Er legt die zweite Schicht hin – die Götter bestiegen ja, nachdem sie die erste Schicht geschichtet hatten, diese; diese Welt hier ist ja die erste Schicht; eben diese Welt bestiegen sie, nachdem sie sie zubereitet hatten.
te 'bruvan | cetayadhvamiti citimicateti vāva tadabruvannita ūrdhvamicateti te cetayamānā etāṃ dvitīyāṃ citimapaśyanyadūrdhvam pṛthivyā arvācīnamantarikṣātteṣāmeṣa loko 'dhruva ivāpratiṣṭhita iva manasyāsīt
Sie sprachen: „Werdet aufmerksam!“ – eben damit sprachen sie: „Schichtet weiter, von hier aufwärts!“ [Anm.: Wortspiel cetayadhvam/citim icata im Quelltext knapp wiedergegeben]. Sie, so aufmerksam geworden, sahen diese zweite Schicht, die oberhalb der Erde und diesseits der Luftwelt liegt; ihnen erschien diese Welt gleichsam unfest, gleichsam unsicher im Sinn.
te 'śvināvabruvan | yuvaṃ vai brahmāṇau bhiṣajau stho yuvaṃ na imāṃ dvitīyāṃ citimupadhattamiti kiṃ nau tato bhaviṣyatīti yuvameva no 'syā agnicityāyā adhvaryū bhaviṣyatha iti tatheti tebhya etāmaśvinau dvitīyāṃ citimupādhattāṃ tasmādāhuraśvināveva devānāmadhvaryū iti
Sie sprachen zu den beiden Aśvin: „Ihr seid ja die beiden Brahmanen-Ärzte; legt ihr uns diese zweite Schicht hin!“ - „Was wird uns dann daraus?“ - „Ihr eben werdet uns die beiden Adhvaryu-Priester dieser Agni-Schichtung sein.“ - „So sei es“, sprachen sie. Da legten die beiden Aśvin ihnen diese zweite Schicht hin; deshalb sagt man: die beiden Aśvin sind eben die beiden Adhvaryu-Priester der Götter.
Er legt sie hin: „Fester Sitz, feste Wurzel, fest bist du“ – was nämlich fest ist, was feststehend ist, das ist 'fest' (dhruva); und diese ihre Welt war ja ihrem Sinn gleichsam unfest, gleichsam nicht feststehend erschienen; eben diese, fest und stabil gemacht, setzten sie [die Aśvin] fest hin. „In fester Wurzel setze dich wohl nieder“ – 'in fester, feststehender Wurzel setze dich wohl nieder' - das ist gemeint. „Als erstes das Zeichen des Feuertopf-Agni liebend“ – dieser Agni ist ja der Feuertopf-Agni (Ukhya); dessen erstes Zeichen ist ja die erste Schicht; 'diese liebend' - so ist gemeint. „Mögen die beiden Aśvin-Adhvaryus dies hier bei dir niedersetzen“ – so spricht er, denn die beiden Aśvin waren ja die Adhvaryu-Priester, die sie hinlegten.
„Nesthafte, Schmalzreiche, Fülle-Spenderin“ – die zweite Schicht ist ja gleichsam ein Nest. „Setze dich wohlig nieder, in der Sitzstätte der Erde“ – die Erde ist ja die erste Schicht; 'setze dich wohlig, günstig nieder in ihrer Sitzstätte' - das ist gemeint. „Dich mögen Rudras und Vasus besingen“ – 'dich mögen diese Gottheiten besingen' - das ist gemeint. „Tränke diese Gebetsworte zur Glückseligkeit“ – 'stärke uns diese Gebetsworte zur Glückseligkeit' - das ist gemeint. „Mögen die beiden Aśvin-Adhvaryus dies hier bei dir niedersetzen“ – so spricht er, denn die beiden Aśvin waren ja die Adhvaryu-Priester, die sie hinlegten.
„Mit eigenen Kräften, o Kraft-Vater, sitze hier“ – 'mit eigener Tatkraft sitze hier' - das ist gemeint. „Zur Freude der Götter, zum großen Kampfspiel“ – 'zur Freude der Götter, zum großen Kampfspiel' - das ist gemeint. „Sei wie ein Vater dem Sohn lieb und gütig“ – wie ein Vater seinem Sohn wohlgesonnen und lieb ist, so sei lieb und gütig - das ist gemeint. „Mit selbst-eindringendem Leib dringe ein“ – der Leib ist ja das Selbst; 'mit selbst-eindringendem Selbst dringe ein' - das ist gemeint. „Mögen die beiden Aśvin-Adhvaryus dies hier bei dir niedersetzen“ – so spricht er, denn die beiden Aśvin waren ja die Adhvaryu-Priester, die sie hinlegten.
„Du bist der Kot der Erde“ – die Erde ist ja die erste Schicht; diese zweite ist gleichsam deren Füllerde. „Apas-Name“ – 'Saft-Name' - das ist gemeint. „Dich mögen alle Götter besingen“ – 'dich mögen alle Götter besingen' - das ist gemeint. „Stoma-und-Pṛṣṭha-reiche, schmalzreiche, sitze hier“ – welche Stomas man auf dieser aufbaut, mit denen ist diese stoma-und-pṛṣṭha-reich. „Erwirb uns nachkommenreichen Besitz“ – 'erwirb uns nachkommenreichen Besitz' - das ist gemeint. „Mögen die beiden Aśvin-Adhvaryus dies hier bei dir niedersetzen“ – so spricht er, denn die beiden Aśvin waren ja die Adhvaryu-Priester, die sie hinlegten.
tā etā diśaḥ | tā retaḥsicorvelayopadadhātīme vai retaḥsicāvanayostaddiśo dadhāti tasmādanayordiśaḥ sarvata upadadhāti sarvatastaddiśo dadhāti tasmātsarvato diśaḥ sarvataḥ samīcīḥ sarvatastatsamīcīrdiśo dadhāti tasmātsarvataḥ samīcyo diśastā nānopadadhāti nānā sādayati nānā sūdadohasā 'dhivadati nānā hi diśaḥ
Diese sind die Himmelsrichtungs-Ziegel – er legt sie an den Rand der beiden Retaḥsic-Ziegel; diese beiden Retaḥsic-Ziegel sind ja bei diesen Ziegeln; deshalb legt er ihnen die Himmelsrichtungen hinein. Überall legt er sie hin; überall eben legt er ihnen damit die Himmelsrichtungen hinein; deshalb sind die Himmelsrichtungen überall, überall zueinander gewandt; überall eben legt er ihnen die zueinander gewandten Himmelsrichtungen hinein; deshalb sind die Himmelsrichtungen überall zueinander gewandt. Getrennt legt er sie hin, getrennt setzt er sie nieder, getrennt spricht er dazu den Śūdadoha-Spruch; getrennt sind ja die Himmelsrichtungen.
Dann legt er den fünften Himmelsrichtungs-Ziegel hin – die aufwärts gerichtete Richtung ist ja jene, die nach oben geht - das ist jener Āditya; eben jenen Āditya legt er damit hin. Diesen legt er zwischen den anderen Ziegeln und dem südlichen Himmelsrichtungs-Ziegel hin; eben jenen Āditya legt er damit zwischen ihnen und der südlichen Richtung hin; deshalb geht dieser Āditya zwischen den Richtungen und dem Süden.
„Dich, o Aditi, setze ich auf den Rücken“ – diese Erde ist ja Aditi; eben auf dieser, als fester Grundlage, stellt er ihn fest. „Trägerin, Stützerin des Luftraums, Herrin der Himmelsrichtungen und Welten“ – dieser Āditya ist ja der Träger und Stützer des Luftraums, der Herr der Himmelsrichtungen und Welten. „Woge, Tropfen der Gewässer bist du“ – die Woge ist ja der Lebenssaft. „Viśvakarman ist dein Ṛṣi“ – Prajāpati ist ja Viśvakarman, von Prajāpati erschaffen warst du - das ist gemeint. „Mögen die beiden Aśvin-Adhvaryus dies hier bei dir niedersetzen“ – so spricht er, denn die beiden Aśvin waren ja die Adhvaryu-Priester, die sie hinlegten.
Und ferner, dass er diese Aśvin-Ziegel hinlegt: als Prajāpati zerfallen war, gingen die Gottheiten, ihn mitnehmend, auseinander fort; das, was oberhalb seiner Grundlage und diesseits der Mitte lag, das nahmen die beiden Aśvin von ihm mit und standen damit fort.
tāvabravīt | upa metam prati ma etaddhattaṃ yena me yuvamuda !kramiṣṭamiti kiṃ nau tato bhaviṣyatīti yuvaddevatyameva ma etadātmano bhaviṣyatīti tatheti tadasminnetadaśvinau pratyadhattām
Zu ihnen sprach er: „Kommt zu mir mit diesem zurück, gebt mir das wieder, womit ihr beide fortgegangen seid!“ - „Was wird uns daraus?“ - „Euch beiden zugehörig wird eben dies von meinem Selbst sein.“ - „So sei es“, sprachen sie. Da setzten die beiden Aśvin dies wieder in ihn ein.
Was nun diese fünf Aśvin-Ziegel betrifft: das ist eben jenes von seinem Selbst; dass er diese hier hinlegt - was eben von ihm sein Selbst war, das legt er ihm damit wieder ein; deshalb legt er diese hier hin.
„Fester Sitz, feste Wurzel, fest bist du“ – was nämlich fest ist, was feststehend ist, das ist 'fest'; und dies war ja von seinem Selbst gleichsam unfest, gleichsam nicht fest; eben dies, fest und stabil gemacht, setzten sie wieder ein.
„Nesthafte, Schmalzreiche, Fülle-Spenderin“ – dies ist ja gleichsam ein Nest von seinem Selbst. „Mit eigenen Kräften, o Kraft-Vater, sitze hier“ – damit stärkten sie eben dieses von seinem Selbst. „Du bist der Kot der Erde“ – dies ist ja gleichsam mit Füllerde verbunden, von seinem Selbst. Am Rand der beiden Retaḥsic-Ziegel – die Rippen sind ja die Retaḥsic-Ziegel; dies ist ja gleichsam mit den Rippen verbunden, von seinem Selbst. Überall legt er es hin; überall eben setzten die beiden Aśvin dies von seinem Selbst wieder ein.
Dann legt er die Ṛtavya-Ziegel (Jahreszeiten-Ziegel) hin – diese sind ja die Jahreszeiten; die Ṛtavya-Ziegel sind ja eben die Jahreszeiten; er legt damit die Jahreszeiten hinein. Śukra und Śuci sind die beiden Sommer-Jahreszeiten-Namen; mit eben diesen beiden Namen legt er diese hinein. Zwei Ziegel sind es, denn zwei Monate sind eine Jahreszeit; er setzt sie einmal zusammen nieder, das macht sie zu einer Jahreszeit.
Dass er diese hier hinlegt: dieser Agni ist ja das Jahr, und auch diese Welten sind das Jahr; was oberhalb der Erde und diesseits der Luftwelt liegt, das ist eben diese zweite Schicht von ihm; das ist eben dessen Sommer-Jahreszeit; deshalb legt er diese hier hin.
Und ferner, dass er diese hier hinlegt: dieser Agni ist ja Prajāpati, und auch das Jahr ist Prajāpati; was oberhalb seiner Grundlage und diesseits der Mitte liegt, das ist eben diese zweite Schicht von ihm; das ist eben dessen Sommer-Jahreszeit; deshalb legt er diese hier hin; was eben von ihm sein Selbst war, das legt er ihm damit wieder ein; deshalb legt er diese hier hin.
atha vaiśvadevīrupadadhāti | eṣā vai sā dvītīyā citiryāmebhyastadaśvinā upādhattāṃ tāmupadhāyedaṃ sarvamabhavatāṃ yadidaṃ kiṃ ca
Dann legt er die Vaiśvadevī-Ziegel (Allgötter-Ziegel) hin – dies ist ja eben jene zweite Schicht, die die beiden Aśvin ihnen hinlegten; nachdem sie diese hingelegt hatten, wurden sie zu all diesem, was auch immer es hier gibt.
te devā abruvan | aśvinau vā idaṃ sarvamabhūtāmupa tajjānīta yathā vyamihāpyasāmeti te 'bruvaṃścetayadhvamiti citimicateti vāva tadabruvaṃstadicata yathā vayamihāpyasāmeti te cetayamānā etā iṣṭakā apaśyanvaiśvadevīḥ
Die Götter sprachen: „Die beiden Aśvin sind ja zu diesem allen geworden; erkennt das, damit auch wir hier daran teilhaben können!“ - sie sprachen: „Werdet aufmerksam!“ – eben damit sprachen sie: „Sucht das, damit auch wir hier daran teilhaben können!“ Sie, so aufmerksam geworden, sahen diese Ziegel, die Vaiśvadevī-Ziegel.
te 'bruvan | aśvinau vā idaṃ sarvamabhūtāmaśvibhyāmevāśvinościtimanūpadadhāmahā iti te 'śvibhyāmevāśvinościtimanūpādadhata tasmādetāmāśvinī citirityācakṣate tasmādyathaiva pūrvāsāmudarka evametāsāmiśvibhyāṃ hyevāśvinościtimanūpādadhata
Sie sprachen: „Die beiden Aśvin sind ja zu diesem allen geworden; wir wollen eben mit Pferden die Schicht der beiden Aśvin nachlegen!“ [Anm.: Wortspiel aśvin/aśva 'Pferd' im Quelltext] Da legten sie eben mit Pferden die Schicht der beiden Aśvin nach; deshalb nennt man diese die Āśvinī-Schicht; deshalb ist deren Nachwirkung ebenso wie die der vorigen, denn sie legten sie eben mit Pferden für die beiden Aśvin nach.
yadveva vaiśvadevīrupadadhāti | ye vai te viśve devā etāṃ dvitīyāṃ citimapaśyanye ta etena rasenopāyaṃsta ete tānevaitadupadadhāti tā etāḥ sarvāḥ prajāstā retaḥsicorvelayopadadhātīme vai retaḥsicāvanayostatprajā dadhāti tasmādanayoḥ prajāḥ sarvata upadadhāti sarvatastatprajā dadhāti tasmātsarvataḥ prajā diśyā anūpadadhāti dikṣu tatprajā dadhāti tasmātsarvāsu dikṣu prajāḥ
Und ferner, dass er die Vaiśvadevī-Ziegel hinlegt: die Allgötter, die diese zweite Schicht sahen, die durch diesen Saft ihr zuwuchsen - eben diese legt er damit hin. Diese alle sind die Nachkommenschaft; er legt sie an den Rand der beiden Retaḥsic-Ziegel; diese beiden Retaḥsic-Ziegel sind ja bei diesen; deshalb legt er ihnen die Nachkommenschaft hinein. Überall legt er sie hin; überall eben legt er ihnen damit die Nachkommenschaft hinein; deshalb ist überall Nachkommenschaft. Nach den Himmelsrichtungs-Ziegeln legt er sie nach; in den Himmelsrichtungen legt er damit die Nachkommenschaft hinein; deshalb ist in allen Himmelsrichtungen Nachkommenschaft.
Und ferner, dass er die Vaiśvadevī-Ziegel hinlegt: aus dem zerfallenen Prajāpati gingen alle Geschöpfe aus der Mitte fort, von dieser seiner Wurzel her; diese gelangten wieder zu ihm hin, in dieses sein wiederhergestelltes Selbst.
sa yaḥ sa prajāpatirvyasraṃsata | ayameva sa yo 'yamagniścīyate 'tha yā asmāttāḥ prajā madhyata udakrāmannetāstā vaiśvadevya iṣṭakāstadyadetā upadadhāti yā evāsmāttāḥ prajā madhyata udakrāmaṃstā asminnetatprapādayati retaḥsicorvelayā pṛṣṭayo vai retaḥsicau madhyamu pṛṣṭayo madhyata evāsminnetāḥ prajāḥ prapādayati sarvata upadadhāti sarvata evāsminnetāḥ prajāḥ prapādayati
Jener Prajāpati, der zerfiel, das ist eben dieser, der hier als Agni geschichtet wird; und die Geschöpfe, die aus ihm aus der Mitte fortgingen, das sind diese Vaiśvadevya-Ziegel; dass er diese hier hinlegt: eben die Geschöpfe, die aus ihm aus der Mitte fortgingen, die lässt er damit wieder in ihn eingehen. Am Rand der beiden Retaḥsic-Ziegel – die Rippen sind ja die Retaḥsic-Ziegel, und die Mitte ist ja bei den Rippen; genau in der Mitte eben lässt er diese Geschöpfe wieder eingehen. Überall legt er sie hin; überall eben lässt er diese Geschöpfe wieder eingehen.
Und ferner, dass er die Vaiśvadevī-Ziegel hinlegt: eben da wünschte Prajāpati, in diesem seinem wiederhergestellten Selbst: „Ich möchte Geschöpfe schaffen, mich fortpflanzen!“ Da erzeugte er, mit den Jahreszeiten, den Gewässern, den Atemkräften, dem Jahr und den beiden Aśvin vereint, diese Geschöpfe. Ebenso erzeugt der Opferer hier, mit diesen Gottheiten vereint, diese Geschöpfe; deshalb kehrt bei allen Formeln eben 'vereint, vereint' wieder.
sajūrṛtubhiriti | tadṛtūnprājanayadṛtubhirvai sayugbhūtvā prājanayatsajūrvidhābhirityāpo vai vidhā adbhirhīdaṃ sarvaṃ vihitamadbhirvai sayugbhūtvā prājanayatsajūrdevairiti taddevānprājanayadyaddevā ityācakṣate sajūrdevairvayonādhairiti prāṇā vai devā vayonādhāḥ prāṇairhīdaṃ sarvaṃ vayunaṃ naddhamatho candāṃsi vai devā vayonādhāścandobhirhīdaṃ sarvaṃ vayunaṃ naddham prāṇairvai sayugbhūtvā prājanayadagnaye tvā vaiśvānarāyeti saṃvatsaro vā agnirvaiśvānaraḥ saṃvatsareṇa vai sayugbhūtvā prājanayadaśvinādhvaryū sādayatāmiha tvetyaśvibhyāṃ vai sayugbhūtvā prājanayat
„Vereint mit den Jahreszeiten“ – damit erzeugte er die Jahreszeiten; mit den Jahreszeiten vereint erzeugte er sie. „Vereint mit den Vidhā-Gewässern“ – die Gewässer sind ja die Vidhā, denn durch die Gewässer ist dies alles geordnet; mit den Gewässern vereint erzeugte er sie. „Vereint mit den Göttern“ – damit erzeugte er die Götter, die man 'Götter' nennt. „Vereint mit den Göttern, den Kraft-Trägern“ – die Atemkräfte sind ja die Götter, die Kraft-Träger, denn durch die Atemkräfte ist dies alles an Kraft gebunden; und auch die Versmaße sind die Götter, die Kraft-Träger, denn durch die Versmaße ist dies alles an Kraft gebunden; mit den Atemkräften vereint erzeugte er sie. „Dir, dem Agni Vaiśvānara“ – das Jahr ist ja Agni Vaiśvānara; mit dem Jahr vereint erzeugte er sie. „Mögen die beiden Aśvin-Adhvaryus dies hier bei dir niedersetzen“ – mit den beiden Aśvin vereint erzeugte er sie.
„Vereint mit den Vasus“ - im Süden – damit erzeugte er die Vasus. „Vereint mit den Rudras“ - im Westen – damit erzeugte er die Rudras. „Vereint mit den Ādityas“ - im Norden – damit erzeugte er die Ādityas. „Vereint mit den Allgöttern“ - oben – damit erzeugte er die Allgötter. Diese haben ja gleichen Anfang, gleiche Nachwirkung, in der Mitte verschieden; dass sie gleichen Anfang haben: weil er im Osten und oben mit den gleichen Gottheiten vereint erzeugte; dass sie aber in der Mitte verschieden sind: weil er je andere und andere Geschöpfe in der Mitte erzeugte.
Dann legt er die Prāṇabhṛt-Ziegel hin – die Götter sprachen ja: „Werdet aufmerksam!“ – eben damit sprachen sie: „Sucht die Schicht!“ Sie, so aufmerksam geworden, sahen eben Vāyu als Schicht; diesen legten sie ihm ein; ebenso legt er ihm diesen hier ein.
Er legt die Prāṇabhṛt-Ziegel hin – der Atem ist ja Vāyu; eben Vāyu legt er ihm damit ein. Am Rand der beiden Retaḥsic-Ziegel – diese beiden Retaḥsic-Ziegel sind ja bei diesen; deshalb legt er ihnen Vāyu hinein; deshalb ist bei diesen Vāyu. Überall legt er sie hin; überall eben legt er ihnen damit Vāyu hinein; deshalb ist überall Vāyu, überall zueinander gewandt; überall eben legt er ihnen den zueinander gewandten Vāyu hinein; deshalb weht Vāyu, zueinander gewandt geworden, aus allen Himmelsrichtungen. Nach den Himmelsrichtungs-Ziegeln legt er sie nach; in den Himmelsrichtungen legt er damit Vāyu hinein; deshalb ist Vāyu in allen Himmelsrichtungen.
yadveva prāṇabhṛta upadadhāti | āsvevaitatprajāsu prāṇāndadhāti tā anantarhitā vaiśvadevībhya upadadhātyanantarhitāṃstatprajābhyaḥ prāṇāndadhāti prāṇam me pāhyapānam me pāhi vyānam me pāhi cakṣurma urvyā bibhāhi śrotram me ślokayetyetānevāsvetatkLptānprāṇāndadhāti
Und ferner, dass er die Prāṇabhṛt-Ziegel hinlegt: damit legt er eben diesen Geschöpfen die Atemkräfte hinein. Ungetrennt legt er sie nach den Vaiśvadevī-Ziegeln hin; ungetrennt legt er damit den Geschöpfen die Atemkräfte hinein. „Schütze mir den Einatem, schütze mir den Ausatem, schütze mir den Zwischenatem, mache mir das Auge mit Weite sichtbar, lass mir das Gehör erklingen!“ - mit diesen eben legt er den Geschöpfen die so festgesetzten Atemkräfte hinein.
Dann legt er die Apasyā-Ziegel (Wasser-Ziegel) hin – die Götter sprachen ja: „Werdet aufmerksam!“ – eben damit sprachen sie: „Sucht die Schicht!“ Sie, so aufmerksam geworden, sahen eben den Regen als Schicht; diesen legten sie ihm ein; ebenso legt er ihm diesen hier ein.
Er legt die Apasyā-Ziegel hin – die Gewässer sind ja der Regen; eben den Regen legt er ihm damit ein. Am Rand der beiden Retaḥsic-Ziegel – diese beiden Retaḥsic-Ziegel sind ja bei diesen; deshalb legt er ihnen den Regen hinein; deshalb regnet es bei diesen. Überall legt er sie hin; überall eben legt er ihnen damit den Regen hinein; deshalb regnet es überall, überall zueinander gewandt; überall eben legt er ihnen den zueinander gewandten Regen hinein; deshalb regnet es überall, zueinander gewandt geworden, aus allen Himmelsrichtungen. Nach den Vāyu-Ziegeln legt er sie nach; auf Vāyu legt er damit den Regen hinein; deshalb folgt der Regen der Richtung, in die Vāyu geht.
Und ferner, dass er die Apasyā-Ziegel hinlegt: damit legt er eben in diese Atemkräfte die Gewässer hinein. Ungetrennt legt er sie nach den Prāṇabhṛt-Ziegeln hin; ungetrennt legt er damit den Atemkräften die Gewässer hinein; und die Gewässer sind ja auch Speise; ungetrennt legt er damit den Atemkräften die Speise hinein. „Schwelle die Gewässer an, belebe die Pflanzen, schütze das Zweifüßige, schütze das Vierfüßige, sende den Regen vom Himmel her!“ - mit diesen eben legt er in diese die so festgesetzten Gewässer hinein.
Dann legt er die Chandasyā-Ziegel (Versmaß-Ziegel) hin – die Götter sprachen ja: „Werdet aufmerksam!“ – eben damit sprachen sie: „Sucht die Schicht!“ Sie, so aufmerksam geworden, sahen eben die Opfertiere als Schicht; diese legten sie ihm ein; ebenso legt er ihm diese hier ein.
Er legt die Chandasyā-Ziegel hin – die Opfertiere sind ja die Versmaße; eben die Opfertiere legt er ihm damit ein. Überall legt er sie hin; überall eben legt er ihm damit die Opfertiere ein; deshalb sind überall Opfertiere. Nach den Apasyā-Ziegeln legt er sie nach; auf den Gewässern lässt er damit die Opfertiere feststehen; deshalb, wenn es regnet, dann stehen die Opfertiere fest.
Und ferner, dass er die Chandasyā-Ziegel hinlegt: aus dem zerfallenen Prajāpati gingen die Opfertiere fort, zu Versmaßen geworden; diese erreichte er, zum Versmaß Gāyatrī geworden, mit Lebenskraft. Dass ihn Gāyatrī erreichte: dies ist ja das schnellste Versmaß; als dieses, so geworden, erreichte Prajāpati diese Opfertiere mit Lebenskraft.
kṣatraṃ vaya iti | prajāpatirvai kṣatraṃ sa vayo 'bhavanmayaṃdaṃ canda iti yadvā aniruktaṃ tanmayaṃdamanirukto vai prajāpatiḥ prajāpatireva cando 'bhavat
„Herrschaft bist du, Lebenskraft“ – Prajāpati ist ja die Herrschaft; er wurde zur Lebenskraft. „Mayaṃda bist du, Versmaß“ – was unbestimmt ist, das ist Mayaṃda [Anm.: Begriff im Quelltext unsicher überliefert]; unbestimmt ist ja Prajāpati; eben Prajāpati wurde zum Versmaß.
viṣṭambho vaya iti | prajāpatirvai viṣṭambhaḥ sa vayo 'bhavadadhipatiścanda iti prajāpatirvā adhipatiḥ prajāpatireva cando 'bhavat
„Stütze bist du, Lebenskraft“ – Prajāpati ist ja die Stütze; er wurde zur Lebenskraft. „Herr bist du, Versmaß“ – Prajāpati ist ja der Herr; eben Prajāpati wurde zum Versmaß.
viśvakarmā vaya iti | prajāparirvai viśvakarmā sa vayo 'bhavatparameṣṭhī canda ityāpo vai prajāpatiḥ parameṣṭhī tā hi parame sthāne tiṣṭhanti prajāpatireva parameṣṭhī cando 'bhavat
„Viśvakarman bist du, Lebenskraft“ – Prajāpati ist ja Viśvakarman; er wurde zur Lebenskraft. „Parameṣṭhin bist du, Versmaß“ – die Gewässer sind ja Prajāpati Parameṣṭhin, denn sie stehen ja am höchsten Ort; eben Prajāpati Parameṣṭhin wurde zum Versmaß.
tāni vā etāni | catvāri vayāṃsi catvāri candāṃsi tadaṣṭāvaṣṭākṣarā gāyatryeṣā vai sā gāyatrī yā tadbhūtvā prajāpatiretānpaśūnvayasāpnottasmājjīrṇam paśuṃ vayasāpta ityācakṣate tasmādu sarvāsveva vayo vaya ityamuvartate 'tha ye 'smātte paśava udakrāmannete te pañcadaśottare vajro vai paśavo vajraḥ pañcadaśastasmādyasya paśavo bhavantyapaiva sa pāpmānaṃ hate vajro haiva tasya pāpmānamapahanti tasmādyāṃ kāṃ ca diśam paśumāneti vajravihitāṃ haiva tāmanveti
Diese sind es also: vier Lebenskräfte, vier Versmaße, das sind acht, achtsilbig ist die Gāyatrī; das ist eben jene Gāyatrī, die, so geworden, Prajāpati diese Opfertiere mit Lebenskraft erreichte; deshalb sagt man von einem abgezehrten Opfertier, es sei mit Lebenskraft erreicht; deshalb kehrt bei allen Formeln eben 'Lebenskraft, Lebenskraft' wieder. Und die Opfertiere, die von ihm fortgingen, das sind diese fünfzehn zusätzlichen Wesen [Anm.: Zahl- und Strukturangabe im Quelltext knapp und nicht vollständig eindeutig] – die Opfertiere sind ja der Vajra (die Donnerkeule), fünfzehnfach ist der Vajra; deshalb erschlägt, wessen Opfertiere es sind, damit eben das Böse; eben der Vajra vertreibt dessen Böses; deshalb geht, wer Opfertiere hat, eben der vom Vajra durchdrungenen Himmelsrichtung nach.
basto vaya iti bastaṃ vayasāpnodvivalaṃ canda ityekapadā vai vivalaṃ canda ekapadā ha bhūtvājā uccakramuḥ
„Ziegenbock, Lebenskraft“ – den Ziegenbock erreichte er mit Lebenskraft. „Vivala, Versmaß“ – einfüßig ist ja das Versmaß Vivala; einfüßig geworden gingen die Ziegen fort.
vṛṣṇirvaya iti | vṛṣṇiṃ vayasāpnodviśālaṃ canda iti dvipadā vai viśālaṃ cando dvipadā ha bhūtvāvaya uccakramuḥ
„Widder, Lebenskraft“ – den Widder erreichte er mit Lebenskraft. „Viśāla, Versmaß“ – zweifüßig ist ja das Versmaß Viśāla; zweifüßig geworden gingen die Schafe fort.
„Mensch, Lebenskraft“ – den Menschen erreichte er mit Lebenskraft. „Tandra, Versmaß“ – die Paṅkti ist ja das Versmaß Tandra; als Paṅkti geworden gingen die Menschen fort.
vyāghro vaya iti | vyāghraṃ vayasāpnodanādhṛṣṭaṃ canda iti virāḍvā anādhṛṣṭaṃ cando 'nnaṃ vai virāḍannamanādhṛṣṭaṃ virāḍṛ bhūtvā vyāghrā uccakramuḥ
„Tiger, Lebenskraft“ – den Tiger erreichte er mit Lebenskraft. „Anādhṛṣṭa, Versmaß“ – die Virāj ist ja das Versmaß Anādhṛṣṭa, denn die Virāj ist die Speise, und Speise ist unangreifbar; als Virāj geworden gingen die Tiger fort.
siṃho vaya iti | siṃhaṃ vayasāpnoccadiścanda ityaticandā vai cadiścandaḥ sā hi sarvāṇi candāṃsi cādayatyaticandā ha bhūtvā siṃhā uccakramurathāto niruktāneva paśūnniruktāni candāṃsyupadadhāti
„Löwe, Lebenskraft“ – den Löwen erreichte er mit Lebenskraft. „Cadis, Versmaß“ – das Aticchandas ist ja das Versmaß Cadis, denn dieses überragt ja alle Versmaße; als Aticchandas geworden gingen die Löwen fort. Nun aber legt er nur die genannten Opfertiere mit den genannten Versmaßen wirklich hin.
„Dreijähriges Schaf, Lebenskraft“ – das dreijährige Schaf erreichte er mit Lebenskraft. „Triṣṭubh, Versmaß“ – als Triṣṭubh geworden gingen die dreijährigen Schafe fort.
„Göttliches Zugtier, Lebenskraft“ – das göttliche Zugtier erreichte er mit Lebenskraft. „Virāj, Versmaß“ – als Virāj geworden gingen die göttlichen Zugtiere fort.
„Fünfjähriges Schaf, Lebenskraft“ – das fünfjährige Schaf erreichte er mit Lebenskraft. „Gāyatrī, Versmaß“ – als Gāyatrī geworden gingen die fünfjährigen Schafe fort.
„Dreijähriges Kalb, Lebenskraft“ – das dreijährige Kalb erreichte er mit Lebenskraft. „Uṣṇih, Versmaß“ – als Uṣṇih geworden gingen die dreijährigen Kälber fort.
„Viertes Zugtier, Lebenskraft“ – das vierte Zugtier erreichte er mit Lebenskraft. „Anuṣṭubh, Versmaß“ – als Anuṣṭubh geworden gingen die vierten Zugtiere fort.
ete vai te paśavaḥ | yāṃstatprajāpatirvayasāpnotsa vai paśum prathamamāhātha vayo 'tha cando vayasā ca hyenāṃścandasā ca parigatyātmannadhattātmannakuruta tathaivainānayametadvayasā caiva candasā ca parigatyātmandhatta ātmankurute
Diese eben sind jene Opfertiere, die Prajāpati damals mit Lebenskraft erreichte; er nennt jeweils zuerst das Opfertier, dann die Lebenskraft, dann das Versmaß, denn mit der Lebenskraft und dem Versmaß umfasste er sie und legte sie in sich, machte sie zu seinem Selbst; ebenso legt er diese hier, mit Lebenskraft und Versmaß umfasst, in sich, macht sie zu seinem Selbst.
sa eṣa paśuryadagniḥ | so 'traiva sarvaḥ kṛtsnaḥ saṃskṛtastasya yāḥ purastādupadadhāti śiro 'sya tā atha yā dakṣiṇataścottarataśca sa ātmātha yāḥ paścāttatpucam
Dieser Agni ist eben das Opfertier – er wird hier ganz und vollständig zubereitet. Die er im Osten hinlegt, das ist sein Haupt; und die er im Süden und im Norden hinlegt, das ist der Rumpf; und die er im Westen hinlegt, das ist der Schwanz.
sa vai purastādevāgra upadadhāti | śiro hi prathamaṃ jāyamānasya jāyate 'tha dakṣiṇata upadhāyottarata upadadhāti sārdhamayamātmā jāyātā ityatha paścātpucaṃ hyantato jāyamānasya jāyate
Er legt sie zuerst im Osten hin – zuerst entsteht ja das Haupt eines Geborenwerdenden. Dann legt er sie, nachdem er sie im Süden gelegt hat, im Norden hin – 'zugleich soll dieser Rumpf entstehen' - so ist gemeint. Dann im Westen – zuletzt entsteht ja der Schwanz eines Geborenwerdenden.
tadyāni varṣiṣṭhāni candāṃsi | ye sthaviṣṭhāḥ paśavastānmadhya upadadhāti madhyaṃ tatprati paśuṃ variṣṭhaṃ karoti tasmānmadhyam prati paśurvariṣṭho 'tha ye vīryavattamāḥ paśavastāndakṣiṇata upadadhāti dakṣiṇaṃ tadardham paśorvīryavattaraṃ karoti tasmāddakṣiṇo 'rdhaḥ paśorvīyattaraḥ
Was nun die größten Versmaße betrifft: die kräftigsten Opfertiere legt er in die Mitte; damit macht er die Mitte zum größten Teil des Opfertiers; deshalb ist die Mitte der größte Teil des Opfertiers. Und die kraftvollsten Opfertiere legt er in den Süden; damit macht er die südliche Hälfte zur kraftvolleren Hälfte des Opfertiers; deshalb ist die südliche Hälfte die kraftvollere Hälfte des Opfertiers.
pūrvārdhaṃ ca jaghanārdhaṃ cāṇiṣṭhau karoti | yadahāmūścatasrastenainā aṇiṣṭhā atha yadiha hrasiṣṭhānpaśūnupadadhāti teno etā aṇiṣṭhāḥ pūrvārdhaṃ ca tajjaghanārdhaṃ ca paśoraṇiṣṭhau karoti tasmātpūrvārdhaśca jaghanārdhaśca paśoraṇiṣṭhau tasmātpūrvārdhena ca jaghanārdhena ca paśurucca tiṣṭhati saṃ ca viśatyatha lokampṛṇe upadadhātyasyāṃ sraktyāṃ tayorupari bandhuḥ purīṣaṃ nivapati tasyopari bandhuḥ
Die vordere Hälfte und die hintere Hälfte macht er zu den kleinsten [Anm.: Bezug des vorangehenden Satzteils im Quelltext knapp und nicht vollständig eindeutig] – weil er dort die kleinsten Opfertiere hinlegt, deshalb sind diese klein; die vordere Hälfte und die hintere Hälfte macht er damit zu den kleinsten Teilen des Opfertiers; deshalb sind die vordere und die hintere Hälfte die kleinsten Teile des Opfertiers; deshalb steht das Opfertier durch die vordere und die hintere Hälfte aufrecht und setzt sich zusammen. Dann legt er den Lokampṛṇa-Ziegel hin, an dieser Ecke; über diesen beiden streut der Bandhu Kot; darüber ist der Bandhu.