virāṭsu vāmadevyam agniṣṭomasāma bhavati śāntyai kḷptyai
Auf Virāj-Strophen wird das Vāmadevya als Agniṣṭoma-Sāman gesungen, zur Beruhigung (śānti) und zum guten Gelingen (kḷpti).
Pañcaviṃśa-Brāhmaṇa (Tāṇḍya-Mahābrāhmaṇa) · Prapāṭhaka 15
Behandelt den Abschluss des Sattra: Vāmadevya als Agniṣṭoma-Sāman, die Zahl Sechs, die Brahmavādin-Frage nach dem Aufstehen (mit Pluti-Dehnungen udasthātā3 sthitā3d) und den Stoma trayastriṃśa. Einzelne Stellen (2192, 2197) sind unsicher.
virāṭsu vāmadevyam agniṣṭomasāma bhavati śāntyai kḷptyai
Auf Virāj-Strophen wird das Vāmadevya als Agniṣṭoma-Sāman gesungen, zur Beruhigung (śānti) und zum guten Gelingen (kḷpti).
sad vai vāmadevyaṃ sāmnāṃ sad virāṭ chandasāṃ sat trayastriṃśaḥ stomānāṃ satām antān saṃdhāyottiṣṭhanty api ha putrasya sattvam aśnute
Sechs [?] [Anm.: ‚sat‘ vermutlich ‚sat‘ = seiend, wirklich, Wortspiel mit ‚ṣaṭ‘; Deutung unsicher [?]]: Wirklich (sat) ist das Vāmadevya unter den Sāmans, wirklich die Virāj unter den Versmaßen, wirklich der trayastriṃśa unter den Stomas; nachdem sie die Enden des Wirklichen zusammengefügt haben, stehen sie auf; auch seinem Sohn wird Seinsfülle (sattva) zuteil.
brahmavādino vadanti yatas sattrād udasthātā3 sthitā3d iti yad yata iti brūyur apratiṣṭhānā aprajaso bhaviṣyantīty enān brūyād yat sthitād iti brūyuḥ sthāyukaiṣāṃ śrīr bhaviṣyati na vasīyāṃso bhaviṣyantīty enān brūyāt pūrṇād eva pūrṇam abhyudasthāmeti brūyuḥ
Die Brahmavādins sagen: „Von wo seid ihr aus dem Sattra aufgestanden? ‚Vom Stehenden?‘“ [Anm.: gedehnte Fragen udasthātā3 sthitā3d]. Wenn sie sagten ‚von woher‘, so würde man zu ihnen sagen: ‚Ihr werdet ohne festen Stand und ohne Nachkommen sein.‘ Wenn sie sagten ‚vom Stehenden‘, so würde man zu ihnen sagen: ‚Ihr Glück wird nur stehend [d.h. stockend] sein, sie werden nicht reicher werden.‘ ‚Vom Vollen sind wir zum Vollen aufgestanden‘, sollten sie sagen.
ete vai pūrṇāt pūrṇam abhyuttiṣṭhanti ye vāmadevyena stutvottiṣṭhanti
Diese stehen vom Vollen zum Vollen auf, die nach dem Preisen mit dem Vāmadevya aufstehen.
antarikṣaṃ vai vāmadevyam antarikṣeṇedaṃ sarvaṃ pūrṇam
Der Luftraum (antarikṣa) ist das Vāmadevya; durch den Luftraum ist dies alles voll.
eṣa vai samṛddhaḥ stomo yat trayastriṃśas trayastriṃśadakṣarāsu samṛddhāv eva pratitiṣṭhanti
Dies ist der vollendete Stoma, nämlich der trayastriṃśa; auf den dreiunddreißigsilbigen [Strophen] stehen sie eben in Vollendung fest.
sarveṣāṃ vā etāś chandasāṃ rūpaṃ yāt tripadās tena gāyatryo yad ekādaśākṣarāṇi padāni tena triṣṭubho yat dvādaśākṣaraṃ padaṃ tena jagatyo yat trayastriṃśadakṣarās tena virājas tenaiva cānuṣṭubho na hy ekasmād akṣarād virādhayanti
Dies ist die Gestalt (rūpa) aller Versmaße: dass sie dreifüßig sind, dadurch sind sie Gāyatrīs; dass die Füße elfsilbig sind, dadurch Triṣṭubhs; dass ein zwölfsilbiger Fuß [da ist], dadurch Jagatīs; dass sie dreiunddreißigsilbig sind, dadurch Virājs, dadurch auch Anuṣṭubhs; denn sie verfehlen [dabei] keine einzige Silbe. [Anm.: Zuordnung im Einzelnen unsicher [?]]
trayastriṃśa eva stomo bhavati pratiṣṭhāyai devatāsu vā eṣa pratiṣṭhitaḥ
Der Stoma ist eben der trayastriṃśa, zum Festen Stand; denn dieser steht fest bei den Göttern.