Adhyāya 5
Die Sāmans des Tagesendes am fünften Tag
Behandelt Strophen und Sāmans des dritten Pressens am fünften Tag (Santani, Cyāvana, Kroṣa, Gaurīvita, Pārtha, Padastobha, Dāśaspatya). Kaṇḍikā-Nummern der Quelle sind gestört (7, 7, 9, 90, 10). Mehrere Etymologien und Wortformen (kroṣa, Kriyate, stomaḥ) sind unsicher. Quellenzählung (GRETIL) an folgenden Stellen unregelmäßig, Originalzählung beibehalten: 7, 9, 90, 11.
''abhi dyumnaṃ bṛhadyaśa'' ity abhīti rathantarasya rūpaṃ bṛhad iti bṛhata ubhayos saha rūpam upaity ubhau hi varṇāv etad ahaḥ
„Abhi dyumnaṃ bṛhad yaśaḥ“ [Anm.: pratīka] – ‚abhi‘ ist die Form des Rathantara, ‚bṛhat‘ die des Bṛhat; er gelangt zur gemeinsamen Form beider; denn beide Farben hat dieser Tag.
''prāṇā śiśur mahīnām'' iti simānāṃ rūpaṃ mahyo hi simāḥ svenaivainās tad rūpeṇa samardhayati
„Prāṇā śiśur mahīnām“ [Anm.: pratīka] – das ist die Form der Simās [Simā-Strophen]; denn groß sind die Simās; durch die eigene Form lässt er sie damit gedeihen.
ebhyo vai lokebhyo vṛṣṭir apākrāmat tāṃ prajāpatiś cyāvanenācyāvayad yad acyāvayat tac cyāvanasya cyāvanatvaṃ cyāvayati vṛṣṭiṃ cyāvanena tuṣṭuvānaḥ
Von diesen Welten wich der Regen (vṛṣṭi) zurück; den ließ Prajāpati mit dem Cyāvana herabkommen (cyāvayati); dass er ihn herabfallen ließ, ist das Cyāvana-Sein des Cyāvana; er lässt Regen herabkommen, wer mit dem Cyāvana lobsingt.
Mit diesem rief Indra beim Ruf des Indra, [dem Krośa], ‚Viśvāmitra und Jamadagni, dies sind die Kühe‘ [Text sehr unsicher [?]]; zur Gewinnung von Vieh wird der Ruf gemacht.
paśavo vai śakvaryaḥ paśuṣv eva tan mithunam apy arjati prajātyai na ha vā anṛṣabhāḥ paśavaḥ prajāyante
Vieh sind die Śakvarīs; beim Vieh also fügt er auch die Paarung hinzu (mithuna) [Text: apy arjati [?]], zur Fortpflanzung; denn ohne Stiere pflanzt sich das Vieh nicht fort.
Indra erhob den Vajra gegen Vṛtra; mit sechzehn Windungen (bhoga) umschlang er ihn. Er sah diesen Padastobha; damit wand er [den Vṛtra] ab. Gleichsam abwindend möge er singen, um das Übel abzuschlagen.