Adhyāya 7
Die siebte und letzte Schicht: Ṛtavya- und Viśvajyotiṣ-Ziegel, der Lokampṛṇa-Ziegel, Vikarṇī-Purīṣa-Verlegung, Goldbesprengung und die abschließende Adhidaivata-Adhyātma-Schichtenbetrachtung
Er legt die Ṛtavya-Ziegel (Jahreszeiten-Ziegel) hin – Jahreszeiten sind diese, dass sie Ṛtavya heißen; die Jahreszeiten legt er damit hin; dies eben ist alles, was die Ṛtavya sind; das Jahr ist ja die Ṛtavya, das Jahr ist dies alles; eben dieses alles legt er damit hin. Und dies ist auch die Zeugung; das Jahr ist ja die Ṛtavya, das Jahr ist die Zeugung; eben die Zeugung legt er damit hin.
Und wenn er die Ṛtavya-Ziegel hinlegt: die Ṛtavya ist ja die Herrschermacht, diese anderen Ziegel sind die Untertanenschaft; die Herrschermacht legt er damit als Esser der Untertanenschaft hinein; diese legt er in allen Schichten hin; in jeder Untertanenschaft legt er damit die Herrschermacht als Esser hinein.
yadveva 'rtavyā upadadhāti | saṃvatsara eṣo 'gniḥ sa ṛtavyābhiḥ saṃhitaḥ saṃvatsaramevaitadṛtubhiḥ saṃtanoti saṃdadhāti tā vai nānāprabhṛtayaḥ samānodarkā ṛtavo vā asṛjyanta te sṛṣṭā nānaivāsan
Und wenn er die Ṛtavya-Ziegel hinlegt: dieser Agni ist ja das Jahr; er ist mit den Ṛtavya verbunden; eben das Jahr dehnt er damit mit den Jahreszeiten aus, verbindet er damit. Diese hatten ja verschiedene Anfänge, aber ein gemeinsames Ende; die Jahreszeiten wurden damals erschaffen; erschaffen, waren sie zunächst verschieden.
te 'bruvan | na vā itthaṃ santaḥ śakṣyāmaḥ prajanayituṃ rūpaiḥ samāyāmeti ta ekaikamṛtuṃ rūpaiḥ samāyaṃstasmādekaikasminnṛtau sarveṣāmṛtūnāṃ rūpaṃ tā yannānāprabhṛtayo nānā hyasṛjyantātha yatsamānodarkā rūpairhi samāyan
Sie sprachen: „So, wie wir sind, werden wir nicht zeugen können; lasst uns in den Gestalten zusammenkommen!“ Da vereinigten sie sich in den Gestalten mit jeder einzelnen Jahreszeit; deshalb ist in jeder einzelnen Jahreszeit die Gestalt aller Jahreszeiten enthalten. Dass sie verschiedene Anfänge hatten: verschieden wurden sie ja erschaffen; und dass sie ein gemeinsames Ende hatten: durch die Gestalten kamen sie ja zusammen.
Er legt sie hin: „Tapas und Tapasya sind die beiden Namen der beiden Winter-Jahreszeiten“ – mit eben diesen beiden Namen legt er sie damit hin; jener Āditya ist ja Tapas; deshalb sind diese beiden Jahreszeiten ihm unmittelbar benachbart; dass sie diesem unmittelbar benachbart sind, deshalb sind diese beiden Tapas und Tapasya.
„Du bist die innere Verbindung Agnis“ – dieser Agni ist ja das Jahr; er ist mit den Ṛtavya verbunden; eben das Jahr dehnt er damit mit den Jahreszeiten aus, verbindet er damit. „Himmel und Erde mögen sich einrichten, die Wasser und Kräuter mögen sich einrichten“ – eben dies alles richtet er damit mit den Jahreszeiten ein. „Die Agnis, getrennt dem Namen nach, mögen sich zur Erstrangigkeit gemeinsam dem Gelübde fügen“ – getrennt sind ja diese Agnis, denn diese Ziegel; wie diese beiden Jahreszeiten sich zur Erstrangigkeit einrichten mögen – eben das spricht er damit aus. „Die Agnis, gleichgesinnt, zwischen diesen beiden, Himmel und Erde“ – wie eben der Yajus lautet, so ist der Bezug. „Die beiden Winter-Jahreszeiten, sich einrichtend, mögen sich wie die Götter in Indra einfügen“ – wie die Götter sich in Indra einfügten, so mögen sich diese beiden Jahreszeiten zur Erstrangigkeit einfügen – das ist damit gemeint. Es sind zwei Ziegel, denn zwei Monate macht ja eine Jahreszeit; auf einmal legt er sie hin, das macht eine Jahreszeit.
Dass er diese hier hinlegt: dieser Agni ist ja das Jahr, und auch diese Welten sind das Jahr; sein Himmel eben ist die fünfte Schicht, der Himmel ist sein Winter; dass er diese hier hinlegt: was eben sein Eigenes ist von seinem Selbst, das legt er ihm damit wieder ein; deshalb legt er diese hier hin.
Und wenn er diese hier hinlegt: dieser Agni ist ja Prajāpati, und das Jahr ist Prajāpati; sein Haupt eben ist die fünfte Schicht, sein Haupt ist sein Winter; dass er diese hier hinlegt: was eben sein Eigenes ist von seinem Selbst, das legt er ihm damit wieder ein; deshalb legt er diese hier hin.
Er legt östlich von der obersten Svayamātṛṇā und der obersten Viśvajyotiṣ die Ṛtavya-Ziegel hin – der Himmel ist ja die oberste Svayamātṛṇā, jener Āditya die oberste Viśvajyotiṣ; diesseits von Himmel und Āditya legt er damit die Jahreszeiten hin; deshalb sind hierher diesseits eben die Jahreszeiten. Und dies ist auch die Zeugung; diesseits von Himmel und Āditya legt er damit die Zeugung hin; deshalb pflanzt es sich hierher diesseits fort. [Anm.: der folgende Satz ist im Quelltext knapp, sein genauer Sinn unsicher] Jenseits hiervon ist ja das Feststehende, ferner die Zeugung; so viele Götter es damals im Anfang gab, ebenso viele Götter sind es.
Dann legt er oberhalb der ersten Svayamātṛṇā und der ersten Viśvajyotiṣ die Ṛtavya-Ziegel hin – diese Welt ist ja die erste Svayamātṛṇā, Agni die erste Viśvajyotiṣ; oberhalb davon legt er damit die Jahreszeiten hin; deshalb sind von hier an aufwärts die Jahreszeiten. Und dies ist auch die Zeugung; von hier an aufwärts legt er damit die Zeugung hin; deshalb pflanzt es sich von hier an aufwärts fort.
tā na vyūhet | nedṛtūnvyūhānīti yo vai mriyata ṛtavo ha tasmai vyuhyante tasmādyatraiva prathame upadadhāti tatsarvā upadadhyāt
Diese sollte er nicht auseinanderreißen, mit dem Gedanken: „Ich möchte nicht die Jahreszeiten auseinanderreißen!“ Denn wer stirbt, für den werden ja die Jahreszeiten auseinandergerissen; deshalb sollte er, dort wo er die ersten hinlegt, dort alle hinlegen.
atho ime vai lokā ṛtavyāḥ | imāṃstallokānūrdhvāṃścitibhiścinotyatho kṣatraṃ vā ṛtavyāḥ kṣatraṃ tadūrdhvaṃ citibhiścinotyatho saṃvatsaro vā ṛtavyāḥ saṃvatsaraṃ tadūrdhvaṃ citibhiścinoti tā nānyayā yajuṣmatyeṣṭakayopariṣṭādabhyupadadhyānnetkṣatraṃ viśābhyupadadhānīti
Und auch: diese Welten sind ja die Ṛtavya; diese Welten schichtet er damit aufwärts mit den Schichten. Und auch: die Herrschermacht ist ja die Ṛtavya; die Herrschermacht schichtet er damit aufwärts mit den Schichten. Und auch: das Jahr ist ja die Ṛtavya; das Jahr schichtet er damit aufwärts mit den Schichten. Diese sollte er mit keinem anderen mit-Yajus-versehenen Ziegel darüber hinweg hinlegen, mit dem Gedanken: „Ich möchte nicht die Herrschermacht über die Untertanenschaft hinweg hinlegen!“
tā haitā eva saṃyānyaḥ | etadvai devā ṛtavyābhirevemāṃlokāntsamayuritaścordhvānamutaścārvācastathaivaitadyajamāna ṛtavyābhirevemāṃlokāntsaṃyātītaścordhvānamutaścārvācaḥ
Diese hier sind nun also die Verbindenden – dies eben ist es: die Götter verbanden damals mit eben den Ṛtavya diese Welten, die von hier an aufwärts und die von hier an abwärts liegenden; ebenso verbindet hier der Opferer mit eben den Ṛtavya diese Welten, die von hier an aufwärts und die von hier an abwärts liegenden.
tadu ha carakādhvaryavaḥ | anyā eva saṃyānīrityupadadhati na tathā kuryādatyahaiva recayantyetā u eva saṃyānyaḥ
Dazu legen die Caraka-Adhvaryus andere Ziegel als die Verbindenden hin. So sollte man es nicht tun; damit lassen sie eben zu viel aus; eben diese hier sind die Verbindenden.
Dann legt er die Viśvajyotiṣ-Ziegel hin – jener Āditya ist ja die oberste Viśvajyotiṣ, denn Āditya eben ist in jener Welt das All-Licht; eben jenen Āditya legt er damit hin.
Und wenn er die Viśvajyotiṣ-Ziegel hinlegt: die Nachkommenschaft ist ja die Viśvajyotiṣ, denn die Nachkommenschaft eben ist das All-Licht; eben die Zeugung legt er damit hin.
Er legt östlich von der obersten Svayamātṛṇā die Viśvajyotiṣ-Ziegel hin – der Himmel ist ja die oberste Svayamātṛṇā, jener Āditya die oberste Viśvajyotiṣ; diesseits vom Himmel legt er damit den Āditya hin; deshalb glüht dieser eben diesseits hiervon. Und dies ist auch die Zeugung; diesseits vom Himmel legt er damit die Zeugung hin; deshalb pflanzt es sich hierher diesseits fort.
Dann legt er oberhalb der ersten Svayamātṛṇā die Viśvajyotiṣ-Ziegel hin – diese Welt ist ja die erste Svayamātṛṇā, Agni die erste Viśvajyotiṣ; oberhalb davon legt er damit Agni hin; deshalb brennt Agni von hier an aufwärts. Und dies ist auch die Zeugung; oberhalb davon legt er damit die Zeugung hin; deshalb pflanzt es sich von hier an aufwärts fort.
Dann legt er oberhalb der mittleren Svayamātṛṇā die Viśvajyotiṣ-Ziegel hin – die Luftwelt ist ja die mittlere Svayamātṛṇā, Vāyu die mittlere Viśvajyotiṣ; in der Luftwelt legt er damit Vāyu hin; deshalb ist dieser Vāyu in der Luftwelt.
Dies sind nun also diese Lichter; dass er diese so hinlegt, legt er damit diese Lichter in richtiger Zusammenordnung hin; deshalb brennt Agni von hier an aufwärts, deshalb glüht jener Āditya diesseits, deshalb weht dieser Vāyu quer in der Luftwelt.
„Parameṣṭhin möge dich setzen“ – Parameṣṭhin sah ja damals diese fünfte Schicht. „Auf dem lichtvollen Rücken des Himmels“ – auf dem Rücken des Himmels ist ja jener Āditya lichtvoll.
„Für allen Einatem, Ausatem, Zwischenatem“ – der Atem ist ja die Viśvajyotiṣ; und für alles diesen Atem, das ganze Licht, gib! – das ganze Licht, gib! ist damit gemeint. „Die Sonne ist dein Oberherr“ – eben die Sonne macht er damit zu deren Oberherr. Nachdem er sie gesetzt hat, spricht er dabei [Anm.: Bezug von 'sūdadoha' im Quelltext unklar]; der Bezug ist wie bereits genannt.
tā haitā eva saṃyānyaḥ | etadvai devā viśvajyotirbhirevemāṃlokāntsamayuritaścordhvānamutaścārvācastathaivaitadyajamāno viśvajyotirbhirevemāṃlokāntsaṃyātītaścordhvānamutuścārvācaḥ
Diese hier sind nun also die Verbindenden – dies eben ist es: die Götter verbanden damals mit eben den Viśvajyotiṣ diese Welten, die von hier an aufwärts und die von hier an abwärts liegenden; ebenso verbindet hier der Opferer mit eben den Viśvajyotiṣ diese Welten, die von hier an aufwärts und die von hier an abwärts liegenden.
tadu ha carakādhvaryavo | 'nyā eva saṃyānīrityupadadhati na tathā kuryādatyahaiva recayantyetā u eva saṃyānyaḥ
Dazu legen die Caraka-Adhvaryus wiederum andere Ziegel als die Verbindenden hin. So sollte man es nicht tun; damit lassen sie eben zu viel aus; eben diese hier sind die Verbindenden.
Dann legt er den Lokampṛṇa-Ziegel (Welt-Erfüllenden) hin – jener Āditya ist ja der Lokampṛṇa, denn dieser erfüllt ja diese Welten; eben jenen Āditya legt er damit hin. Diesen legt er in allen Schichten hin; diese Welten sind ja diese Schichten; eben jenen Āditya legt er damit in diese Welten hinein; deshalb glüht dieser eben aus all diesen Welten heraus.
Und wenn er den Lokampṛṇa-Ziegel hinlegt: der Lokampṛṇa ist ja die Herrschermacht, diese anderen Ziegel sind die Untertanenschaft; die Herrschermacht legt er damit als Esser der Untertanenschaft hinein; diesen legt er in allen Schichten hin; in jeder Untertanenschaft legt er damit die Herrschermacht als Esser hinein.
Dieser ist nun also nur einer; damit macht er die Herrschermacht einheitlich verortet, die Glanzfülle einheitlich verortet. Und wo es zwei sind, das ist das Paar; die Hälfte des Selbst ist ja dieses Paar; wenn er aber zusammen mit dem Paar ist, dann ist er ganz, dann vollständig – zur Vollständigkeit. Mit einem einzigen Yajus legt er viele Ziegel hin; damit legt er die Herrschermacht der Kraft nach übergeordnet hinein; damit macht er die Herrschermacht kraftvoller als die Untertanenschaft. Die übrigen aber legt er einzeln, mit je verschiedenem Yajus, hin; damit macht er die Untertanenschaft weniger kraftvoll als die Herrschermacht, uneins redend, verschiedenen Sinnes.
Er legt ihn in dieser Ecke zuerst hin – jenen Āditya legt er damit in dieser Himmelsrichtung hin; und von hier zieht er dann von dort weiter ringsum, und von hier zieht er dann von dort weiter ringsum, und von hier zieht er dann von dort weiter ringsum, und von hier zieht er dann von dort weiter ringsum.
Dort, wo er ihn zuerst hinlegt, dort sollte er ihn in der obersten Schicht wieder hinlegen; nur einmal geht ja jener Āditya um diese Welten herum, ohne darüber hinauszugehen; würde er ihn in der ersten Schicht anders hinlegen als in der obersten, würde er damit jenen Āditya über diese Welten hinaustreiben; deshalb geht jener Āditya, ohne diese Welten je vollständig zu verlassen, rechtsherum wandernd immer wieder ringsum.
lokam pṛṇa cidram pṛṇeti | lokaṃ ca pūraya cidraṃ ca pūrayetyetadatho sīda dhruvā tvamityatho sīda sthirā tvam pratiṣṭhitetyetadindrāgnī tvā bṛhaspatirasminyonāvasīṣadannitīndrāgnī ca tvā bṛhaspatiścāsminyonau pratyatiṣṭhipannityetadanuṣṭubhā vāgvā anuṣṭubvāgindra indro lokampṛṇā na sādayatyasanno hyeṣa sūdadohasā vadati prāṇo vai sūdadohāḥ prāṇenaivainametatsaṃtanoti saṃdadhāti
„Erfülle die Welt, erfülle die Lücke“ – erfülle die Welt und erfülle die Lücke – das ist damit gemeint. Und: „Setze dich, du bist fest“ – setze dich, du bist fest gegründet – das ist damit gemeint. „Indra-Agni und Bṛhaspati mögen dich in diesem Schoß gesetzt haben“ – Indra-Agni und Bṛhaspati haben dich in diesem Schoß festgesetzt – das ist damit gemeint. Mit der Anuṣṭubh, denn die Rede ist ja die Anuṣṭubh, die Rede ist Indra; mit Indra setzt er den Lokampṛṇa; sitzend eben spricht er dabei mit dem Sūdadoha [Anm.: Bezug unklar, wie schon zuvor bei diesem Begriff]; der Atem ist ja der Sūdadoha; eben mit dem Atem dehnt er ihn damit aus, verbindet er ihn damit.
Dazu sagt man: „Wie ist dieser Lokampṛṇa unverbraucht?“ – jener Āditya ist ja der Lokampṛṇa, und dieser ist ja unverbraucht; und auch: die Rede ist ja der Lokampṛṇa, und unverbraucht ist ja die Rede.
sa vai yajuṣmatīrupadhāya | lokampṛṇayā pracādayatyannaṃ vai yajuṣmatya iṣṭakā ātmā lokampṛṇānnaṃ tadātmanā paridadhāti tasmādannamātmanā parihitamātmaiva bhavati
Nachdem er die mit-Yajus-versehenen Ziegel hingelegt hat, bestreicht er sie mit dem Lokampṛṇa; die mit-Yajus-versehenen Ziegel sind ja die Speise, der Lokampṛṇa das Selbst; die Speise umhüllt er damit mit dem Selbst; deshalb wird die mit dem Selbst umhüllte Speise eben selbst zum Selbst.
sa vā ātmanneva | yajuṣmatīrupadadhāti na pakṣapuceṣvātmaṃstadannaṃ dadhāti yadu vā ātmannannaṃ dhīyate tadātmānamavati tatpakṣapucānyatha yatpakṣapuceṣu naiva tadātmānamavati na pakṣapucāni
Er legt die mit-Yajus-versehenen Ziegel eben nur im Selbst hin, nicht in Flügeln und Schwanz; im Selbst legt er damit die Speise hin; denn wenn die Speise im Selbst liegt, schützt sie das Selbst und schützt Flügel und Schwanz; würde sie aber in Flügeln und Schwanz liegen, schützte sie weder das Selbst noch Flügel und Schwanz.
ubhayīryajuṣmatīśca lokampṛṇāścātmannupadadhāti | tasmādayamātmā dviguṇo bahulatara iva lokampṛṇā eva pakṣapuceṣu tasmātpakṣapucāni tanīyāṃsīvānūcīśca tiraścītmannupadadhātyasthīni vā iṣṭakāstasmādimānyanvañci ca tiryañci cātmannasthīni parācīreva pakṣapuceṣu na hi kiṃ cana pakṣapuceṣu tiryagasthyasti taddhaitadeva citasya cācitasya ca vijñānamevameva cita itarathācitaḥ
Sowohl die mit-Yajus-versehenen als auch die Lokampṛṇa-Ziegel legt er im Selbst hin; deshalb ist dieses Selbst doppelt, gleichsam reicher; nur die Lokampṛṇa sind in Flügeln und Schwanz; deshalb sind Flügel und Schwanz gleichsam dünner. Sowohl der Länge nach als auch quer legt er sie im Selbst hin, denn die Ziegel sind ja die Knochen; deshalb liegen hier im Selbst die Knochen sowohl der Länge nach als auch quer, in Flügeln und Schwanz aber nur der Länge nach, denn in Flügeln und Schwanz gibt es ja keinen quer liegenden Knochen. Eben dies ist die Kennzeichnung des richtig und des nicht richtig Geschichteten: so ist es richtig geschichtet, anders ist es nicht richtig geschichtet.
sa vai svayamātṛṇāṃ lokampṛṇayā pracādayati | prāṇo vai svayamātṛṇādityo lokampṛṇā prāṇaṃ tadādityena saminddhe tasmādayamuṣṇaḥ prāṇastayā sarvamātmānam pracādayati sarvaṃ tadātmānamādityena saminddhe tasmādayaṃ sarva evātmoṣṇastaddhaitadeva jīviṣyataśca mariṣyataśca vijñānamuṣṇa eva jīviṣyañcīto mariṣyan
Er bestreicht die Svayamātṛṇā mit dem Lokampṛṇa; der Atem ist ja die Svayamātṛṇā, Āditya der Lokampṛṇa; den Atem entzündet er damit mit Āditya; deshalb ist dieser Atem warm. Mit diesem bestreicht er das ganze Selbst; das ganze Selbst entzündet er damit mit Āditya; deshalb ist dieses ganze Selbst warm. [Anm.: der Kontrastfall im letzten Satzteil ist im Quelltext nicht ausgeführt, nur angedeutet] Eben dies ist die Kennzeichnung dessen, der leben wird, und dessen, der sterben wird: warm geschichtet ist, wer leben wird.
sa yasyāṃ sraktyām prathame upadadhāti | tato daśabhirdaśabhiḥ saṃcādayannetyā svayamātṛṇāyai sa tenaiva dakṣiṇāvṛjjaghanena svayamātṛṇāṃ saṃcādayannetyānūkyāyā atha punaretya tamavadhiṃ saṃcādayati
In welcher Ecke er ihn zuerst hinlegt, von dort aus bestreicht er dann, mit je zehn fortschreitend, bis zur Svayamātṛṇā; mit eben diesem rechtsherum gewendeten Umgang bestreicht er von hinten her die Svayamātṛṇā bis zum Rückgrat; dann, wieder dorthin zurückgekehrt, bestreicht er bis zu jener Grenze.
Zuerst bestreicht er das Selbst, denn zuerst entsteht ja das Selbst, wenn es entsteht; dann den rechten Flügel, dann den Schwanz, dann den nördlichen; das ist rechtsherum gewendet, denn dies ist ja die Richtung der Götter; und ebenso geht ja auch jener Āditya rechtsherum gewendet um diese Welten.
sa eṣa prāṇa eva yallokampṛṇā | tayā sarvamātmānam pracādayati sarvasmistadātmanprāṇaṃ dadhāti tadyaddhāsyaiṣāṅgaṃ nābhiprāpnuyātprāṇo hāsya tadaṅgaṃ nābhiprāpnuyādyadu vai prāṇo 'ṅgaṃ nābhiprāpnoti śuṣyati vā vai tanmlāyati vā tasmādenaṃ sarvamevaitayā pracādayet
Dieser Lokampṛṇa ist eben der Atem; mit diesem bestreicht er das ganze Selbst; in das ganze Selbst legt er damit den Atem hinein; denn würde dieser bei einem Glied nicht ankommen, dann würde der Atem dieses Glied nicht erreichen; und wo der Atem ein Glied nicht erreicht, das vertrocknet oder verwelkt; deshalb sollte er ihn mit diesem ganz und gar bestreichen.
Er schichtet ja Flügel und Schwanz eben vom Selbst ausgehend; vom Selbst aus wachsen ja die Glieder hervor; würde er aber die vorderen Ziegel von vorn zuerst hinlegen, wäre das so, als brächte man ein Glied von anderswoher und setzte es wieder an.
na bhinnāṃ na kṛṣṇāmupadadhyāt | ārcati vā eṣā yā bhidyata ārtamvetadrūpaṃ yatkṛṣṇaṃ nedārtamātmānamabhisaṃskaravā iti nābhinnām parāsyennedanārtamātmano bahirdhā karavāṇīti dhiṣṇyebhyaḥ pratisaṃkhyāya yā virājamatiricyerannottarāmudbhaveyustadvai khalu tā ārcanti tā bhittvotkara utkiredutkaro vā atiriktasya pratiṣṭhā tadyatrātiriktasya pratiṣṭhā tadevainā etatpratiṣṭhāpayati
Weder eine zerbrochene noch eine schwarze sollte er hinlegen; die zerbrochene schmerzt ja [Anm.: 'ārcati' hier als 'schmerzen' gefasst, Bezug unsicher], schwarz ist ja die Gestalt des Leidenden; mit dem Gedanken: 'Ich möchte nicht ein leidendes Selbst zubereiten!' Eine zerbrochene sollte er nicht wegwerfen, mit dem Gedanken: 'Ich möchte nicht etwas vom leidenden Selbst nach außen bringen!' Nachdem er von den Dhiṣṇya-Feuerstätten aus abgezählt hat, welche über die Virāj-Zahl hinausgehen und übrig bleiben würden – diese eben schmerzen; diese zerbricht er und wirft sie auf den Abfallhaufen, denn der Abfallhaufen ist ja der Halt des Überschüssigen; wo eben der Halt des Überschüssigen ist, dort eben lässt er sie damit festgründen.
athāta iṣṭakāmātrāṇāmeva | pādamātrīḥ prathamāyāṃ cottamāyāṃ ca cityorupadadhyātpratiṣṭhā vai pādo yo vai pādaḥ sa hasta ūrvasthamātryo varṣiṣṭhāḥ syurna hyūrvasthātkiṃ cana varṣīyo 'sthyasti tryālikhitavatyastisraścitayaḥ syustrivṛto hīme lokā aparimitālikhite dve raso haite citī aparimita u vai rasaḥ sarvāstveva tryālikhitavatyaḥ syuḥ sarve hyeveme lokāstrivṛtaḥ
Nun ferner zu den Ziegel-Maßen: fußgroße sollte man in der ersten und in der obersten Schicht hinlegen, denn der Fuß ist ja der Halt; und was der Fuß ist, das ist auch die Hand; oberschenkelgroße wären die größten, denn nichts ist größer als der Oberschenkelknochen. Drei Schichten sollten mit dreifacher Ritzung versehen sein, denn dreifach sind ja diese Welten; zwei Schichten mit unbegrenzter Ritzung, denn unbegrenzt ist ja der Saft; alle aber sollten dreifach geritzt sein, denn alle diese Welten sind ja dreifach.
athāta iṣṭakānāmevāvapanasya | yāṃ kāṃ ca yajuṣmatīmiṣṭakāṃ vidyāttām madhyamāyāṃ citā upadadhyādantarikṣaṃ vai madhyamā citirantarikṣamu vai sarveṣām bhūtānāmāvapanamatho annaṃ vai yajuṣmatya iṣṭakā udaram madhyamā citirudare tadannaṃ dadhāti
Nun ferner zur Aussaat der Ziegel: welchen mit-Yajus-versehenen Ziegel man auch kennt, den sollte man in der mittleren Schicht hinlegen; die Luftwelt ist ja die mittlere Schicht, die Luftwelt ist ja die Aussaat-Stätte aller Wesen; und die mit-Yajus-versehenen Ziegel sind ja die Speise, der Bauch die mittlere Schicht; in den Bauch legt er damit die Speise hinein.
tadāhuḥ | nopadadhyānnedatirecayānīti sa vā upaiva dadhyātkāmebhyo vā etā iṣṭakā upadhīyante na vai kāmānāmatiriktamasti sa vai naivopadadhyādetāvadvā etaddevā akurvan
Dazu sagt man: „Man sollte sie nicht hinzulegen, damit man nicht zu viel hinzufügt!“ Er sollte sie aber schon hinzulegen, denn diese Ziegel werden ja um der Wünsche willen hinzugelegt, und für Wünsche gibt es ja kein Übermaß. Er sollte sie aber auch nicht hinzulegen, denn genau so viel taten damals die Götter.
Dann streut er die Erdschüttung aus – die Erdschüttung ist ja das Fleisch; mit dem Fleisch eben bestreicht er ihn damit; nachdem er die Ziegel hingelegt hat – die Ziegel sind ja die Knochen – bestreicht er diese mit dem Fleisch.
sa vai svayamātṛṇāyāmāvapati | prāṇo vai svayamātṛṇānnam purīṣam prāṇe tadannaṃ dadhāti tena sarvamātmānam pracādayati tammādyatprāṇe 'nnaṃ dhīyate sarvamātmānamavati sarvamātmānamanuvyeti
Er streut sie auf die Svayamātṛṇā – der Atem ist ja die Svayamātṛṇā, die Erdschüttung die Speise; in den Atem legt er damit die Speise; mit diesem bestreicht er das ganze Selbst; denn wenn die Speise im Atem liegt, schützt sie das ganze Selbst, durchdringt sie das ganze Selbst.
na svayamātṛṇāyāmāvapedityu haika āhuḥ | prāṇaḥ svayamātṛṇā netprāṇānapidadhānīti sa vā aiva vapedannena vai prāṇā viṣṭabdhā yo vā annaṃ nātti saṃ vai tasya prāṇā rohanti tadyasya ha tathā kurvanti yathā śuṣkā sūrmī suṣiraivaṃ ha so 'muṣmiṃloke sambhavati tasmātsvayamātṛṇāyāmaiva vapet
Manche sagen zwar: „Man sollte sie nicht auf die Svayamātṛṇā streuen“ – mit dem Gedanken: 'Die Svayamātṛṇā ist ja der Atem; ich möchte nicht die Atemkräfte verstopfen!' Er sollte sie aber eben doch darauf streuen, denn durch Speise werden ja die Atemkräfte gestützt; wer keine Speise isst, dessen Atemkräfte verkümmern ja; wem sie es so machen, der wird in jener Welt wie ein trockenes, hohles Schilfrohr; deshalb sollte man eben doch auf die Svayamātṛṇā streuen.
Nachdem er sie auf die Svayamātṛṇā gestreut hat, bestreicht er, vom Rückgrat ausgehend fortschreitend, bis zu den Pariśrit-Ziegeln [Anm.: genauer Bezug unklar]; mit eben diesem rechtsherum gewendeten Umgang bestreicht er von hinten her die Svayamātṛṇā, bis er wieder zum Rückgrat gelangt.
Zuerst bestreicht er das Selbst, denn zuerst entsteht ja das Selbst, wenn es entsteht; dann den rechten Flügel, dann den Schwanz, dann den nördlichen; das ist rechtsherum gewendet, denn dies ist ja die Richtung der Götter.
sa eṣa prāṇa eva yatpurīṣam | tena sarvamātmānam pracādayati sarvasmiṃstadātmanprāṇaṃ dadhāti tadyaddhāsyaitadaṅgaṃ nābhiprāpnuyātprāṇo hāsya tadaṅgaṃ nābhiprāpnuyādyadu vai prāṇo 'ṅgaṃ nābhiprāpnoti śuṣyati vā vai tanmlāyati vā tasmādenaṃ sarvamevaitena pracādayet
Diese Erdschüttung ist eben der Atem; mit dieser bestreicht er das ganze Selbst; in das ganze Selbst legt er damit den Atem hinein; denn würde diese bei einem Glied nicht ankommen, dann würde der Atem dieses Glied nicht erreichen; und wo der Atem ein Glied nicht erreicht, das vertrocknet oder verwelkt; deshalb sollte er ihn mit dieser ganz und gar bestreichen.
indraṃ viśvā avīvṛdhanniti | indraṃ hi sarvāṇi bhūtāni vardhayanti samudravyacasaṃ gira iti mahimānamasyaitadāha rathītamaṃ rathīnāmiti rathitamo hyeṣa rathināṃ vājānāṃ satpatim patimityannaṃ vai vājā annānāṃ satpatim patimityetadaindryānuṣṭubhā nivapatyaindraṃ hi purīṣaṃ tadetadardhamagneryatpurīṣamardhamaiṣṭakam
„Alle Wesen haben Indra groß gemacht, den meerweit-reichenden mit ihren Lobrufen“ – Indra machen ja alle Wesen groß – damit spricht er dessen Größe aus. „Den Wagenreichsten der Wagenlenker“ – dieser ist ja der Wagenreichste der Wagenlenker, der Kräfte. „Den wahren Herrn, den Herrn“ – die Kräfte sind ja die Speise, den wahren Herrn der Speisen, den Herrn – das ist damit gemeint. Mit dieser Indra zugehörigen Anuṣṭubh streut er sie aus, denn Indra-zugehörig ist ja die Erdschüttung; dies ist die eine Hälfte von Agni, denn die Erdschüttung ist die eine Hälfte, der Ziegel die andere.
Dazu sagt man: „Wenn man die Ziegel mit allen Versmaßen, mit allen Gottheiten hinlegt, aber dies hier mit nur einer einzigen, einer Gottheit zugehörigen Formel ausstreut, wie ist dies dann die Hälfte Agnis?“ – Indra vertritt ja alle Götter; dass er mit der Indra-zugehörigen Formel ausstreut, ist dies eben die Hälfte Agnis. Und dass die Anuṣṭubh die Rede ist, und die Rede die Anuṣṭubh, und die Rede alle Versmaße – eben dadurch ist es die Hälfte.
atha vikarṇīṃ ca svayamātṛṇāṃ copadadhāti | vāyurvai vikarṇī dyauruttamā svayamātṛṇā vāyuṃ ca taddivaṃ copadadhātyuttame upadadhātyuttame hi vāyuśca dyauśca saṃspṛṣṭe saṃspṛṣṭe hi vāyuśca dyauśca pūrvāṃ vikarṇīmupadadhātyarvācīnaṃ taddivo vāyuṃ dadhāti tasmādeṣo 'rvācīnameva vātaḥ pavate
Dann legt er die Vikarṇī und die Svayamātṛṇā hin – Vāyu ist ja die Vikarṇī, der Himmel die oberste Svayamātṛṇā; Vāyu und den Himmel legt er damit hin; in der obersten Schicht legt er sie hin, denn in der obersten Schicht sind ja Vāyu und Himmel miteinander verbunden, sich berührend eben sind Vāyu und Himmel. Die vordere Vikarṇī legt er hin; diesseits vom Himmel legt er damit Vāyu hin; deshalb weht dieser Wind diesseits.
yadveva vikarṇīmupadadhāti | yatra vā ado 'śvaṃ citimavaghrāpayanti tadasāvāditya imāṃlokāntsūtre samāvayate tadyattatsūtraṃ vāyuḥ sa sa yaḥ sa vāyureṣā sā vikarṇī tadyadetāmupadadhātyasāveva tadāditya imāṃlokāntsūtre samāvayate
Und wenn er die Vikarṇī hinlegt: dort, wo sie das Pferd zur Schicht schnuppern lassen, dort fädelt jener Āditya diese Welten auf einen Faden auf; jener Faden nun ist Vāyu; der, der jener Vāyu ist, das ist diese Vikarṇī; dass er diese hinlegt, fädelt eben jener Āditya damit diese Welten auf einen Faden auf.
Und wenn er die Vikarṇī und die Svayamātṛṇā hinlegt: die Lebenszeit ist ja die Vikarṇī, der Atem die Svayamātṛṇā; die Lebenszeit und den Atem legt er damit hin; in der obersten Schicht legt er sie hin, denn in der obersten Schicht sind ja Lebenszeit und Atem miteinander verbunden, sich berührend eben sind Lebenszeit und Atem. Die vordere und die hintere Vikarṇī legt er hin; mit der Lebenszeit umfasst er damit den Atem von beiden Seiten.
prothadaśvo na yavase | 'viṣyanyadā mahaḥ saṃvaraṇādvyasthāt ādasya vāto anuvāti śociradha sma te vrajanaṃ kṛṣṇamastīti yadā vā etasya vāto 'nuvāti śocirathaitasya vrajanaṃ kṛṣṇam bhavati triṣṭubhopadadhāti traiṣṭubho hi vāyurāgneyyāgnikarma hyaniruktayānirukto hi vāyuratha yadvāta ityāha vāto hi vāyuḥ
„Er schnaubte wie ein Pferd auf der Weide, sich befreiend, als er aus der großen Umhüllung heraustrat; da weht der Wind seiner Flamme nach, und dann ist seine Bahn schwarz“ – wenn nämlich der Wind seiner Flamme nachweht, dann wird seine Bahn schwarz. Mit der Triṣṭubh legt er sie hin, denn triṣṭubhisch ist ja Vāyu; mit einer Agni-zugehörigen, denn Agnis Werk ist es ja, aber mit einer unbestimmten, denn unbestimmt ist ja Vāyu. Und dass er 'Wind' sagt: Vāyu ist ja der Wind.
Dann legt er die Svayamātṛṇā hin: „Ich setze dich, o Lebenszeit, in deinen Sitz“ – die Lebenszeit ist ja dieser Vāyu, und dies ist sein Sitz. „Beschützend“ – dieser beschützt ja dies alles. „In der Sammelstätte“ – in dieser sammelt sich ja dies alles. [Anm.: der Bezug von 'samudrasya hṛdayam' im Quelltext unklar] Denn dies ist ja des Meeres Herz. „Die Strahlenreiche, die Leuchtende“ – strahlenreich ist ja der Himmel, mit dem Leuchtenden, das den Himmel und die weite Erde, die Luftwelt, erleuchtet – so eben erleuchtet dieser diese Welten.
Und wenn er mit 'Parameṣṭhin' hinlegt: als Prajāpati damals zerfallen war, gingen die Gottheiten mit seinen Teilen fort; Parameṣṭhin aber nahm sein Haupt und blieb, nachdem er fortgegangen war, stehen.
tamabravīt | upa mehi ma etaddhehi yena me tvamudakramīriti kim me tato bhaviṣyatīti tvaddevatyameva ma etadātmano bhaviṣyatīti tatheti tadasminnetatparameṣṭhī pratyadadhāt
Zu ihm sprach er: „Komm zu mir, gib mir das zurück, womit du von mir fortgegangen bist!“ – „Was wird mir daraus zuteil werden?“ – „Eben dies wird dir zu deiner eigenen Gottheit von meinem Selbst werden“ – „So sei es.“ Da legte Parameṣṭhin ihm dies wieder ein.
Diese oberste Svayamātṛṇā nun, das ist eben dieses sein Eigenes von seinem Selbst; dass er diese hier hinlegt: was eben sein Eigenes ist von seinem Selbst, das legt er ihm damit wieder ein; deshalb legt er diese hier hin.
„Auf dem Rücken des Himmels, die Ausgedehnte, die sich Ausbreitende“ – des Himmels Rücken ist ja diese, ausgedehnt und sich ausbreitend. „Dehne den Himmel aus, festige den Himmel, verletze den Himmel nicht“ – dehne das Selbst aus, festige das Selbst, verletze das Selbst nicht – das ist damit gemeint.
viśvasmai praṇāyāpānāya | vyānāyodānāyeti prāṇo vai svayamātṛṇā sarvasmā u vā etasmai prāṇaḥ pratiṣṭhāyai caritrāyetīme vai lokāḥ svayamātṛṇā ima u lokāḥ pratiṣṭhā caritraṃ sūryastvābhipātviti sūryastvābhigopāyatvityetanmahyā svastyeti mahatyā svastyetyetaccardiṣā śaṃtameneti yaccardiḥ śaṃtamaṃ tenetyetat
„Für allen Einatem, Ausatem, Zwischenatem, Ausscheideatem“ – der Atem ist ja die Svayamātṛṇā; und für alles diesen Atem. „Für den Halt, für den Wandel“ – diese Welten sind ja die Svayamātṛṇā, diese Welten sind auch der Halt, der Wandel. „Die Sonne möge dich behüten“ – die Sonne möge dich beschützen – das ist damit gemeint. „Mit großem Heil“ – mit großem Heil – das ist damit gemeint. „Mit dem heilsamsten Glanz“ – mit dem Glanz, der der heilsamste ist – das ist damit gemeint.
nānopadadhāti | nānā hi vāyuśca dyauśca sakṛtsādayati samānaṃ tatkaroti samānaṃ hyāyuśca prāṇaśca te vā ubhe eva śarkare bhavata ubhe svayamātṛṇe samānaṃ hyevāyuśca prāṇaścāthaine sūdadohasādhivadati prāṇo vai sūdadohāḥ prāṇeṇaivaine etatsaṃtanoti saṃdadhāti
Getrennt legt er sie hin, denn getrennt sind ja Vāyu und Himmel; auf einmal setzt er sie, damit macht er sie gleich, denn gleich sind ja Lebenszeit und Atem. Diese beiden werden zu einem einzigen Kiesel-Ziegel, beide Svayamātṛṇās, denn gleich sind ja Lebenszeit und Atem. Dann spricht er dabei den Sūdadoha; der Atem ist ja der Sūdadoha; eben mit dem Atem dehnt er sie damit aus, verbindet er sie damit.
tā asya sūdadohasa iti | āpo vai sūdo 'nnaṃ dohaḥ somaṃ śrīṇanti pṛśnaya ityannaṃ vai pṛśni janmandevānāmiti saṃvatsaro vai devānāṃ janma viśa iti yajño vai viśo yajñe hi sarvāṇi bhūtāni viṣṭāni triṣvā rocane diva iti savanāni vai trīṇi rocanāni savanānyetadāhānuṣṭubhā vāgvā anuṣṭubvāgu sarve prāṇā vācā caivaine etatprāṇena ca saṃtanoti saṃdadhāti sā vā eṣaikā satī sūdadohāḥ sarvā iṣṭakā anusaṃcarati prāṇo vai sūdadohāstasmādayameka eva prāṇaḥ santsarvāṇyaṅgāni sarvamātmānamanusaṃcarati
„Diese sind ihm die Sūdadoha“ – die Wasser sind ja der Sūda (Reiniger), die Speise der Doha (Erguss), sie bereiten den Soma. „Die Fleckigen“ – die Speise ist ja die Fleckige. „Bei der Geburt der Götter“ – das Jahr ist ja die Geburt der Götter. „Die Untertanenschaft“ – das Opfer ist ja die Untertanenschaft, denn im Opfer sind ja alle Wesen enthalten. „In den drei Lichträumen des Himmels“ – die drei Preßtrünke sind ja die Lichträume; die Preßtrünke ist damit gemeint. Mit der Anuṣṭubh, denn die Rede ist ja die Anuṣṭubh, die Rede sind alle Atemkräfte; mit der Rede und mit dem Atem verbindet er sie damit, dehnt er sie damit aus. Dieser eine, der Sūdadoha, durchläuft alle Ziegel; der Atem ist ja der Sūdadoha; deshalb durchläuft dieser eine Atem alle Glieder, das ganze Selbst.
atha svayamātṛṇāsu sāmāni gāyati | ime vai lokāḥ svayamātṛṇāstā etāḥ śarkarāstā devā upadhāyaitādṛśīrevāpaśyanyathaitāḥ śuṣkāḥ śarkarāḥ
Dann singt er die Sāman-Gesänge über den Svayamātṛṇās – diese Welten sind ja die Svayamātṛṇās; diese sind Kiesel-Ziegel; nachdem die Götter diese hingelegt hatten, sahen sie sie genau so, wie diese trockenen Kiesel-Ziegel sind.
te 'bruvan | upa tajjānīta yathaiṣu lokeṣu ramasupajīvanaṃ dadhāmeti te 'bruvaṃścetayadhvamiti citimicateti vāva tadabruvaṃstadicata yathaiṣu lokeṣu rasamupajīvanaṃ dadhāmeti
Sie sprachen: „Ergründet das, wie wir in diese Welten Saft, Lebensunterhalt, hineinlegen können!“ Sie sprachen: „Werdet aufmerksam!“ – eben damit sprachen sie: „Sucht das, wie wir in diese Welten Saft, Lebensunterhalt, hineinlegen können!“
Sie, so aufmerksam geworden, sahen diese Sāman-Gesänge; diese sangen sie; mit diesen legten sie in diese Welten Saft, Lebensunterhalt, hinein; ebenso legt hier der Opferer, wenn er diese Sāman-Gesänge singt, eben in diese Welten Saft, Lebensunterhalt, hinein.
sa vai bhūrbhuvaḥ svariti | etāsu vyāhṛtiṣu gāyati bhūriti vā ayaṃ loko bhuva ityantarikṣalokaḥ svarityasau loka eṣvevaitallokeṣu rasamupajīvanaṃ dadhāti
Er singt bei diesen Vyāhṛti-Rufen: „Bhūḥ, bhuvaḥ, svaḥ“ – 'Bhūḥ' ist ja diese Welt, 'Bhuvaḥ' die Luftwelt, 'Svaḥ' jene Welt; eben in diese Welten legt er damit Saft, Lebensunterhalt, hinein.
tāni vai nānāprastāvāni | samānanidhanāni tāni yannānāprastāvāni nānā hyapaśyannatha yatsamānanidhanānyekā hyeva yajñasya pratiṣṭhaikaṃ nidhanaṃ svarga eva lokastasmātsvarjyotirnidhanāni
Diese haben ja verschiedene Anfänge, aber ein gemeinsames Ende; dass sie verschiedene Anfänge haben: verschieden sahen sie sie ja; und dass sie ein gemeinsames Ende haben: einheitlich ist ja der Halt des Opfers, ein einziges das Ende, eben die Svarga-Welt; deshalb enden sie mit 'Svarjyotis' (Svarga-Licht).
Dann besprengt er ihn mit Goldsplittern – hier ist ja dieser ganze Agni zubereitet; in diesen legten die Götter damals diese unsterbliche Gestalt zuoberst hinein; ebenso legt hier dieser in diesen diese unsterbliche Gestalt zuoberst hinein.
Und wenn er ihn mit Goldsplittern besprengt: dies eben ist es: in diesen legt er von vorn her jene liebliche Gestalt in die Mitte hinein, den goldenen Blechstreifen und den Puruṣa; dann bestreicht er dieses alles von oben her mit der lieblichen Gestalt.
Mit je zweihundert Splittern – zweifüßig ist der Opferer, der Opferer ist Agni; so groß Agni ist, so groß sein Maß, mit eben diesem legt er in diesen diese unsterbliche Gestalt zuoberst hinein. Fünfmal – fünfschichtig ist Agni, fünf sind die Jahreszeiten, das Jahr; das Jahr ist Agni; so groß Agni ist, so groß sein Maß, mit eben diesem legt er in diesen diese unsterbliche Gestalt zuoberst hinein. Mit Tausend – alles ist ja Tausend; mit eben allem legt er in diesen diese unsterbliche Gestalt zuoberst hinein.
Zuerst im Westen stehend, nach Osten gewandt; dann im Norden nach Süden gewandt; dann im Osten nach Westen gewandt; dann, nachdem er von hinten herumgegangen ist, im Süden nach Norden stehend – das ist rechtsherum gewendet, denn dies ist ja die Richtung der Götter; dann, nachdem er wieder herumgegangen ist, im Westen nach Osten stehend – so eben wird ihm dieses Werk gleichsam von vornherein getan.
„Du bist das Maß von Tausend“ – „du bist das Gegenmaß von Tausend, du bist das Aufmaß von Tausend, du bist von Tausend, dir, dem Tausendfachen“ – alles ist ja Tausend; du bist alles, dir, dem Allem – das ist damit gemeint.
Nun ferner die Betrachtung der Schichten und Erdschüttungen: diese Welt ist die erste Schicht, die Opfertiere sind die Erdschüttung; dass er die erste Schicht mit der Erdschüttung bestreicht, bestreicht er damit diese Welt mit den Opfertieren.
Die Luftwelt ist die zweite Schicht, die Vögel sind die Erdschüttung; dass er die zweite Schicht mit der Erdschüttung bestreicht, bestreicht er damit die Luftwelt mit den Vögeln.
Der Himmel ist die dritte Schicht, die Sternbilder sind die Erdschüttung; dass er die dritte Schicht mit der Erdschüttung bestreicht, bestreicht er damit den Himmel mit den Sternbildern.
Das Opfer ist die vierte Schicht, die Dakṣiṇā-Gaben sind die Erdschüttung; dass er die vierte Schicht mit der Erdschüttung bestreicht, bestreicht er damit das Opfer mit den Dakṣiṇā-Gaben.
Der Opferer ist die fünfte Schicht, die Nachkommenschaft ist die Erdschüttung; dass er die fünfte Schicht mit der Erdschüttung bestreicht, bestreicht er damit den Opferer mit der Nachkommenschaft.
Die Svarga-Welt ist die sechste Schicht, die Götter sind die Erdschüttung; dass er die sechste Schicht mit der Erdschüttung bestreicht, bestreicht er damit die Svarga-Welt mit den Göttern.
Die Unsterblichkeit ist die siebte Schicht; diese legt er zuoberst hin; die Unsterblichkeit legt er damit als das Oberste von diesem ganzen hinein; deshalb ist die Unsterblichkeit das Oberste von diesem ganzen; deshalb sind die Götter unmittelbar benachbart; deshalb eben sind sie unsterblich. So viel zur Gottheiten-Ebene.
Nun ferner die Betrachtung auf die eigene Person bezogen: der Halt hier und dieser abwärtsgerichtete Atem sind die erste Schicht, das Fleisch ist die Erdschüttung; dass er die erste Schicht mit der Erdschüttung bestreicht, bestreicht er damit dieses Selbst mit Fleisch; nachdem er die Ziegel hingelegt hat – die Ziegel sind ja die Knochen – bestreicht er diese mit dem Fleisch; nicht von unten her bestreicht er; deshalb sind diese unteren Atemkräfte nicht mit Fleisch bestrichen, sondern von oben her bestreicht er; damit bestreicht er dieses Selbst von oben her mit Fleisch; deshalb findet an diesem Selbst das von oben her mit Fleisch Bestrichene keinen freien Raum mehr.
Was oberhalb vom Halt und unterhalb der Mitte liegt, das ist die zweite Schicht, das Fleisch ist die Erdschüttung; dass er die zweite Schicht mit der Erdschüttung bestreicht, bestreicht er damit dieses Selbst mit Fleisch; nachdem er die Ziegel hingelegt hat – die Ziegel sind ja die Knochen – bestreicht er diese mit dem Fleisch; er legt die Erdschüttung hin, bestreicht mit der Erdschüttung; damit bestreicht er dieses Selbst von beiden Seiten mit Fleisch; deshalb findet an diesem Selbst das von beiden Seiten mit Fleisch Bestrichene keinen freien Raum mehr.
madhyameva tṛtīyā citiḥ | yadūrdhvam madhyādavācīnaṃ grīvābhyastaccaturthī citirgrīvā eva pañcamī citiḥ śira eva ṣaṣṭhī citiḥ prāṇā eva saptamī citistāmuttamāmupadadhāti prāṇāṃstadasya sarvasyottamāndadhāti tasmādasya sarvasya prāṇā uttamāḥ purīṣa upadadhāti māṃsaṃ vai purīṣam māṃsena tatprāṇānpratiṣṭhāpayati nopariṣṭātpracādayati tasmādime prāṇā upariṣṭādasaṃcannāḥ
Die Mitte ist die dritte Schicht; was oberhalb der Mitte und unterhalb des Nackens liegt, das ist die vierte Schicht; der Nacken ist die fünfte Schicht; das Haupt ist die sechste Schicht; die Atemkräfte sind die siebte Schicht; diese legt er zuoberst hin; die Atemkräfte legt er damit als das Oberste von diesem ganzen hinein; deshalb sind die Atemkräfte das Oberste von diesem ganzen. Er legt die Erdschüttung hin – die Erdschüttung ist ja das Fleisch; mit dem Fleisch lässt er damit die Atemkräfte festgründen; nicht von oben her bestreicht er; deshalb sind diese Atemkräfte von oben her nicht mit Fleisch bestrichen.