Die Zeit fährt als Ross, sieben Zügel habend, / tausendäugig, nicht alternd, reich an Samen. / Die Weisen, Dichter besteigen es; / seine Räder sind alle Welten.
sapta cakrān vahati kāla eṣa / saptāsya nābhīr amṛtaṃ nv akṣaḥ | / sa imā viśvā bhuvanāny añjan / kālaḥ sa īyate prathamo nu devaḥ ||
Sieben Räder fährt diese Zeit, / sieben sind ihre Naben, die Unsterblichkeit ist die Achse. / Sie schmückt [salbt] alle diese Welten. / Die Zeit wird gefahren, als erster Gott.
pūrṇaḥ kumbho adhi kāla āhitas / taṃ vai paśyāmo bahudhā nu santam | / sa imā viśvā bhuvanāni pratyaṅ / kālaṃ tam āhuḥ parame vyoman ||
Ein voller Krug steht auf der Zeit; / diesen sehen wir ja, der vielfach ist. / Sie [ist] hinter [oder: nach] allen diesen Welten gewandt; / „Zeit“ nennen sie ihn im höchsten Himmelsraum.
sa eva san bhuvanāny ābharat / sa eva san bhuvanāni pary ait | / pitā sann abhavat putra eṣāṃ / tasmād vai nānyat param asti tejaḥ ||
Er allein hat die Welten herbeigebracht, / er allein umkreist die Welten; / der Vater wurde ihr Sohn: / darum gibt es keine höhere Glut [Kraft] als ihn.
kālo 'mūṃ divam ajanayat / kala imāṃ pṛthivīm uta | / kālena bhūtaṃ bhavyaṃ ca- / -iṣitaṃ ha vi tiṣṭhate ||
Die Zeit hat jenen Himmel erzeugt, / die Zeit auch diese Erde; / durch die Zeit steht das Gewordene und das Künftige, / [von ihr] angetrieben, ausgebreitet.
In der Zeit ist Geist, in der Zeit Atem, / in der Zeit ist der Name zusammengefügt; / durch die Zeit, wenn sie gekommen ist, / freuen sich alle diese Geschöpfe.
In der Zeit ist Askese, in der Zeit das Höchste [jyeṣṭha], / in der Zeit ist das Brahman zusammengefügt; / die Zeit ist ja der Herr über alles, / der der Vater des Prajāpati war.
Die Zeit hat die Nachkommenschaft geschaffen, / die Zeit im Anfang den Prajāpati; / der Selbstentstandene, Kaśyapa, aus der Zeit, / die Askese wurde aus der Zeit geboren.