Dieser Prapāṭhaka enthält die Zuteilung der Körperteile eines Opfertiers (offenbar des Rosses beim Aśvamedha) an Gottheiten, Naturerscheinungen und Weltteile, in dichter, technischer Aufzählung mit vielen seltenen und teils verderbten Wörtern; das Opfertier wird als Abbild des Kosmos gedeutet. Danach folgen zwei Reihen von Opfergaben (Puroḍāśa, Caru, Payasyā) für Götter samt Metrum, Stoma, Sāman und Jahreszeit sowie für die „Sünden-/Frevellöser“ (Sühnereihe). Viele Einzeldeutungen bleiben unsicher.
Das Grünfutter (śāda) mit den Zähnen, die Wasserpflanzen (avakā) mit den Zahnwurzeln, den Lehm [?] mit den barsva [?], die stega [?] mit den Hauern, den Gaumen mit dem Gebrüll, die Kraft (vāja) mit den Kinnbacken, Sarasvatīs Zungenspitze mit der Zunge, die Aufwallung (utsāda) [?] die Wasser mit dem Mund, die beiden Männlichen (vṛṣaṇā) mit den Hoden, die Ādityas mit dem Bart, den Weg mit den Brauen, Himmel und Erde mit den Augenlidern, den Blitz mit den Pupillen, das Gehör (die beiden śrotra) mit den Ohrmuscheln, die beiden Ohren mit den Gehörgängen; diesseitige Wimpern, jenseitige Zuckerrohre; jenseitige Wimpern, diesseitige Zuckerrohre.
Den Wind mit dem Einatmen (prāṇa), mit dem Ausatmen (apāna) die Nase, den Upayāma (Becher/Nähe) [?] mit der Unterlippe, das Seiende (sat) mit der Oberlippe; dem Weißen svāhā, dem Schwarzen svāhā; den Donner mit dem Nirbādha [?], den Kopf mit dem Niveṣya [?], den Blitzschlag (aśani) mit dem Gehirn, den Blitz (vidyut) mit den Pupillen, das Innere mit dem Prakāśa (Leuchten), das Äußere mit dem Anukāśa (Nachleuchten), den Tedanī [?] mit dem unteren Kehlkopf, die Wasser mit dem trockenen Kehlkopf, den Geist (citta) mit den Nackenmuskeln [?], Aditi mit dem Kopf, Nirṛti mit dem Gemurmel [?] des Kopfes, die Lebenshauche mit den Aufschreien, den Schleim (reṣman) [?] mit dem Stūpa (Schopf/Haufen) [?].
Die Stechmücken mit den Haaren, Indra mit dem gut zugreifenden Zugtier (svapas vaha) [?], Bṛhaspati mit dem Vogelfressen (śakunisāda) [?], die Schildkröten mit den Hufen, das Besteigen (ākramaṇa) mit den Schenkeln [?], die Stärke (bala) mit den Kuṣṭha [?], die Schnelligkeit mit den Unterschenkeln, den Weg mit den Armen, den Waldbrand [?] mit dem Jāmbila [?], Agni mit den Schienbeinen [?], Rudra mit den Rora [?], Pūṣan mit den Vorderarmen, die beiden Aśvin mit den Schultern.
Agnis ist der Vorderflügel (pakṣati), Vāyus der Nachflügel (nipakṣati), Somas der dritte, der Wasser der vierte, Aditis der fünfte, Agni-Somas der sechste, der Maruts der siebte, Bṛhaspatis der achte, Pūṣans der neunte, Tvaṣṭṛs der zehnte, Indras der elfte, Varuṇas der zwölfte, Yamas der dreizehnte.
Indra-Agnis ist der Vorderflügel, Sarasvatīs der Nachflügel, Indras der dritte, Bṛhaspatis der vierte, Nirṛtis der fünfte, Indrāṇīs der sechste, der Schlangen der siebte, Viṣṇus der achte, Aryamans der neunte, des Dhātṛ der zehnte, Indras der elfte, Varuṇas der zwölfte, der Yamī der dreizehnte; von Himmel und Erde die rechte Seite, der Allgötter die linke.
Der Maruts sind die Schultern, der Allgötter die erste Rippe (kīkasā), der Rudras die zweite, der Ādityas die dritte; Vāyus ist der Schwanz; Agni-Somas die beiden Hinterbacken (bhāsad); die beiden Kraniche (kruñca) mit den Hüften, Mitra und Varuṇa mit den Schenkeln, Indra und Varuṇa mit den Algā [?], das Besteigen mit den Kuṣṭha [?]; mit den Atsarā [?] die Haselhühner (kapiñjala).
Indras ist die Brust (kroḍa), Aditis der Pājasya [?], der Himmelsrichtungen die Schlüsselbeine (jatru), Aditis der Hintere (bhasad); die Regenwolken (jīmūta) mit dem Herzen und den Upaśā [?], den Luftraum mit der Pulītat [?], den Himmelsraum (nabhas) mit dem Bauch (udarya), die Ameisenhügel mit dem Klomann [?], mit den Glau [?] die Gebüsche, die beiden Rothähne/Cakravāka-Enten mit den Matasna [?], den Himmel mit den Nieren, mit den Adern (hirā) die Ströme, die Berge mit den Plāśi [?], die Steine mit der Milz, die Seen mit den Flanken (kukṣi), das Meer mit dem Bauch (udara), Vaiśvānara mit der Asche.
Die Vidhṛti (Stütze) mit dem Nabel, das Schmalz (ghṛta) mit dem Saft (rasa), die Wasser mit der Brühe (yūṣan), die Lichtstrahlen (marīci) mit dem Tropfen, den Nebel mit der Hitze, den Reif (śīna) mit dem Fett, die Hagelkörner (hrāduni) mit dem Augenschmutz, die Wassertropfen (pruṣvā) mit den Tränen, die Rakṣas mit dem Blut, die bunten Sterne (citrāṇi nakṣatrāṇi) mit den Gliedern, mit den Gestalten [?], die Erde mit der Haut; dem Jumbaka svāhā.
Pūṣan mit dem Vaniṣṭhu (Darm), den Andhāhi (blinde Schlange) [?] mit dem dicken Enddarm (sthūragudā), die Schlangen mit den Darmwindungen (gudā), den Vihruta (Verkrümmten) [?] mit den Eingeweiden (āntra), die Wasser mit dem Mund, die beiden Männlichen (vṛṣaṇā) mit den Hoden, Śeṣa (den Rest) mit dem Zeugungsglied (vājina) [?], die Nachkommenschaft mit dem Samen (retas), die Blauracken (cāṣa) mit der Galle (pitta), die Risse (pradara) [?] mit dem After (pāyu), die Kūṣmas [?] mit den Kotballen (śakapiṇḍa).
Dem Agni, dem gāyatra-artigen, dem Trivṛt, dem Rathantara-verbundenen, dem frühjährlichen, bringt er einen Opferkuchen auf acht Scherben dar; dem Indra, dem triṣṭubh-artigen, dem Pañcadaśa, dem Bṛhat-verbundenen, dem sommerlichen, einen Opferkuchen auf elf Scherben; den Allgöttern, den jagatī-artigen, den Saptadaśa, den Vairūpa-verbundenen, den regenzeitlichen, einen Opferkuchen auf zwölf Scherben; dem Mitra und Varuṇa, den beiden anuṣṭubh-artigen, den Ekaviṃśa, den Vairāja-verbundenen, den herbstlichen, Dickmilch (payasyā); dem Bṛhaspati, dem paṅkti-artigen, dem Triṇava, dem Śākvara-verbundenen, dem winterlichen, einen Brei (caru); dem Savitṛ, dem atichandas-artigen, dem Trayastriṃśa, dem Raivata-verbundenen, dem frühwinterlichen (śaiśira), einen Opferkuchen auf zwölf Scherben; der Anumati einen Brei; dem Vaiśvānara einen Opferkuchen auf zwölf Scherben; der Aditi, Viṣṇus Gattin, einen Brei; dem Kāya (Prajāpati) einen Opferkuchen auf einem Scherben.
Dem Agni, dem Sündenlöser (aṃhomuc), bringt er einen Opferkuchen auf acht Scherben dar; dem Indra, dem Sündenlöser, einen Opferkuchen auf elf Scherben; dem Mitra und Varuṇa, den Frevellösern (āgomuc), Dickmilch; dem Vāyu und Savitṛ, den Frevellösern, Milch; den beiden Aśvin, den Frevellösern, geröstete Körner (dhānā); den Maruts, den Vergehenlösern (enomuc), einen Opferkuchen auf sieben Scherben; den Allgöttern, den Vergehenlösern, einen Opferkuchen auf zwölf Scherben; der Anumati einen Brei; dem Vaiśvānara einen Opferkuchen auf zwölf Scherben; Himmel und Erde, den Sündenlösern, einen Opferkuchen auf zwei Scherben.