Quellen der Menschheit

Pañcaviṃśa-Brāhmaṇa (Tāṇḍya-Mahābrāhmaṇa) · Prapāṭhaka 14

Adhyāya 1 Beginn des Dvādaśāha: siebter bis neunter Tag, Prayaṇa

Beginn des Prapāṭhaka 14: Der Ṣaḍaha ist erlangt, nun geht man weiter (prayanti). Die Strophen der ersten Tage werden nach Metrum und Zahl begründet; am Ende steht ein Gespräch über die Vögel und das Erreichen der Himmelswelt. Der Rest der Reihe (Tage) ist teilweise unvollständig zitiert.

āpyante vā etat stomāś chandāṃsi yat ṣaḍaha āpyate

Erlangt werden wahrlich Stomas und Metren, wenn der Ṣaḍaha erlangt wird.

āpte ṣaḍahe chandāṃsi stomān kṛtvā prayanti

Ist der Ṣaḍaha erlangt, so gehen sie, nachdem sie Metren und Stomas [bereitet haben], weiter.

''pra kāvyam uśanevara bruvāṇa'' iti gāyatryā rūpeṇa prayanti

„Pra kāvyam uśaneva bruvāṇaḥ“ [Anm.: pratīka]: nach der Gestalt der Gāyatrī gehen sie weiter.

iyaṃ vai gāyatry asyām eva pratiṣṭhāya prayanti

Diese [Erde] ist die Gāyatrī; auf ihr stehend gehen sie weiter.

triṣṭup pratipad bhavati

Eine Triṣṭubh ist die Pratipad.

ojo vīryaṃ triṣṭubojasyeva vīrye parākramya prayanti

Kraft (ojas) und Stärke ist die Triṣṭubh; gleichsam in Kraft, in Stärke ausschreitend gehen sie weiter.

stotrīyas tṛco bhavati prāṇāpānānām avarudhyai

Das Stotrīya-Tṛca wird [ihnen] zuteil, zur Gewinnung von Ein- und Ausatmung.

harivatyo bhavanti chandomānām ayātayāmatāyai

Die [Strophen] mit „hari“ [Falbe] werden gemacht, zur Unabgenutztheit (ayātayāmatā) der Chandomas.

dvādaśarcau bhavataḥ

Es werden zwei Zwölf-Strophen-Gruppen [Dvādaśarca] gemacht.

dvādaśa māsāḥ saṃvatsaraḥ saṃvatsaram eva tatpūrvasmai ṣaḍahāya pratyudyacchati savīvadhatāyai

Zwölf Monate hat das Jahr; das Jahr [selbst] nimmt er damit für den vorigen Ṣaḍaha wieder auf, zum Fortwachsen [?] (savīvadhatā) [Anm.: Bedeutung unsicher] [?].

caturviṃśatir bhavanti caturviṃśatir ardhamāsāḥ saṃvatsaraḥ saṃvatsaram eva tatpūrvasmai ṣaḍahāya pratyudyacchati savīvadhatāyai

Vierundzwanzig werden es; vierundzwanzig [sind] die Halbmonate des Jahres; das Jahr [selbst] nimmt er damit für den vorigen Ṣaḍaha wieder auf, zum Fortwachsen [?].

dṛta aindrota iti hovācābhipratārī kākṣasenir ye mahāvṛkṣasyāgraṃ gacchanti ka te tato bhavanti prarājan pakṣiṇaḥ patanty avāpakṣāḥ padyante

„Dṛta, Aindrota“, sagte Abhipratārin Kākṣaseni: „Die zum Gipfel des großen Baumes gehen – was wird aus ihnen von dort?“ – „O König, die Geflügelten fliegen fort, die Flügellosen fallen hinab“ [Anm.: „prarājan“ unsicher, ev. Vokativ; Text verderbt] [?].

ye vai vidvāṃsas te pakṣiṇo ye 'vidvāṃsas te 'pakṣās trivṛt pañcadaśāv eva stomau pakṣau kṛtvā svarga lokaṃ prayanti

Die Wissenden sind die Geflügelten, die Nichtwissenden die Flügellosen. Indem sie die zwei Stomas trivṛt und pañcadaśa zu Flügeln machen, gehen sie zur Himmelswelt.

caturviṃśa eva stomo bhavati teja se brahmavarcasāya

Der Stoma ist eben der caturviṃśa, zu Glanz (tejas) und Brahman-Glanz (brahmavarcasa) [Anm.: „teja se“ in der Quelle getrennt].

Interaktive Leseansicht des ganzen Werks