Adhyāya 4
Achter Tag: Bṛhatī- und Jagatī-Strophen, Kāṇva, Vaikhānasa
Kurzer Adhyāya zu den Strophen des achten Tages (Bṛhatīs, die durch den Anfang zu Jagatīs werden) und den Sāmans Kāṇva (mit abhinidhana) und Vaikhānasa samt Legende. Kaṇḍikā 6 fehlt in der Quelle; die Legende in 4.7 ist an einer Stelle verderbt. Quellenzählung (GRETIL) an folgenden Stellen unregelmäßig, Originalzählung beibehalten: 7.
„Vayaṃ ghā tvā sutāvantaḥ“ [Anm.: Strophenanfang (pratīka), Fortsetzung nicht im Text]: Bṛhatīs; das größere Metrum schreitet [auf sie] zu, damit man nicht abfalle (anapabhraṃśa).
apabhraṃśa iva vā eṣa yaj jyāyasaḥ stomāt kanīyāṃsaṃ stomam upayanti yad etā abhyārambheṇa jagatyo bhavanty ahna eva pratyuttambhāya
Ein Abfall ist es gleichsam, wenn man von einem größeren Stoma zu einem kleineren Stoma übergeht; dass diese durch den Anfang Jagatīs sind, ist ein Gegenstützen (pratyuttambha) des Tages.
Mit dem Abhinidhana schleuderte Indra den Donnerkeil auf Vṛtra; er warf ihn nieder; nieder wirft man den Feind, wenn man mit dem Abhinidhana lobpreist.
Die Vaikhānasa-Ṛṣis waren dem Indra lieb; Rahasyu Devamalimluḍ tötete sie beim „Munimaraṇa“ [Anm.: Ort oder Ereignis, „Tod der Weisen“] [?]. Die Götter sagten zu ihm: „Wo sind wohl die Ṛṣis geblieben?“ [Anm.: „tarṣayo (?)“ im Text verderbt] [?]. Er suchte sie auf [Bote/Nachricht?] (praiṣa) [?], fand sie nicht. Er reinigte diese Welten mit einem einzigen Strom; er fand sie beim Munimaraṇa; mit diesem Sāman ließ er sie wieder aufstehen [?]. Das wünschte er damals: das Wunsch-gewinnende Sāman, das Vaikhānasa; man gewinnt damit den Wunsch. Ein Stoma [folgt].