Quellen der Menschheit

Paippalāda-Saṃhitā · Kāṇḍa 11

Hymne 11.10 Indrarāśi (Getreidehaufen) auf der Tenne

saptaitaṃ sapta ṛṣayaḥ / śalyakartā dvādaśa | / āviddhaṃ śalyaṃ cākratur / indrarāśiṃ mahodaram ||

Sieben [Ṛṣis] und sieben Ṛṣis, / zwölf Pfeilmacher [?], / machten den durchbohrten Pfeil / zum Indrarāśi, dem Großbäuchigen.

indrarāśiṃ mitrāvaruṇāv / āviddhaṃ nir akṛntatam | / prasūtam indreṇogreṇa Bhatt. -greṇo (misprint) / brāhmaṇānām asat pituḥ ||

Den Indrarāśi haben Mitra und Varuṇa, / den durchbohrten, herausgeschnitten; / hervorgebracht vom gewaltigen Indra / soll er der Brahmanen Vater sein.

nainam aśnīyād abrāhmaṇo / na gṛhān pra haret svān | / tṛṣṭaṃ viṣam iva taimātam / indrarāśiḥ khale śaye ||

Ihn soll kein Nicht-Brahmane essen, / auch nicht die Seinen [Hausgenossen] bewirten. / Wie durstigem Gift [gleicht] das Timāta-... / der Indrarāśi liegt auf der Tenne.

ayaṃ śaye tanvaṃ rakṣamāṇo / yo aśnāty avicakṣāṇa etam | / madhye khalasya nirmita / indrarāśir mahodaraḥ ||

Hier liegt er, seinen Leib schützend; / wer ihn isst, ohne zu unterscheiden [unkundig]: / in der Mitte der Tenne gebildet / ist Indrarāśi, der Großbäuchige.

utaiṣa yakṣmaṃ bhavati- / -indrarāśir mahodaraḥ | / bhīmo annasya saṃkāśe / aśva ivātti śinī naḍam ||

Und er wird [dem Unkundigen] zum Yakṣma, / Indrarāśi, der Großbäuchige, / furchtbar beim Anblick der Speise: / wie ein Ross frisst die Śinī das Rohr.

ya indrarāśiṃ nirvapād / vardhayāt khalamānyāḥ | / sphātiṃ ca khalyāṃ gṛhṇātu / gavāṃ ca bahu puṣyatu ||

Wer den Indrarāśi ausstreut / und [so] die Tenne mehrt, / soll auch die Fülle der Tenne ergreifen, / und der Kühe [Besitz] soll ihm reichlich gedeihen.

yam uvāha śunaḥśepo / yam indro brahmaṇaspatiḥ | / taṃ cakruḥ śivam asmabhyaṃ / ṛṣayo jīvanāya kam ||

Den Śunaḥśepa trug [herbei], / den Indra, Brahmaṇaspati: / den machten die Ṛṣis uns freundlich / zum Leben, zum Wohl.

tṛḍhaṃ śākaṃ tam aśayad / dattam āsīc chvāpadam | / pandrā sma rupyantaḥ śere / ya ādanvahutaṃ haviḥ ||

Fest [war] das Gemüse [śāka], er ließ es liegen; / was gegeben war, war Raubtierfraß [?]. / Die verdorrten [?] liegen, / wer eine gieße/nachgeschüttete Opfergabe [isst].

anaḍuhāṃ pṛśniśaphānāṃ / vahatāṃ vaharāpiṇām | / kīnāśasya śramāt svedād / indrarāśir ajāyata ||

Von den Ochsen mit gescheckten Hufen, / die den Wagen ziehen, den Last-Tragenden [?], / aus der Mühe, aus dem Schweiß des Kīnāśa [Pflügers] / wurde Indrarāśi geboren.

yat kināśasya sveda eti / saṃtaptas tanvas pari | / apāṃ gāva iva tṛṣyantīr / indrarāśiṃ so aśnute ||

Wenn der Schweiß des Kīnāśa [Pflügers] / von dem erhitzten Körper rinnt, / wie durstende Kühe zu den Wassern – / den Indrarāśi erlangt er.