Quellen der Menschheit

Paippalāda-Saṃhitā · Kāṇḍa 11

Hymne 11.2 Gegen Viśara und Yakṣma

atsaso yamanaṃ saso / 'bhūtir yakṣmam ajījanat | / imaṃ sahasrabhāg indro / viśaraṃ nāśayāti te ||

Des ... [?], des ... [?]: das Ungedeihen hat den Yakṣma erzeugt. / Diesen Viśara soll dir Indra, der Tausendanteilige, vernichten.

yaḥ kāryo yaś ca kṛtaḥ / svayaṃjā uta hāryaḥ | / devā indrajyeṣṭhā / viśaraṃ nāśayantu te ||

Der, der zu bewirken ist, und der, der bewirkt worden ist, / der Selbstentstandene und der zu Entreißende – / die Götter, mit Indra als Ältestem, / sollen dir den Viśara vernichten.

viśarasya vijṛmbhasya- / -iṣur mātā dhanuṣ pitā | / ādityāḥ putrā ādityā / viśaraṃ naśayantu te ||

Des Viśara, des Vijṛmbha / ist der Pfeil die Mutter, der Bogen der Vater; / die Ādityas sind die Söhne – die Ādityas / sollen dir den Viśara vernichten.

dhanvano jyāyā iṣvā / apaskambhasya bāhvoḥ | / apāṣṭhāc chṛṅgāt kurmalād / viśaraṃ nāśayāmi te ||

Von der Bogensehne, vom Pfeil, / vom Bogenstab an den Armen, / von der Pfeilspitze, von der Zacke, vom Schmutz [kurmala?] / vertreibe ich dir den Viśara.

alavatī ruruśīrṣṇy / atho yasyāyo mukham | / devyai parjanyaretasa / iṣave kṛṇutā namaḥ ||

Die [Pflanze] Alavatī, hirschköpfig, / und die, deren Mund aus Eisen ist – / der göttlichen, von Parjanya besamten / Pfeilspitze [?] erweist Verehrung!

yām atrayo aṅgiraso / gotamā vīrudhaṃ viduḥ | / tayā bharadvājaḥ kaṇvo / viśaraṃ nāśayāti te ||

Die Pflanze, die die Atri, Aṅgiras und Gotama kannten – / mit ihr soll Bharadvāja, Kaṇva / dir den Viśara vernichten.

yas tvā straiṇād apasaro / yaḥ puṃso adhyāruhat | / āklāntaṃ saṃklāntaṃ snāva / tad u te kalpayāmasi ||

Was dich vom Frauenverkehr her befallen hat, / was einen Mann bestiegen hat: / das Ermüdete, das Erschöpfte, die Sehne – / das richten wir dir wieder her.

vāta ivābhraṃ cyāvayāmi / yakṣmaṃ te tanvas pari | / vācā yac cakrus te guru / tad ṛcā laghu kṛṇmasi | / tenāham ṛtodyena / viśaraṃ nāśayāmi te ||

Wie der Wind die Wolke, treibe ich / den Yakṣma von deinem Körper herab. / Was sie durch Rede [an dir] Schweres bewirkt haben, / das machen wir durch den Vers leicht. / Mit diesem in Wahrheit [ṛta] Gesprochenen / vernichte ich dir den Viśara.

yathā na satyaṃ puruṣaḥ / sadā vaditum arhati | / viṣkandhaṃ tvad apaśaraṃ / viśaraṃ puṣṭyāmayam | / jambhaṃ hanugrābhaṃ śaṅkhaṃ / tān ajenā ajāmasi ||

Wie ein Mann nicht immer die Wahrheit / zu sagen vermag – [so treiben wir] / den Viṣkandha aus dir, den Apaśara, / den Viśara, die Auszehrung [puṣṭyāmaya], / den Kinnbackenkrampf [jambha, hanugrāha], den Śaṅkha; / diese treiben wir mit dem Treiber [ajena] fort.

śunam id va oṣadhayo / vi dadhe bheṣajāya kam | / dhanāyuvaḥ sanāyuvaḥ / puruṣaṃ pārayiṣṇavaḥ ||

Heil eben weise ich euch zu, ihr Pflanzen, / zur Heilung, zum Wohl; / [ihr,] die Reichtum Suchenden, Gewinn Suchenden, / den Menschen hinüberführen Wollenden.

ātmatrāṇi devajūtā / vīrudhāyuṣyā kṛtā | / tayāham indradattayā / viśaraṃ nāśayāmi te ||

Selbst-Schützerin, von den Göttern getrieben, / die Pflanze, zur Lebensdauer gemacht: / mit dieser, von Indra gegebenen, / vernichte ich dir den Viśara.

alasya vyañjanasya / veṣṭanasyota parṇadheḥ | / granther jyāyā iṣvā / viśaraṃ nāśayāmi te ||

Von Alasa, von Vyañjana [Salbe?], / von Verband und Blattbehälter [?], / von der Bogensehne, vom Pfeil her / vernichte ich dir den Viśara.

sākaṃ viṣkandha pra pata / cāṣeṇa kikidīvyā | / sākaṃ vātasya dhrājyā / saha naśya nihākayā ||

Zugleich fahre hinweg, Viṣkandha, / mit dem Blauracken, mit der Kikidīvi; / zugleich mit dem Windstoß des Windes, / vergeh zusammen mit dem Nebel [nihākā].