśa kṛtva upasīdeyur iti

Dazu sagen sie: Ein Tag der Götter ist das Jahr. Die (Kuh), der man sich am (einen) Tag dreimal zum Melken nähert, gibt bei den weiteren Melkungen nur wenig [?]; woher sollte die (Kuh) noch Milch geben, der man sich zwölfmal nähert?

sakṛt pṛṣṭhāny upeyur uttame māsi

Nur einmal sollen sie die Pṛṣṭhas angehen, im letzten Monat.

samudraṃ khalu vā ete 'navāram apāraṃ prasnānti ye saṃvatsaram upayanti

Wahrlich, ein Meer ohne diesseitiges und ohne jenseitiges Ufer durchschwimmen (überqueren) die, die auf das Jahr zugehen.

bṛhadrathantarābhyām etavyam

Mit Bṛhat und Rathantara ist zu gehen.

bṛhadrathantare vai devānāṃ plavas

Bṛhat und Rathantara sind das Floß der Götter.

tad devānāṃ plavena samudram arṇavaṃ taranti

Damit überqueren sie mit dem Floß der Götter das Meer, die Flut.

yathā madhye samudrasya plavam anvarjeyur evaṃ tat

Es ist, wie wenn man mitten auf dem Meer das Floß im Stich ließe [?] – so ist es damit.

yat purā saṃvatsarād bṛhadrathantare utsṛjeyur

Wenn sie vor (Ende) des Jahres Bṛhat und Rathantara aufgäben,

anutsargaṃ bṛhadrathantarābhyāṃ gatvā pratiṣṭhāṃ gatvā

so (sollen sie es) ohne Aufgeben [tun]: mit Bṛhat und Rathantara gegangen, zum Halt gelangt, [?]

sakṛt pṛṣṭhāny upeyur uttame māsi

nur einmal sollen sie die Pṛṣṭhas angehen, im letzten Monat.

sarvebhyo vai kāmebhyas saṃdhir duhe

Für alle Wünsche gibt die Verbindung (saṃdhi) Milch.

tat sarvān kāmān yajñaṃ pṛṣṭhāni saṃvatsarād duhre ‖

Alle Wünsche, das Opfer und die Pṛṣṭhas melken sie damit aus dem Jahr. ‖