Adhyāya 11
Dritte Pressung des zehnten Tages: Sāmans und Stomas
Beschreibt Strophen und Sāmans der dritten Pressung (tṛtīyasavana) am zehnten Tag: Saphasāman, Rohitakūlīya, Śyāvāśva und Andhīgava, Sauhaviṣa mit yajñāyajñīya-Nidhana, Vājajit. Die Deutung von „pipīlikāmadhyā“ und die Legende in 9 sind unsicher; in 10 ist der Text auffällig (na yanti, tṛtīyasavene).
''svādiṣṭhayā madiṣṭhayā-'' iti gāyatrī bhavati madavad vai rasavat tṛtīyasavanaṃ madam eva tad rasaṃ dadhāti
„Mit der süßesten, berauschendsten“ [Anm.: Strophenanfang (pratīka), Fortsetzung nicht im Text] – das ist eine Gāyatrī; die dritte Pressung ist berauschend und saftig (rasavat); Rausch und Saft legt er damit hinein.
saphena vai devā imān lokān samāpnuvant samāpnuvaṃs tat saphasya saphatvam imān evaitena lokān samāpyottiṣṭhanti
Mit dem Sapha erreichten die Götter diese Welten; dass sie [sie] erreichten (samāpnuvan) – das ist das ‚Sapha-Sein‘ des Sapha [Anm.: etymologisierend, unsicher [?]]; nachdem sie mit diesem diese Welten erreicht haben, stehen sie auf.
Indra, nachdem er Vṛtra erschlagen hatte, ‚ich habe [nicht] gesiegt/bin nicht [heil]‘ meinend (nāstṛṣīti [?]), ging in die fernste Ferne. Er zerteilte diese Anuṣṭubh [?] und wich in deren Mitte aus. Im Hause Indras opfert wahrlich furchtlos und steht furchtlos auf, wer dies wissend auf diesen [Strophen] preist. [Anm.: Text und Sinn der Legende teilweise unsicher [?]]
yajñāyajñīyanidhanaṃ sauhaviṣaṃ bhavati yajñāyajñīyād eva tat tṛtīyasavene na yanti
Das Sauhaviṣa mit dem Nidhana ‚yajñāyajñīya‘ wird gesungen; vom Yajñāyajñīya aus gehen sie zur dritten Pressung [?] [Anm.: „na yanti“ wörtlich ‚sie gehen nicht‘, Text unsicher [?]].
sarvasyāptyai sarvasya jityai sarvaṃ vā ete vājaṃ jayanti ye daśamam ahar āgacchanty annaṃ vai vājo 'nnādyasyāvarudhyai
Um alles zu erlangen, um alles zu gewinnen; denn alles, den Siegpreis (vāja), gewinnen die, die zum zehnten Tag kommen; Speise ist der Vāja; um Speise (annādya) zu erlangen.
Sie gehen zu einem Nidhana von zehn Silben hin, zur Festigkeit des Daśarātra; zehnsilbig ist die Virāj, das Vairāja [Sāman] [ist] Speise; um Speise zu erlangen.
sūryavatīṣu stuvanty anto vai sūro 'nta etad daśamam ahnām anta eva tad antena stuvate pratiṣṭhāyai
Sie preisen auf Strophen mit ‚sūrya‘ (sūryavatī); das Ende (anta) ist ‚sūra‘ [?]; dies ist das Ende, der zehnte der Tage, das Ende der Tage; mit dem Ende preisen sie eben am Ende, zum Festen Stand.