athaite parasāmānas
Nun diese Parasāman-Tage.
Kāṭhaka-Saṃhitā · Sthānaka 33
athaite parasāmānas
Nun diese Parasāman-Tage.
teṣāṃ parasāmnāṃ yat prathamaṃ tad uttamaṃ yad uttamaṃ tat prathamaṃ yan madhye madhya eva tat
Von diesen Parasāman(-Tagen) ist, was das erste ist, das letzte, was das letzte ist, das erste; was in der Mitte ist, bleibt in der Mitte.
tad yenaivaite yanti tenāmutaḥ punar āyanti
Auf demselben (Weg), auf dem sie hingehen, kommen sie von dort wieder zurück.
eṣāṃ lokānām̐ saṃtatyai pratijñātyai
Zur Verbindung dieser Welten, zum Wiedererkennen [?].
te viśvajita upariṣṭāt pratyavarohiṇas stomān upayanti
Sie gehen nach dem Viśvajit von oben her auf die absteigenden (rückläufigen) Stomas zu.
tad āhur jitaṃ vā ete parājayante nirvṛttān pratyavarohiṇas stomān upayanti nivartante svargāl lokāt pratyañcam u yajñaṃ tanvata iti
Dazu sagen sie: „Das Gewonnene verspielen sie da wohl; sie gehen die zurückgekehrten, absteigenden Stomas an, sie kehren aus der Himmelswelt zurück und dehnen das Opfer rückwärts gerichtet aus.“ [?]
te tathā pañca māso yanti ṣaṣṭhasya ca māsas trīn abhipravān dve cāhanī goāyuṣī
So gehen sie fünf Monate, und vom sechsten Monat drei Abhipravas-Tage und die beiden Tage Go und Āyus. [Anm.: Abhiplava, Go, Āyus sind Namen von Tagen der Sattra-Ordnung; Deutung unsicher] [?]
te pṛṣṭhāny upayanti pṛṣṭhāni vai yajñasya doho yajñaṃ dohāmahai paśūm̐ś cāmṛtaṃ ca prāñcam u yajñam tanavāmahā iti
Sie gehen die Pṛṣṭhas an; denn die Pṛṣṭhas sind das Melken des Opfers: „Wir wollen das Opfer melken, das Vieh und das Unsterbliche, und das Opfer vorwärts gerichtet ausdehnen.“ [?]
ṛtavo vai pṛṣṭhāni
Die Jahreszeiten sind die Pṛṣṭhas.
ṛtuṣv eva tat pratitiṣṭhanto yanti
In den Jahreszeiten Fuß fassend gehen sie damit.
svargo vai lokaḥ pṛṣṭhāni
Die Himmelswelt sind die Pṛṣṭhas.
svarga eva tal loke pratitiṣṭhanto yanti ‖
In der Himmelswelt Fuß fassend gehen sie damit. ‖
devakṣatraṃ vā āyuṣas stomās
Die Stomas des Āyus sind die Götter-Herrschaft (devakṣatra).
devakṣatram eva tad abhyārohanto yanti
Die Götter-Herrschaft besteigend gehen sie damit.
te chandomān upayanti
Sie gehen auf die Chandoma(-Tage) zu.
paśavo vai chandomāḥ
Das Vieh sind die Chandomas.
paśūn evāvarundhate
Das Vieh gewinnen sie damit für sich.
te daśamam ahar upayanti prajananaṃ prājāpatyaṃ pratiṣṭhām
Sie gehen auf den zehnten Tag zu, den Zeugungs-Tag, den Prājāpatya-Tag, den Halt.
prajananam eva tat prajāṃ pratiṣṭhām avarundhate
Zeugung, Nachkommenschaft und Halt gewinnen sie damit für sich.
te mahāvratīyam ahar upayanti
Sie gehen auf den Mahāvratīya-Tag zu.
tad āhur viṣuvān vā etad ahar yan mahāvratīyaṃ viṣuvaty upetyam iti
Dazu sagen sie: „Der Mahāvratīya-Tag ist der Viṣuvat-Tag (Wendetag); an dem Viṣuvat-Tag ist er anzugehen.“ [Anm.: Viṣuvat = Mitte des Jahres]
athāhuḥ prājāpatyaṃ vā etad ahar yan mahāvratīyaṃ tad uttamārdhe saṃvatsarasyopetyam iti
Dagegen sagen sie: „Der Mahāvratīya-Tag ist der Prājāpatya-Tag; der ist in der letzten Hälfte des Jahres anzugehen.“
yo vai ṣaṇmāsyo jāyate yas saptamāsyaḥ pra vai sa mīyate na tena bhogam aśnute ‖
Wer als Sechsmonatskind geboren wird, wer als Siebenmonatskind, der stirbt (wird zunichte) gewiss; er genießt damit keinen Genuss. [?] ‖
saṃvatsare khalu vāva reto hitaṃ prajāyate
Im Jahr niedergelegt, wird der Same wahrlich gezeugt (kommt zur Geburt).
tad yad uttamārdhe saṃvatsarasya mahāvratīyam ahar upayanti
Dass sie in der letzten Hälfte des Jahres den Mahāvratīya-Tag angehen,
saṃvatsara etad reto hitaṃ prajanayanti
damit zeugen sie den im Jahr niedergelegten Samen aus.
yathartv evartūn kalpayanti
Wie es der Jahreszeit entspricht, richten sie die Jahreszeiten (dabei) zu.
yathāpūrvaṃ prajāṃ prajanayanti
In der (rechten) Ordnung zeugen sie Nachkommenschaft.
te pañcavim̐śam̐ stomam upayanti puruṣastomam
Sie gehen auf den Pañcaviṃśa-Stoma zu, den Menschen-Stoma.
daśa hastyā aṅgulayo daśa padyā dvau bāhū dve sakthyā ātmā pañcavim̐śas
Zehn Finger der Hände, zehn der Füße, zwei Arme, zwei Schenkel, der Leib (ātman) ist der fünfundzwanzigste.
yad etam̐ stomam upayanti
Dass sie auf diesen Stoma zugehen,
svād eva tat stomāt sattriṇa ātmānaṃ prajanayanti
damit zeugen die Teilnehmer der Opfersitzung aus dem eigenen Stoma sich selbst (ihren Leib) hervor. [?]
bhūtyai
Zum Gedeihen.
tad āhuḥ prājāpatyaṃ vā etad ahar yan mahāvratīyaṃ tasmin sarve grahā grahītavyās sarvam iva hi prajāpatir vivyāceti
Dazu sagen sie: „Der Mahāvratīya-Tag ist der Prājāpatya-Tag; an ihm sind alle Schöpfbecher (graha) zu schöpfen, denn Prajāpati hat gleichsam alles durchdrungen (umfasst).“ [?]
eko grahītavyas
Einer ist zu schöpfen:
eko hi prajāpatis
denn einer ist Prajāpati.
trayo grahītavyās
Drei sind zu schöpfen:
traya ime lokās
drei sind diese Welten.
eṣv eva lokeṣv ṛdhnuvanti ‖
In diesen Welten haben sie Erfolg. ‖
pañca grahītavyāḥ
Fünf sind zu schöpfen:
pāṅkto yajñas
fünfteilig ist das Opfer.
yajñam evāvarundhate
Das Opfer gewinnen sie damit für sich.
sapta grahītavyās
Sieben sind zu schöpfen:
sapta grāmyāḥ paśavas
sieben sind die Haustiere.
tān evāvarundhate
Diese gewinnen sie damit für sich.
nava grahītavyās
Neun sind zu schöpfen:
nava prāṇāḥ
neun sind die Lebenshauche.
prāṇṣv eva pratitiṣṭhanti
In den Lebenshauchen fassen sie Fuß.
pañcadaśa grahītavyāḥ
Fünfzehn sind zu schöpfen:
pañcadaśārdhamāsasya rātrayo 'rdhamāsaśas saṃvatsara āpyate
fünfzehn sind die Nächte des Halbmonats; Halbmonat für Halbmonat wird das Jahr erlangt.
ardhamāsaśa eva tat saṃvatsaram āpnuvanti
Halbmonat für Halbmonat also erlangen sie das Jahr.
saptadaśa grahītavyāḥ
Siebzehn sind zu schöpfen:
prajāpatis saptadaśaḥ
Prajāpati ist der Siebzehnfache.
prajāpatim evāpnuvanti
Prajāpati erlangen sie damit.
ekavim̐śatir grahītavyās
Einundzwanzig sind zu schöpfen:
asā āditya ekavim̐śas
jene Sonne (Āditya) ist der Einundzwanzigfache.
amum evādityam āpnuvanti
Jenen Āditya erlangen sie damit.
saptavim̐śatir grahītavyās
Siebenundzwanzig sind zu schöpfen:
triṇavā ime lokās
dreimal neun sind diese Welten.
eṣv eva lokeṣv ṛdhnuvanti
In diesen Welten haben sie Erfolg.
trayastrim̐śad grahītavyās
Dreiunddreißig sind zu schöpfen:
trayastrim̐śad devatās
dreiunddreißig sind die Gottheiten.
devatāsv eva pratitiṣṭhanti ‖
In den Gottheiten fassen sie Fuß. ‖
iti śrīmadyajuṣi kāṭhake carakaśākhāyām orimikāyāṃ sattrāṇi nāma trayastriṃśaṃ sthānakaṃ saṃpūrṇam ‖
So (endet) im glückverheißenden Yajus, in der Kāṭhaka(-Schule), der Caraka-Śākhā, dem Orimikā(-Abschnitt), das dreiunddreißigste Sthānaka namens „Die Opfersitzungen (sattrāṇi)“ vollständig. ‖