Quellen der Menschheit

Maitrāyaṇī-Saṃhitā · Kāṇḍa 3

Prapāṭhaka 6

Dieser Prapāṭhaka (3,6) behandelt die Dīkṣā, die Weihe des Opferherrn (Yajamāna) vor dem Somaopfer: die einleitende Āgnāvaiṣṇava-Gabe (Opferkuchen für Agni und Viṣṇu), Wahl und Abgrenzung des Weiheplatzes, Haarschur, Bad, Salbung mit Butter und Augensalbe, Reinigung mit Darbha-Halmen, die Prayuj-Spenden und die Audgrabhaṇa-Spenden, Gürtel (Mekhalā), Gewand und Antilopenfell, das Schweigegelübde der Rede und die Regeln des Dīkṣita (Fasten, Schlaf, Bad). Die Brāhmaṇa-Erläuterung deutet die Weihe als Wiedergeburt des Opferherrn im Mutterschoß des Opfers. Einige Stellen sind textlich verderbt oder elliptisch (etwa die Kurzmantras in 3,6.3 und 3,6.9); Mantra-Anfänge stehen ohne vollständigen Vers.

āgnāvaiṣṇavam ekādaśakapālaṃ nirvaped agnir vai sarvā devatā viṣṇur yajño devatāś caiva yajñaṃ cālabdhāgnir vai yajñasyānto 'vastād viṣṇuḥ purastād ubhayata eva yajñasyāntā ālabdha tad āhur na ṛta indrād yajño 'stv iti yad aṣṭākapalas tenāgneyo yat trikapālas tena vaiṣṇavo yad ekādaśakapālaḥ saṃpadyate tenaindro 'gnir vai yajñasya pavitraṃ viṣṇur yajñaḥ pavitrapūtam eva yajñam ālabdha medhasya vā etad yajñasya rūpaṃ yat puroḍāśas tasmāt puroḍāśa eva kāryaś carū kurvanti dhenvā vai ghṛtaṃ payo 'naḍuhas taṇḍulās tan mithunaṃ mithunam evāsya yajñamukhe dadhāti tejo vai ghṛtaṃ tejasa eva prajāyate puruṣo vā eṣa medhāyālabhyate puruṣasyeva hy eṣā pratimā yata iva hi rūpaṃ tasmāc carur eva kāryo vedimati dīkṣate vindā iti vai vedimati dīkṣate vindate ha vai yo vedimati dīkṣate 'tho yajñapatha evādīkṣiṣṭa vedyā vai devā imam asurāṇām avindatemām eva vindate yo vedimati dīkṣate 'tho yajñapatham evālabdha prācīnavaṃśaṃ kurvanti diśo yad imāṃ vyakalpayann imām eva devebhyo 'kalpayann imāṃ pitṛbhya imām asurebhya imāṃ manuṣyebhyo devatām eṣa upaiti yo dīkṣate devānām eva diśam upāvartate prācīnām eva diśam upāvartate 'tho devakṣetram eva prāvasyati pariśrayanty antarhito vai daivāt kṣayān mānuṣaḥ kṣayo mānuṣād evainaṃ kṣayād antardadhaty atho rakṣasām ananvavāyāyaiti vā eṣo 'smāl lokād yo dīkṣate janaṃ hy eti devalokam abhyārohati pariśrayanto 'tirokān kurvanti tenāsmāl lokān naiti tenāsmiṃl loke dhṛtaḥ purastāt prāyaṇaṃ kuryāt svargakāmasyāsau vā ādityaḥ svargo loko 'muṣyainam ādityasya sāmakṣaṃ gamayati dakṣiṇataḥ prāyaṇaṃ kuryād yaṃ kāmayeta pitṛloka ṛdhnuyād ity eṣā vai pitṝṇāṃ dik pitṛloka eva ṛdhnoti paścāt prāyaṇaṃ kuryāt prajākāmasya paścād vai reto dhīyate reto dīkṣito reto 'smin dadhāty uttarataḥ prāyaṇaṃ kuryād yaṃ kāmayeta manuṣyaloka ṛdhnuyād ity eṣā vai manuṣyāṇāṃ diṅ manuṣyaloka eva ṛdhnoty uttarataḥ purastāt prāyaṇaṃ kuryād yaṃ kāmayetobhayor lokayor ṛdhnuyād ity ubhayor vā etal lokayor ubhayor eva lokayor ṛdhnoti sarvataḥ prāyaṇaṃ kuryād yaṃ kāmayeta sarvāsu dikṣv ity ṛdhnuyād iti sarvāsu dikṣv ity ṛdhnoti

Einen Opferkuchen auf elf Schalen für Agni und Viṣṇu soll er darbringen. Agni ist alle Gottheiten (Devatā), Viṣṇu ist das Opfer (Yajña); er erlangt damit die Gottheiten und das Opfer. Agni ist das Ende des Opfers unten (hinten), Viṣṇu oben (vorn); so erlangt er das Opfer von beiden Enden her. Dazu sagen sie: „Ohne Indra soll das Opfer nicht sein.“ Dass er auf acht Schalen ist, dadurch gehört er Agni; dass er auf drei Schalen ist, dadurch gehört er Viṣṇu; dass er auf elf Schalen zustande kommt, dadurch gehört er Indra. Agni ist der Reiniger des Opfers, Viṣṇu ist das Opfer; so erlangt er das Opfer als ein gereinigtes. Der Opferkuchen (Puroḍāśa) ist die Gestalt des opferreifen (opferwürdigen) Tieres; deshalb sollte man eben einen Opferkuchen machen. Man macht auch einen Brei (Caru): Butter (Ghṛta) ist von der Kuh, Milch ebenfalls; die Körner sind vom Zugstier; das ist ein Paar (Mithuna). Damit legt er ein Paar an die Mündung (den Anfang) des Opfers. Butter ist Glut (Tejas); durch Glut wird er gezeugt. Dieser (der Opferherr) wird nämlich als Mensch dem Opfer (Medha) als Opfertier dargebracht; denn dieser (Brei) ist gleichsam ein Abbild des Menschen, weil er gewissermaßen die Gestalt hat. Deshalb sollte man nur einen Brei machen. Er lässt sich weihen auf einem Platz, der einen Altar (Vedi) hat; „er findet“, so heißt es, wer sich auf einem Platz mit Altar weihen lässt. Er findet wahrlich, wer sich auf einem Platz mit Altar weihen lässt; und er hat sich damit auf den Weg des Opfers geweiht. Mit dem Altar fanden die Götter diese (Erde) den Asuras ab; diese (Erde) findet er, wer sich auf einem Platz mit Altar weihen lässt; und er hat damit den Opferpfad erlangt. Man macht die Halle mit dem Dachbalken nach Osten (Prācīnavaṃśa). Die Himmelsrichtungen: als sie diese (Erde) aufteilten, teilten sie diese den Göttern zu, diese den Vätern, diese den Asuras, diese den Menschen. Zu einer Gottheit geht der, der sich weihen lässt; er wendet sich der Himmelsrichtung der Götter zu, er wendet sich eben der östlichen Richtung zu, und er geht in das Gebiet der Götter ein. Man umgibt ihn mit Flechtwänden (Pariśraya): Getrennt ist der menschliche Wohnsitz vom göttlichen Wohnsitz; vom menschlichen Wohnsitz verbirgt man ihn damit, und zwar zum Nichtnachfolgen der Rakṣas (Dämonen). Wer sich weihen lässt, geht gleichsam aus dieser Welt fort: er geht zu den Menschen (?) [?] und steigt in die Götterwelt hinauf. Man macht die Flechtwände undurchsichtig; damit geht er nicht aus dieser Welt fort, damit ist er in dieser Welt gehalten. Nach Osten soll man den Auszug (Prāyaṇa, das Hinausgehen) machen bei einem, der die Himmelswelt begehrt: Jener Āditya (Sonne) ist die Himmelswelt; man bringt ihn vor jenen Āditya, in dessen Sichtbereich. Nach Süden soll man den Auszug machen bei dem, von dem er wünscht: „Er möge in der Welt der Väter gedeihen.“ Dies ist die Himmelsrichtung der Väter; so gedeiht er in der Väterwelt. Nach Westen soll man den Auszug machen bei einem, der Nachkommenschaft begehrt: Im Westen wird der Same gelegt; der Geweihte legt Samen in sich. Nach Norden soll man den Auszug machen bei dem, von dem er wünscht: „Er möge in der Menschenwelt gedeihen.“ Dies ist die Himmelsrichtung der Menschen; so gedeiht er in der Menschenwelt. Nach Nordosten (nördlich-östlich) soll man den Auszug machen bei dem, von dem er wünscht: „Er möge in beiden Welten gedeihen.“ In beiden Welten gedeiht er tatsächlich. In allen Richtungen soll man den Auszug machen bei dem, von dem er wünscht: „Er möge in allen Himmelsrichtungen gedeihen.“ Er gedeiht in allen Himmelsrichtungen.

keśaśmaśru vapate dato dhāvate nakhān nikṛntate snāti mṛtā vā eṣā tvag amedhyaṃ vā asyaitad ātmani śamalaṃ tad evāpahate medhya eva medham upaity apsu dīkṣāṃ praveśayitvā devāḥ svargaṃ lokam āyan yad apsu snāti tām eva dīkṣām ālabhate 'tha yad apo 'vabhṛtham abhyavaiti tāṃ vā etad dīkṣāṃ punar apsu praveśayaty oṣadhe trāyasvainam ity āha trātyā eva svadhite mainaṃ hiṃsīr iti vajro vai svadhitiḥ sa īśvaro 'śānto yajamānaṃ hiṃsitor yat tṛṇam antardadhāti yajamānasyāhiṃsāyai devaśrud imān pravapā iti devaśrud hy etān pravapate svasty uttaraṃ aśīyeti svasty asya yajñasyodṛcam aśīyeti vā etad āhāpo mā mātaraḥ sūdayantv ity āpo hi yajño ghṛtena mā ghṛtapvaḥ punantv iti devatābhir evātmānaṃ pāvayate viśvaṃ hi ripraṃ pravahantu devīr iti yad evāsya ripram amedhyam ātmani śamalaṃ tad asmād adhi pravahanty ud id ābhyaḥ śrucir ā pūta emīti śrucir evābhyo yajñiyo medhyaḥ pūta udeti havir vai dīkṣito yadā vai havir yajuṣā prokṣaty atha havir bhavati yad yajuṣā snapayati havir evainam akar aśnāti prāṇā vā aśanaṃ prāṇān evātman dhitvā dīkṣate suṣiro vai puruṣaḥ sa vai tarhy eva sarvo yarhy āśito yad āśito bhavati medhya eva medham upaiti yathā vā iha dīkṣita evaṃ vā eṣo 'muṣmiṃl loka eva vā atyāśitasya tiṣṭhati tasmān nātyāśitena bhavitavyaṃ tan na sūrkṣyam āśitenaiva bhavitavyaṃ yathaiva kanīyaḥkanīyo 'śnīyād evam aśnīyād yad dhi dīkṣitaḥ san kanīyo 'śnāti tena dīksita āṅkte 'bhyaṅkte vāsaḥ paridhatta etā vai puruṣasya tanvaḥ satanūr eva medhyam upaiti navanītenābhyaṅkte ghṛtaṃ devānām āyutaṃ manuṣyāṇāṃ niṣpakvaṃ gandharvāṇāṃ svayaṃvilīnaṃ pitṝṇāṃ sarvadevatyaṃ vā etat tasmān navanītenābhyaṅkte darbhapiñjulābhyāṃ samāyauti tat svid abhyañjanam akar atho abhy evaitad ghārayati medhatvāya mahīnāṃ payo 'sīty āha mahīnāṃ hy etat payo 'pām oṣadhīnāṃ rasā ity apāṃ hy eṣa oṣadhīnāṃ raso varcodhā asi varco me dhehīty āśiṣam evāśāste

Er schert Haar und Bart, putzt die Zähne, schneidet die Nägel, badet. Dies ist tote Haut; unrein ist dieser Schmutz an seinem Selbst; den streift er ab; rein gelangt er zum Opfer (Medha). Nachdem die Götter die Weihe (Dīkṣā) in die Wasser hineingeschickt hatten, gingen sie in die Himmelswelt. Dass er in den Wassern badet, dadurch ergreift er eben diese Weihe; und dass er zum Abschlussbad (Avabhṛtha) ins Wasser geht, dadurch lässt er diese Weihe wieder in die Wasser eintreten. „Kraut, schütze ihn“, sagt er: zum Schutz. „Messer, verletze ihn nicht“ (sagt er); das Messer ist der Donnerkeil; der wäre imstande, im Unfrieden den Opferherrn zu verletzen; dass er einen Grashalm dazwischenlegt, ist zur Nichtverletzung des Opferherrn. „Götterhörer, ich streue diese hin“: denn er streut diese als Götterhörer hin. „Heil möge ich nach Norden gelangen“: das sagt er, „Heil möge ich zum Höheren des Opfers gelangen.“ „Die Wasser, die Mütter, sollen mich läutern“: denn die Wasser sind das Opfer. „Die Butterläuterer sollen mich mit Butter reinigen“: so reinigt er sich durch die Gottheiten. „Denn allen Schmutz sollen die göttlichen Wasser hinwegtragen“: was an ihm Schmutz ist, Unreines, was am Selbst Unreinheit ist, das tragen sie von ihm hinweg. „Rein steige ich aus ihnen hervor“: rein, opferwürdig, geläutert steigt er aus ihnen auf. Der Geweihte ist eine Opfergabe (Havis). Wenn man die Opfergabe mit dem Opferspruch (Yajus) besprengt, dann wird sie zur Opfergabe; indem er ihn mit dem Yajus badet, hat er ihn gerade zur Opfergabe gemacht; er isst. Die Lebenshauche sind die Nahrung; nachdem er die Lebenshauche in sich gelegt hat, lässt er sich weihen. Hohl ist der Mensch; der ist ganz (vollständig) dann, wenn er gegessen hat. Wenn er gegessen hat, gelangt er rein zum Opfer. So wie hier (auf Erden) der Geweihte, so ist dieser in jener Welt: Nur bei dem, der zu viel gegessen hat, bleibt es stehen (?) [?]; deshalb darf man nicht zu viel gegessen haben, und das darf man nicht verachten; nur satt soll man sein. Wie ein immer Geringerer (Anspruchsloserer) soll er essen; denn wenn er als Geweihter weniger isst, dadurch wird er mit Salbe gesalbt (?) [?]. Er salbt sich, er salbt sich ein, er legt ein Gewand an: dies sind des Menschen Körper; mit Körper gelangt er zum Reinen. Er salbt sich mit frischer Butter (Navanīta): Ājya ist der Götter ..., der Menschen ...; gebacken (geschmolzen) das der Gandharvas, von selbst zerflossen das der Väter; denn dies gehört allen Gottheiten. Deshalb salbt er sich mit frischer Butter. Mit zwei Darbha-Bündeln streicht er zusammen: das ist eben die Salbe, die er zubereitet hat; und dadurch leitet er es weiter hinein (?) [?], für das Gedeihen des Geistes (Medha). „Du bist die Milch der Mächtigen“: sagt er; denn dies ist die Milch der Mächtigen. „Der Wasser, der Kräuter Saft“: denn dies ist der Saft der Wasser, der Kräuter. „Du bist Glanzspender, gib mir Glanz“: so bittet er nur um einen Segen.

prasvāṅkte prajātyaīṣīkayāṅkte śalasyā hi manuṣyā āñjate satūlayāṅkte 'patūlayā hi manuṣyā āñjate dakṣiṇaṃ pūrvam āṅkte savyaṃ hi pūrvaṃ manuṣyā āñjate trir anyat trir anyad āṅkte 'parimitaṃ hi manuṣyā āñjate na punar niṣevayati punarāvartaṃ hi manuṣyā āñjata indro vai vṛtram ahaṃs tasya kanīnikā parāpatat sā trikakubham agachat tadāñjanaṃ traikakubham āṅkte satyaṃ vai cakṣur neva vāce śrad dadhāti satyam evālabhya dīkṣām upaity antar ahaṃ tvayā dveṣo antarārātīr dadhe mahatā parvateneti parvatena vā etad dveṣo 'rātīr antar dhatte cakṣuḥpā asi cakṣur me pāhīty āśiṣam evāśāsta ūrdhvaṃ cāvāñcaṃ ca pāvayaty ūrdhvaś ca hy ayam avāṅ ca prāṇo yaṃ dviṣyāt tam akṣṇayā pāvayet prāṇān asya mohayati pramāyuko bhavati citpatis tvā punātv iti yajño vai citpatir vācaspatis tvā punātv iti vācaspatir evainaṃ yajñāya pāvayati devas tvā savitā punātv iti savitṛprasūta evaitābhir devatābhir medhāyātmānaṃ pāvayate 'chidreṇa pavitreṇety etad vā achidraṃ pavitraṃ yat sūryasya raśmayo 'chidreṇaivainaṃ pavitreṇa punāti tasya te pavitrapate pavitreṇeti yajño vai pavitrapatir yajñāya khalu vā eṣa kam ātmānaṃ pāvayate //

Er salbt sich mit [Anm.: Vers verkürzt]; er salbt sich mit einem Rohrhalm (Iṣīkā), denn Menschen salben sich mit dem Stachel (Śalya). Er salbt sich mit einem, der Flocken hat (Satūla), denn die Menschen salben sich mit einem, der keine hat (Apatūla). Zuerst salbt er das rechte (Auge), denn die Menschen salben zuerst das linke. Dreimal das eine, dreimal das andere salbt er, denn Menschen salben sich unbegrenzt. Er salbt nicht wiederholt, denn Menschen salben sich wiederholend. Indra erschlug Vṛtra; dessen Augapfel fiel weg; der ging zum Trikakubh (Berg); daher salbt er sich mit der Trikakubh-Salbe. Wahrheit ist das Auge; ebenso (wie der Rede) glaubt er der Wahrheit; nur die Wahrheit ergreifend geht er zur Weihe ein. „Zwischen mich und dich habe ich Hass und Feinde gesetzt durch den großen Berg“: durch einen Berg setzt er wahrlich Hass und Feinde dazwischen. „Du bist Augenhüter, hüte mein Auge“: so bittet er nur um einen Segen. Er läutert aufwärts und abwärts; denn dieser Hauch ist aufwärts und abwärts. Wen er hasst, den soll er mit dem Auge (Blick) läutern; er benebelt dessen Lebenshauche, der wird kurzlebig. „Citpati (der Herr des Denkens) soll dich läutern“: Citpati ist das Opfer. „Vācaspati (Herr der Rede) soll dich läutern“: Vācaspati läutert ihn eben für das Opfer. „Gott Savitṛ soll dich läutern“: von Savitṛ angetrieben läutert er sich durch diese Gottheiten für den Geist (Medha). „Mit dem unversehrten Läuterungsgerät“: das ist das unversehrte Läuterungsgerät, nämlich die Strahlen der Sonne; mit dem unversehrten Läuterungsgerät läutert er ihn. „Mit deinem Läuterungsgerät, Herr des Läuterungsgeräts“: der Herr des Läuterungsgeräts ist das Opfer; „für das Opfer“ läutert er sich wahrlich selbst. [Anm.: Der Satz bricht hier ab; der Mantra-Schluss folgt in der nächsten Einheit.]

yajñaṃ śakeyam // itīndro vai vṛtram apsv adhyahaṃs tāsāṃ yad yajñiyaṃ medhyam āsīt tad udakrāmat tā imā oṣadhayo 'bhavaṃs tāsāṃ vā etat tejo yad darbhā etā vai śuṣkā āpo yad evāsāṃs tejas tad avarunddhe trayīr vā āpo divyāḥ pārthivāḥ samudriyās tāḥ sarvā darbho vivasthait tasmād darbhaḥ pavitraṃ dvābhyāṃ pāvayati dve pavitre dvipād yajāmāno yāvān evāsyātmā taṃ pāvayati triḥ pāvayati triṣatyā hi devā atho trayo vā ime prāṇāḥ prāṇo 'pāno vyāno yāvān evāsyātmā taṃ pāvayati saptabhiḥ pāvayati sapta vai chandāṃsi chandobhir evainaṃ pāvayaty atho brahma vai chandāṃsi brahmaṇaivainaṃ pāvayaty ekaviṃśatyā pāvayati daśa hastyā aṅgulayo daśa pādyā ātmaikaviṃśo yāvān evāsyātmā taṃ pāvayati trayā vai nairṛtā akṣāḥ striyaḥ svapno yad dīkṣate tenākṣaiś ca strībhiś ca vyāvartate yāṃ prathamāṃ dīkṣito rātrīṃ jāgarti tayā svapnena vyāvartate yāṃ prathamāṃ dīkṣito vasati yajñaṃ tayāvarunddhe yāṃ some krīte prajāṃ tayā yāṃ śvaḥsutyayā paśūṃs tayā

„…möge ich das Opfer vermögen.“ So (sagt er). Indra erschlug Vṛtra in den Wassern; was von ihnen opferwürdig und rein war, das ging heraus; das wurden diese Kräuter (Oṣadhi). Ihre Glut ist der Darbha; diese Wasser sind trocken; was an ihnen Glut ist, das erlangt er für sich. Dreifach sind die Wasser: himmlische, irdische, meerische; sie alle hat der Darbha durchdrungen. Deshalb ist Darbha ein Läuterungsgerät (Pavitra). Mit zweien läutert er: zwei Läuterer, zweifüßig ist der Opferherr; soweit sein Selbst reicht, läutert er es. Dreimal läutert er, denn dreifach wahr sind die Götter; und diese Lebenshauche sind drei: Prāṇa, Apāna, Vyāna; soweit sein Selbst reicht, läutert er es. Mit sieben läutert er: sieben sind die Metren (Chandas); mit den Metren läutert er ihn; und die Metren sind Brahman; mit Brahman läutert er ihn. Mit einundzwanzig läutert er: zehn sind die Finger der Hände, zehn die der Füße, das Selbst ist das einundzwanzigste; soweit sein Selbst reicht, läutert er es. Drei sind der Nirṛti zugehörig: Würfel, Frauen, Schlaf; dass er sich weiht, dadurch trennt er sich von Würfeln und Frauen. Die erste Nacht, die der Geweihte wacht, damit trennt er sich vom Schlaf. Die erste (Nacht), die der Geweihte (dort) wohnt, damit erlangt er das Opfer; wenn Soma gekauft ist, damit die Nachkommenschaft; mit dem Tag danach (dem Sutyā-Tag), damit das Vieh.

ākūtyai prayuje agnaye svāhety ākūtyā vā ākūtir yakṣyate sya iti prayujaḥ khalu vā enaṃ yajñāya prayuñjate medhāyai manase agnaye svāheti medhayā hi manasā yajñam aśnute dīkṣāyai tapase agnaye svāheti dīkṣayā hi tapasā yajñam aśnute sarasvatyai pūṣṇe agnaye svāheti vāg vai sarasvatī vācā vyāharati yakṣyate sya iti pūṣā khalu vā enaṃ yajñaṃ prāpipad ya enam apūpuṣad āpo devīr bṛhatīr viśvaśaṃbhuvā ity āpo hi yajño dyāvāpṛthivī uro antarikṣeti dyāvāpṛthivī vā anv antarikṣaṃ yajña upaśritas tata eva yajñam ālabdha bṛhaspatir no haviṣā vṛdhātu svāheti brahma vai bṛhaspatir brahmaṇā vā etat purastāt sarvān kāmān āptvā dīkṣām ālabhate yatra vā asya yajñaḥ śrito yatrayatropaśritas tatastato vā etat sarvaṃ brahmaṇā yajñaṃ saṃbhṛtyālabdha na vā ekāhutir dīkṣitaṃ karoti yad etāni juhoti dvitīyatvāya prajāpatir vai yat kiṃca manasādīdhet tad ādhītayajurbhir evāpnot tad ādhītayajuṣām ādhītayajuṣṭvaṃ tad ya evaṃ vidvān ādhītayajūṃṣi juhoti yad eva kiṃca manasā dīdhyaj juhoti tad āpnoty ete vai yajñasya saṃbhārā eṣa ha tv eva saṃbhṛtasaṃbhāreṇa yajñena yajate yasyaitāni hūyanta etad dha sma vā āhāruṇa aupaveśiḥ kim u sa yajñena yajeta yo yajñasya saṃbhārān na vidyād iti pañcabhir juhoti pāṅkto yajño yāvān eva yajñas tam ālabdha ṣaḍbhir juhoti ṣaḍ vā ṛtava ṛtuṣv eva pratitiṣṭhati yajño vai sṛṣṭaḥ pra sāmāvlināt pra yajus taṃ vā ṛg evāyachad ekā vā enam ṛg ayachad dvādaśa yajūṃṣi nava sāmāni tasmān navabhir bahiṣpavamāne stuvate nava hy enaṃ sāmāny ayachaṃs tasmād vātsaṃbandhavido dvādaśabhir audgrabhaṇaṃ juhvati dvādaśa hy enaṃ yajūṃṣy āyachann etarhi khalu vā eṣa sṛjyate yarhi dīkṣate yad ṛcaudgrabhaṇaṃ juhoti yajñaṃ vā etat sṛṣṭam ṛcāyachati tasmād āruṇivida ṛcaudgrabhaṇaṃ juhvaty ekā hy enam ṛg ayachat

„Der Ākūti zum Anspannen, dem Agni Heil!“: Ākūti (Absicht) ist es, dass er sagt „ich werde opfern“; es sind Anspannungen (Prayuj); denn sie spannen ihn (den Opferherrn) für das Opfer an. „Der Medhā (Einsicht), dem Manas (Geist), dem Agni Heil!“: denn mit Einsicht und Geist erlangt man das Opfer. „Der Dīkṣā, dem Tapas (Glut), dem Agni Heil!“: denn mit Weihe und Askese erlangt man das Opfer. „Der Sarasvatī, dem Pūṣan, dem Agni Heil!“: Sarasvatī ist die Rede; mit der Rede sagt er „ich werde opfern“; Pūṣan hat ihn wahrlich zum Opfer geführt, der ihn genährt hat. „Ihr göttlichen, großen Wasser, allheilbringenden“: denn die Wasser sind das Opfer. „Himmel und Erde, weiter Luftraum“: denn Himmel und Erde und der Luftraum dazwischen sind im Opfer eingelehnt; von dort her ergreift er das Opfer. „Bṛhaspati fördere uns mit der Opfergabe, Heil!“: Bṛhaspati ist Brahman; durch Brahman ergreift er die Weihe, nachdem er vorher alle Wünsche erlangt hat. Wo dem Opfer immer ein Halt ist, wo immer es angelehnt ist, von dort her; nachdem er alles durch Brahman zum Opfer zusammengebracht hat, ergreift er (die Weihe). Nicht macht eine einzige Spende den Geweihten (vollständig); dass er diese darbringt, ist zur Zweiheit (Ergänzung). Prajāpati dachte, was immer er mit dem Geiste erwog; das erreichte er mit den Ādhīta-Yajus; dies ist das Wesen der „Ādhīta-Yajus“ (Denk-Sprüche). Wer so wissend die Ādhīta-Yajus darbringt, erreicht, was immer er mit dem Geiste denkend darbringt. Dies sind die Zutaten (Saṃbhāra) des Opfers; der opfert wahrlich mit einem Opfer, das mit Zutaten versehen ist, dem diese dargebracht werden. Dies sagte Āruṇi Aupaveśi: „Womit kann der opfern, der die Zutaten des Opfers nicht kennt?“ Mit fünf bringt er dar: fünffach ist das Opfer; soweit das Opfer reicht, hat er es ergriffen. Mit sechs bringt er dar: sechs sind die Jahreszeiten; in den Jahreszeiten findet er Halt. Das Opfer, als es entlassen (geschaffen) wurde, ... [?] Sāman ..., ... Yajus. Den hielt allein ein Ṛc (Vers) fest; ein einziger Ṛc hielt ihn fest; zwölf Yajus, neun Sāmans; deshalb singt man beim Bahiṣpavamāna mit neun (Strophen), denn neun Sāmans hielten ihn. Deshalb bringen die Kenner der Verwandtschaft (Vātsaṃbandhavid) mit zwölf die Audgrabhaṇa-Spende dar, denn zwölf Yajus hielten ihn. Jetzt wird dieser wahrlich geschaffen (losgelassen), wenn er sich weiht; dass er mit einem Ṛc die Audgrabhaṇa-Spende darbringt, damit hält er das Opfer, das entlassen ist, mit einem Ṛc fest. Deshalb bringen die Kenner Āruṇis die Audgrabhaṇa-Spende mit einem Ṛc dar, denn ein einziger Ṛc hielt ihn fest.

yajño vai prajāpatiḥ prājāpatyam etac chando yad anuṣṭubh yad anuṣṭubhā juhoti svenaivainaṃ chandasāvarunddha ekayā juhoty eko hi prajāpatir aniruktayā juhoty anirukto hi prajāpatiḥ pūrṇayā juhoti pūrṇo hi prajāpatir yad ūnayā juhuyād bhrātṛvyāya lokam uñśiṃṣed atha yat pūrṇayā juhoti na bhrātṛvyāya lokam uñśiṃṣaty ūrjo vā etad rūpaṃ yat pūrṇaṃ yat pūrṇayā juhoti yajñe vā etad ūrjaṃ dadhāti viśvo devasya netur iti sāvitraṃ marto vurīta sakhyam iti pitṛdevatyaṃ viśvo rāya iṣudhyatīti vaiśvadevaṃ dyumnaṃ vṛṇīteti bārhaspatyaṃ puṣyasā iti pauṣṇaṃ sārasvataḥ svāhākāraḥ sarvadevatyā vā eṣā ṛk tasmād eṣaikā satyaudgrabhaṇaṃ paribabhūva sarvābhyo devatābhyo yajña ālabhyā ity āhuḥ sarvadevatyā vā eṣā ṛg yad etayā ṛcaudgrabhaṇaṃ juhoti sarvābhyo vā etad devatābhyo yajñam ālabhate 'nuṣṭubho vā etasyāḥ satyās trīṇy aṣṭākṣarāṇi padāny ekaṃ saptākṣaraṃ yat saptākṣaraṃ tasya catvāry akṣarāṇy ekasmin pada upayanti trīṇy ekasmin yatra catvāry upayanti sā jagatī yatra trīṇi sā triṣṭub yad aṣṭākṣaraṃ tena gāyatrī yad anuṣṭup tenānuṣṭup sarvair evāsya chandobhir hutaṃ bhavati chandaḥpratiṣṭhāno vai yajñaś chandaḥsu vāvāsyaitad yajñaṃ pratiṣṭhāpayām akaḥ svāhākāreṇa khalu vā eṣā paṅktiḥ pāṅkto yajñaḥ paṅktiprāyaṇaḥ paṅktyudayanaḥ paṅktiprāyaṇam evāsya yajñaṃ paṅktyudayanam akar atho vāg vai chandāṃsi vācaṃ vā etan madhyata āptvāvarunddhe tasmād iyaṃ vāṅ madhyato vadati madhyato hīyaṃ vāk prajāpatir vai svāṃ duhitaram adhyaid uṣasaṃ tasya retaḥ parāpatat te devā abhisamagachanta tasmād dīkṣito na dadāti na pacaty athainam abhisaṃgachante tad udagṛbhṇaṃs tad audgrabhaṇasyaudgrabhaṇatvaṃ tena yajñam atanvanta yajño yad agre vyabhavat sa tredhā vyabhavat sa vā ṛkṣv eva tṛtīyenāśrayata sāmasu tṛtīyena yajuḥṣu tṛtīyena yā vā asya priyā tanūr āsīt tayā yajur aśrayatoccair ṛcā kriyata uccaiḥ sāmnopāṃśu yajuṣā yajñasya hy atra priyā tanūr yad yajuṣoccaiḥ kuryād yajñasya priyāṃ tanvam uddhṛtāṃ kuryād abrahmavarcasī syān nagnaṃbhāvukaḥ

Das Opfer ist Prajāpati. Prajāpati zugehörig ist dieses Metrum, nämlich das Anuṣṭubh. Dass er mit einem Anuṣṭubh darbringt, erlangt er ihn durch sein eigenes Metrum. Mit einem (Vers) bringt er dar, denn Prajāpati ist einer. Mit einem unbestimmten bringt er dar, denn Prajāpati ist unbestimmt. Mit einem vollen bringt er dar, denn Prajāpati ist voll. Wenn er mit einem mangelnden darbrächte, würde er dem Nebenbuhler Raum verschaffen (?) [?]. Dass er aber mit einem vollen darbringt, verschafft er dem Nebenbuhler keinen Raum. Volles ist die Gestalt der Kraft (Ūrj); dass er mit einem vollen darbringt, legt er Kraft ins Opfer. „Aller (Gott) des führenden Gottes“: das ist an Savitṛ gerichtet; „der Sterbliche wähle Freundschaft“: an die Väter und Götter gerichtet; „alle Reichtum wünscht“: an Viśvedevas gerichtet; „Glanz wählt“: an Bṛhaspati gerichtet; „Gedeihen (Puṣyas)“: an Pūṣan gerichtet; der Ausruf svāhā ist an Sarasvatī gerichtet. Diese Ṛc ist allen Gottheiten zugehörig. Deshalb heißt es: „Dieser eine wahre Vers hat die Audgrabhaṇa umfasst; für alle Gottheiten soll das Opfer ergriffen werden.“ Diese Ṛc gehört allen Gottheiten; dass er mit dieser die Audgrabhaṇa-Spende darbringt, ergreift er damit das Opfer für alle Gottheiten. Von diesem wahren Anuṣṭubh sind drei Füße achtsilbig, einer siebensilbig; von dem siebensilbigen fügt man vier Silben in einen Fuß, drei in einen (anderen) hinzu. Wo sie vier hinzufügen, ist es eine Jagatī; wo drei, eine Triṣṭubh; dass es achtsilbig ist, dadurch ist es Gāyatrī; dass es Anuṣṭubh ist, dadurch Anuṣṭubh. Mit allen Metren ist ihm geopfert. Das Opfer hat die Metren als Halt; in den Metren hat er das Opfer festgemacht. Durch den Svāhā-Ruf ist diese eine Paṅkti; fünffach ist das Opfer, es hat die Paṅkti als Anfang und Ende; so hat er das Opfer mit Paṅkti als Anfang und mit Paṅkti als Ende gemacht. Und die Rede ist die Metren; indem er die Rede in der Mitte ergreift, erlangt er sie. Deshalb spricht diese Rede aus der Mitte, denn diese Rede (spricht) aus der Mitte. Prajāpati begehrte seine Tochter, die Uṣas; sein Same fiel weg. Die Götter kamen zusammen; deshalb gibt der Geweihte nicht und kocht nicht; dann kommen sie (die Götter) zu ihm zusammen. Sie hoben es auf (udagṛbhṇan); dies ist das Wesen der „Audgrabhaṇa“ (Aufheben). Damit spannten sie das Opfer. Als das Opfer am Anfang zerfiel, zerfiel es dreifach. In den Ṛc suchte es mit einem Drittel Zuflucht, in den Sāmans mit einem Drittel, in den Yajus mit einem Drittel. Was ihm die liebe Körpergestalt war, damit suchte es beim Yajus Zuflucht. Laut wird mit dem Ṛc gearbeitet, laut mit dem Sāman, leise mit dem Yajus; denn hier ist des Opfers liebe Gestalt. Wenn er laut mit dem Yajus arbeiten würde, würde er die liebe Gestalt des Opfers herausgezogen machen; er würde ohne Brahman-Glanz sein, und ihm würde nacktes Dasein drohen.

āhitāgnir vā eṣa san nāgnihotraṃ juhoti na darśapūrṇamāsau yajate tad yā āhutibhājo devatās tā anudhyāyinīḥ karoti karśayata ātmānaṃ tenaivāsya tad dhutaṃ bhavati devā asurān hatvaibhyo lokebhyaḥ prāṇudanta teṣām asavo manuṣyān prāviśaṃs tad idaṃ ripraṃ puruṣe 'ntar atho kṛṣṇam iva cakṣuṣy antas tan nāśnīyād asuryam evāpahate yadā vai puruṣe na kiṃcanāntar bhavati yadāsya kṛṣṇaṃ cakṣuṣor naśyaty atha medhyo yadi kuryān naktaṃ kuryād asuryo vai rātrir asūryam evāsūryaṃ kriyate vācaṃ vā etad dīkṣayantīti ha smāhāruṇa aupaveśir ya utāñjāno 'bhyañjāno 'tha dīkṣitavādaṃ vadati sa vāva dīkṣita iti sāyaṃ prātar vai manuṣyāṇāṃ devahitam aśanam atinīya sāyamaśanam atinīya prātaraśanaṃ vrataṃ vratayati mānuṣasya vyāvṛttyay adantīti vai gā āhur aśnantīti manuṣyān juhudhīti devebhyo 'thavā etam āhuḥ //

Dieser (Opferherr), wenn er das Feuer aufgestellt hat, bringt weder das Agnihotra dar noch opfert er Neu- und Vollmondsopfer. Damit macht er die Gottheiten, die ihre Spenden bekommen, zu Nachsinnenden; er magert sich ab; damit ist ihm das (Agnihotra) dargebracht. Die Götter erschlugen die Asuras und vertrieben sie aus diesen Welten. Deren Lebenshauche gingen in Menschen ein; das ist dieser Schmutz (Ripra) im Innern des Menschen, und auch das gleichsam Schwarze im Auge innen. Das soll er nicht essen; er streift das Asurische ab. Wenn im Menschen nichts mehr im Innern ist, wenn ihm das Schwarze in den Augen vergeht, dann ist er rein. Wenn er es tun muss, soll er es nachts tun; asurisch ist die Nacht; das Asurische wird so als Asurisches (des Lichts Beraubtes) getan [?]. Mit der Rede weihen sie; so sagte Āruṇi Aupaveśi: Wer gesalbt und eingesalbt ist und dennoch Weihereden führt, der ist wahrlich geweiht. Abends und morgens ist bei Menschen die den Göttern bestimmte Mahlzeit; nachdem man die Abendmahlzeit übergangen hat, hält man die Morgenmahlzeit als Gelübde, nachdem man die Morgenmahlzeit übergangen hat, die Abendmahlzeit, zur Trennung vom Menschlichen. „Sie essen“, sagen sie von den Kühen; „sie essen“, von den Menschen; „opfere“, zu den Göttern; oder so sagen sie von ihm.

vratam upehi vratya // iti vrataṃ hy etasya vratena yajñaḥ saṃtato vratenaiva yajñaṃ saṃtanoty abhyardho vā ṛksāme yajñād āstāṃ tayor yau mahimānā āstāṃ tā apanidhāya yajñam upāvartetāṃ tau mahimānā ahorātre abhavatāṃ tayor vā etad rūpaṃ yat kṛṣṇājinasya yañ śuklaṃ tad ahno rūpaṃ yat kṛṣṇaṃ tad rātres tau vā etan mahimānā anvārabhate saṃpāraṇāya saṃ mā pārayatā ity ahorātre mithunaṃ samabhavatāṃ tayos tejo 'pākrāmat tat kṛṣṇaṃ prāviśat tad vā etad anvārabhate dyāvāpṛthivī mithunaṃ samabhavatāṃ tayor vīryam apākrāmat tat kṛṣṇaṃ prāviśat tad vā etad anvārabhate yathā vā idaṃ nāvaṃ pāraṃ tariṣyann ārohaty evaṃ vā etad ṛksāme ārukṣat te enam ā yajñasyodṛcaḥ saṃpārayato yato vai lomāni kṛṣṇājinasya tato yajño yato yajñas tato devatā yad bahirlomaṃ paryūrṇuvītāntarhito dīkṣito yajñāt syād yad antarlomam antarhito yajño devatābhyo dve viṣūcī pratimucye anantarhito dīkṣito yajñād bhavaty anantarhito yajño devatābhyo yady ekaṃ syād antaṃ pratibhujet tenaiva tad ubhayam āpnoti havir vai dīkṣito yad anyatra kṣṛṇājinād āsīta yathā haviḥ skannam evaṃ syād yathā haviṣe skannāya prāyaścittim ichaty evam asmai prāyaścittim icheyuś chandāṃsi ca vā eṣa devatāś cābhyārohati tāny enam īśvarāṇi pratinudo yad āha namas te astu mā mā hiṃsīr iti namaskāro vā eṣo 'pratinodāya devatā vai yajñasya śarma yajño yajamānasya yad āha viṣṇoḥ śarmāsi śarma me yacheti devatā vā etad yajñasya śarmākar yajñaṃ yajamānasya prorṇute prāvṛta iva hi dīkṣito 'tho etad iva hi dīkṣitasya rūpaṃ yat prāvṛtaṃ tasmāt prorṇute vāsaḥ paridhatte sarvadevatyaṃ vai vāsaḥ sarvābhir vā etad devatābhir ātmānaṃ pariśrayanti

„Tritt ins Gelübde, o Vrātya.“ Denn das ist des Opferers Gelübde; durch das Gelübde ist das Opfer verbunden; durch das Gelübde verbindet er das Opfer. Ṛc und Sāman waren beinahe größer als das Opfer; sie legten ihre beiden Größen beiseite und kamen zum Opfer; diese beiden Größen wurden Tag und Nacht. Deren Gestalt ist dies: Was am Antilopenfell weiß ist, das ist die Gestalt des Tages, was schwarz ist, die der Nacht. Diese beiden Größen fasst er an, um hinüberzukommen: „Führt mich hinüber“. Tag und Nacht paarten sich; ihre Glut ging weg; die ging ins Schwarze ein; die fasst er da an. Himmel und Erde paarten sich; ihre Manneskraft ging weg; die ging ins Schwarze ein; die fasst er da an. Wie einer, der ein Schiff besteigt, um hinüberzufahren, so bestiegen Ṛc und Sāman dieses; sie bringen ihn hinüber, zu den höheren Teilen des Opfers. Woher die Haare des Antilopenfells sind, von dort ist das Opfer; woher das Opfer, von dort die Gottheiten. Wenn er es mit der Haarseite nach außen anlegte, würde der Geweihte vom Opfer getrennt sein; wenn mit der Haarseite nach innen, das Opfer von den Gottheiten getrennt. Zwei auseinandergehende (Seiten) bindet er fest; ungetrennt vom Opfer wird der Geweihte, ungetrennt das Opfer von den Gottheiten. Wenn es nur eine gibt, soll er das Ende umschlagen; damit erlangt er beides. Der Geweihte ist eine Opfergabe; wenn er anderswo als auf dem Antilopenfell sitzt, wäre es wie bei einer verschütteten Opfergabe; wie man für eine verschüttete Opfergabe eine Sühnehandlung verlangt, so würde man für ihn eine Sühne verlangen. Die Metren und Gottheiten besteigt er; die könnten ihn zurückstoßen: dass er sagt „Verehrung sei dir, verletze mich nicht“, ist eben die Verehrung zum Nichtzurückgestoßenwerden. Die Gottheiten sind des Opfers Schutz, das Opfer des Opferherrn Schutz; dass er sagt „du bist Viṣṇus Schutz, gib mir Schutz“, damit hat er Gottheiten zum Schutz des Opfers gemacht. Er hüllt das Opfer um den Opferherrn; denn der Geweihte ist gleichsam eingehüllt, und das ist die Gestalt des Geweihten, das Eingehüllte; deshalb hüllt er ein. Er legt ein Gewand an: Das Gewand gehört allen Gottheiten; damit umgeben sie sich mit allen Gottheiten.

yajñasya vai sṛṣṭasyolbam anvalambata tad vāsaḥ kṣaumam abhavat tasmāt kṣaumeṇa dīkṣayanti yajñasya sayonitvāya prācīnamātrā patnī dīkṣayantīndrasya vai prācīnamātrendriyaṃ striyāḥ prajā yat prācīnamātrā patnī dīkṣayantīndriyam asyāṃ dadhāti yonir vai dīkṣitasya dīkṣitavimitaṃ jarāyu kṛṣṇājinam ulbaṃ dīkṣitavāso nābhir mekhalā garbho dīkṣitaḥ svaṃ vā etad yoniṃ dīkṣita āśaye tasmād dīkṣitena dīkṣitavimitān nānṛtubhiḥ kramyam eṣa hy etasya yonir ato hy eṣo 'dhi prajāyate garbho dīkṣito yad ṛta āviḥkurvīta datvanto garbhā jāyeran yad anṛtu smayeta tejo 'sya parāpātukaṃ syāt tasmān nānṛtu smetavyaṃ tejaso 'parāpātāyājāto vai puruṣaḥ sa vai yajñenaiva jāyate sa vai tarhy eva jāyate yarhy adaḥ some krīte prorṇutā ito 'gre prorṇute 'tho hy agre puruṣo jāyate sa vai tarhy eva sarvo jāyate yarhy ado 'po 'vabhṛtham abhyavaiti tarhi sa tasmāt sarvo nirmucyate trivṛtā vai stomena prajāpatiḥ prajā asṛjata yat trivṛn mekhalā bhavati prajananāya trivṛd vai vajra udaraṃ vṛtraḥ pāpmā kṣud bhrātṛvyaḥ puruṣasya yan mekhalāṃ paryasyate vajram eva sapatnāya bhrātṛvyāya praharati yaṃ dviṣyāt taṃ tarhi manasā dhyāyed vajram evāsmai praharati stṛṇuta evāṅgiraso vai svaryanto yatra mekhalāḥ saṃnyāsyaṃs tataḥ śaro 'jāyata tasmāñ śaramayy ūrg vā oṣadhaya ūrjaṃ vā etan madhyata ātmano dhatte prajānāṃ ca yoktreṇa patnī saṃnahyate mekhalayā dīkṣito 'tho mithunatvāyordhvaṃ vai puruṣasya nābher medhyam avācīnam amedhyaṃ yan mekhalāṃ paryasyate medhyasya cāmedhyasya ca vidhṛtyai devatābhyo vā eṣa medhāyātmānam ālabhate yo dīkṣate badhnīta iva vā etad ātmānaṃ yan mekhalāṃ paryasyate tasmād vā etasyānnam annādyam ārta iva hy eṣa baddhas tasmād u baddhasyānnam annādyaṃ yathā vā iha garagīr evaṃ vā eṣo 'muṣmiṃl loke yo dīkṣitasyānnam atti yajñena tv evāsya tatā unmuktir havir vai dīkṣito yad asya juhuyāt tam eva juhuyāt pramāyukaḥ syāt sarvābhyo vā eṣa devatābhyā āpyāyate yo dīkṣate yad asya juhuyād yajñam asya viduhyād upadhīto 'sya yajñaḥ syāt taṃ vā etad āgate kāle sarvaṃ saṃsphītaṃ yajñaṃ devatābhyo duhet tredhā vā etasya pāpmānaṃ vibhajante yo dīkṣate yo 'syānnam atti sa tṛtīyaṃ yo 'syāślīlaṃ kīrtayati sa tṛtīyaṃ yā enaṃ pipīlikā daśanti tās tṛtīyaṃ tasmād vā etasyānnam annādyaṃ tasmād asyāślīlaṃ na kīrtayitavyaṃ tasmād dīkṣitavāso 'bhartavyam atra hi tāḥ pipīlikā yā enaṃ daśanti

Am erschaffenen Opfer hing die Nachgeburt (Ulba); das wurde das leinene Gewand (Kṣauma); deshalb weiht man mit Leinen, für die Mutterschoßhaftigkeit des Opfers. Die Gattin, die eine östlich gemessene (Prācīnamātrā) ist, weiht man; Indras Sinneskraft (Indriya) ist die östliche Maßeinheit, Nachkommenschaft ist von der Frau; dass man die Gattin als Prācīnamātrā weiht, legt man Sinneskraft in sie. Der Mutterschoß des Geweihten ist: das für die Weihe gemessene Gewand, Chorion das Antilopenfell, Nachgeburt das Weihegewand, Nabel der Gürtel (Mekhalā), Embryo der Geweihte. Seinen eigenen Mutterschoß erlangt der Geweihte, wenn er darin liegt; deshalb darf der Geweihte nicht außerhalb der Jahreszeit (?) [?] vom für die Weihe gemessenen (Raum) fortgehen; denn das ist sein Mutterschoß, von dort wird er geboren. Der Geweihte ist ein Embryo; wenn er sich zeigt, würden Embryos mit Zähnen geboren; wenn er zur Unzeit lächelte, würde seine Glut wegfallen; deshalb soll man nicht zur Unzeit lächeln, damit die Glut nicht wegfällt. Ungeboren ist der Mensch; der wird durch das Opfer geboren. Er wird eben dann geboren, wenn Soma gekauft ist, dann hüllt er sich vorher ein; und dann wird der Mensch von Anfang an geboren. Er wird ganz geboren, dann wenn er zum Abschlussbad geht; dann wird er von allem befreit. Mit dem dreifachen Stoma schuf Prajāpati die Geschöpfe; dass der Gürtel dreifach ist, ist zur Zeugung. Dreifach ist der Donnerkeil, Bauch, Vṛtra, Übel, Hunger, Nebenbuhler des Menschen; dass er den Gürtel umlegt, schleudert er den Donnerkeil auf den Rivalen, den Feind. Wen er hasst, an den soll er dann im Geiste denken; er schleudert ihm den Donnerkeil. Er streut. Die Aṅgirasas, als sie zum Himmel gingen, wo sie die Gürtel niederlegten, daraus entstand Rohr (Śara); deshalb (ist der Gürtel) aus Rohr. Kraft ist Kräuter; er legt damit Kraft in die Mitte seines Selbst und der Nachkommenschaft. Mit dem Strick (Yoktra) wird die Gattin gegürtet, mit dem Gürtel der Geweihte; und zur Paarung. Oberhalb des Nabels ist der Mensch rein, unterhalb unrein; dass er den Gürtel umlegt, ist zur Scheidung von Rein und Unrein. Denn der ist für die Gottheiten zum Opfer (Medha) sich selbst hingebend, wer sich weihen lässt; er bindet sich gleichsam selbst, dass er den Gürtel umlegt. Deshalb ist dessen Speise Speisenverzehr-Fähigkeit; denn dieser ist gleichsam bedrängt, gebunden; deshalb ist das Essen des Gebundenen Speise zum Essen. Wie hier ein Giftschlucker, so ist in jener Welt der, der die Speise des Geweihten isst; durch das Opfer aber wird er von ihm losgelöst (?) [?]. Der Geweihte ist eine Opfergabe; wenn man für ihn opferte, würde man ihn selbst opfern, er würde kurzlebig. Er wird von allen Gottheiten genährt, der sich weihen lässt; wenn man für ihn opferte, würde man sein Opfer ausmelken; sein Opfer wäre gleichsam beschädigt (?) [?]. Wenn die Zeit gekommen ist, melkt man dieses ganze Opfer als vollen für die Gottheiten. Dreifach teilen sie das Übel dessen, der sich weiht: wer seine Speise isst, der nimmt ein Drittel; wer über ihn Unschönes sagt, ein Drittel; die Ameisen, die ihn beißen, ein Drittel. Deshalb ist dessen Speise Speisenverzehr-Fähigkeit; deshalb soll man nicht Unschönes über ihn sagen; deshalb soll man das Weihegewand nicht wegtragen, denn darin sind die Ameisen, die ihn beißen.

dakṣiṇā vai deveṣv āsīd yajño 'sureṣu tāṃ dakṣiṇāṃ yajño 'bhyakāmayata tām abhiparyāvartata tāṃ samabhavat sa indro 'ved yo vā asmād yoneḥ saṃbhaviṣyati sa idaṃ bhaviṣyatīti tām indraḥ prāviśat tatā indraḥ samabhavat tatā indro 'jāyata sa jāyamāno 'ved yo vā asmād yoner anyo mat saṃbhaviṣyati mādṛk saṃbhaviṣyatīti tayā sahopaveṣṭayann ajāyata yan nyaveṣṭayat tasmān niveṣṭitā yan niveṣṭyamānā śyāvābhavat tasmāt kṛṣṇendraṃ ca vā eṣa prepsati dakṣiṇāṃ cendrasya ca khalu vā etad yonim ālabdha dakṣiṇāyāś cātmānam atho sayonim eva yajñam ālabhate kṛṣiṃ susasyām utkṛṣā iti viṣāṇayā bhūmyām upahanti kṛṣim evāsya sasyena samardhayati yajuṣā kaṇḍūyate yajuṣā hi manuṣyāḥ kaṇḍūyante vyāvṛttyai yajuṣā kaṇḍūyate tasmād prajā apāmaṃbhaviṣṇavaḥ pāmaṃbhaviṣṇavaḥ prajāḥ syur yad ayajuṣā kaṇḍūyeta supippalā oṣadhīs kṛdhīti śiraḥ kaṇḍūyata oṣadhīr eva phalaṃ grāhayati tasmād oṣadhayaḥ śīrṣan phalaṃ gṛhṇanti vāg vai sṛṣṭā caturdhā vyabhavat tato yā atyaricyata sā vanaspatīn prāviśat saiṣā yākṣe yā dundubhau yā tūṇave yā vīṇāyāṃ daṇḍaṃ prayachati tām evāsmai vācaṃ prayachaty atho vajram evāsmai prayachati gopīthāyāsyadaghnaṃ prayachaty etāvatī hīyaṃ vāg vadaty atho etāvatī hi vācā vīryaṃ kriyate yad varṣīyāṃsaṃ prayachet svāṃ vācaṃ maitrāvaruṇo vibhajet taṃ śvaḥsutyāyāṃ maitrāvaruṇāya prayachati tāṃ śvo bhūte maitrāvaruṇa ṛtvigbhyo vibhajati //

Die Dakṣiṇā war bei den Göttern, das Opfer bei den Asuras. Nach dieser Dakṣiṇā verlangte das Opfer; es wandte sich ihr zu; sie paarte sich mit ihr. Indra erkannte: „Wer aus diesem Schoß entstehen wird, der wird dies (die Herrschaft) sein.“ In sie ging Indra ein; daraus entstand Indra, daraus wurde Indra geboren. Als er geboren wurde, erkannte er: „Wer aus diesem Schoß entsteht, anderer als ich, würde mir gleich sein.“ Mit ihr zusammen (?) [?] wurde er geboren: dass er sich einwickelte (nyaveṣṭayat), daher „Niveṣṭitā“; dass sie beim Umwickeln fahl (śyāvā) wurde, daher (das Antilopenfell) schwarz. Dieser sucht Indra und die Dakṣiṇā zu erreichen; er ergreift Indras Schoß und der Dakṣiṇā und sich selbst; und so ergreift er das Opfer als eines mit Mutterschoß. „Das Feld (Kṛṣi), reich an Ernte, pflüge auf“: mit dem Horn schlägt er auf den Boden; so lässt er sein Feld mit Ernte gedeihen. Mit einem Yajus kratzt er sich, denn mit Yajus kratzen sich Menschen, zur Unterscheidung; mit einem Yajus kratzt er sich; deshalb würde die Nachkommenschaft, wenn er sich ohne Yajus kratzte, dem Übel verfallen (pāmaṃbhaviṣṇu) sein. „Mach die Kräuter reich an Früchten“: er kratzt sich am Kopf; so lässt er die Kräuter Frucht tragen; deshalb tragen die Kräuter an der Spitze Frucht. Die Rede, als sie erschaffen wurde, zerfiel vierfach. Was davon übrig blieb, ging in die Bäume ein; sie ist im Opferpfosten, in der Pauke, im Köcher, in der Laute. Er gibt (dem Geweihten) den Stab; so gibt er ihm die Rede und zugleich den Donnerkeil. Zum Trinken der Kühe gibt er einen (Stab) bis zum Mund reichend, denn so weit spricht diese Rede, und so weit wird durch die Rede Manneskraft gemacht; wenn man einen längeren gäbe, würde der Maitrāvaruṇa seine Rede zerteilen. Den gibt er am Sutyā-Tag dem Maitrāvaruṇa; am nächsten Tag zerteilt ihn der Maitrāvaruṇa unter die Opferpriester.

hotar yaja potar yaja neṣṭar yaja // iti sā saha vaṣaṭkāreṇāhavanīyaṃ gachati tāṃ puro 'dhvaryur vibhajati //

„Hotṛ, opfere; Potṛ, opfere; Neṣṭṛ, opfere“: so geht sie mit dem Vaṣaṭ-Ruf zum Āhavanīya; die teilt der Adhvaryu vorn zu.

hotar yaja potar yaja neṣṭar yaja // ity adhvaryuḥ puro vācaṃ vibhajati maitrāvaruṇaḥ paścāt //

„Hotṛ, opfere; Potṛ, opfere; Neṣṭṛ, opfere“: so teilt der Adhvaryu vorn die Rede zu, der Maitrāvaruṇa hinten.

svāhā yajñaṃ manasā // iti manasā yajñam abhigachanti tata eva yajñam ālabdha svāhā divaḥ svāhā pṛthivyāḥ iti dyāvāpṛthivī vā anv antarikṣaṃ yajña upaśritas tata eva yajñam ālabdha svāhoror antarikṣād ity antarikṣaṃ vai yajño yadi vāto yadi vā paśavas tata eva yajñam ālabdha svāhā vātāt parigṛhṇāmi svāhety ayaṃ vāva yaḥ pavata eṣa yajñas tam evālabdha vācaṃ yachati yajñaṃ vā etad yachati yad vācaṃ visṛjed yajñaṃ visṛjet tad āhuḥ punar dīkṣayitvā vāg yantavyeti yat punar dīkṣayed āhutīr atirecayed vaiṣṇavīm anūcya vāg yantavyā viṣṇur vai yajño yajñam evālabdhāgnāvaiṣṇavīm anūcya vāg yantavyāgnir vai sarvā devatā viṣṇur yajño devatāś caiva yajñaṃ cālabdha sārasvatīm anūcya vāg yantavyā vāg vai sarasvatī vācā yajñaḥ saṃtato vācaiva yajñaṃ saṃtanoti bārhaspatyām anūcya vāg yantavyā brahma vai bṛhaspatir brahmaṇā yajñaḥ saṃhito brahmaṇaiva yajñaṃ saṃdadhāti

„Heil dem Opfer im Geist“: so gehen sie geistig zum Opfer hin; von dort ergreift er das Opfer. „Heil vom Himmel, Heil von der Erde“: Himmel und Erde und der Luftraum sind im Opfer eingelehnt; von dort ergreift er das Opfer. „Heil vom weiten Luftraum“: der Luftraum ist das Opfer, sei es Wind, sei es Vieh; von dort ergreift er das Opfer. „Heil, ich umfange vom Wind, Heil“: dieser, der weht, ist das Opfer; das ergreift er. Er hält die Rede an; er hält das Opfer an. Wenn er die Rede frei ließe, ließe er das Opfer frei. Dazu sagen sie: „Nach nochmaliger Weihe muss die Rede angehalten werden.“ Wenn man nochmals weiht, würde man Spenden übermäßig machen. Nachdem man den viṣṇugehörigen (Vers) rezitiert hat, muss die Rede angehalten werden; Viṣṇu ist das Opfer; er ergreift das Opfer. Nachdem man im Feuer den viṣṇugehörigen (Vers) rezitiert hat, muss die Rede angehalten werden; Agni ist alle Gottheiten, Viṣṇu das Opfer; er ergreift die Gottheiten und das Opfer. Nachdem man den sarasvatī-gehörigen (Vers) rezitiert hat, muss die Rede angehalten werden; Sarasvatī ist die Rede; durch die Rede ist das Opfer verbunden; durch die Rede verbindet er das Opfer. Nachdem man den bṛhaspati-gehörigen (Vers) rezitiert hat, muss die Rede angehalten werden; Bṛhaspati ist Brahman; durch Brahman ist das Opfer zusammengefügt; durch Brahman fügt er das Opfer zusammen.

dīkṣito 'yam asā āmuṣyāyaṇaḥ // ity udvadati vā āha priyo vai devānāṃ dīkṣito devebhya evainaṃ prāha trir āha triṣatyā hi devā atho trayo vā ime lokā ebhya evainaṃ lokebhyā āvedayati tasmād dīkṣitaṃ dūrāñ śṛṇvanty ebhyo hy enaṃ lokebhyā āvedayati nakṣatraṃ dṛṣṭvā vācaṃ visṛjate dvau vā ṛtū ahaś ca rātriś cānyam eva ṛtuṃ saṃprāpya vācaṃ visṛjate vrataṃ carateti vācaṃ visṛjate vrataṃ hy etasya vratena yajñaḥ saṃtato vratenaiva yajñaṃ saṃtanoti daivīṃ dhiyaṃ manāmahā iti yajuṣā hastā avanenikte yajuṣā hi manuṣyā avanenijate vyāvṛttyai brahmaṇaḥ sadevatvāyātho āpo me dīkṣāṃ net pramuṣṇān ity annaṃ vai manuṣyebhyā udabībhatsata tad evā manuṣyeṣv adidhīrṣaṃs tad āpo 'bruvan vayaṃ va etāṃ śundhāmāthopāvartasveti tato 'nnaṃ manuṣyān upāvartanta ta idam annaṃ manuṣyeṣu dhṛtaṃ tasmād brāhmaṇa āhāryā āhṛte hastā avanenijītānnādyasyāvaruddhyay atho annāya vā etad ātmānaṃ pāvayate ye devā manujātā manoyujā iti vrataṃ vratayaty ete vai devā manujātā manoyujo yad ime prāṇā eṣā vā asminn etarhi devatā tāṃ prīṇāti tasyāṃ hutaṃ vratayati yad eto 'nyathā vratayet prāṇair enaṃ vyardhayet pramāyukaḥ syāt tvam agne vratapā asīti vadet svapsyant suptvā vā prabudhya yadi vā dīkṣitavādaṃ vaded agnir vai devānāṃ vratapatis tasmād evādhi vratam ālabhate nottānaḥ śayīta yad uttānaḥ śayīteme lokā yayeyur nāgner adhi parāṅ paryāvarteta yat paryāvarteta yajñāt paryāvarteta nānyatradīkṣitaṃ dīkṣitavimitānt sūryo 'bhinimrocen nābhyudiyād dīkṣitavratam eva tad yajño vai devānāṃ na samabhavat taṃ bhṛtyā samabhāvayan yad bhṛtiṃ vanute yajñasya saṃbhūtyai rāsveyat someti yad brūyād etāvad asya syān na bhūyo yad āhā bhūyo bharety aparimitasyāvaruddhyai devaḥ savitā vasor vasudāveti savitṛprasūta evaitābhir devatābhir upa pratigṛhṇāty ātmano 'hiṃsāyai vāyur gopās tvaṣṭādhipatiḥ pūṣā pratigrahīteti vāyum evāsāṃ goptāram akas tvaṣṭāram adhipatiṃ pūṣaṇaṃ pratigrahītāram āpo vai yajño yad apo dīkṣito 'vagāheta yajñam avakṛśnīyād yad āha devīr āpo apāṃ napād iti yad evāsāṃ yajñiyaṃ medhyaṃ tan nākrāmati yad apo dīkṣito 'vagāheta vihradinīḥ syus tasmān nāvagāheta yady avagāheta loṣṭaṃ vimṛṇaṃs taret tam eva setum anusaṃtarati na vai dīkṣitaṃ tarantaṃ devatā anutaranty araṇibhyāṃ saha tarati sahaiva devatābhis tarati na vai dīkṣitaṃ tarantaṃ yajño 'nutarati rathāṅgena saha tarati sahaiva yajñena tarati

„Der Geweihte ist dieser, N.N., Sohn des N.N.“: er ruft es laut aus. Lieb ist den Göttern der Geweihte; den Göttern verkündet er ihn; dreimal sagt er es, denn dreifach wahr sind die Götter; und diese Welten sind drei; diesen Welten meldet er ihn. Deshalb hören sie den Geweihten von fern, denn diesen Welten meldet man ihn. Wenn er den Stern gesehen hat, gibt er die Rede frei. Zwei Zeiten sind Tag und Nacht; erst wenn er die andere Zeit erreicht hat, gibt er die Rede frei. „Übt das Gelübde“: damit gibt er die Rede frei, denn das ist dessen Gelübde; durch das Gelübde ist das Opfer verbunden; durch das Gelübde verbindet er das Opfer. „Wir sinnen auf göttliche Einsicht“: mit einem Yajus wäscht er die Hände, denn Menschen waschen sich mit einem Yajus, zur Unterscheidung. Für Brahman zur Gottgleichheit. Und: „Die Wasser sollen mir die Weihe nicht rauben“: Die Nahrung ekelte sich vor den Menschen; sie wollte in die Menschen nicht (?) [?]; da sprachen die Wasser: „Wir reinigen sie dir, dann kehre zurück.“ Darauf kehrte die Nahrung zu den Menschen zurück; diese Nahrung ist in den Menschen festgehalten; deshalb soll ein Brāhmaṇa, wenn Wasser gebracht ist (oder: wenn man es gebracht hat), die Hände waschen; zur Erlangung des Speisenverzehrs. Und er läutert sich für die Nahrung. „Die Götter, die menschgeborenen, geistverbundenen“: er hält das Gelübde; diese Götter, die menschgeborenen, geistverbundenen, sind diese Lebenshauche; das ist jetzt die Gottheit in ihm; die erfreut er; in ihr Geopfertes gelobt er. Wenn er anders als so das Gelübde hielte, würde er ihn um die Lebenshauche bringen; er würde kurzlebig. „Du, Agni, bist Herr des Gelübdes“: so soll er sagen, wenn er schlafen will, oder wenn er aus dem Schlaf erwacht, oder wenn er Weihereden führt; Agni ist der Herr des Gelübdes der Götter; deshalb ergreift er das Gelübde von ihm aus. Er soll nicht auf dem Rücken liegen; wenn er auf dem Rücken läge, würden diese Welten ... [?]; er soll sich nicht von Agni abgewandt umdrehen; wenn er sich umdrehte, würde er sich vom Opfer abwenden. Er soll nicht anderswo als in dem für die Weihe gemessenen (Raum) [sein]; die Sonne soll nicht über ihm untergehen und nicht über ihm aufgehen; das ist das Gelübde des Geweihten. Das Opfer kam bei den Göttern nicht zustande; die Diener (Bhṛtya) brachten es zustande; dass er Lohn (Bhṛti) erbittet, ist zum Zustandekommen des Opfers. „Gib, Soma, so viel“: wenn er das sagte, hätte er nur so viel; dass er sagt „bring mehr“, ist zur Erlangung von Unbegrenztem. „Gott Savitṛ, Herr des Guts, Gutgeber“: von Savitṛ angetrieben nimmt er mit diesen Gottheiten an, zur Nichtverletzung seines Selbst. „Vāyu ist Hüter, Tvaṣṭṛ Oberherr, Pūṣan Empfänger“: er hat Vāyu zum Hüter, Tvaṣṭṛ zum Oberherrn, Pūṣan zum Empfänger gemacht. Die Wasser sind das Opfer; wenn der Geweihte in die Wasser tauchte, würde er das Opfer schwächen. Dass er sagt „göttliche Wasser, Apāṃ Napāt“: was von ihnen opferwürdig und rein ist, das betritt er nicht. Wenn der Geweihte ins Wasser tauchte, gäbe es Wasserwirbel (Vihradinī?) [?]; deshalb soll er nicht eintauchen. Wenn er eintaucht, soll er einen Erdklumpen zerkrümelnd hindurchgehen; er geht dann über eben diese Brücke. Nicht folgen die Gottheiten dem Geweihten, wenn er hindurchgeht; er geht mit den Reibhölzern (Araṇi) hindurch; zusammen mit den Gottheiten geht er hindurch. Nicht folgt das Opfer dem Geweihten, wenn er hindurchgeht; er geht mit einem Wagenteil hindurch; zusammen mit dem Opfer geht er hindurch.

amuṃ vā ādityaṃ sarvā vāco gachanti tā udyati sarvāḥ sṛjyante yad āha yāḥ paśūnām ṛṣabhe vācā iti sṛjyamānāṃ vā etad vācaṃ punar ālabhate vāyave tveti naṣṭām anudiśati varuṇāya tvety apsu magnāṃ rudrāya tveti mahādevāhatāṃ nirṛtyai tvety avasannām indrāya tveti vleṣkahatāṃ yā vā saṃśīyeta marudbhyas tveti hrādunihatām ete vai devā bhṛtyā skannabhāgās tān eva prīṇāti devebhyo vā anyā dakṣiṇā dīyante manuṣyebhyo 'nyā etā vai devebhyaḥ pratyakṣaṃ dakṣiṇā dīyanta etābhir vai bhūyo 'varunddhe yad u cetarābhir devāś ca vā asurāś cāspardhantaitāvān vai tarhi yajña āsīd agnihotraṃ darśapaurṇamāsau cāturmāsyāni te devā yajñam apaśyaṃs tenādīkṣanta teṣāṃ yad agnihotram āsīt tad vratam upāyaṃs tasmād vivratena bhavitavyaṃ dvir hy agnihotraṃ hūyate yad agnīṣomīyaṃ pūrṇamāse havir āsīt tam agnīṣomīyaṃ pūrvedyuḥ paśum ālabhanta yad aindrāgnam amāvāsyāyāṃ tam āgneyaṃ śvo bhūte paśum ālabhanta vaiśvadevaṃ prātaḥsavanam akurvata varuṇapraghāsān mādhyaṃdinaṃ savanaṃ sākamedhān pitṛyajñaṃ tryambakās tat tṛtīyasavanaṃ tasmāt tṛtīyasavane viśvaṃ rūpaṃ śasyate viśvaṃ hy etad rūpaṃ tam eṣāṃ yajñam asurā ṇānvavāyaṃs tena vā enān apānudanta tato devā abhavan parāsurās tad ya evaṃ veda bhavaty ātmanā parāsya bhrātṛvyo bhavati te 'dhvṛto 'yam abhūd ity apākrāmaṃs tad adhvarasyādhvaratvaṃ tasmād ekavratena bhavitavyaṃ sakṛd dhy agnihotraṃ hūyate //

Zu jener Sonne gehen alle Stimmen; wenn sie aufgeht, werden alle entlassen. Dass er sagt „die Stimmen, die im Stier der Tiere sind“: die entlassene Rede ergreift er wieder. „Dir, Vāyu“: er weist die verlorene zu; „Dir, Varuṇa“: die im Wasser versunkene; „Dir, Rudra“: die vom Mahādeva geschlagene; „Dir, Nirṛti“: die versunkene; „Dir, Indra“: die vom Blitz geschlagene; die aber zerfallen sein sollte: „Euch, Marutas“: die vom Hagel geschlagene. Dies sind die Götter, Diener (Bhṛtya), denen Verlorenes gehört; diese erfreut er. Den Göttern werden die einen Dakṣiṇās gegeben, den Menschen die anderen; diese werden den Göttern sichtbar als Dakṣiṇā gegeben; mit diesen erlangt er mehr für sich, und was mit den anderen. Götter und Asuras stritten miteinander. So viel Opfer war damals: das Agnihotra, Neu- und Vollmondsopfer, die Cāturmāsya-Feste. Die Götter sahen das Opfer; damit ließen sie sich weihen. Was davon das Agnihotra war, dafür nahmen sie das Gelübde auf sich; deshalb soll man kein bloß (?) [?] Gelübdefreier sein; denn zweimal wird das Agnihotra dargebracht. Die Opfergabe für Agni und Soma beim Vollmond, den (Vollmondstier) für Agni und Soma, brachten sie am Vortag als Opfertier dar; das für Indra und Agni am Neumond; den (Opfertier) für Agni brachten sie am nächsten Tag dar. Das Vaiśvadeva machten sie zur Morgenpressung, die Varuṇapraghāsa zur Mittagspressung, die Sākamedha zum Väteropfer, die Tryambaka zur dritten Pressung. Deshalb wird bei der dritten Pressung jede Gestalt gepriesen, denn dies ist jede Gestalt. Diesem ihrem Opfer folgten die Asuras nicht nach; damit vertrieben sie sie; da wurden die Götter, die Asuras vernichtet. Wer so weiß, wird (er selbst) und sein Nebenbuhler wird vernichtet. „Er ist ein Schädiger (Adhvṛta) geworden“: so gingen sie fort; dies ist das Wesen des „Adhvara“ (Opfer). Deshalb soll man ein Einzelgelübde (ekavrata) einhalten, denn das Agnihotra wird einmal dargebracht.

iti tṛtīyakāṇḍa āgnāvaiṣṇavaṃ nāma ṣaṣṭhaḥ prapāṭhakaḥ

Damit endet im dritten Kāṇḍa der sechste Prapāṭhaka, genannt Āgnāvaiṣṇava.