Der kurze fünfte Prapāṭhaka des dritten Kāṇḍa gehört zum Agnicayana (Schichtung des Feueraltars) und behandelt die Puruṣaciti, die Einlegung der 36 Backsteine, die das Menschenbild ergänzen, sowie die Pañcāpañcīnā-Ziegel, die Einstreuung von Kieseln (Śarkarā) und Sand, das Ersatzritual bei einem nicht vollendeten Tieropfer und die Anvārohā-Spenden. Der Text ist ein knapper Brāhmaṇa-Abschnitt mit einzelnen Mantras und schließt mit der Kolophonformel des Uparikāṇḍa.
ā vā eṣa prajāpataye vṛścate yaḥ śira upadadhāti netarāṇy aṅgāny asthicid asya śmaśānacid bhavati yad etāṃ puruṣacitim upadadhāti na prajāpatayā āvṛścate 'nasthicid asyāśmaśānacid bhavati ṣaṭtriṃśatam etā upadadhāti ṣaṭtriṃśadakṣarā bṛhatī bārhatāḥ paśavo bārhataḥ puruṣaḥ puruṣasya pratimopadhīyate sa hy eṣa dhīyata eṣa ha tv eva yajamāno 'muṃ lokaṃ nāti pramīyate yasyaitā upadhīyante
Der fügt sich [?] gewissermaßen an Prajāpati Schaden zu (ā vṛścate), der den Kopf einlegt, nicht die übrigen Glieder; für den wird die Schichtung eine Knochenschichtung, eine Leichenstättenschichtung. Indem er diese Puruṣaciti (Menschenschichtung) einlegt, wird Prajāpati nicht geschädigt [Anm.: prajāpatayā ist grammatisch unsicher [?]]; ihm wird sie weder eine Knochenschichtung noch eine Leichenstättenschichtung. Sechsunddreißig legt er von diesen ein: Die Bṛhatī hat sechsunddreißig Silben; bṛhatīhaft (bārhata) ist das Vieh, bṛhatīhaft ist der Mensch (Puruṣa); als Abbild des Menschen wird sie eingelegt. Denn dieser wird [dadurch] gesetzt/gestützt. Dieser Opferherr aber stirbt nicht über jene Welt hinaus [d. h. wohl: nicht vorzeitig [?]], für den diese eingelegt werden.
athaitāḥ pañcāpañcīnāḥ śithira iva vā agniś cityo yat pañcāpañcīnā upadadhāty agner dhṛtyā aśithiratvāya pañcopadadhāti pāṅkto yajño yāvān eva yajñas tam ālabdha bhūyaskṛd asi varivaskṛd asīty agnā eva bhūmānaṃ dadhāti bhūyān prajayā paśubhir bhavaty apsuṣad asi gṛdhrasad asīti vayo vā agniḥ samikṣyam evainaṃ vayaḥ karoti vayo bhūtvā svargaṃ lokam eti yasyaitā upadhīyante
Nun diese Pañcāpañcīnā-Ziegel: Locker gewissermaßen ist das Feuer, das geschichtet wird; wenn er die Pañcāpañcīnā einlegt, dann zur Festigung des Feuers, damit es nicht locker sei. Fünf legt er ein: Fünffach ist das Opfer; so weit das Opfer reicht, das ergreift er. „Du bist Mehrung-Schaffende, du bist Weite-Schaffende“ – so legt er im Feuer selbst die Fülle nieder; er wird reicher an Nachkommenschaft und Vieh. „Du sitzt in den Wassern, du sitzt unter den Geiern“ – der Vogel (vayas) ist das Feuer; er macht ihn eben zum sichtbar gewordenen Vogel; zum Vogel geworden geht er in die Himmelswelt ein, für den diese eingelegt werden.
„Geschichtet seid ihr, umschichtet seid ihr“ – so umgibt er (den Altar) mit den Kieseln (Śarkarā). Würde er Sand einstreuen, ohne die Kiesel als Umfriedung gesetzt zu haben, so würde der ausgegossene Same [wieder] ausgeschüttet werden. Nun streut er Sand ein, nachdem er die Kiesel als Umfriedung gesetzt hat: zum Umschließen (Bewahren) des ausgegossenen Samens.
vi vā eṣa yajñaś chidyate yad asaṃsthitaṃ paśum utsṛjanti saṃ ha sma vā etam āśokeyaḥ sthāpayaty ājyena saṃsthāpyaṃ yajñasya saṃtatyā avichedāya
Das Opfer wird zerschnitten, wenn man ein Opfertier unvollendet (asaṃsthita) freiläßt. Āśokeya nun stellt es [das Opfer] wahrlich fertig: Mit zerlassener Butter (Ājya) ist es zum Abschluß zu bringen, zur Fortsetzung des Opfers, damit es nicht zerreißt.
svargaṃ vā eṣa lokam anvārohati yo 'gniṃ cinute yad anvārohān juhoti svargam evainaṃ lokaṃ gamayitvātha kāmaṃ carati //
In die Himmelswelt steigt der hinauf, der das Feuer schichtet. Wenn er die Anvārohā-Spenden (Aufstiegsspenden) darbringt, so läßt er ihn (den Opferherrn) eben in die Himmelswelt gelangen, und dann bewegt er sich nach Wunsch.