Quellen der Menschheit

Śatapatha-Brāhmaṇa (Śukla-Yajurveda) · Achtes Kāṇḍa

Adhyāya 4 Die vierte Schicht: das Brahman und Prajāpati als Grundlage, die achtzehn Stoma-Namen des Jahres, die Spṛta- und Sṛṣṭi-Ziegel und die Brahman-Schicht

caturthīṃ citimupadadhāti | etadvai devāstṛtīyāṃ citiṃ citvā samārohannantarikṣaṃ vai tṛtīyā citirantarikṣameva tatsaṃskṛtya samārohan

Er legt die vierte Schicht hin – die Götter bestiegen ja, nachdem sie die dritte Schicht geschichtet hatten, diese; die Luftwelt ist ja die dritte Schicht; eben die Luftwelt bestiegen sie, nachdem sie sie zubereitet hatten.

te 'bruvan | cetayadhvamiti citimicateti vāva tadabruvannita ūrdhvamicateti te cetayamānā etāṃ caturthīṃ citimapaśyanyadūrdhvamantarikṣādarvācīnaṃ divasteṣāmeṣā loko 'dhruva ivāpratiṣṭhita ivamanasyāsīt

Sie sprachen: „Werdet aufmerksam!“ – eben damit sprachen sie: „Schichtet weiter, von hier aufwärts!“ Sie, so aufmerksam geworden, sahen diese vierte Schicht, die oberhalb der Luftwelt und diesseits des Himmels liegt; ihnen erschien diese Welt gleichsam unfest, gleichsam unsicher im Sinn.

te brahmābruvan | tvāmihopadadhāmahā iti kim me tato bhaviṣyatīti tvameva naḥ śreṣṭham bhaviṣyasīti tatheti te 'tra brahmopādadhata tasmādāhurbrahmaiva devānāṃ śreṣṭhamiti tadetayā vai caturthyā cityeme dyāvāpṛthivī viṣṭabdhe brahma vai caturthī citistasmādāhurbrahmaṇā dyāvāpṛthivī viṣṭabdhe iti stomānupadadhāti prāṇā vai stomāḥ prāṇā u vai brahma brahmaivaitadupadadhāti

Sie sprachen zum Brahman: „Wir wollen dich hier hinlegen!“ - „Was wird mir daraus?“ - „Du eben wirst der Beste von uns sein.“ - „So sei es“, sprach es. Da legten sie hier das Brahman hin; deshalb sagt man: das Brahman eben ist das Beste der Götter. Mit dieser vierten Schicht sind ja Himmel-und-Erde gestützt; das Brahman ist ja die vierte Schicht; deshalb sagt man: durch das Brahman sind Himmel-und-Erde gestützt. Er legt die Stomas hin – die Atemkräfte sind ja die Stomas, und die Atemkräfte sind ja das Brahman; eben das Brahman legt er damit hinein.

yadveva stomānupadadhāti | etadvai devāḥ prajāpatimabruvaṃstvāmihopadadhāmahā iti tatheti sa vai nābravītkim me tato bhaviṣyatīti yadu ha kiṃ ca prajāpatirdeveṣvīṣe kimasmākaṃ tato bhaviṣyatītyevocustasmādu haitadyatpitā putreṣvicate kimasmākaṃ tato bhaviṣyatītyevāhuratha yatputrāḥ pitari tathetyevāhaivaṃ hi tadagre prajāpatiśca devāśca samavadanta stomānupadadhāti prāṇā vai stomāḥ prāṇā u vai prajāpatiḥ prajāpatimevaitadupadadhāti

Und ferner, dass er die Stomas hinlegt: die Götter sprachen damals zu Prajāpati: „Wir wollen dich hier hinlegen!“ - „So sei es“, sprach er; er aber fragte nicht: 'Was wird mir daraus?' - denn was auch immer Prajāpati unter den Göttern befiehlt [Anm.: Sinn dieser Passage im Quelltext knapp], darauf sagten sie: 'Was wird uns daraus?' Deshalb sagt man auch: wenn ein Vater unter seinen Söhnen etwas sucht, sagt er: 'Was wird uns daraus?', aber wenn die Söhne zum Vater sprechen, sagen sie: 'So sei es' - so nämlich verständigten sich damals zuerst Prajāpati und die Götter. Er legt die Stomas hin – die Atemkräfte sind ja die Stomas, und die Atemkräfte sind ja Prajāpati; eben Prajāpati legt er damit hinein.

yadveva stomānupadadhāti | ye vai te prāṇā ṛṣaya etāṃ caturthīṃ citimapaśyanye ta etena rasenopāyaṃsta ete tānevaitadupadadhāti stomānupadadhāti prāṇā vai stomāḥ prāṇā u vā ṛṣaya ṛṣīnevaitadupadadhāti

Und ferner, dass er die Stomas hinlegt: die Atemkräfte, die als Ṛṣis diese vierte Schicht sahen, die durch diesen Saft ihr zuwuchsen - eben diese legt er damit hin. Er legt die Stomas hin – die Atemkräfte sind ja die Stomas, und die Atemkräfte sind ja die Ṛṣis; eben die Ṛṣis legt er damit hinein.

yadveva stomānupadadhāti | prajāpatiṃ visrastaṃ devatā ādāya vyudakrāmaṃstasya yudūrdhvam madhyādavācīnaṃ śīrṣṇastadasya vāyurādāyotkramyātiṣṭhaddevatāśca bhūtvā saṃvatsararūdāṇi ca

Und ferner, dass er die Stomas hinlegt: als Prajāpati zerfallen war, gingen die Gottheiten, ihn mitnehmend, auseinander fort; das, was oberhalb der Mitte und unterhalb des Hauptes lag, das nahm Vāyu von ihm mit und stand damit fort, zu Gottheiten und Jahres-Gestalten geworden.

tamabravīt | upa mehi prati ma etaddhehi yena me tvamudakramīriti kim me tato bhaviṣyatīti tvaddevatyameva ma etadātmano bhaviṣyatīti tatheti tadasminnetadvāyuḥ pratyapadhāt

Zu ihm sprach er: „Komm zu mir zurück, gib mir das wieder, womit du fortgegangen bist!“ - „Was wird mir daraus?“ - „Dir zugehörig wird eben dies von meinem Selbst sein.“ - „So sei es“, sprach er. Da setzte Vāyu dies wieder in ihn ein.

tadyā etā aṣṭādaśa prathamāḥ | etadasya tadātmanastadyadetā atropadadhāti yadevāsyaitā ātmanastadasminnetatpratidadhāti tasmādetā atropadadhāti stomānupadadhāti prāṇā vai stomāḥ prāṇāu vai vāyurvāyumevaitadupadadhāti

Was nun diese achtzehn ersten Ziegel betrifft: das ist eben jenes von seinem Selbst; dass er diese hier hinlegt - was eben von ihm sein Selbst war, das legt er ihm damit wieder ein; deshalb legt er diese hier hin. Er legt die Stomas hin – die Atemkräfte sind ja die Stomas, und die Atemkräfte sind ja Vāyu; eben Vāyu legt er damit hinein.

sa purastādupadadhāti | āśustrivṛditi ya eva trivṛtstomastaṃ tadupadadhāti tadyattamāhāśurityeṣa hi stomānāmāśiṣṭho 'tho vāyurvā āśustrivṛtsa eṣu triṣu lokeṣu vartate tadyattamāhāśurityeṣa hi sarveṣām bhūtānāmāśiṣṭho vāyurha bhūtvā purastāttasthau tadeva tadrūpamupadadhāti

Er legt ihn im Osten hin: „Der Schnelle, der Trivṛt“ – eben der Trivṛt-Stoma ist es, den er damit hinlegt; dass er ihn den Schnellen nennt: dieser ist ja der schnellste der Stomas; und Vāyu ist ja der Schnelle, der Trivṛt, denn dieser bewegt sich in diesen drei Welten; dass er ihn den Schnellen nennt: dieser ist ja der schnellste aller Wesen. Vāyu stand, so geworden, im Osten; eben diese Gestalt legt er damit hin.

bhāntaḥ pañcadaśa iti | ya eva pañcadaśa stomastaṃ tadupadadhāti tadyattamāha bhānta iti vajro vai bhānto vajraḥ pañcadaśo 'tho candramā vai bhāntaḥ pañcadaśaḥ sa ca pañcadaśāhānyāpūryate pañcadaśāpakṣīyate tadyattamāha bhānta iti bhāti hi candramāścandramā ha bhūtvā dakṣiṇatastasthau tadeva tadrūpamupadadhāti

„Der Leuchtende, der Fünfzehnfache“ – eben der fünfzehnfache Stoma ist es, den er damit hinlegt; dass er ihn den Leuchtenden nennt: der Vajra ist ja der Leuchtende, fünfzehnfach ist der Vajra; und der Mond ist ja der Leuchtende, der Fünfzehnfache, denn er füllt sich in fünfzehn Tagen und nimmt in fünfzehn Tagen ab; dass er ihn den Leuchtenden nennt: der Mond leuchtet ja. Der Mond stand, so geworden, im Süden; eben diese Gestalt legt er damit hin.

vyomā saptadaśa iti | ya eva saptadaśa stomastaṃ tadupadadhāti tadyattamāha vyometi prajāpatirvai vyomā prajāpatiḥ saptadaśo 'tho saṃvatsaro vāva vyomā saptadaśastasya dvādaśa māsāḥ pañca 'rtavastadyattamāha vyometi vyomā hi saṃvatsaraḥ saṃvatsaro ha bhūtvottaratastasthau tadeva tadrūpamupadadhāti

„Der Himmelsraum, der Siebzehnfache“ – eben der siebzehnfache Stoma ist es, den er damit hinlegt; dass er ihn den Himmelsraum nennt: Prajāpati ist ja der Himmelsraum, siebzehnfach ist Prajāpati; und das Jahr ist ja auch der Himmelsraum, der Siebzehnfache - zwölf Monate, fünf Jahreszeiten; dass er ihn den Himmelsraum nennt: der Himmelsraum ist ja das Jahr. Das Jahr stand, so geworden, im Norden; eben diese Gestalt legt er damit hin.

dharuṇa ekaviṃśa iti | ya evaikaviṃśa stomastaṃ tadupadadhāti tadyattamāha dharuṇa iti pratiṣṭhā vai dharuṇaḥ pratiṣṭhaikaviṃśo 'tho asau vā ādityo dharuṇa ekaviṃśastasya dvādaśa māsāḥ pañca 'rtavastraya ime lokā asāvevādityo dharuṇa ekaviṃśastadyattamāha dharuṇa iti yadā hyevaiṣo 'stametyathedaṃ sarvaṃ dhriyata ādityo ha bhūtvā paścāttasthau tadeva tadrūpamupadadhātyatha saṃvatsararūpāṇyupadadhāti

„Die Stütze, die Einundzwanzigfache“ – eben der einundzwanzigfache Stoma ist es, den er damit hinlegt; dass er ihn die Stütze nennt: die Feststehung ist ja die Stütze, einundzwanzigfach ist die Feststehung; und jener Āditya ist ja die Stütze, die Einundzwanzigfache - zwölf Monate, fünf Jahreszeiten, diese drei Welten; jener Āditya eben ist die Stütze, die Einundzwanzigfache; dass er ihn die Stütze nennt: wenn nämlich dieser untergeht, dann wird all dies gestützt. Āditya stand, so geworden, im Westen; eben diese Gestalt legt er damit hin. Dann legt er die Jahres-Gestalten hin.

pratūrtiraṣṭādaśa iti | ya evāṣṭādaśa stomastaṃ tadupadadhātyatho saṃvatsaro vāva pratūrtiraṣṭādaśastasya dvādaśa māsāḥ pañca 'rtavaḥ saṃvatsara eva pratūrtiraṣṭādaśastadyattamāha pratūrtiriti saṃvatsaro hi sarvāṇi bhūtāni pratirati tadeva tadrūpamupadadhāti

„Das Vorwärtseilen, das Achtzehnfache“ – eben der achtzehnfache Stoma ist es, den er damit hinlegt; und das Jahr ist ja das Vorwärtseilen, das Achtzehnfache - zwölf Monate, fünf Jahreszeiten, eben das Jahr ist das Vorwärtseilen, das Achtzehnfache; dass er ihn das Vorwärtseilen nennt: das Jahr treibt ja alle Wesen vorwärts. Eben diese Gestalt legt er damit hin.

tapo navadaśa iti | ya eva navadaśa stomastaṃ tadupadadhātyatho saṃvatsaro tapo navadaśastasya dvādaśa māsāḥ ṣaḍṛtavaḥ saṃvatsara eva tapo navadaśastadyattamāha tapa iti saṃvatsaro hi sarvāṇi bhūtāni tapati tadeva tadrūpamupadadhāti

„Die Glut, die Neunzehnfache“ – eben der neunzehnfache Stoma ist es, den er damit hinlegt; und das Jahr ist die Glut, die Neunzehnfache - zwölf Monate, sechs Jahreszeiten, eben das Jahr ist die Glut, die Neunzehnfache; dass er ihn die Glut nennt: das Jahr durchglüht ja alle Wesen. Eben diese Gestalt legt er damit hin.

abhīvartaḥ saviṃśa iti | ya eva saviṃśa stomastaṃ tadupadadhātyatho saṃvatsaro vā abhīvartaḥ saviṃśastasya dvādaśa māsāḥ sapta 'rtavaḥ saṃvatsara evābhīvartaḥ saviṃśastadyattamāhābhīvarta iti saṃvatsaro hi sarvāṇi bhūtānyabhivartate tadeva tadrūpamupadadhāti

„Das Umkreisen, das Zwanzigfache“ – eben der zwanzigfache Stoma ist es, den er damit hinlegt; und das Jahr ist ja das Umkreisen, das Zwanzigfache - zwölf Monate, sieben Jahreszeiten, eben das Jahr ist das Umkreisen, das Zwanzigfache; dass er ihn das Umkreisen nennt: das Jahr umkreist ja alle Wesen. Eben diese Gestalt legt er damit hin.

varco dvāviṃśa iti | ya eva dvāviṃśa stomastaṃ tadupadadhātyatho saṃvatsaro vāva varco dvāviṃśastasya dvādaśa māsāḥ sapta 'rtavo dve ahorātre saṃvatsara eva varco dvāviṃśastadyattamāha varca iti saṃvatsaro hi sarveṣām bhūtānāṃ varcasvitamastadeva tadrūpamupadadhāti

„Der Glanz, der Zweiundzwanzigfache“ – eben der zweiundzwanzigfache Stoma ist es, den er damit hinlegt; und das Jahr ist ja der Glanz, der Zweiundzwanzigfache - zwölf Monate, sieben Jahreszeiten, Tag und Nacht, eben das Jahr ist der Glanz, der Zweiundzwanzigfache; dass er ihn den Glanz nennt: das Jahr ist ja unter allen Wesen das Glanzvollste. Eben diese Gestalt legt er damit hin.

sambharaṇastrayoviṃśa iti ya eva trayoviṃśa stomastaṃ tadupadadhātyatho saṃvatsaro vāva sambharaṇastrayoviṃsastasya trayodaśa māsā sapta 'rtavo dve ahorātre saṃvatsara eva sambharaṇastrayoviṃśastadyattamāha sambharaṇa iti saṃvatsaro hi sarvāṇi bhūtāni sambhṛtastadeva tadrūpamupadadhāti

„Die Zusammentragung, die Dreiundzwanzigfache“ – eben der dreiundzwanzigfache Stoma ist es, den er damit hinlegt; und das Jahr ist ja die Zusammentragung, die Dreiundzwanzigfache - dreizehn Monate, sieben Jahreszeiten, Tag und Nacht, eben das Jahr ist die Zusammentragung, die Dreiundzwanzigfache; dass er ihn die Zusammentragung nennt: das Jahr hat ja alle Wesen zusammengetragen. Eben diese Gestalt legt er damit hin.

yoniścaturviṃśa iti | ya eva caturviṃśa stomastaṃ tadupadadhātyatho saṃvatsaro vāva yoniścaturviṃśastasya caturviṃśatirardhamāsāstadyattamāha yoniriti saṃvatsaro hi sarveṣām bhūtānāṃ yonistadeva tadrūpamupadadhāti

„Die Wurzel, die Vierundzwanzigfache“ – eben der vierundzwanzigfache Stoma ist es, den er damit hinlegt; und das Jahr ist ja die Wurzel, die Vierundzwanzigfache - vierundzwanzig Halbmonate; dass er ihn die Wurzel nennt: das Jahr ist ja die Wurzel aller Wesen. Eben diese Gestalt legt er damit hin.

garbhāḥ pañcaviṃśa iti | ya eva pañcaviṃśa stomastaṃ tadupadadhātyatho saṃvatsaro vāva garbhāḥ pañcaviṃśastasya caturviṃśatirardhamāsāḥ saṃvatsara eva garbhāḥ pañcaviṃśastadyattamāha garbhā iti saṃvatsaro ha trayodaśo māso garbho bhūtva 'rtūnpraviśati tadeva tadrūpamupadadhāti

„Die Keime, die Fünfundzwanzigfache“ – eben der fünfundzwanzigfache Stoma ist es, den er damit hinlegt; und das Jahr ist ja die Keime, die Fünfundzwanzigfache - vierundzwanzig Halbmonate, und das Jahr; dass er ihn die Keime nennt: der dreizehnte Monat des Jahres tritt ja, zum Keim geworden, in die Jahreszeiten ein. Eben diese Gestalt legt er damit hin.

ojastriṇava iti | ya eva triṇava stomastaṃ tadupadadhāti tadyattamāhauja iti v!jro vā ojo vajrastriṇavo 'tho saṃvatsaro vā ojastriṇavastasya caturviṃśatirardhamāsā dve ahorātre saṃvatsara evaujastriṇavastadyattamāhauja iti saṃvatsaro hi sarveṣām bhūtānāmojasvitamastadeva tadrūpamupadadhāti

„Die Kraft, die Dreifach-neunfache“ – eben der dreifach-neunfache Stoma ist es, den er damit hinlegt; dass er ihn die Kraft nennt: der Vajra ist ja die Kraft, dreifach-neunfach ist der Vajra; und das Jahr ist ja auch die Kraft, die Dreifach-neunfache - vierundzwanzig Halbmonate, Tag und Nacht, eben das Jahr ist die Kraft, die Dreifach-neunfache; dass er ihn die Kraft nennt: das Jahr ist ja unter allen Wesen das Kraftvollste. Eben diese Gestalt legt er damit hin.

kraturekatriṃśa iti | ya evaikatriṃśa stomastaṃ tadupadadhātyatho saṃvatsaro vāva kraturekatriṃśastasya caturviṃśatirardhamāsāḥ ṣadṛtavaḥ saṃvatsara eva kraturekatriṃśastadyattamāha kraturiti saṃvatsaro hi sarvāṇi bhūtāni karoti tadeva tadrūpamupadadhāti

„Die Tatkraft, die Einunddreißigfache“ – eben der einunddreißigfache Stoma ist es, den er damit hinlegt; und das Jahr ist ja die Tatkraft, die Einunddreißigfache - vierundzwanzig Halbmonate, sechs Jahreszeiten, eben das Jahr ist die Tatkraft, die Einunddreißigfache; dass er ihn die Tatkraft nennt: das Jahr bewirkt ja alle Wesen. Eben diese Gestalt legt er damit hin.

pratiṣṭhā trayastriṃśa iti | ya eva trayastriṃśa stomastaṃ tadupadadhāti tadyattamāha pratiṣṭheti pratiṣṭhā hi trayastriṃśo 'tho saṃvatsaro vāva pratiṣṭhā trayastriṃśastasya caturviṃśatirardhamāsāḥ ṣadṛtavo dve ahorātre saṃvatsara eva pratiṣṭhā trayastriṃśastadyattamāha pratiṣṭheti saṃvatsaro hi sarveṣām bhūtānām pratiṣṭhā tadeva tadrūpamupadadhāti

„Die Feststehung, die Dreiunddreißigfache“ – eben der dreiunddreißigfache Stoma ist es, den er damit hinlegt; dass er ihn die Feststehung nennt: die Feststehung ist ja dreiunddreißigfach; und das Jahr ist ja auch die Feststehung, die Dreiunddreißigfache - vierundzwanzig Halbmonate, sechs Jahreszeiten, Tag und Nacht, eben das Jahr ist die Feststehung, die Dreiunddreißigfache; dass er ihn die Feststehung nennt: das Jahr ist ja die Feststehung aller Wesen. Eben diese Gestalt legt er damit hin.

bradhnasya viṣṭapaṃ catustriṃśa iti | ya eta catustriṃśa stomastaṃ tadupadadhātyatho saṃvatsaro vāva bradhnasya viṣṭapaṃ catustriṃśastasya caturviṃśatirardhamāsāḥ sapta 'rtavo dve ahorātre saṃvatsara eva bradhnasya viṣṭapaṃ catustriṃśastadyattamāha bradhnasya viṣṭapamiti svārājyaṃ vai bradhnasya viṣṭapaṃ svārājya catustriṃśastadeva tadrūpamupadadhāti

„Des Bradhna Höchster Ort, der Vierunddreißigfache“ – eben der vierunddreißigfache Stoma ist es, den er damit hinlegt; und das Jahr ist ja des Bradhna Höchster Ort, der Vierunddreißigfache - vierundzwanzig Halbmonate, sieben Jahreszeiten, Tag und Nacht, eben das Jahr ist des Bradhna Höchster Ort, der Vierunddreißigfache; dass er ihn des Bradhna Höchster Ort nennt: die Eigenherrschaft ist ja des Bradhna Höchster Ort, vierunddreißigfach ist die Eigenherrschaft. Eben diese Gestalt legt er damit hin.

nākaḥ ṣaṭtriṃśa iti | ya eva ṣaṭtriṃśa stomastaṃ tadupadadhātyatho saṃvatsaro vāva nākaḥ ṣaṭtriṃśastasya caturviṃśatirardhamāsā dvādaśa māsāstadyattamāha nāka iti na hi tatra gatāya kasmai canākam bhavatyatho saṃvatsaro vāva nākaḥ saṃvatsaraḥ svargo lokastadeva tadrūpamupadadhāti

„Das Firmament, das Sechsunddreißigfache“ – eben der sechsunddreißigfache Stoma ist es, den er damit hinlegt; und das Jahr ist ja das Firmament, das Sechsunddreißigfache - vierundzwanzig Halbmonate, zwölf Monate; dass er ihn das Firmament nennt: dort gibt es ja für niemanden, der dorthin gegangen ist, Schmerz [Anm.: 'nāka' = 'kein Schmerz', Etymologie]; und das Jahr ist ja auch das Firmament, das Jahr ist die Himmelswelt. Eben diese Gestalt legt er damit hin.

vivarto 'ṣṭācatvāriṃśa iti | ya evāṣṭācatvariṃśa stomastaṃ tadupadadhātyatho saṃvatsaro vāva vivarto 'ṣṭācatvāriṃśastasya ṣaḍviṃśatirardhamāsāstrayodaśa māsāḥ sapta 'rtavo dve ahorātre tadyattamāha vivarta iti saṃvatsarāddhi sarvāṇi bhūtāni vivartante tadeva tadrūpamupadadhāti

„Die Wendung, die Achtundvierzigfache“ – eben der achtundvierzigfache Stoma ist es, den er damit hinlegt; und das Jahr ist ja die Wendung, die Achtundvierzigfache - sechsundzwanzig Halbmonate, dreizehn Monate, sieben Jahreszeiten, Tag und Nacht; dass er ihn die Wendung nennt: vom Jahr aus wenden sich ja alle Wesen. Eben diese Gestalt legt er damit hin.

dhartraṃ catuṣṭoma iti | ya eva catuṣṭoma stomastaṃ tadupadadhāti tadyattamāha dhartramiti pratiṣṭhā vai dhartram pratiṣṭhā catuṣṭomo 'tho vāyurvāva dhartraṃ catuṣṭomaḥ sa ābhiścatasṛbhirdigbhi stute tadyattamāha dhartramiti pratiṣṭhā vai dhartraṃ vāyuru sarveṣām bhūtānām pratiṣṭhā tadeva tadrūpamupadadhāti sa vai vāyumeva prathamamupadadhāti vāyumuttamaṃ vāyunaiva tadetāni sarvāṇi bhūtānyubhayataḥ parigṛhṇāti

„Der Halt, der Vierstomafache“ – eben der Vierstoma-Stoma ist es, den er damit hinlegt; dass er ihn den Halt nennt: die Feststehung ist ja der Halt, vierstomafach ist die Feststehung; und Vāyu ist ja auch der Halt, der Vierstomafache, denn dieser wird mit diesen vier Himmelsrichtungen gepriesen; dass er ihn den Halt nennt: die Feststehung ist ja der Halt, und Vāyu ist die Feststehung aller Wesen. Eben diese Gestalt legt er damit hin. Er legt eben Vāyu zuerst hin und Vāyu als letzten; eben mit Vāyu umfasst er damit alle diese Wesen von beiden Seiten.

tā vā etāḥ | aṣṭādaśeṣṭakā upadadhāti tau dvau trivṛtau prāṇo vai trivṛdvāyuru prāṇo vāyureṣā citiḥ

Diese sind es also: er legt achtzehn Ziegel hin; das sind zwei Trivṛt-Paare – der Atem ist ja der Trivṛt, und Vāyu ist der Atem; diese Schicht ist Vāyu.

yadvevāṣṭādaśa | aṣṭādaśo vai saṃvatsaro dvādaśa māsāḥ pañca 'rtavaḥ saṃvatsara eva prajāpatiraṣṭādaśaḥ prjāpatiragniryāvānagniryāvatyasya mātrā tāvattatkṛtvopadadhāti

Und ferner, dass es achtzehn sind: achtzehnfach ist ja das Jahr - zwölf Monate, fünf Jahreszeiten, eben das Jahr ist Prajāpati, der Achtzehnfache; Prajāpati ist Agni; so groß wie Agni ist, so groß wie sein Maß ist, so groß macht er es und legt es hin.

atha spṛta upadadhāti | etadvai prajāpatiretasminnātmanaḥ pratihite sarvāṇi bhūtāni garbhyabhavattānyasya garbha eva santi pāpmā mṛtyuragṛhṇāt

Dann legt er die Spṛta-Ziegel hin – als Prajāpati damals, in diesem seinem wiederhergestellten Selbst, alle Wesen zu Keimen wurden, da ergriff sie, noch als Keime seiend, das Böse, der Tod.

sa devānabravīt | yuṣmābhiḥ sahemāni sarvāṇi bhūtāni pāpmano mṛtyo spṛṇavānīti kiṃ nastato bhaviṣyatīti vṛṇīdhvamityabravīttam bhāgo no 'stvityeke 'bruvannādhipatyaṃ no 'stvityeke sa bhāgamekebhyaḥ kṛtvādhipatyamekebhyaḥ sarvāṇ i bhūtāni pāpmano mṛtyoraspṛṇodyadaspṛṇottasmātspṛtastathaivaitadyajamāno bhāgamekebhyaḥ kṛtvādhipatyamekebhyaḥ sarvāṇi bhūtāni pāpmano mṛtyo spṛṇoti tasmādu sarvāsveva spṛtaṃ-spṛtamityanuvartate

Er sprach zu den Göttern: „Zusammen mit euch möchte ich alle diese Wesen vom Bösen, vom Tod befreien!“ - „Was wird uns daraus?“ - „Wählt!“ sprach er. Da sprachen die einen: „Uns sei der Anteil!“, die anderen: „Uns sei die Herrschaft!“ Da befreite er, den einen den Anteil gebend, den anderen die Herrschaft gebend, alle Wesen vom Bösen, vom Tod; weil er sie befreite, deshalb Spṛta. Ebenso befreit hier der Opferer, den einen den Anteil gebend, den anderen die Herrschaft gebend, alle Wesen vom Bösen, vom Tod; deshalb kehrt bei allen Formeln eben 'befreit, befreit' wieder.

agnirbhāgo 'si | dīkṣāyā ādhipatyamiti vāgvai dīkṣāgnaye bhāgaṃ kṛtvā vāca ādhipatyamakarodbrahma spṛtaṃ trivṛtstoma iti brahma prajānāṃ trivṛtā stomena pāpmanā mṛtyoraspṛṇot

„Agni bist du, der Anteil; die Herrschaft der Weihe“ – die Rede ist ja die Weihe; dem Agni gab er den Anteil, der Rede die Herrschaft. „Das Brahman ist befreit, durch den Trivṛt-Stoma“ – das Brahman der Geschöpfe befreite er mit dem Trivṛt-Stoma vom Bösen, vom Tod.

indrasya bhāgo 'si | viṣṇorādhipatyamitīndrāya bhāgaṃ kṛtvā viṣṇava ādhipatyamakarotkṣatraṃ spṛtam pañcadaśa stoma iti kṣatram prajānām pañcadaśena stomena pāpmano mṛtyoraspṛṇot

„Indras Anteil bist du; Viṣṇus Herrschaft“ – dem Indra gab er den Anteil, dem Viṣṇu die Herrschaft. „Die Herrschermacht ist befreit, durch den Fünfzehnfach-Stoma“ – die Herrschermacht der Geschöpfe befreite er mit dem fünfzehnfachen Stoma vom Bösen, vom Tod.

nṛcakṣasām bhāgo 'si | dhāturādhipatyamiti devā vai nṛcakṣaso devebhyo bhāgaṃ kṛtvā dhātra ādhipatyamakarojjanitraṃ spṛtaṃ saptadaśa stoma iti viḍvai janitraṃ viśam prajānāṃ saptadaśena stomena pāpmano mṛtyoraspṛṇot

„Der Menschenschauer Anteil bist du; Dhātṛs Herrschaft“ – die Götter sind ja die Menschenschauer; den Göttern gab er den Anteil, dem Dhātṛ die Herrschaft. „Die Erzeugerin ist befreit, durch den Siebzehnfach-Stoma“ – das Volk ist ja die Erzeugerin; das Volk der Geschöpfe befreite er mit dem siebzehnfachen Stoma vom Bösen, vom Tod.

mitrasya bhāgo 'si | varuṇasyādhipatyamiti prāṇo vai mitro 'pāno varuṇaḥ prāṇāya bhāgaṃ kṛtvāpānāyādhipatyamakaroddivo vṛṣṭirvāta spṛta ekaviṃśa stoma iti vṛṣṭiṃ ca vātaṃ ca prajānāmekaviṃśena stomena pāpmano mṛtyoraspṛṇot

„Mitras Anteil bist du; Varuṇas Herrschaft“ – der Einatem ist ja Mitra, der Ausatem ist Varuṇa; dem Einatem gab er den Anteil, dem Ausatem die Herrschaft. „Des Himmels Regen und Wind sind befreit, durch den Einundzwanzigfach-Stoma“ – den Regen und den Wind der Geschöpfe befreite er mit dem einundzwanzigfachen Stoma vom Bösen, vom Tod.

vasūnām bhāgo 'si | rudrāṇāmādhipatyamiti prāṇo vai mitro 'pāno varuṇaḥ prāṇāya bhāgaṃ kṛtvāpānāyādhipatyamakaroddivo vṛṣṭirvāta spṛta ekaviṃśa stoma iti vṛṣṭiṃ ca vātaṃ ca prajānāmekaviṃśena stomena pāpmano mṛtyoraspṛṇot

„Der Vasus Anteil bist du; der Rudras Herrschaft“ [Anm.: die folgende Kommentierung wiederholt im Quelltext wortgleich die des vorigen Spruchs zu Mitra-Varuṇa statt sich auf Vasus/Rudras zu beziehen - vermutlich ein Abschreib-/Digitalisierungsfehler in der Überlieferung, hier transparent wie überliefert wiedergegeben] – der Einatem ist ja Mitra, der Ausatem ist Varuṇa; dem Einatem gab er den Anteil, dem Ausatem die Herrschaft. „Des Himmels Regen und Wind sind befreit, durch den Einundzwanzigfach-Stoma“ – den Regen und den Wind der Geschöpfe befreite er mit dem einundzwanzigfachen Stoma vom Bösen, vom Tod.

ādityānām bhāgo 'si | marutāmādhipatyamityādityebhyo bhāgaṃ kṛtvā marudbhya ādhipatyamakarodgarbhā spṛtāḥ pañcaviṃśa stoma iti garbhānprajānām pañcaviṃśena stomena pāpmano mṛtyoraspṛṇot

„Der Ādityas Anteil bist du; der Maruts Herrschaft“ – den Ādityas gab er den Anteil, den Maruts die Herrschaft. „Die Keime sind befreit, durch den Fünfundzwanzigfach-Stoma“ – die Keime der Geschöpfe befreite er mit dem fünfundzwanzigfachen Stoma vom Bösen, vom Tod.

adityai bhāgo 'si | pūṣṇaṃ ādhipatyamitīyaṃ vā aditirasyai bhāgaṃ kṛtvā pūṣṇa ādhipatyamakarodoja spṛtaṃ triṇava stoma ityojaḥ prajānāṃ triṇavena stomena papmano mṛtyoraspṛṇot

„Aditis Anteil bist du; Pūṣans Herrschaft“ – diese Erde ist ja Aditi; dieser gab er den Anteil, dem Pūṣan die Herrschaft. „Die Kraft ist befreit, durch den Dreifach-neunfach-Stoma“ – die Kraft der Geschöpfe befreite er mit dem dreifach-neunfachen Stoma vom Bösen, vom Tod.

devasya saviturbhāgo 'si | bṛhaspaterādhipatyamiti devāya savitre bhāgaṃ kṛtvā bṛhaspataya ādhipatyamakarotsamīcīrdiśa spṛtāścatuṣṭoma stoma iti sarvā diśaḥ prajānāṃ catuṣṭomena stomena pāpmano mṛtyoraspṛṇot

„Des Gottes Savitṛ Anteil bist du; Bṛhaspatis Herrschaft“ – dem Gott Savitṛ gab er den Anteil, dem Bṛhaspati die Herrschaft. „Die zueinander gewandten Himmelsrichtungen sind befreit, durch den Vierstoma-Stoma“ – alle Himmelsrichtungen der Geschöpfe befreite er mit dem Vierstoma-Stoma vom Bösen, vom Tod.

yavānām bhāgo 'si | ayavānāmādhipatyamiti pūrvapakṣā vai yavā aparapakṣā ayavāste hīdaṃ sarvaṃ yuvate cāyuvate ca pūrvapakṣebhyo bhāgaṃ kṛtvāparapakṣebhya ādhipatyamakarotprajā spṛtāścatuścatvāriṃśa stoma iti sarvāḥ prajāścatuścatvāriṃśena stomena pāpmano mṛtyoraspṛṇot

„Der Yava Anteil bist du; der Ayava Herrschaft“ – die zunehmende Monatshälfte sind ja die Yava, die abnehmende die Ayava, denn diese verbinden ja dies alles und trennen es; den zunehmenden Monatshälften gab er den Anteil, den abnehmenden die Herrschaft. „Die Geschöpfe sind befreit, durch den Vierundvierzigfach-Stoma“ – alle Geschöpfe befreite er mit dem vierundvierzigfachen Stoma vom Bösen, vom Tod.

ṛbhūṇām bhāgo 'si | viṣveṣāṃ devānāmādhipatyamityṛbhubhyo bhāgaṃ kṛtvā viśvebhyo devebhya ādhipatyamakarodbhūtaṃ spṛtaṃ trayastriṃśa stoma iti sarvāṇi bhūtāni trayastriṃśena stomena pāpmano mṛtyoraspṛṇottathaivaitadyajamānaḥ sarvāṇi bhūtāni trayastriṃśena stomena pāpmano mṛtyo spṛṇoti

„Der Ṛbhus Anteil bist du; der Allgötter Herrschaft“ – den Ṛbhus gab er den Anteil, den Allgöttern die Herrschaft. „Das Seiende ist befreit, durch den Dreiunddreißigfach-Stoma“ – alle Wesen befreite er mit dem dreiunddreißigfachen Stoma vom Bösen, vom Tod; ebenso befreit hier der Opferer alle Wesen mit dem dreiunddreißigfachen Stoma vom Bösen, vom Tod.

tā vā etā daśeṣṭakā upadadhāti | daśākṣarā virāḍvirāḍagnirdaśa diśo diśo 'gnirdaśa prāṇāḥ prāṇā agniryāvānagniryāvatyasya mātrā tāvataiva tadetāni sarvāṇi bhūtāni pāpmano mṛtyo spṛṇoti

Diese sind es also: er legt zehn Ziegel hin – zehnsilbig ist Virāj, Virāj ist Agni; zehn sind die Himmelsrichtungen, die Himmelsrichtungen sind Agni; zehn sind die Atemkräfte, die Atemkräfte sind Agni; so groß wie Agni ist, so groß wie sein Maß ist, mit eben so vielen befreit er damit alle diese Wesen vom Bösen, vom Tod.

atha 'rtavye upadadhāti | ṛtava ete yadṛtavye ṛtūnevaitadupadadhāti sahaśca sahasyaśca haimantikāvṛtū iti nāmanī enayorete nāmabhyāmevaine etadupadadhāti dve iṣṭake bhavato dvau hi māsāvṛtuḥ sakṛtsādayatyekaṃ tadṛtuṃ karoti

Dann legt er die Ṛtavya-Ziegel hin – diese sind ja die Jahreszeiten; die Ṛtavya-Ziegel sind ja eben die Jahreszeiten; er legt damit die Jahreszeiten hinein. Saha und Sahasya sind die beiden Winter-Namen; mit eben diesen beiden Namen legt er diese hinein. Zwei Ziegel sind es, denn zwei Monate sind eine Jahreszeit; er setzt sie einmal zusammen nieder, das macht sie zu einer Jahreszeit.

tadyadete atropadadhāti | saṃvatsara eṣo 'gnirima u lokāḥ saṃvatsarastasya yadūrdhvamantarikṣādarvācīnaṃ divastadasyaiṣā caturthī citistadvasya hemanta ṛtustadyadete atropadadhāti yadevāsyaite ātmanastadasminnetatpratidadhāti tasmādete atropadadhāti

Dass er diese hier hinlegt: dieser Agni ist ja das Jahr, und auch diese Welten sind das Jahr; was oberhalb der Luftwelt und diesseits des Himmels liegt, das ist eben diese vierte Schicht von ihm; das ist eben dessen Winter-Jahreszeit; deshalb legt er diese hier hin; was eben von ihm sein Selbst war, das legt er ihm damit wieder ein; deshalb legt er diese hier hin.

yadvevaite atropadadhāti | prajāpatireṣo 'gniḥ saṃvatsara u prajāpatistasya yadūrdhvam madhyādavācīnaṃ śīrṣṇastadasyaiṣā caturthī citistadvasya hemanta ṛtustadyadete atropadadhāti yadevāsyaite ātmanastadasminnetatpratidadhāti tasmādete atropadadhāti

Und ferner, dass er diese hier hinlegt: dieser Agni ist ja Prajāpati, und auch das Jahr ist Prajāpati; was oberhalb der Mitte und unterhalb des Hauptes liegt, das ist eben diese vierte Schicht von ihm; das ist eben dessen Winter-Jahreszeit; deshalb legt er diese hier hin; was eben von ihm sein Selbst war, das legt er ihm damit wieder ein; deshalb legt er diese hier hin.

atha sṛṣṭīrupadadhāti | etadvai prajāpatiḥ sarvāṇi bhūtāni pāpmano mṛtyormuktvākāmayata prajāḥ sṛjeya prajāyeyeti

Dann legt er die Sṛṣṭi-Ziegel (Schöpfungs-Ziegel) hin – nachdem Prajāpati damals alle Wesen vom Bösen, vom Tod befreit hatte, wünschte er: „Ich möchte Geschöpfe schaffen, mich fortpflanzen!“

sa prāṇānabravīt | yuṣmābhiḥ sahemāḥ prajāḥ prajanayānīti te vai kena stoṣyāmaha iti mayā caiva yuṣmābhiśceti tatheti te prāṇaiścaiva prajāpatinā cāstuvata yadu ha kiṃ ca devāḥ kurvate stomenaiva tatkurvate yajño vai stomo yajñenaiva tatkurvate tasmādu sarvāsvevāstuvatāstuvatetyanuvartate

Er sprach zu den Atemkräften: „Zusammen mit euch möchte ich diese Geschöpfe erzeugen!“ - „Womit sollen wir dann preisen?“ - „Mit mir zusammen und mit euch.“ - „So sei es“, sprachen sie. Da priesen sie mit den Atemkräften und mit Prajāpati; was auch immer die Götter tun, das tun sie eben durch den Stoma; der Opfergang ist ja der Stoma; durch den Opfergang tun sie das; deshalb kehrt bei allen Formeln eben 'sie priesen, sie priesen' wieder.

ekayāstuvateti | vāgvā ekā vācaiva tadastuvata prajā adhīyanteti prajā atrādhīyanta prajāpatiradhipatirāsīditi prajāpatiratrādhipatirāsīt

„Mit einem priesen sie“ – die Rede ist ja das eine; mit der Rede eben priesen sie damals. „Geschöpfe wurden erwählt“ [Anm.: genaue Bedeutung von 'adhīyante' hier unsicher] – Geschöpfe wurden dabei erwählt. „Prajāpati war der Herr“ – Prajāpati war dabei der Herr.

tisṛbhirastuvateti | trayo vai prāṇāḥ prāṇa udāno vyānastaireva tadastuvata brahmāsṛjyateti brahmātrāsṛjyata brahmaṇaspatiradhipatirāsīditi brahmaṇaspatiratrādhipatirāsīt

„Mit dreien priesen sie“ – drei sind ja die Atemkräfte: Einatem, Ausscheideatem, Zwischenatem; mit eben diesen priesen sie damals. „Das Brahman wurde geschaffen“ – das Brahman wurde dabei geschaffen. „Brahmaṇaspati war der Herr“ – Brahmaṇaspati war dabei der Herr.

pañcabhirastuvateti | ya eveme manaḥpañcamāḥ prāṇāstaireva tadastuvata bhūtānyasṛjyanteti bhūtānyatrāsṛjyanta bhūtānām patiradhipatirāsīditi bhūtānām patiratrādhipatirāsīt

„Mit fünf priesen sie“ – eben diese Atemkräfte, mit dem Geist als fünftem; mit eben diesen priesen sie damals. „Die Wesen wurden geschaffen“ – die Wesen wurden dabei geschaffen. „Der Herr der Wesen war der Herr“ – der Herr der Wesen war dabei der Herr.

saptabhirastuvateti | ya eveme sapta śīrṣanprāṇāstaireva tadastuvata sapta ṛṣayo 'sṛjyanteti sapta 'rṣayo 'trāsṛjyanta dhātādhipatirāsīditi dhātātrādhipatirāsīt

„Mit sieben priesen sie“ – eben diese sieben Haupt-Atemkräfte; mit eben diesen priesen sie damals. „Die sieben Ṛṣis wurden geschaffen“ – die sieben Ṛṣis wurden dabei geschaffen. „Dhātṛ war der Herr“ – Dhātṛ war dabei der Herr.

navabhirastuvateti | nava vai prāṇāḥ sapta śīrṣannavāñcau dvau taireva tadastuvata pitaro 'sṛjyanteti pitaro 'trāsṛjyantāditiradhipatnyāsīdityaditiratrādhipatnyāsīt

„Mit neun priesen sie“ – neun sind ja die Atemkräfte: die sieben Haupt-Atemkräfte, dazu die beiden abwärtsgerichteten; mit eben diesen priesen sie damals. „Die Väter wurden geschaffen“ – die Väter wurden dabei geschaffen. „Aditi war die Herrin“ – Aditi war dabei die Herrin.

ekādaśabhirastuvateti | daśa prāṇā ātmaikādaśastenaiva tadastuvata ṛtavo 'sṛjyantetyṛtavo 'trāsṛjyantārtavā adhipataya āsannityārtavā atrādhipataya āsan

„Mit elf priesen sie“ – zehn sind die Atemkräfte, das Selbst als elftes; mit eben diesen priesen sie damals. „Die Jahreszeiten wurden geschaffen“ – die Jahreszeiten wurden dabei geschaffen. „Die Jahreszeiten-Gottheiten waren die Herren“ – die Jahreszeiten-Gottheiten waren dabei die Herren.

trayodaśabhirastuvateti | daśa prāṇā dve pratiṣṭhe ātmā trayodaśastenaiva tadastuvata māsā asṛjyanteti māsā atrāsṛjyanta saṃvatsaro 'dhipatirāsīditi saṃvatsaro 'trādhipatirāsīt

„Mit dreizehn priesen sie“ – zehn Atemkräfte, die beiden Füße, das Selbst als Dreizehntes; mit eben diesen priesen sie damals. „Die Monate wurden geschaffen“ – die Monate wurden dabei geschaffen. „Das Jahr war der Herr“ – das Jahr war dabei der Herr.

pañcadaśabhirastuvateti | daśa hastyā aṅgulayaścatvāri dorbāhavāṇi yadūrdhvaṃ nābhestatpañcadaśaṃ tenaiva tadastuvata kṣatramasṛjyateti kṣatramasṛjyateti kṣatramatrāsṛjyatendro 'dhipatirāsīditīndro 'trādhipatirāsīt

„Mit fünfzehn priesen sie“ – zehn Fingerglieder, die vier Arme, und was oberhalb des Nabels liegt, das ist das Fünfzehnte; mit eben diesen priesen sie damals. „Die Herrschermacht wurde geschaffen“ – die Herrschermacht wurde dabei geschaffen. „Indra war der Herr“ – Indra war dabei der Herr.

saptadaśabhirastuvateti | daśa pādyā aṅgulayaścatvāryūrvaṣṭhīvāni dve pratiṣṭhe yadavāṅnābhestatsaptadaśaṃ tenaiva tadastuvata grāmyāḥ paśavo 'sṛjyanteti grāmyāḥ paśavo 'trāsṛjyanta bṛhaspatiradhipatirāsīditi bṛhaspatiratrādhipatirāsīt

„Mit siebzehn priesen sie“ – zehn Zehenglieder, die vier Schenkel-und-Kniekehlen, die beiden Füße, und was unterhalb des Nabels liegt, das ist das Siebzehnte; mit eben diesen priesen sie damals. „Die Dorfopfertiere wurden geschaffen“ – die Dorfopfertiere wurden dabei geschaffen. „Bṛhaspati war der Herr“ – Bṛhaspati war dabei der Herr.

navadaśabhirastuvateti | daśa hastyā aṅgulayo nava prāṇāstaireva tadastuvata śūdrāryāvasṛjyetāmiti śūdrāryāvatrāsṛjyetāmahorātre adhipatnī āstāmityahorātre atrādhipatnī āstām

„Mit neunzehn priesen sie“ – zehn Fingerglieder, neun Atemkräfte; mit eben diesen priesen sie damals. „Śūdra und Ārya wurden geschaffen“ – Śūdra und Ārya wurden dabei geschaffen. „Tag und Nacht waren die Herrinnen“ – Tag und Nacht waren dabei die Herrinnen.

ekaviṃśatyāstuvateti | daśa hastyā aṅgulayo daśa pādyā ātmaikaviṃśastenaiva tadastuvataikaśaphāḥ paśavo 'sṛjyantetyekaśaphāḥ paśavo 'trāsṛjyanta varuṇo 'dhipatirāsīditi varuṇo 'trādhipatirāsīt

„Mit einundzwanzig priesen sie“ – zehn Fingerglieder, zehn Zehenglieder, das Selbst als Einundzwanzigstes; mit eben diesen priesen sie damals. „Die Einhufer-Opfertiere wurden geschaffen“ – die Einhufer-Opfertiere wurden dabei geschaffen. „Varuṇa war der Herr“ – Varuṇa war dabei der Herr.

trayoviṃśatyāstuvateti | daśa hastyā aṅgulayo daśa pādyā dve pratiṣṭhe ātmā trayoviṃśastenaiva tadastuvata kṣudrāḥ paśavo 'sṛjyanteti kṣudrāḥ paśavo 'trāsṛjyanta pūṣādhipatirāsīditi pūṣādhipatirāsīt

„Mit dreiundzwanzig priesen sie“ – zehn Fingerglieder, zehn Zehenglieder, die beiden Füße, das Selbst als Dreiundzwanzigstes; mit eben diesen priesen sie damals. „Die kleinen Opfertiere wurden geschaffen“ – die kleinen Opfertiere wurden dabei geschaffen. „Pūṣan war der Herr“ – Pūṣan war dabei der Herr.

pañcaviṃśatyāstuvateti | daśa hastyā aṅgulayo daśa pādyāścatvāryaṅgānyātmā paścaviṃśastenaiva tadastuvatāraṇyāḥ paśavo 'sṛjyantetyāraṇyāḥ paśavo 'trāsṛjyanta vāyuradhipatirāsīditi vāyuratrādhipatirāsīt

„Mit fünfundzwanzig priesen sie“ – zehn Fingerglieder, zehn Zehenglieder, vier Glieder, das Selbst als Fünfundzwanzigstes; mit eben diesen priesen sie damals. „Die Wildtiere wurden geschaffen“ – die Wildtiere wurden dabei geschaffen. „Vāyu war der Herr“ – Vāyu war dabei der Herr.

saptaviṃśatyāstuvateti | daśa hastyā aṅgulayo daśa pādyāścatvāryaṅgāni dve pratiṣṭhe ātmā saptaviṃśastenaiva tadastuvata dyāvāpṛthivī vyaitāmiti dyāvāpṛthivī atra vyaitāṃ vasavo rudrā ādityā anuvyāyanniti vasavo rudrā ādityā atrānuvyāyaṃsta evādhipataya āsanniti ta u evātrādhipataya āsan

„Mit siebenundzwanzig priesen sie“ – zehn Fingerglieder, zehn Zehenglieder, vier Glieder, die beiden Füße, das Selbst als Siebenundzwanzigstes; mit eben diesen priesen sie damals. „Himmel und Erde traten auseinander“ – Himmel und Erde traten dabei auseinander. „Vasus, Rudras und Ādityas traten ihnen nach“ – Vasus, Rudras und Ādityas traten ihnen dabei nach; eben diese waren dabei die Herren.

navaviṃśatyāstuvateti | daśa hastyā aṅgulayo daśa pādyā nava prāṇāstaireva tadastuvata vanaspatayo 'sṛjyanteti vanaspatayo 'trāsṛjyanta somo 'dhipatirāsīditi somo 'trādhipatirāsīt

„Mit neunundzwanzig priesen sie“ – zehn Fingerglieder, zehn Zehenglieder, neun Atemkräfte; mit eben diesen priesen sie damals. „Die Waldbäume wurden geschaffen“ – die Waldbäume wurden dabei geschaffen. „Soma war der Herr“ – Soma war dabei der Herr.

ekatriṃśatāstuvateti | daśa hastyā aṅgulayo daśa pādyā daśa prāṇā ātmaikatriṃśastenaiva tadastuvata prajā asṛjyanteti prajā atrāsṛjyanta yavāścāyavāścādhipataya āsanniti pūrvapakṣāparapakṣā evātrādhipataya āsan

„Mit einunddreißig priesen sie“ – zehn Fingerglieder, zehn Zehenglieder, zehn Atemkräfte, das Selbst als Einunddreißigstes; mit eben diesen priesen sie damals. „Geschöpfe wurden geschaffen“ – Geschöpfe wurden dabei geschaffen. „Yava und Ayava waren die Herren“ – die zunehmende und die abnehmende Monatshälfte waren dabei eben die Herren.

trayastriṃśatāstuvateti | daśa hastyā aṅgulayo daśa pādyā daśa prāṇā dve pratiṣṭhe ātmā trayastriṃśastenaiva tadastuvata bhūtānyaśāmyanniti sarvāṇi bhūtānyatrāśāmyanprajāpatiḥ parameṣṭhyadhipatirāsīditi prajāpatiḥ parameṣṭhyatrādhipatirāsīt

„Mit dreiunddreißig priesen sie“ – zehn Fingerglieder, zehn Zehenglieder, zehn Atemkräfte, die beiden Füße, das Selbst als Dreiunddreißigstes; mit eben diesen priesen sie damals. „Die Wesen kamen zur Ruhe“ – alle Wesen kamen dabei zur Ruhe. „Prajāpati Parameṣṭhin war der Herr“ – Prajāpati Parameṣṭhin war dabei der Herr.

tā vā etāḥ | saptadaśeṣṭakā upadadhāti saptadaśo vai saṃvatsaraḥ prajāpatiḥ sa prajanayitā tadetena vai saptadaśena saṃvatsareṇa prajāpatinā prajanayitraitāḥ prajāḥ prājanayadyatprājanayadasṛjata tadyadasṛjata tasmātsṛṣṭayastāḥ sṛṣṭvātmanprāpādayata tathaivaitadyajamāna etena saptadaśena saṃvatsareṇa prajāpatinā prajanayitraitāḥ prajāḥ prajanayati tāḥ sṛṣṭvātmanprapādayate retaḥsicorvelayā pṛṣṭayo vai retaḥsicau madhyamu pṛṣṭayo madhyata evāsminnetāḥ prajāḥ prapādayati sarvata upadadhāti sarvata evāsminnetāḥ prajāḥ prapādayati

Diese sind es also: er legt siebzehn Ziegel hin – siebzehnfach ist ja das Jahr, Prajāpati; er ist der Erzeuger; mit eben diesem siebzehnfachen Jahr, dem Erzeuger Prajāpati, erzeugte er diese Geschöpfe; was er erzeugte, das schuf er; was er schuf, deshalb Sṛṣṭi; nachdem er sie geschaffen hatte, ließ er sie in sich eingehen. Ebenso erzeugt hier der Opferer mit diesem siebzehnfachen Jahr, dem Erzeuger Prajāpati, diese Geschöpfe; nachdem er sie geschaffen hat, lässt er sie in sich eingehen. Am Rand der beiden Retaḥsic-Ziegel – die Rippen sind ja die Retaḥsic-Ziegel, und die Mitte ist ja bei den Rippen; genau in der Mitte eben lässt er diese Geschöpfe eingehen. Überall legt er sie hin; überall eben lässt er diese Geschöpfe eingehen.

athāto 'nvāvṛtam | trivṛdvatīm purastādupadadhātyekaviṃśavatīm paścātpañcadaśavatīṃ dakṣiṇataḥ saptadaśavatīmuttarataḥ

Nun ferner zur wiederholten Anordnung: er legt die Trivṛt-versehenen im Osten hin, die Einundzwanzig-versehenen im Westen, die Fünfzehn-versehenen im Süden, die Siebzehn-versehenen im Norden.

etadvai prajāpatim | trivṛdvatyāmupahitāyām pañcadaśavatyām mṛtyurasīdadimāmata upadhāsyate tamatra grahīṣyāmīti tam prāpaśyattam prakhyāya parikramyaikaviṃśavatīmupādhattaikaviṃśavatīm mṛtyurāgacatpañcadaśavatīmupādhatta pañcadaśavatīm mṛtyurāgacatsaptadaśavatīmupādhatta so 'traiva mṛtyuṃ nyakarodatrāmohayattathaivaitadyajamāno 'traiva sarvānpāpmano nikarotyatra mohayati

Dies eben ist die Geschichte von Prajāpati: als die Trivṛt-versehenen Ziegel hingelegt waren, war der Tod da und dachte: „Jetzt wird er diese von hier aus hinlegen; den werde ich hier ergreifen!“ Er sah ihn, und nachdem er ihn erblickt hatte, umging er ihn und legte die Einundzwanzig-versehenen hin; zu den Einundzwanzig-versehenen kam der Tod; er legte die Fünfzehn-versehenen hin; zu den Fünfzehn-versehenen kam der Tod; er legte die Siebzehn-versehenen hin; da eben besiegte er den Tod, täuschte ihn dort. Ebenso besiegt hier der Opferer eben dort alle Übel, täuscht sie dort.

athottarāḥ | trivṛdvatyāmeva trivṛdvatīmanūpadadhātyekaviṃśavatyāmekaviṃśavatīm pañcadaśavatyāṃ saptadaśavatīṃ saptadaśavatyām pañcadaśavatīṃ tā yadevaṃ vyatihāramupadadhāti tasmādakṣṇayāstomīyā atho yadete stomā ato 'nyathānupūrvaṃ tasmādvevākṣṇayāstomīyā atho evaṃ devā upādadhatetarathāsurāstato devā abhavanparāsurā bhavatyātmanā parāsya dviṣanbhrātṛvyo bhavati ya evaṃ veda

Dann die zweite Runde: nach den Trivṛt-versehenen legt er wieder die Trivṛt-versehenen nach, nach den Einundzwanzig-versehenen die Einundzwanzig-versehenen, nach den Fünfzehn-versehenen die Siebzehn-versehenen, nach den Siebzehn-versehenen die Fünfzehn-versehenen; dass er sie so in vertauschter Reihenfolge hinlegt: deshalb sind sie 'quer zu den Stomas' [Anm.: genaue Bedeutung von 'akṣṇayāstomīya' unsicher]; und weil diese Stomas hier in anderer als der aufsteigenden Reihenfolge sind, deshalb sind sie eben 'quer zu den Stomas'. So legten die Götter sie damals hin, anders die Asuras; daher wurden die Götter siegreich, die Asuras unterlagen; wer dies so weiß, dessen feindlich gesinnter Rivale unterliegt ihm.

sa eṣa paśuryadagniḥ | so 'traiva sarvaḥ kṛtsnaḥ saṃskṛtastasya trivṛdvatyāveva śiraste yattrivṛdvatyau bhavatastrivṛddhi śiro dve bhavato dvikapālaṃ hi śiraḥ pūrvārdha upadadhāti purastāddhīdaṃ śiraḥ

Dieser Agni ist eben das Opfertier – er wird hier ganz und vollständig zubereitet. Die beiden Trivṛt-versehenen sind sein Haupt; dass es zwei Trivṛt-versehene sind: dreifach ist ja das Haupt [Anm.: Bezug im Quelltext unklar]; dass es zwei sind: zweischalig ist ja das Haupt. Er legt sie in der vorderen Hälfte hin, denn vorn ist ja dieses Haupt.

pratiṣṭhaikaviṃśavatyau | te yadekaviṃśavatyau bhavataḥ pratiṣṭhā hyekaviṃśo dve bhavato dvandvaṃ hi pratiṣṭhā paścādupadadhāti paścāddhīyam pratiṣṭhā

Die Einundzwanzig-versehenen sind die Grundlage; dass es zwei Einundzwanzig-versehene sind: die Grundlage ist ja einundzwanzigfach; dass es zwei sind: paarweise ist ja die Grundlage. Er legt sie im Westen hin, denn im Westen ist ja diese Grundlage.

bāhū pañcadaśavatyau | te yatpañcadaśavatyau bhavataḥ pañcadaśau hi bāhū dve bhavato dvau hīmau bāhū pārśvata upadadhāti pārśvato hīmau bāhū

Die Fünfzehn-versehenen sind die beiden Arme; dass es Fünfzehn-versehene sind: fünfzehnfach sind ja die Arme; dass es zwei sind: zwei sind ja diese Arme. Er legt sie an der Seite hin, denn seitlich sind ja diese Arme.

annaṃ saptadaśavatyau | te yatsaptadaśavatyau bhavataḥ saptadaśaṃ hyannaṃ dve bhavato dvyakṣaraṃ hyannaṃ te anantarhite pañcadaśavatībhyāmupadadhātyanantarhitaṃ tadbāhubhyāmannaṃ dadhāti bāhye pañcadaśavatyau bhavato 'ntare saptadaśavatyau bāhubhyāṃ tadubhayato 'nnam parigṛhṇāti

Die Siebzehn-versehenen sind die Speise; dass es Siebzehn-versehene sind: siebzehnfach ist ja die Speise; dass es zwei sind: zweisilbig ist ja das Wort 'Speise'. Er legt sie ungetrennt nach den Fünfzehn-versehenen hin; ungetrennt legt er damit den Armen die Speise hinein. Außen sind die Fünfzehn-versehenen, innen die Siebzehn-versehenen; mit den Armen umfasst er damit die Speise von beiden Seiten.

atha yā madhya upadadhāti | sa ātmā tā retaḥsicorvelayopadadhāti pṛṣṭayo vai retaḥsicau madhyamu pṛṣṭayo madhyato hyayamātmā sarvata upadadhāti sarvato hyayamātmātha yadato 'nyadatiriktaṃ tadyadvai devānāmatiriktaṃ candāṃsi tāni tadyāni tāni candāṃsi paśavaste tadye te paśavaḥ puṇyāstā lakṣmyastadyāstāḥ puṇyā lakṣmyo 'sau sa ādityaḥ sa āsāmeṣa dakṣiṇataḥ

Und die, die er in der Mitte hinlegt, das ist der Rumpf; die legt er an den Rand der beiden Retaḥsic-Ziegel – die Rippen sind ja die Retaḥsic-Ziegel, und die Mitte ist ja bei den Rippen, denn der Rumpf ist ja in der Mitte. Überall legt er sie hin, denn überall ist ja dieser Rumpf. Was nun darüber hinaus übrig bleibt: was den Göttern übrig ist, das sind die Versmaße; und was diese Versmaße sind, das sind die Opfertiere; und diese Opfertiere sind die glückverheißenden Fülle-Gestalten; und diese glückverheißenden Fülle-Gestalten - das ist jener Āditya; dieser ist ihr Herrscher, im Süden.

tā haike 'nantarhitāstrivṛdvatībhyāmupadadhati | jihvāhanū iti vadanto yāścaturdaśa te hanū yāḥ ṣaṭ sā jihveti na tathā kuryādati te recayanti yathā pūrvayorhanvorapare hanū anūpadadhyādyathā pūrvasyāṃ jihvāyāmaparāṃ jihvāmanūpadadhyāttādṛktadyatrāhaiva śirastadeva hanū tajjihvā

Manche legen diese ungetrennt nach den Trivṛt-versehenen hin, indem sie sagen: „Zunge und Kiefer“ - die vierzehn sind der Kiefer, die sechs sind die Zunge. So sollte man es nicht tun; damit lassen sie zu viel aus; es wäre, als würde man nach den ersten Kiefern noch weitere Kiefer nachlegen, als würde man nach der ersten Zunge noch eine weitere Zunge nachlegen - so wäre es. Wo eben das Haupt ist, dort eben sind Kiefer und Zunge bereits enthalten.

asminnu haike 'vāntaradeśa upadadhati | asau vā āditya etā amuṃ tadādityametasyāṃ diśi dadhma iti na tathā kuryādanyāni vāva tāni karmāṇi yairetamatra dadhāti

Manche legen diese wiederum in dieser Zwischenrichtung hin, indem sie sagen: „Jener Āditya - eben diese legen wir damit jenen Āditya in diese Richtung“. So sollte man es nicht tun; andere sind ja jene früheren Riten, mit denen man ihn dort hinlegt.

dakṣiṇata u haika upadadhati | tadetāḥ puṇyā lakṣmīrdakṣiṇato dadhmaha iti tasmādyasya dakṣiṇato lakṣma bhavati tam puṇyalakṣmīka ityācakṣata uttarata striyā uttarataāyatanā hi strī tattatkṛtameva purastāttvevainā upadadhyādyatrāhaiva śirastadeva hanū tajjihvāthaitāḥ puṇyā lakṣmīrmukhato dhatte tasmādyasya mukhe lakṣma bhavati tam puṇyalakṣmīka ityācakṣate

Manche legen sie wiederum im Süden hin, indem sie sagen: „Diese glückverheißenden Fülle-Gestalten legen wir damit im Süden“; deshalb nennt man den, der im Süden ein Muttermal hat, einen mit glückverheißender Fülle Versehenen. Im Norden wäre es für eine Frau angemessen, denn im Norden hat die Frau ihren Sitz; das wäre aber schon getan. Man sollte sie eben im Osten hinlegen, denn wo eben das Haupt ist, dort eben sind Kiefer und Zunge bereits enthalten. Diese glückverheißenden Fülle-Gestalten legt er also am Mund hin; deshalb nennt man den, der am Mund ein Muttermal hat, einen mit glückverheißender Fülle Versehenen.

saiṣā brahmacitiḥ | yadbrahmopādadhata tasmādbrahmacitiḥ sā prajāpaticitiryatprajāpatimupādadhata tasmātprajāpaticitiḥ sa 'rṣicitiryadṛṣīnupādadhata tasmādṛṣicitiḥ sā vāyucitiryadvāyumupādadhata tasmādvāyucitiḥ sā stomacitiryatstomānupādadhata tasmātstomacitiḥ sā prāṇacitiryatprāṇānupādadhata tasmātprāṇacitirato yatamadeva katamacca vidyāttena haivāsyaiṣārṣeyavatī bandhumatī citirbhavatyatha lokampṛṇe upadadhātyasyāṃ sraktyāṃ tayorupari bandhuḥ purīṣaṃ nivapati tasyopari bandhuḥ

Diese ist also die Brahman-Schicht – weil sie das Brahman hinlegten, deshalb Brahman-Schicht; sie ist die Prajāpati-Schicht, weil sie Prajāpati hinlegten, deshalb Prajāpati-Schicht; sie ist die Ṛṣi-Schicht, weil sie die Ṛṣis hinlegten, deshalb Ṛṣi-Schicht; sie ist die Vāyu-Schicht, weil sie Vāyu hinlegten, deshalb Vāyu-Schicht; sie ist die Stoma-Schicht, weil sie die Stomas hinlegten, deshalb Stoma-Schicht; sie ist die Atem-Schicht, weil sie die Atemkräfte hinlegten, deshalb Atem-Schicht. Welchen und welchen Namen man nun auch kennt - eben dadurch wird diese seine Schicht die mit dem Ṛṣi-Bezug versehene, die verwandtschaftsreiche. Dann legt er den Lokampṛṇa-Ziegel hin, an dieser Ecke; über diesen beiden streut der Bandhu Kot; darüber ist der Bandhu.

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