Quellen der Menschheit

Maitrāyaṇī-Saṃhitā · Kāṇḍa 3

Prapāṭhaka 10

Der zehnte Prapāṭhaka des dritten Kāṇḍa (Pātnīvata) behandelt das Tieropfer der Ekādaśinī (Gruppe von elf Opfertieren): Begleitsprüche und Deutungen zur Reinigung und Besprengung des Tieres, zur Darbringung von Vapā (Fettnetz) und Pṛṣadājya (gesprenkelte Butter), zum Zerlegen und Abschneiden der Glieder, zu den Prayājas, Anuyājas und Upayājas sowie zur Aufstellung der Tiere am Pfosten. Dazu kommen Mythen (Ursprung des Medha, Kampf der Götter und Asuras um Wohnsitz und Sinneskräfte) und die Puroḍāśa-Reihe der drei Somapressungen. Der Text ist an mehreren Stellen dunkel oder verderbt; solche Stellen sind mit [?] bezeichnet.

patnī vai pracyavamānāmuṣyādityasya lokam abhipracyaveta hinasti khalu vā eṣa taṃ yo 'sya lokam abhipracyavate yad āha namas ta ātānety amuṣmā eva namo 'kar anarvāk prehīty anenāḥ prethīti vā etad āha yajamānāya ghṛtasya kulyām anu saha rāyaspoṣeṇety āśiṣam evāśāste devīr āpaḥ śuddhā yūyaṃ devān yuyudhvam ity apo vā etad bhūṣanti pūtābhir ābhiḥ pūtāś caranti tasmād vā etāṃ bahu ripram amedhyaṃ carantīm āpo na hiṃsanti hato vā eṣa mṛto 'mutra bhūto 'dbhyo vai prajāḥ prajāyante patnī prajanayati yad adbhir abhiṣiñcati punar evainaṃ prajanayati sarvān prāṇānt saṃmṛśati sarvāṇy aṅgāny etāvān hi paśuḥ paśor vai māryamāṇasya prāṇāñ śug ṛchati yad āha vācam asya mā hiṃsīḥ prāṇam asya mā hiṃsīr ity adbhir vāvāsyaitat prāṇāñ śuco muñcati yat te krūraṃ yad āsthitaṃ tad etena śundhasva devebhyaḥ śumbhasveti yad evāsya gamayantaḥ krūram akraṃs tad akrūram akas tañ śamayati ye vā ete stokā avapadyante ta imām aśāntā ṛchanti tata imāñ śug ṛchati yad āha śam adbhya iti śamayaty eva śāntā evemām ṛchanty ahiṃsāyay oṣadhe trāyasvainam ity āha trātyā eva svadhite mainaṃ hiṃsīr iti vajro vai svadhitir vajrād vāvāsmā etad antardadhāty ahiṃsāyai sarvābhyo vai devatābhyaḥ paśur ālabhyate yad āha rakṣasāṃ bhāgo 'sīty etena vā etad bhāgadheyena rakṣāṃsi paśor nirbhajatīdam ahaṃ rakṣo 'vabādha idam ahaṃ rakṣo 'dhamaṃ tamo nayāmīty āha rakṣasāṃ dhvarāyai rakṣasām antarityai paśavo vai vapā yad upatṛndyāt paśūn hiṃsyād yan nopatṛndyād ayatāḥ syur yatra tanniṣṭhaṃ tad upatṛndyāt paśūnāṃ yatyaīṣe tvorje tvetīṣe hy eṣorje hy eṣā devebhyaḥ śundhasva devebhyḥ śumbhasveti devebhya evaināṃ śundhati devebhyaḥ śumbhati ghṛtena dyāvāpṛthivī prorṇuvātām iti ghṛtenaiva dyāvāpṛthivī prorṇauty amuṣmai tvā juṣṭam iti yasyā eva devatāyai paśur ālabhyate tasyā enaṃ juṣṭam akar namaḥ sūryasya saṃdṛśā ity amuṣmā eva namo 'kar itthaṃ paryāvartata evaṃ hi yajñaḥ pary āvartate 'tho amuṣya vā etad ādityasyāvṛtam anu paryāvartata urv antarikṣaṃ vīhīty antarikṣadevatyo vā eṣa etarhi rakṣāṃsi vā etaṃ jighāṃsanti pracyutam ito 'prāptam amutra kārṣmaryamayī vapāśrapaṇī bhavato rakṣasāmapahatyai yasmā evāmuto 'gniṃ purastād dharanti tasmā ito devatā vā etad dhavyam anuparyāvartamānam eti caramata upapratigṛhṇāty achambaṭkārāya yad atihared etam evātihared viśvatomukho hy agniḥ pratyuṣṭaṃ rakṣaḥ pratyuṣṭārātir ity āha rakṣasāṃ dhvarāyai rakṣāmantarityai vāyoḥ stokānām iti tṛṇam upāsyati stokānāṃ vidhṛtyai vāyur hy etān amuto visṛjati prajānāṃ kḷptyay agraṃ vā etad dhavyasyāgram oṣadhīnām agreṇaivāgraṃ samardhayaty atho agrāya vā etad dhavyasyāgram oṣadhīnām idhmaṃ cinoti haviṣo vā ete stokāḥ skandati vā etad dhavir yad viścotati yad vilipyate yad āha juṣasva saprathastamaṃ vaco devapsarastamam / havyā juhvāna āsani //

Die Gattin würde, wenn sie herabfiele, in die Welt jener Sonne (Āditya) hinabfallen. Er verletzt nämlich den, der in dessen Welt hinabfällt. Dass er spricht: „Verehrung dir, ātāna“, so hat er jenem eben Verehrung erwiesen. „Nicht hierher gewandt [anarvāk, wörtl. wohl „nicht rückwärts“; ?] geh voran“ – „Ohne Sünde geh voran“, das sagt er damit für den Opferherrn. „Entlang dem Bach der Butter, zusammen mit dem Gedeihen des Reichtums“ – so erbittet er Segen. „Göttliche Wasser, ihr Reinen, ihr … die Götter [yuyudhvam, wörtl. „ihr sollt kämpfen/verbinden“; ?]“ – damit schmückt er die Wasser; mit diesen gereinigten wandeln die Gereinigten. Deshalb schaden die Wasser ihr nicht, wenn sie [die Gattin] als eine, die viel Unreines und für das Opfer Untaugliches durchwandelt, umhergeht. Getötet nämlich und gestorben und dort (im Jenseits) geworden ist dieser [das Opfertier]. Aus den Wassern werden die Geschöpfe gezeugt; die Gattin lässt zeugen; indem er mit Wasser besprengt, lässt er ihn wieder zeugen. Er berührt alle Lebenshauche, alle Glieder; so groß nämlich ist das Tier. Dem Tier, wenn es getötet wird, befällt Kummer die Lebenshauche. Dass er spricht: „Verletze seine Stimme nicht, verletze seinen Atem nicht“, so löst er mit den Wassern dessen Lebenshauche vom Kummer. „Was dein Grausames ist, was festsitzt, damit reinige dich, schmücke dich für die Götter“ – was sie ihm, es zu den Göttern gehen lassend, Grausames antaten, das machten sie ungrausam; das beschwichtigt er. Die Tropfen, die herabfallen, fallen unbeschwichtigt auf diese (Erde); von dort befällt Kummer diese Erde. Dass er spricht: „Heil den Wassern“, beschwichtigt er; beschwichtigt kommen sie auf diese Erde. „Kraut, verletze nicht; schütze ihn“, sagt er, um zu schützen. „Beil, verletze ihn nicht“ – das Beil ist der Donnerkeil; vom Donnerkeil bringt er ihm damit etwas dazwischen, zur Nichtverletzung. Allen Gottheiten wird das Tier zugeeignet. Dass er spricht: „Du bist der Anteil der Rakṣas“, so schneidet er mit diesem Anteil den Rakṣas das Tier ab. „Dieses Rakṣas dränge ich weg, dieses Rakṣas führe ich ins unterste Dunkel“, sagt er, zur Abwehr der Rakṣas, zur Trennung von den Rakṣas. Das Vieh ist die Vapā (Fettnetz). Wenn er sie durchstäche [upatṛndyāt], würde er das Vieh verletzen; wenn er sie nicht durchstäche, wären sie ungezügelt. Dort, wo es fertig ist, soll er sie durchstechen, zur Zügelung des Viehs. „Für den Trank dich, für die Kraft dich“ – denn dies ist Trank, dies ist Kraft. „Reinige dich für die Götter, schmücke dich für die Götter“ – für die Götter reinigt er sie, für die Götter schmückt er sie. „Mit Butter sollen Himmel und Erde bedeckt werden“ – mit Butter bedeckt er Himmel und Erde. „Dir, der/dem dies lieb ist, für jenen/jene“ – welcher Gottheit das Tier zugeeignet wird, der macht er es lieb. „Verehrung dem Anblick der Sonne“ – jenem hat er eben Verehrung erwiesen. So wendet er sich um; denn so wendet sich das Opfer um; und zugleich folgt er dem Umlauf jener Sonne. „Weiter Luftraum, sei willkommen“ – dem Luftraum gehörig ist dieser jetzt; die Rakṣas wollen ihn töten; von hier herausgetreten, jenseits noch nicht angekommen [ist er in ihrer Gefahr]. Die beiden Vapā-Bratspieße sind aus Kārṣmarya-Holz, zur Vernichtung der Rakṣas. Der (Gottheit), der sie von dort das Feuer voran tragen, zu der geht von hier her die Gottheit [?]; diese Opfergabe kommt umkehrend hinterher. Am letzten [Träger] nimmt er es entgegen, damit es nicht „schnappt“ [achambaṭkārāya; ?]. Würde er es darüber hinaustragen, würde er eben ihn darüber hinaustragen; denn Agni ist allseitig gerichtet. „Verbrannt ist das Rakṣas, verbrannt die Missgunst“, sagt er, zur Abwehr der Rakṣas, zur Trennung von den Rakṣas. „Vom Wind der Tropfen“ – damit wirft er einen Grashalm hin, um die Tropfen auseinanderzuhalten; denn der Wind entlässt sie von dort; zur Ordnung der Geschöpfe. Die Spitze der Opfergabe ist dies, die Spitze der Pflanzen; mit der Spitze lässt er die Spitze gedeihen; und zur Spitze hin. Er schichtet Brennholz auf: Tropfen der Opfergabe sind diese; diese Opfergabe rinnt weg, wenn sie zerplatzt, wenn sie verschmiert wird. Dass er spricht: „Freue dich an dem weitesten, götterreizendsten Wort, die Opfergaben opfernd im Mund“,

iti tenaivāsya te hutā askannā vaṣaṭkṛtā bhavanti nānādevatyā vā ekādaśinyāṃ paśavā ālabhyante 'thātrāgneyī prathamānūcyate 'gnir vai sarvā devatā atra vai sāpi devatā yasyā ālabhyate tām evainad gamayati yarhi lohinīva śṛtā tarhi raudrī yat tarhi juhuyād rudrāyāsya paśūn apidadhyād yarhi śyenīvā śṛtā tarhy āgneyī tarhi hotavyā tathāsya rudraḥ paśūn anabhimānuko bhavati kravyaṃ vā etarhi paśur yarhy āśṛto yad vapām abhighārya pṛṣaḍājyam abhighārayed rudrāyāsya paśūn apidadhyād atha yat pṛṣadājyam abhighārya vapām abhighārayati yathāpūrvaṃ vā etat paśum upaity atho evam asya rudraḥ paśūn anabhimānuko bhavati purastātsvāhākārā vā anye devā upariṣṭātsvāhākārā anye ta ubhaye 'śye medhye 'varudhyante //

– so sind ihm eben diese dargebracht, unverschüttet, mit Vaṣaṭ versehen. Verschiedenen Gottheiten gehörig werden bei der Ekādaśinī die Tiere zugeeignet. Nun wird hier zuerst der an Agni gerichtete (Vers) rezitiert; Agni ist alle Gottheiten; darin ist auch jene Gottheit, der (das Tier) zugeeignet wird; eben zu ihr lässt er es damit gelangen. Wenn es (das Fleisch) rötlich gar ist, dann ist es rudrisch; wenn er dann opferte, würde er dem Rudra dessen Vieh zudecken [apidadhyāt; „ausliefern“?]. Wenn es falkenfarben gar ist, dann ist es agnisch, dann ist zu opfern; so wird Rudra ihm den Tieren nicht nachstellend. Rohfleisch ist das Tier nämlich jetzt, solange es nicht gar gekocht ist. Wenn er die Vapā begösse und (dann erst) die gesprenkelte Butter (Pṛṣadājya) begießen ließe, würde er dessen Vieh dem Rudra zudecken. Wenn er aber die gesprenkelte Butter begossen hat und dann die Vapā begießt, so geht er der Reihenfolge nach zum Tier; und so wird Rudra ihm den Tieren nicht nachstellend. Die einen Götter haben den Svāhā-Ruf vorher, die anderen den Svāhā-Ruf nachher; diese beiden Arten (von Göttern) werden als der Opfergabe zugänglich, rein, für sich erlangt.

svāhā devebhyaḥ // iti purastād vapāyā juhuyāt //

„Svāhā den Göttern“ – so soll er vor der Vapā opfern.

viśvebhyo devebhyaḥ svāhā // ity upariṣṭāt tathāsya ta ubhaye 'varuddhā bhavanti paśor vai māryamāṇasya prāṇāñ śug ṛchati prāṇānt saṃgṛhya vapām upavisṛjed atmā vapā paśor ātmann evāsya prāṇān dadhāti dakṣiṇasya pūrvapadasyāvadeyam iti ha smāhur dākṣāyaṇās tathāsya sarvasya paśor avattaṃ bhavatīti svāhordhvanabhasaṃ mārutaṃ devaṃ gachatam iti vapāśrapaṇī anuprāsyaty ūrdhvanabhaso vā ete mārutasya bhāgadheyaṃ tam evainena gamayatīme vā ete viṣūcī anuprāsyaty anayor vidhṛtyai

„Svāhā allen Göttern“ – so nach ihr. Dann sind ihm diese beiden erlangt. Dem Tier, wenn es getötet wird, befällt Kummer die Lebenshauche; die Lebenshauche zusammenfassend soll er die Vapā entlassen; die Vapā ist das Selbst des Tieres; in dessen Selbst legt er die Lebenshauche. „Vom rechten Vorderfuß ist abzuschneiden“, sagten die Dākṣāyaṇas; so ist ihm vom ganzen Tier abgeschnitten. „Svāhā, geht zum hoch am Himmel wohnenden Marut-Gott“ – die beiden Vapā-Bratspieße wirft er hinterher; diese sind der Anteil des hoch am Himmel wohnenden Mārutas; zu ihm lässt er es damit gelangen. Diese beiden, die auseinanderstreben, wirft er nach, zur Aufrechterhaltung dieser beiden.

puruṣaṃ vai devā medhāyālabhanta tasya medho 'pākrāmat so 'śvaṃ prāviśat te 'śvam ālabhanta tasya medho 'pākrāmat sa gāṃ prāviśat te gām ālabhanta tasya medho 'pākrāmat so 'viṃ prāviśat te 'vimālabhanta tasya medho 'pākrāmat so 'jaṃ prāviśat te 'jam ālabhanta tasya medho 'pākrāmat sa yavaṃ prāviśat te yavam ālabhanta tasya medho 'pākrāmat sa vrīhiṃ prāviśat te vrīhim ālabhanta taṃ vrīhā āpnuvan yad vrīhimayaḥ puroḍāśo bhavati madhyato vā etat paśor medho dhīyate suṣiro vai tarhi paśur yarhi vapām utkhidanti yad vrīhimayaḥ puroḍāśo bhavaty apihityā asuṣiratvāya dvādaśakapālo bhavati dvādaśa māsāḥ saṃvatsaraḥ saṃvatsaram anu paśavaḥ prajāyante prajananāyaikādaśakapālaḥ kārya ekādaśākṣarā triṣṭub aindram etac chando yat triṣṭub aindrāḥ paśavaḥ paśuṣv evāsya paśūn dadhāti devā anyonyasmai paśum ālabhaṃ svargaṃ lokam āyaṃs te 'manyantānena vai no 'nye lokam anvārokṣyantīti tasya medhaṃ plākṣārayan sa plakṣo 'bhavat tat plakṣasya plakṣatvaṃ klomno vai taṃ hṛdayāt plākṣārayaṃs tasmād etat suṣiraṃ yat plakṣaśākhāyā avadyati medhād evādhyavadyati pṛṣadājyasyopahatya paraiti // śṛtaṃ haviḥ śamitā // iti śṛtatvāya trir āha triṣatyā hi devā atho yathedaṃ brāhmaṇebhya odanaṃ pakvaṃ prāhaivaṃ vā etad devebhyo haviḥ śṛtaṃ prāhottarataḥ parītyābhighārayati paśūnām avaruddhyai prāṇāpānau vai pṛṣadājyam ātmā hṛdayaṃ yat pṛṣadājyena hṛdayam anakti madhyato vā etat paśoḥ prāṇāpānau dadhāti somasya vā etad barhir yad barhir atha vā etat paśor yad uttarabarhir barhiḥ śrad vā etad dhavyam akar askannam avikṣubdhaṃ me havyaṃ devatā gachad iti devānāṃ vai sarveṣāṃ manāṃsi gachati paśā ālabhyamāne mano vai manotā yan manotāyā anvāha manāṃsy evaiṣāṃ saṃbhāvayati hato vā eṣa mṛto 'mutra bhūto mano vai manotā yan manotāyā anvāha punar evainaṃ saṃbhāvayati

Die Götter nahmen den Menschen zum Opfer, um Medha (Opferkraft) zu gewinnen. Sein Medha wich aus; es ging in das Pferd ein. Sie nahmen das Pferd zum Opfer; sein Medha wich aus; es ging in das Rind ein. Sie nahmen das Rind zum Opfer; sein Medha wich aus; es ging in das Schaf ein. Sie nahmen das Schaf zum Opfer; sein Medha wich aus; es ging in die Ziege ein. Sie nahmen die Ziege zum Opfer; sein Medha wich aus; es ging in die Gerste ein. Sie nahmen die Gerste zum Opfer; sein Medha wich aus; es ging in den Reis ein. Sie nahmen den Reis zum Opfer; den erreichten die Reiskörner. Dass der Opferkuchen aus Reis ist: in die Mitte des Tieres wird damit das Medha gesetzt. Hohl ist das Tier nämlich, wenn sie die Vapā herausreißen; dass der Opferkuchen aus Reis ist, dient dem Verschließen, dem Nichthohlsein. Er hat zwölf Scherben; zwölf Monate hat das Jahr; dem Jahr folgend werden die Tiere gezeugt; zur Zeugung. Ein Opferkuchen auf elf Scherben ist herzustellen; elfsilbig ist die Triṣṭubh; indrisch ist dieses Metrum, die Triṣṭubh; indrisch sind die Tiere; in die Tiere legt er ihm Tiere. Die Götter nahmen einander das Tier zum Opfer und gingen in die Himmelswelt. Sie dachten: „Mit diesem werden uns andere in die Welt nachsteigen.“ Sein Medha ließen sie … [plākṣārayan; wohl „zu Plakṣa machen“; ?]; es wurde zum Plakṣa (Feigenbaum). Das ist das Plakṣa-Sein des Plakṣa. Von der Lunge (klomna) und vom Herzen … [plākṣārayan; ?]. Deshalb ist das hohl, was man vom Plakṣa-Zweig abschneidet; vom Medha aus schneidet er ab. Nachdem er von der gesprenkelten Butter aufgenommen hat, geht er hinaus. „Gar ist die Opfergabe, Schlachter“ – zum Garsein sagt er es dreimal; denn dreifach wahrhaftig sind die Götter [?]. Und wie man hier den Brahmanen sagt, der Reisbrei sei gekocht, so hat er damit den Göttern gesagt, die Opfergabe sei gar. Nördlich herumgehend begießt er sie, zur Erlangung der Tiere. Einatmen und Ausatmen sind die gesprenkelte Butter, das Selbst ist das Herz; dass er das Herz mit gesprenkelter Butter salbt, so legt er in die Mitte des Tieres Ein- und Ausatem. Somas Barhis (Streu) ist dies, was das Barhis ist; nun des Tieres ist dies, was das Uttarabarhis ist. „Barhis, vertrauensvoll hat er diese Opfergabe bereitet; unverschüttet, unerschüttert gehe meine Opfergabe zur Gottheit“ – wenn ein Tier zugeeignet wird, gehen aller Götter Gemüter (dorthin). Das Manotā (Sinnen) ist das Gemüt; dass er den Manotā-Vers nachspricht, bringt er ihrer aller Gemüter zur Geltung. Getötet nämlich und gestorben und dort geworden ist dieser; das Gemüt ist das Manotā; dass er den Manotā-Vers nachspricht, bringt er ihn wieder zur Geltung.

hṛdayasyāvadyati manasa eva tenāvadyaty atho yāvān eva paśus tasyāvattaṃ bhavati jihvāyā avadyati vāca eva tenāvadyaty atho etayā hy agrā oṣadhīnāṃ rasaṃ prāśnāti śyenasyāvadyati vakṣasa eva tenāvadyaty atho atra hi sa rasaḥ pratitiṣṭhati doṣṇo 'vadāya pārśvayor avadyati yajñasya parigṛhītyai yakno 'vadyati madhyasyaiva tenāvadyati matasnayor avadyati rūpasyaiva tenāvadyati śroṇyā avadāya gudasyāvadyati tad uttamasyāvadyaty uttamaṃ hy āyur yad anyasyottarasyāvadyet prāṇam asyāpidadhyāt pramāyukaḥ syāt tasmāt tasyottamasyāvadyaty uttamaṃ hy āyur hṛdayasyāvadāya jihvāyā avadyati yathāpūrvaṃ vā etat paśum upaity atho evam asya sarvasya paśor avattaṃ bhavaty ekādaśa kṛtvo 'vadyati daśa vai paśoḥ prāṇā ātmaikādaśas tathāsya sarvasya paśor avattaṃ bhavaty ekādaśa vā etāny avadānāni tāni dvirdvir avadyati tad dvāviṃśatis trīṇi tryaṅgāni tat pañcaviṃśatiḥ pañcaviṃśena vai stomena manuḥ prajā asṛjata tan manustomo vā eṣa prajananāyaitad vai sarvasya paśor avattam atha vai prāṇasyāpānasya vyānasya teṣām anavattaṃ yat tryaṅgāṇām avadyati tenaiva prāṇasyāpānasya vyānasya teṣām avattaṃ bhavati viśvarūpo vai tvāṣṭraḥ paśūn abhyavamat tasmāt paśavo viśvarūpo 'bhivānto vai paśuḥ pūyitas tasmāt pṛṣṭīnāṃ majjā nādyaḥ sa vā adhastān na prāpnod etad vai jīvaṃ tasmād ato 'vadyaty akṣṇayāṅgānām avadyati paśuṃ vā etad āśroṇayati tasmāt paśavo 'kṣṇayāṅgāni praharanto yanty āgneyo vai sarvaḥ paśur atha vā utānyasyai devatāyā ālabhyate yad doṣṇaḥ pūrvārdhād agnaye 'vadyati gudasya madhyataḥ śroṇyā jaghānatas tathāsya sarvasya paśor agnaye 'vattaṃ bhavati tredhā gudaṃ karoti tredhā hy etarhi paśus tryaṅgāṇi samavattam avadānāni yāvān eva paśus tasminn āyur dadhāti tredhā medaḥ karoti medorūpā hi paśavaḥ sarvāṇi vai paśor medyato 'ṅgāni medyanti yāvān eva paśus tasmin medo rūpaṃ dadhāti bahurmaryā yajñakuṇapīti ha smāha yajñavacā rājastambāyanaḥ pra vā ito manuṣyāḥ paśuṃ cyāvayanti nāmutra gachantīti yad dhiraṇyam avadhāya juhoti hiraṇyajyotiṣam evainaṃ svargaṃ lokaṃ gamayati

Vom Herzen schneidet er ab; damit schneidet er eben vom Gemüt ab; und zugleich ist so vom ganzen Tier abgeschnitten. Von der Zunge schneidet er ab; damit schneidet er eben von der Stimme ab; und zugleich verkostet man damit als Erste den Saft der Pflanzen. Von der Brust schneidet er ab (śyena, wörtl. „Falke“; Brustfleisch); damit schneidet er eben von der Brust ab; und zugleich setzt sich dort dieser Saft fest. Nachdem er vom Bug abgeschnitten hat, schneidet er von den beiden Seiten ab, zum Umfassen des Opfers. Von der Leber schneidet er ab; damit schneidet er eben von der Mitte ab. Von den Nieren schneidet er ab; damit schneidet er eben von der Gestalt (rūpa) ab. Nachdem er von der Hüfte abgeschnitten hat, schneidet er vom Mastdarm ab; das ist das Abschneiden vom Letzten; denn das Letzte ist die Lebensdauer. Würde er von einem anderen, späteren (Stück) abschneiden, würde er dessen Atem zudecken; er würde vorzeitig sterben. Deshalb schneidet er vom Letzten ab; denn das Letzte ist die Lebensdauer. Nachdem er vom Herzen abgeschnitten hat, schneidet er von der Zunge ab; so geht er der Reihenfolge nach zum Tier; und so ist vom ganzen Tier abgeschnitten. Elfmal schneidet er ab; zehn sind die Lebenshauche des Tieres, das Selbst ist das elfte; so ist vom ganzen Tier abgeschnitten. Elf sind diese Abschnitte; diese schneidet er doppelt ab; das sind zweiundzwanzig; dazu drei Dreiglied-Stücke (tryaṅga); das sind fünfundzwanzig. Mit dem fünfundzwanzigfachen Stoma erschuf Manu die Geschöpfe; das ist der Manu-Stoma; dies dient der Zeugung. Dies ist das Abgeschnittene vom ganzen Tier. Nun aber gibt es für Einatmung, Ausatmung und Zwischenatmung (vyāna) ein Nicht-Abgeschnittenes; dass er von den Dreiglied-Stücken abschneidet, damit ist für Einatmung, Ausatmung und Zwischenatmung deren Abgeschnittenes vorhanden. Viśvarūpa, der Sohn des Tvaṣṭṛ, erbrach sich über die Tiere; deshalb sind die Tiere vielgestaltig. Erbrochen ist das Tier, eitrig geworden; deshalb ist das Mark der Rippen (pṛṣṭi) nicht essbar. Der [oder: es] erreichte unten nicht; dies ist nämlich das Lebendige; deshalb schneidet er von dort ab. Quer schneidet er von den Gliedern ab; er macht das Tier … [āśroṇayati; „lahm“ oder „hüftig“?; ?]; deshalb gehen die Tiere, die Glieder quer werfend. Agni gehörig ist das ganze Tier; nun wird es aber auch einer anderen Gottheit zugeeignet: dass er vom vorderen Teil des Bugs, von der Mitte des Mastdarms, vom hinteren Teil der Hüfte für Agni abschneidet, so ist vom ganzen Tier für Agni abgeschnitten. Dreifach macht er den Mastdarm; denn dreifach ist jetzt das Tier; die Dreiglied-Stücke sind zusammen abgeschnitten; die Abschnitte sind, soviel das Tier ist; in dieses legt er Lebensdauer. Dreifach macht er das Fett; denn die Tiere haben Fettgestalt; alle Glieder des Tieres werden fett; soviel das Tier ist, in dieses legt er Fett und Gestalt. „Viele Sterbliche [bahurmaryā; ?], eine Opferleiche“, sagte Yajñavacas Rājastambāyana; „Menschen lassen das Tier von hier weggehen, sie gelangen nicht dorthin.“ Dass er Gold hingelegt hat und (dann) opfert, lässt er ihn eben zur goldlichtigen Himmelswelt gehen.

vasāhomaṃ prayauti rasaṃ vā etat prayauti svadhitinā prayauty etena hītareṣām aṅgānām avadyati tat svid avadānam akar atho vajreṇaivāhutim avarunddhe yūṣa etayānvitaṃ śamayaty ūrg vai raso yūr ūrjā vā etad rasena paśuṃ samardhayaty atho yāvān eva paśus tasmint saṃdadhāti pārśvenāpidadhāty ūrjaḥ parigṛhītyai hato vā eṣa mṛto 'mutra bhūto yat paśuṃ saṃmṛśati punar evainaṃ saṃbhāvayati havyaṃ pūrvaṃ devatā gamayitvātha śarīram anvārohayitavyam ity āhur yad āhutīr hutvā paśuṃ saṃmṛśati havyaṃ vā etat pūrvaṃ devatā gamayitvātha śarīram anvārohayaty ardhaṛce juhotīyaṃ vā ardhaṛco 'sā ardhaṛco 'ntareme antarikṣam antarikṣam imāḥ prajāḥ prajāsv eva rasaṃ dadhāti vanaspatiṃ yajati somo vai vanaspatiḥ saumīr imāḥ prajāḥ prajāsv eva rasaṃ dadhāti prāṇāpānau vai pṛṣadājyam ātmā havir yat pṛṣadājyaṃ juhoty ātman vā etat paśoḥ prāṇāpānau dadhāti digbhyo juhotīmā eva diśo rasena vyunakti prācīm uttamāṃ juhoti prācīm eva diśaṃ punar upāvartante 'dhyūdhnīṃ hotre haranti vaiśvadevo vai hotā vaiśvadevīr imāḥ prajā ūdhaḥ khalu vai prajā anūpajīvanti sarvā evaināḥ payasvinīḥ karoti gudenopayajati prāṇā vai gudaḥ prāṇād adhi prajāḥ prajāyante prajananāya sthavimata upayajati sthavimato hi prajāḥ prajāyante yad aṇimata upayajet prajananam apihanyāt tasmāt sthavimata upayajaty asaṃbhindann upayajati prāṇānām asaṃbhedāya yat saṃbhindyāt prāṇānt saṃbhindyād yaṃ dviṣyāt tasya saṃbhindyāt prāṇān asya saṃbhinatti nopayajyaṃ yad upayajet prāṇān upayajet pramāyukaḥ syāt tad āhur upayajyam eva prajananaṃ vā upayajo 'pi ha sa prajāyate ya upayajatīty ābhāradvājeti ha smāha śucivṛkṣo gaupālāyanaḥ kiṃ tarhi prajā āsan yarhi yajño nānopayaḍbhir āsīn na prajāḥ prājāyanta nauṣadhayaḥ phalam agṛhṇan yadā vāva yajña upayaḍbhiḥ samabhavad atha prajāḥ prājāyantāthauṣadhayaḥ phalam agṛhṇann ekādaśa prayājā ekādaśānuyājās ekādaśopayajas tat trayastriṃśat trayastriṃśad devatās tā evāsyaitābhir abhīṣṭāḥ prītā bhavanty etad vā asya paśor anarvāg iṣṭo 'nabhīṣṭo 'bhūd yāsya mātrā tām enaṃ gamayati svargyo vai sarvaḥ paśur yad anyatrāhavanīyāj juhuyād asvargyaḥ syāt paśuśrapaṇād agnim āharanti tena svargyaḥ sarvaḥ paśur yata eva pūrvam avādāt tato 'param avadyati tasmāt samānād yoner nānārūpāḥ paśavaḥ prajāyante yajño vai devānām atyanedat taṃ devā upayaḍbhir apyavapann anatinedāya yad etā upayajo bhavanti yajñam evaitābhir apivapanty anatinedāya yadāthā vai puruṣaḥ pratyaṅ chidra evaṃ yajñaḥ pratyaṅ chidras taṃ devā upayaḍbhir apyadadhur achidratvāya yad etā upayajo bhavanti yajñam evaitābhir apidadhāty achidratvāya

Das Fett-Opfer (Vasāhoma) fügt er hinzu; den Saft fügt er damit hinzu. Mit dem Beil fügt er es hinzu; denn damit schneidet er von den übrigen Gliedern ab. „Das, wohl, hat er als Abschnitt gemacht“ [?]; und zugleich erlangt er die Darbringung mit dem Donnerkeil für sich. Die Brühe (yūṣa) beschwichtigt er, mit diesem (Spruch) begleitet; Kraft ist der Saft, Kraft die Brühe; mit Kraft und Saft lässt er das Tier gedeihen; und zugleich fügt er es, soviel das Tier ist, in dieses zusammen. Er deckt es mit der Seite zu, zum Umfassen der Kraft. Getötet nämlich und gestorben und dort geworden ist dieser; dass er das Tier berührt, bringt er ihn wieder zur Geltung. „Die Opfergabe ist zuerst zu den Gottheiten gehen zu lassen, dann ist der Körper hinterherzu(bringen)“, sagen sie; dass er, nachdem er die Darbringungen geopfert hat, das Tier berührt, so lässt er, nachdem er die Opfergabe zuerst zu den Gottheiten gehen ließ, dann den Körper nachsteigen. Er opfert bei einem Halbvers; dieser (Erde) ist ein Halbvers, jene (der Himmel) ist ein Halbvers, zwischen diesen beiden ist der Luftraum; der Luftraum sind diese Geschöpfe; in die Geschöpfe legt er Saft. Er verehrt den Vanaspati (Herrn des Waldes); Soma ist der Vanaspati; somisch sind diese Geschöpfe; in die Geschöpfe legt er Saft. Einatmen und Ausatmen sind die gesprenkelte Butter, das Selbst ist die Opfergabe; dass er die gesprenkelte Butter opfert, legt er in das Selbst des Tieres Ein- und Ausatem. Er opfert den Himmelsrichtungen; damit netzt er diese Richtungen mit Saft. Die östliche opfert er als letzte; so kehren sie wieder zur östlichen Richtung zurück. Den Euter-Teil (adhyūdhnī) tragen sie zum Hotṛ; der Hotṛ gehört zu allen Göttern; allgöttlich sind diese Geschöpfe; vom Euter leben die Geschöpfe nämlich; so macht er sie alle milchreich. Mit dem Mastdarm verehrt er mit dem Nach-Opfer (upayajati); der Mastdarm ist der Atem; aus dem Atem werden die Geschöpfe gezeugt; zur Zeugung. Er opfert mit dem dicken Teil; denn vom Dicken werden die Geschöpfe gezeugt; würde er mit dem dünnen Teil opfern, würde er die Zeugung hemmen; deshalb opfert er mit dem dicken Teil. Er opfert, ohne zu zerbrechen, um die Lebenshauche nicht zu zerbrechen. Würde er zerbrechen, würde er die Lebenshauche zerbrechen; wen er hasst, dessen möge er zerbrechen; dessen Lebenshauche zerbricht er. „Nicht ist mit einem Upayāja zu opfern; wenn er mit einem Upayāja opferte, würde er die Lebenshauche mit opfern, er würde vorzeitig sterben“, so sagen sie; „Doch, ein Upayāja ist zu opfern; denn der Upayāja ist Zeugung; auch der zeugt sich fort, der mit einem Upayāja opfert.“ „Bhāradvāja“, sagte Śucivṛkṣa Gaupālāyana, „was waren dann die Geschöpfe? Als das Opfer noch ohne Upayājas war, wurden keine Geschöpfe gezeugt, die Pflanzen trugen keine Frucht; sobald aber das Opfer mit den Upayājas zusammenkam, da wurden die Geschöpfe gezeugt, und die Pflanzen trugen Frucht.“ Elf Prayājas, elf Anuyājas, elf Upayājas: das sind dreiunddreißig; dreiunddreißig sind die Gottheiten; diese sind ihm damit angeopfert und erfreut. Was von diesem Tier nicht diesseits geopfert, nicht angeopfert war, was seinem Maß entspricht, dazu lässt er es damit gelangen [?]. Himmelwärts gehörig ist das ganze Tier; würde er anderswo als im Āhavanīya opfern, wäre es nicht himmelwärts gehörig; vom Tier-Kochplatz tragen sie das Feuer heran; damit ist das ganze Tier himmelwärts gehörig. Von wo er zuvor abgeschnitten hat, von dort schneidet er danach ab; deshalb werden aus demselben Schoß verschieden gestaltige Tiere gezeugt. Das Opfer … die Götter [atyanedat; „entwich/überflutete“?; ?]; die Götter schlossen es mit den Upayājas ein, damit es nicht … [anatinedāya; ?]; dass diese Upayājas da sind, damit schließen sie das Opfer ein, damit es nicht … [?]. Wie ein Mensch nach hinten [d. h. nach innen] durchbohrt/geöffnet ist [pratyaṅ chidraḥ; ?], so ist das Opfer nach hinten durchbohrt; die Götter verschlossen es mit den Upayājas, damit es nicht durchbohrt sei; dass diese Upayājas da sind, damit verschließt er das Opfer, damit es nicht durchbohrt sei.

ye kecārvācīnam ekādaśinyāḥ paśavas tān uttaram ardhaṃ yūpasya niyuñjyād raudrā vai paśavo 'gnir vidhṛtir dakṣiṇe havirdhāne somam āsādayanti tathāsya rudraḥ paśūn anabhimānuko bhavati pātreṣu vā aham adhvaryuṃ cānadhvaryuṃ ca vijānāmīti ha smāhāruṇa aupaveśiḥ kati pātrāṇīti pṛched dvādaśa pātrāṇy upāṃśusavanas trayodaśaṃ yat tan mīmāṃsante pātrā3ṃ na pātrā3m iti mīmāṃsante hi trayodaśaṃ māsaṃ māsā3 na māsā3 iti pañca prātaḥsavane puroḍāśāś catvāro mādhyaṃdine savane catvāras tṛtīyasavane ito vā etāṃ niramimīta prajāpatir ātmana eva yata evaitāṃ niramimīta tad etair apidhīyate devāś ca vā asurāś cāspardhantāyatanavanto 'surā āsann anayatanā devā ime lokā asurāṇām āyatanam āsaṃs te devāḥ saṃstambhaṃsaṃstambhaṃ parājayantānāyatanā hy āsaṃs te vai savanāny evāyatanam acāyaṃs tāni prāviśaṃs tāni nādhriyanta te vai puroḍāśān eva savanānām āyatanam acāyaṃs tān niravapaṃs tāny adhriyanta tato devā abhavan parāsurās tad ya evaṃ vedāyatanavān bhavati bhavaty ātmanā parāsya bhrātṛvyo bhavati tasmād anusavanaṃ puroḍāśā nirupyāḥ savanānāṃ dhṛtyai tasmād anusavanaṃ puroḍāśaḥ prāśyaḥ somapīthasya dhṛtyai ghṛtaṃ vai devā vajraṃ kṛtvā somam aghnann abhi khalu vā etaṃ ghārayanti yat prāśnīyāt somapīthaṃ hanyād yan na prāśnīyāt somapīthena vyṛdhyeta yatrānabhighṛtaṃ tat prāśyaḥ somapīthasya dhṛtyai tan na sūrkṣyaṃ prāśya evendro vai vṛtram ahaṃs tan na kiṃ canādhinot taṃ puroḍāśa evādhinot tasmāt puroḍāśaḥ prāśyaḥ somapīthasya dhṛtyai pañca prātaḥsavane puroḍāśāḥ puroḍāśaḥ parivāpo dhānāḥ karambhaḥ payasyā sā puroḍāśapaṅktir dvinārāśaṃsāḥ prātaḥsavane dvinārāśaṃsā mādhyaṃdine savana ekanārāśaṃsās tṛtīyasavane sā narāśaṃsapaṅktis trīṇi savanāny avabhṛtho 'nubandhyā savanānāṃ pañcamī sā savanapaṅktir eṣā vai sā paṅktir yām āhur brahmavādino vettha tāṃ paṅktiṃ yayā na stuvate na śaṃsanty atha yajñaṃ vahanty atha yajñaṃ saṃsthāpayantā iti

Welche Tiere auch immer diesseits der Ekādaśinī (Elfergruppe) sind, die soll er an die obere Hälfte des Pfostens anbinden; rudrisch sind die Tiere. Agni ist der Halt. Auf dem südlichen Havirdhāna (Opfergabenwagen) stellen sie den Soma hin; so wird Rudra ihm den Tieren nicht nachstellend. „An den Gefäßen erkenne ich einen Adhvaryu und einen Nicht-Adhvaryu“, sagte Aruṇa Aupaveśi. „Wie viele Gefäße?“, soll man fragen. Zwölf Gefäße gibt es beim Upāṃśu-Pressen, das dreizehnte – darüber streitet man: „Ist es ein Gefäß oder nicht?“; denn man streitet über den dreizehnten Monat: „Ist es ein Monat oder nicht?“ Fünf Opferkuchen gibt es bei der Morgenpressung, vier bei der Mittagspressung, vier bei der dritten Pressung. Prajāpati hat diese (Reihe) von hier aus sich selbst gebaut; wo er sie gebaut hat, das wird damit zugedeckt. Götter und Asuras stritten miteinander. Die Asuras hatten Wohnsitze, die Götter hatten keine Wohnsitze; diese Welten waren der Asuras Wohnsitz. Die Götter unterlagen Schritt für Schritt (saṃstambhaṃ saṃstambham), denn sie hatten keine Wohnsitze. Sie suchten die Pressungen als Wohnsitz; sie traten in sie ein; die hielten nicht. Sie suchten die Opferkuchen als Wohnsitz der Pressungen; sie streuten sie aus; da hielten sie. Da wurden die Götter, die Asuras unterlagen. Wer dies weiß, der wird einer, der einen Wohnsitz hat; er selbst gedeiht, sein Rivale unterliegt. Deshalb sind bei jeder Pressung Opferkuchen darzubringen, zum Halten der Pressungen. Deshalb ist bei jeder Pressung ein Opferkuchen zu essen, zum Halten des Somatrunks. Die Götter machten die Butter zum Donnerkeil und schlugen den Soma. Sie begießen diesen; wenn er (den Opferkuchen) äße, würde er den Somatrunk töten; wenn er nicht äße, würde er um den Somatrunk kommen. Wo er nicht mit Butter begossen ist, der ist zu essen, zum Halten des Somatrunks. Der ist nicht zu missachten [sūrkṣyam; ?], sondern zu essen. Indra erschlug den Vṛtra; ihn [oder: das] erfreute nichts; ihn erfreute nur der Opferkuchen [?]; deshalb ist der Opferkuchen zu essen, zum Halten des Somatrunks. Fünf Opferkuchen bei der Morgenpressung: ein Opferkuchen, Parivāpa (Röstkorngebäck), Röstkörner (dhānā), Karambha (Grützebrei), Payasyā (Milchmischung); das ist die Opferkuchen-Reihe. Bei der Morgenpressung gibt es zwei Nārāśaṃsa-(Becher) [dvinārāśaṃsāḥ; ?], bei der Mittagspressung einen, bei der dritten Pressung ist es die Nārāśaṃsa-Reihe. Drei Pressungen, das Abschlussbad (Avabhṛtha), die Anubandhyā-Kuh als fünfte der Pressungen: das ist die Pressungs-Reihe. Dies ist jene Reihe, von der die Brahmanen sagen: „Kennst du jene Reihe, mit der sie weder preisen noch rezitieren und doch das Opfer tragen und das Opfer zu Ende bringen?“

devāś ca vā asurāś cāspardhanta teṣāṃ vā indriyāṇi vīryāṇy apākrāmann ṛksāme vā ebhyas tad apākrāmatāṃ paśavo vāg indriyaṃ prāṇāpānau tair vā indro 'kāmayata sāyujyaṃ gacheyam iti //

Götter und Asuras stritten miteinander. Von diesen wichen die Sinneskräfte und Manneskräfte; Ṛc und Sāman wichen von ihnen, die Tiere, die Stimme (die Sinneskraft), Einatmen und Ausatmen. Damit wünschte Indra: „Ich möchte Verbundenheit (sāyujya) erlangen.“

harivaṃ indro dhānā attu // ity ṛksāme vā indrasya harī ṛksāmābhyām eva sāyujyam agachat //

„Indra, der Falbenbesitzer, esse die Röstkörner“ – Ṛc und Sāman sind nämlich Indras zwei Falben; mit Ṛc und Sāman erlangte er die Verbundenheit.

pūṣaṇvān karambham // iti paśavo vai puṣā paśubhir eva sāyujyam agachat sarasvatīvān bhāratīvān parivāpaḥ // iti vāg vai sarasvatī vācaiva sāyujyam agachat //

„Der Pūṣan-Besitzer (esse) den Grützebrei (Karambha)“ – Pūṣan ist das Vieh; mit dem Vieh erlangte er die Verbundenheit. „Der Sarasvatī-Besitzer, der Bhāratī-Besitzer (esse) das Röstkorngebäck (Parivāpa)“ – Sarasvatī ist die Stimme; mit der Stimme erlangte er die Verbundenheit.

indrasyāpūpaḥ // itīndriyaṃ vā indra indriyeṇaiva sāyujyam agachat //

„Indras Kuchen (Apūpa)“ – Indra ist die Sinneskraft; mit der Sinneskraft erlangte er die Verbundenheit.

mitrāvaruṇayoḥ payasyā // iti prāṇāpānau vai mitrāvaruṇau prāṇāpānābhyām eva sāyujyam agachat tato devā abhavan parāsurās tad ya evaṃ vedaitair evendriyair vīryair etair mahimabhiḥ sāyujyaṃ gachati bhavaty ātmanā parāsya bhrātṛvyo bhavati dīrghajihvī vai devānāṃ prātaḥsavanam avāleṭ tad vyamādyat sā payasyābhavat tasmāt payasyā vimaditarūpeva maitrāvaruṇī prātaḥsavane syāt prāṇāpānau vai mitrāvaruṇau prāṇāpānau vā etan mukhato yajñasya dhīyete na gudaḥ paryākartavai yad gudaṃ paryākuryād udāvartaḥ prajā hanyād rakṣasām ananvavajayāya yūpaḥ purastān mīyate yad agreṇa yūpaṃ paśuṃ hareyus tad anu rakṣāṃsi yajñam avajayeyur antarāgniṃ ca yūpaṃ ca hṛtyo rakṣasām ananvavajayāya

„Von Mitra und Varuṇa die Payasyā (Milchmischung)“ – Mitra und Varuṇa sind Einatmen und Ausatmen; mit Einatmen und Ausatmen erlangte er die Verbundenheit. Da wurden die Götter, die Asuras unterlagen. Wer dies weiß, der erlangt Verbundenheit mit eben diesen Sinneskräften, Manneskräften, diesen Größen; er selbst gedeiht, sein Rivale unterliegt. Die Langzungige leckte die Morgenpressung der Götter; sie zermalmte sie; das wurde zur Payasyā. Deshalb soll die Payasyā, die für Mitra und Varuṇa bestimmt ist, bei der Morgenpressung gleichsam zermalmt aussehen. Einatmen und Ausatmen sind Mitra und Varuṇa; Einatmen und Ausatmen werden am Mund des Opfers gesetzt; der Mastdarm ist nicht herumzuführen; wenn er den Mastdarm herumführte, würde er die Geschöpfe mit Darmverschlingung schlagen; damit die Rakṣas nicht nacheifern (ananvavajayāya) [?]. Der Pfosten wird vorn errichtet; wenn sie das Tier vor dem Pfosten her trügen, würden die Rakṣas hinterher das Opfer erobern; zwischen dem Feuer und dem Pfosten ist es (das Tier) zu tragen, damit die Rakṣas nicht nacheifern [?].

samudraṃ gacha svāhety apasthaṃ vā etad yajaty antarikṣaṃ gacha svāheti reta evaitad dadhāti devaṃ savitāraṃ gacha svāhety āha prasūtyā evāhorātre gacha svāhety ahorātre hy anu prajāḥ prajāyante mitrāvaruṇau gacha svāheti prāṇāpānau vai mitrāvaruṇau prāṇāpānā evāsu dadhāti dyāvāpṛthivī gacha svāhety ābhyām evaināḥ sṛṣṭāḥ parigṛhṇāti chandāṃsi gacha svāheti vāg vai chandāṃsi vācam evāsu dadhāti somaṃ gacha svāhety annaṃ vai somo 'nnam evāsu dadhāti yajñaṃ gacha svāheti yajñiyā evainā akar divyaṃ nabho gacha svāheti vṛṣṭim evābhyo ninayanty agniṃ vaiśvānaraṃ gacha sveheti saṃvatsaro vā agnir vaiśvānaraḥ saṃvatsara evaināḥ pratiṣṭhāpayati saṃvatsarāyuṣam enāḥ karoti mano hārdiṃ yachety āha prāṇānāṃ gopīthāyauṣadhībhyas tvety oṣadhīṣv eva rasaṃ dadhāti yo vai vidvān vāvidvān vopayajo mithunayopa yajati prāṇān vā etan mithunayākurute yad āha mano hārdiṃ yacheti prāṇān vā etad ṛtuśaḥ kalpayate paśur vā ālabdhaḥ śocati tasya madhyaṃ śug abhisameti sā hṛdayeṣv āgachati yat puruṣam upaspṛśen manuṣyāñ śug ṛched yad gām upaspṛśet paśūñ śug ṛched yad dārūpaspṛśed vanaspatīṃ śug ṛched yat tṛṇam upaspṛśed oṣadhīḥ śug ṛched yad udakam upaspṛśed apaḥ śug ṛched yad ārdram anūdakaṃ tañ śāntaṃ tatropopyaṃ tad devatāṃ śucam avayajati //

„Geh zum Meer, svāhā“ – damit opfert er den Schoß [apastha; ?]. „Geh zum Luftraum, svāhā“ – damit legt er Samen. „Geh zum Gott Savitṛ, svāhā“, sagt er, zur Anregung. „Geht zu Tag und Nacht, svāhā“ – denn Tag und Nacht folgend werden die Geschöpfe gezeugt. „Geht zu Mitra und Varuṇa, svāhā“ – Mitra und Varuṇa sind Einatmen und Ausatmen; Einatmen und Ausatmen legt er in diese (Wasser). „Geht zu Himmel und Erde, svāhā“ – mit diesen beiden umfasst er sie, wenn sie entlassen sind. „Geht zu den Metren, svāhā“ – die Metren sind die Stimme; Stimme legt er in diese. „Geh zu Soma, svāhā“ – Soma ist Speise; Speise legt er in diese. „Geh zum Opfer, svāhā“ – für das Opfer geeignet hat er sie damit gemacht. „Geh zum himmlischen Gewölk, svāhā“ – Regen leiten sie damit auf sie herab. „Geh zu Agni Vaiśvānara, svāhā“ – das Jahr ist Agni Vaiśvānara; im Jahr stellt er sie fest; ein Leben von einem Jahr macht er ihnen. „Gib dem Geist, dem Herzensgeist, Halt“, sagt er, zum Schutz der Lebenshauche. „Für die Pflanzen dich“ – so legt er Saft in die Pflanzen. Wer, wissend oder unwissend, den Upayāja mit Paarung opfert, der macht die Lebenshauche zum Paar; dass er sagt „Gib dem Geist, dem Herzensgeist, Halt“, damit ordnet er die Lebenshauche nach Jahreszeiten. Das Opfertier, wenn es zugeeignet ist, trauert; sein Kummer sammelt sich in der Mitte; er kommt in die Herzen. Wenn er einen Menschen berührte, würde der Kummer die Menschen befallen; wenn er ein Rind berührte, würde der Kummer das Vieh befallen; wenn er Holz berührte, würde der Kummer die Bäume befallen; wenn er einen Grashalm berührte, würde der Kummer die Pflanzen befallen; wenn er Wasser berührte, würde der Kummer die Wasser befallen. Was feucht, ohne Wasser ist, das ist beschwichtigt; dorthin ist zu streuen [upopya; ?]; damit opfert er den Kummer der Gottheit weg.

iti tṛtīyakāṇḍe pātnīvantā nāma daśamaḥ prapāṭhakaḥ

So endet im dritten Kāṇḍa der Prapāṭhaka mit Namen Pātnīvata, der zehnte.