Quellen der Menschheit

Śatapatha-Brāhmaṇa (Śukla-Yajurveda) · Achtes Kāṇḍa

Adhyāya 5 Die fünfte Schicht: die Rivalenlos- und Virāj-Ziegel, die Chandasyā- und Stomabhāga-Ziegel und die Aṣāḍhā-Purīṣa-Zählung der Schichten

pañcamīṃ citimupadadhāti | etadvai devāścaturthīṃ citiṃ citvā samārohanyadūrdhvamantarikṣādarvācīnaṃ divastadeva tatsaṃskṛtya samārohan

Er legt die fünfte Schicht hin – die Götter bestiegen ja, nachdem sie die vierte Schicht geschichtet hatten, das, was oberhalb der Luftwelt und diesseits des Himmels liegt; eben dieses bestiegen sie, nachdem sie es zubereitet hatten.

te 'bruvan | cetayadhvamiti citimicateti vāva tadabruvannita ūrdhvamicateti te cetayamānā divameva virājam pañcamīṃ citimapaśyaṃstebhya eṣa loko 'candayat

Sie sprachen: „Werdet aufmerksam!“ – eben damit sprachen sie: „Schichtet weiter, von hier aufwärts!“ Sie, so aufmerksam geworden, sahen eben den Himmel als die Virāj, die fünfte Schicht; ihnen leuchtete diese Welt entgegen.

te 'kāmayanta | asapatnamimaṃ lokamanupabādhaṃ kurvīmahīti te 'bruvannupa tajjānīta yathemaṃ lokamasapatnamanupabādhaṃ karavāmahā iti te 'bruvaṃścetayadhvamiti citimicateti vāva tadabruvaṃstadicata yathemaṃ lokamasapatnamanupabādhaṃ karavāmahā iti

Sie wünschten: „Wir möchten diese Welt rivalenlos, ungedrängt machen!“ Sie sprachen: „Erkennt das, wie wir diese Welt rivalenlos, ungedrängt machen können!“ Sie sprachen: „Werdet aufmerksam!“ – eben damit sprachen sie: „Sucht das, wie wir diese Welt rivalenlos, ungedrängt machen können!“

te cetayamānāḥ | etā iṣṭakā apaśyannasapatnāstā upādadhata tābhiretaṃ lokamasapatnamanupabādhamakurvata tadyadetābhirimaṃ lokamasapatnamanupabādhamakurvata tasmādetā asapatnāstathevaitadyajamāno yadetā upadadhātamevaitallokamasapatnamanupabādhaṃ kurute sarvata upadadhāti sarvata evaitadetaṃ lokamasapatnamanupabādhaṃ kurute parārdha upadadhāti sarvamevaitadetaṃ lokamasapatnamanupavādhaṃ kurute

Sie, so aufmerksam geworden, sahen diese Ziegel, die Rivalenlosen; sie legten diese hin; mit diesen machten sie diese Welt rivalenlos, ungedrängt; dass sie damit diese Welt rivalenlos, ungedrängt machten, deshalb sind diese Rivalenlos-Ziegel. Ebenso macht hier der Opferer, indem er diese hinlegt, eben diese Welt rivalenlos, ungedrängt. Überall legt er sie hin; überall eben macht er damit diese Welt rivalenlos, ungedrängt. In der oberen Hälfte legt er sie hin; damit macht er diese ganze Welt vollständig rivalenlos, ungedrängt.

atha virāja upadadhāti | eṣā vai sā virāḍyāṃ taddevā virājam pañcamīṃ citimapaśyaṃstā daśa-daśopadadhāti daśākṣarā virāḍvirāḍeṣā civiḥ sarvata upadadhāti yo vā ekasyāṃ diśi virājati na vai sa virājati yo vāva sarvāsu dikṣu virājati sa eva virājati

Dann legt er die Virāj-Ziegel hin – dies ist ja eben jene Virāj, als welche die Götter damals die fünfte Schicht sahen; er legt sie jeweils zu zehn hin – zehnsilbig ist Virāj, Virāj ist diese Schicht. Überall legt er sie hin – wer nur in einer Himmelsrichtung herrscht, der herrscht ja nicht wirklich; wer aber in allen Himmelsrichtungen herrscht, der herrscht wirklich.

yadvevaitā asapatnā upadadhāti | etadvai prajāpatimetasminnātmanaḥ pratihite sarvataḥ pāpmopāyatata sa etā iṣṭakā apaśyadasapatnāstā upādhatta tābhistam pāpmānamapāhata pāpmā vai sapatnastadyadetābhiḥ pāpmānaṃ sapatnamapāhata tasmādetā asapatnāḥ

Und ferner, dass er diese Rivalenlos-Ziegel hinlegt: als Prajāpati damals, in diesem seinem wiederhergestellten Selbst, war, drang von allen Seiten das Böse auf ihn ein; er sah diese Ziegel, die Rivalenlosen, und legte sie hin; mit diesen trieb er das Böse ab; das Böse ist ja der Rivale; dass er damit das Böse, den Rivalen, abtrieb, deshalb sind diese Rivalenlos-Ziegel.

tadvā etatkriyate | yaddevā akurvannidaṃ nvimaṃ sa pāpmā nopayatate yattvetatkaroti yaddevā akurvaṃstatkaravāṇītyatho ya eva pāpmā yaḥ sapatnastametābhirapahate tadyadetābhiḥ pāpmānaṃ sapatnamapahate tasmādetā asapatnāḥ sarvata upadadhāti sarvata evaitatpāpmānaṃ sapatnamapahate parārdha upadadhāti sarvasmādevaitadātmanaḥ pāpmānaṃ sapatnamapahate

Dies eben wird hierbei getan – was die Götter taten, damit dringt das Böse nicht ein; wer nun dies tut, denkt: 'Was die Götter taten, das will ich tun', und eben das Böse, den Rivalen, treibt er damit ab; dass er damit das Böse, den Rivalen, abtreibt, deshalb sind diese Rivalenlos-Ziegel. Überall legt er sie hin; überall eben treibt er damit das Böse, den Rivalen, ab. In der oberen Hälfte legt er sie hin; von seinem ganzen Selbst treibt er damit das Böse, den Rivalen, ab.

sa purastādupadadhāti | agne jātānpraṇudā naḥ sapatnāniti yathaiva yajustathā bandhuratha paścātsahasā jātānpraṇudā naḥ sapatnāniti yathaiva yajustathā bandhuḥ

Er legt sie im Osten hin: „Agni, treibe die geborenen Rivalen von uns fort!“ – wie eben der Yajus lautet, so ist der Bezug. Dann im Westen: „Treibe mit Kraft die geborenen Rivalen von uns fort!“ – wie eben der Yajus lautet, so ist der Bezug.

sā yā purastādagniḥ sā | yā paścādagniḥ sāgninaiva tatpurastātpāpmānamapāhatāgninā paścāttathaivaitadyajamāno 'gninaiva purastātpāpmānamapahate 'gninā paścāt

Die im Osten ist Agni; die im Westen ist ebenfalls Agni; mit Agni eben trieb er das Böse damals im Osten ab, mit Agni im Westen; ebenso treibt hier der Opferer mit Agni das Böse im Osten ab, mit Agni im Westen.

atha dakṣiṇataḥ | ṣoḍaśī stoma ojo draviṇamityekādaśākṣarā vai triṣṭuptraiṣṭubhamantarikṣaṃ catasro diśa eṣa eva vajraḥ pañcadaśastasyāsāvevādityaḥ ṣoḍaśī vajrasya bhartā sa etena pañcadaśena vajreṇaitayā triṣṭubhā dakṣiṇataḥ pāpmānamapāhata tathaivaitadyajamāna etena pañcadaśena vajreṇaitayā triṣṭubhā dakṣiṇataḥ pāpmānamapahate

Dann im Süden: „Der Ṣoḍaśin-Stoma ist Kraft, Besitz“ – elfsilbig ist ja die Triṣṭubh, der Triṣṭubh gehört die Luftwelt, die vier Himmelsrichtungen; dies eben ist der fünfzehnfache Vajra; und dessen Ergänzung ist jener Āditya, der Ṣoḍaśin, der Träger des Vajra. Mit diesem fünfzehnfachen Vajra, mit dieser Triṣṭubh trieb er damals im Süden das Böse ab; ebenso treibt hier der Opferer mit diesem fünfzehnfachen Vajra, mit dieser Triṣṭubh, im Süden das Böse ab.

athottarataḥ | catuścatvāriṃśa stomo varco draviṇamiti catuścatvāriṃśadakṣarā vai triṣṭuptraiṣṭubho vajraḥ sa etena catuścatvāriṃśena vajreṇaitayā triṣṭubhottarataḥ pāpmānamapāhata tathaivaitadyajamāna etena catuścatvāriṃśena vajreṇaitayā triṣṭubhottarataḥ pāpmānamapahate

Dann im Norden: „Der Vierundvierzigfach-Stoma ist Glanz, Besitz“ – vierundvierzigsilbig ist ja die Triṣṭubh, der Triṣṭubh gehört der Vajra. Mit diesem vierundvierzigfachen Vajra, mit dieser Triṣṭubh trieb er damals im Norden das Böse ab; ebenso treibt hier der Opferer mit diesem vierundvierzigfachen Vajra, mit dieser Triṣṭubh, im Norden das Böse ab.

atha madhye | agneḥ purīṣamasīti brahma vai caturthī citiragniru vai brahma tasyā etatpurīṣamiva yatpañcamyapso nāmeti tasyokto bandhuḥ

Dann in der Mitte: „Agnis Kot bist du“ – das Brahman ist ja die vierte Schicht, und Agni ist das Brahman; dies ist gleichsam dessen Kot, nämlich diese fünfte Schicht. „Apas-Name“ – dessen Bezug ist damit ausgesprochen.

tām prācīṃ tiraścīmupadadhāti | etaddhaitayā prajāpatiḥ pāpmano mūlamavṛścattathaivainayāyametatpāpmano mūlaṃ vṛścati dakṣiṇato dakṣiṇataudyāmo hi vajro 'ntareṇa dakṣiṇāṃ diśyāmudyāmāya ha tamavakāśaṃ karoti

Er legt diesen Ziegel quer nach Osten hin – mit diesem eben schnitt Prajāpati damals die Wurzel des Bösen ab; ebenso schneidet hier der Opferer mit diesem die Wurzel des Bösen ab. Im Süden, vom Süden her, denn der Vajra ist ja zum Erheben bestimmt; zwischen den anderen Ziegeln und dem südlichen Himmelsrichtungs-Ziegel schafft er ihm damit Raum zum Erheben.

sā yā purastātprāṇaḥ sā | yā paścādapānaḥ sā prāṇenaiva tatpurastātpāpmānamapāhatāpānena paścāttathaivaitadyajamānaḥ prāṇenaiva purastātpāpmānamapahate 'pānena paścāt

Die im Osten ist der Einatem; die im Westen ist der Ausatem; mit dem Einatem eben trieb er das Böse damals im Osten ab, mit dem Ausatem im Westen; ebenso treibt hier der Opferer mit dem Einatem das Böse im Osten ab, mit dem Ausatem im Westen.

atha ye abhitaḥ | tau bāhū sa yo 'syābhitaḥ pāpmāsīdbāhubhyāṃ tamapāhata tathaivaitadyajamāno yo 'syābhitaḥ pāpmā bhavati bāhubhyāmeva tamapahate

Und die, die an beiden Seiten sind: das sind die beiden Arme; welches Böse ihn von beiden Seiten bedrängte, das trieb er mit den Armen ab; ebenso treibt hier der Opferer, welches Böse ihn von beiden Seiten bedrängt, eben mit den Armen ab.

annam purīṣavatī | sa yo 'syopariṣṭhātpāpmāsīdannena tamapāhāta tathaivaitadyajamāno yo 'syopariṣṭātpāpmā bhavatyannenaiva tamapahate

Die kotreiche Ziegel ist Speise; welches Böse ihn von oben her bedrängte, das trieb er mit der Speise ab; ebenso treibt hier der Opferer, welches Böse ihn von oben her bedrängt, eben mit der Speise ab.

sa yaddha vā evaṃvitprāṇiti | yo 'sya purastātpāpmā bhavati taṃ tenāpahate 'tha yadapāniti tena taṃ yaḥ paścādatha yadbāhubhyāṃ karma kurute tena taṃ yo 'bhito 'tha yadannamatti tena taṃ ya upariṣṭātsarvadā ha vā evaṃvitpāpmānamapahate 'pi svapaṃstasmādevaṃ viduṣaḥ pāpaṃ na kīrtayennedasya pāpmāsānīti

Wenn nun ein solcher Wissender einatmet, treibt er damit das Böse ab, das ihn von Osten her bedrängt; und wenn er ausatmet, damit das, was von Westen her bedrängt; und wenn er mit den Armen ein Werk verrichtet, damit das, was von beiden Seiten bedrängt; und wenn er Speise isst, damit das, was von oben her bedrängt; ein solcher Wissender treibt so das Böse immerfort ab, auch im Schlaf; deshalb sollte man einem, der dies so weiß, kein Übel nachsagen, damit einen nicht dessen Böses treffe.

atha candasyā upadadhāti | etadvai prajāpatiḥ pāpmano mṛtyormuktvānnamaicattasmādu haitadupatāpī vasīyānbhūtvānnamicati tasminnāśaṃsante 'nnamicati jīviṣyatīti tasmai devā etadannam prāyacannetāścandasyāḥ paśavo vai candāṃsyannam paśavastānyasmā acadayaṃstāni yadasmā acadayaṃstasmāccandāṃsi

Dann legt er die Chandasyā-Ziegel hin – dies eben ist es: nachdem Prajāpati sich damals vom Bösen, vom Tod befreit hatte, verlangte er nach Speise; deshalb verlangt auch, wer krank war, sobald er kräftiger wird, nach Speise; dabei hoffen sie: „Er verlangt nach Speise, er wird leben“; dieses Speise gaben ihm da die Götter: das sind diese Chandasyā-Ziegel; die Opfertiere sind ja die Versmaße (chandāṃsi), Speise sind die Opfertiere; mit diesen erquickten sie ihn (acadayan); dass sie ihn damit erquickten, deshalb Chandāṃsi.

tā daśa-daśopadadhāti | daśākṣarā virāḍvirāḍu kṛtsnamannaṃ sarvamevāsminnetatkṛtsnamannaṃ dadhāti sarvata upadadhāti sarvata evāsminnetatkṛtsnamannaṃ dadhāti

Er legt sie jeweils zu zehn hin – zehnsilbig ist Virāj, Virāj ist die vollständige Speise; die ganze, vollständige Speise legt er ihm damit hinein. Überall legt er sie hin; überall eben legt er ihm damit diese vollständige Speise hinein.

evaścanda iti | ayaṃ vai loka evaścando varivaścanda ityantarikṣaṃ vai varivaścandaḥ śambhūścanda iti dyaurvai śambhūścandaḥ paribhūścanda iti diśo vai paribhūścanda ācaccanda ityannaṃ vā ācaccando manaścanda iti p rajāpatirvai manaścando vyacaścanda ityasau vā ādityo vyacaścandaḥ

„Ebenso-Versmaß“ – das ist eben diese Welt. „Weiträumig-Versmaß“ – das ist die Luftwelt. „Wohltuend-Versmaß“ – das ist der Himmel. „Umfassend-Versmaß“ – das sind die Himmelsrichtungen. „Herankommend-Versmaß“ – das ist die Speise. „Geist-Versmaß“ – das ist Prajāpati. „Ausgedehnt-Versmaß“ – das ist jener Āditya.

sindhuścanda iti | prāṇo vai sindhuścandaḥ samudraścanda iti mano vai samudraścandaḥ sariraṃ canda iti vāgvai sariraṃ candaḥ kakupcanda iti prāṇo vai kakupcandastrikakupcanda ityudāno vai trikakupcandaḥ kāvyaṃ canda iti trayī vai vidyā kāvyaṃ cando 'ṅkupaṃ canda ityāpo vā aṅkupaṃ cando 'kṣarapaṅktiścanda ityasau vai loko 'kṣarapaṅktiścandaḥ padapaṅktiścanda ityayaṃ vai lokaḥ padapaṅktiścando viṣṭārapaṅktiścanda iti diśo vai viṣṭārapaṅktiścandaḥ kṣuro bhrajaścanda ityasau vā ādityaḥ kṣuro bhrajaścanda ācaccandaḥ pracaccanda ityannaṃ vā ācaccando 'nnam pracaccandaḥ

„Strom-Versmaß“ – das ist der Einatem. „Meer-Versmaß“ – das ist der Geist. „Fluss-Versmaß“ – das ist die Rede. „Gipfel-Versmaß“ – das ist der Einatem. „Dreigipflig-Versmaß“ – das ist der Ausscheideatem. „Dichtungs-Versmaß“ – das ist das dreifache Wissen. „Haken-Versmaß“ – das sind die Wasser. „Silbenreihen-Versmaß“ – das ist jene Welt. „Wortreihen-Versmaß“ – das ist diese Welt. „Ausbreitungsreihen-Versmaß“ – das sind die Himmelsrichtungen. „Scharf-Glänzend-Versmaß“ – das ist jener Āditya, das Scharf-Glänzende. „Herankommend-Versmaß, Voranschreitend-Versmaß“ – Speise ist das Herankommende, Speise das Voranschreitende.

saṃyaccanda iti | rātrirvai saṃyaccando viyaccanda ityaharvai viyaccando bṛhaccanda ityasau vai loko bṛhaccando rathantaraṃ canda ityayaṃ vai loko rathantaraṃ cando nikāyaścanda iti vāyurvai nikāyaścando vivadhaścanda ityantarikṣaṃ vai vivadhaścando giraścanda ityannaṃ vai giraścando bhrajaścanda ityagnirvai bhrajaścandaḥ saṃstupcando 'nuṣṭupcanda iti vāgeva saṃstupcando vāganuṣṭupcanda evas=cando varivaścanda iti tasyokto bandhuḥ

„Zusammenziehend-Versmaß“ – das ist die Nacht. „Auseinandergehend-Versmaß“ – das ist der Tag. „Groß-Versmaß“ – das ist jene Welt. „Rathantara-Versmaß“ – das ist diese Welt. „Wohnstätten-Versmaß“ – das ist Vāyu. „Lasttrage-Versmaß“ – das ist die Luftwelt. „Lobpreis-Versmaß“ – das ist die Speise. „Glänzend-Versmaß“ – das ist Agni. „Saṃstup-Versmaß, Anuṣṭubh-Versmaß“ – eben die Rede ist das Saṃstup-Versmaß, die Rede das Anuṣṭubh-Versmaß. „Ebenso-Versmaß, Weiträumig-Versmaß“ – deren Bezug wurde bereits genannt.

vayaścanda iti | annaṃ vai vayaścando vayaskṛccanda ityagnirvai vayaskṛccando viṣpardhāścanda ityasau vai loko viṣpardhāścando viśālaṃ canda ityayaṃ vai loko viśālaṃ candaścadiścanda ityantarikṣaṃ vai cadiścando dūrohaṇaṃ canda ityasau vā ādityo dūrohaṇaṃ candastandraṃ canda iti paṅktirvai tandraṃ cando 'ṅkāṅkaṃ canda ityāpo vā aṅkāṅkaṃ candaḥ

„Kraft-Versmaß“ – das ist die Speise. „Kraftschaffend-Versmaß“ – das ist Agni. „Wettstreitend-Versmaß“ – das ist jene Welt. „Weit-Versmaß“ – das ist diese Welt. „Cadi-Versmaß“ – das ist die Luftwelt. „Schwerersteigbar-Versmaß“ – das ist jener Āditya. „Träge-Versmaß“ – das ist die Paṅkti. „Haken-an-Haken-Versmaß“ – das sind die Wasser.

tadyāḥ purastādupadadhāti | prāṇastāsām prathamā vyāno dvitīyodānastṛtīyodānaścaturthī vyānaḥ pañcamī prāṇaḥ ṣaṣṭhī prāṇaḥ saptamī vyāno 'ṣṭamyudāno navamī yajamāna evātra daśamī sa eṣa yajamāna etasyāṃ virājyadhyūḍhaḥ pratiṣṭhitaḥ prāṇamayyāmarvācīśca parācīścopadadhāti tasmādime prāṇā arvāñcaśca parāñcaśca

Die, die er im Osten hinlegt: der Einatem ist die erste von ihnen, der Zwischenatem die zweite, der Ausscheideatem die dritte, der Ausscheideatem die vierte, der Zwischenatem die fünfte, der Einatem die sechste, der Einatem die siebte, der Zwischenatem die achte, der Ausscheideatem die neunte, der Opferer selbst ist hierbei die zehnte; dieser Opferer eben ist es, der, auf diese Virāj gestiegen, in ihr, der aus Atemkräften bestehenden, feststeht, und er legt die nach vorn und nach hinten gerichteten hin; deshalb sind diese Atemkräfte nach vorn und nach hinten gerichtet.

atha yā dakṣiṇato | 'gnistāsām prathamā vāyurdvitīyādityastṛtīyādityaścaturthī vāyuḥ pañcamyagniḥ ṣaṣṭhyagniḥ saptamī vāyuraṣṭamyādityo navamī yajamāna evātra daśamī sa eṣa yajamāna etasyāṃ virājyadhūḍhaḥ pratiṣṭhito devatāmayyāmarvācīśca parācīścopadadhāti tasmādete devā arvāñcaśca parāñcaśca

Die aber, die er im Süden hinlegt: Agni ist die erste von ihnen, Vāyu die zweite, Āditya die dritte, Āditya die vierte, Vāyu die fünfte, Agni die sechste, Agni die siebte, Vāyu die achte, Āditya die neunte, der Opferer selbst hierbei die zehnte; dieser Opferer eben ist es, der, auf diese Virāj gestiegen, in ihr, der aus Gottheiten bestehenden, feststeht, und er legt die nach vorn und nach hinten gerichteten hin; deshalb sind diese Götter nach vorn und nach hinten gerichtet.

atha yāḥ paścāt | ayaṃ lokastāsām prathamāntarikṣaṃ dvitīyā dyaustṛtīyā dyauścaturthyantarikṣam pañcamyayaṃ lokaḥ ṣaṣṭhyayaṃ lokaḥ saptamyantarikṣamaṣṭamī dyaurnavamī yajamāna evātra daśamī sa eṣa yajamāna etasyāṃ virājyadhyūḍhaḥ pratiṣṭhito lokamayyāmarvācīśca parācīścopadadhāti tasmādime lokā arvāñcaśca parāñcaśca

Die aber, die er im Westen hinlegt: diese Welt ist die erste von ihnen, die Luftwelt die zweite, der Himmel die dritte, der Himmel die vierte, die Luftwelt die fünfte, diese Welt die sechste, diese Welt die siebte, die Luftwelt die achte, der Himmel die neunte, der Opferer selbst hierbei die zehnte; dieser Opferer eben ist es, der, auf diese Virāj gestiegen, in ihr, der aus Welten bestehenden, feststeht, und er legt die nach vorn und nach hinten gerichteten hin; deshalb sind diese Welten nach vorn und nach hinten gerichtet.

atha yā uttarataḥ | grīṣmastāsām prathamā varṣā dvitīyā hemantastṛtīyā hemantaścaturthī varṣāḥ pañcamī grīṣmaḥ ṣaṣṭhī grīṣmaḥ saptamī varṣā aṣṭamī hemanto navamī yajamāna evātra daśamī sa eṣa yajamāna etasyāṃ virājyadhyūḍhaḥ pratiṣṭhita ṛtumayyāmarvācīśca parācīścopadadhāti tasmādeta ṛtavo 'rvāñcaśca parāñcaśca

Die aber, die er im Norden hinlegt: der Sommer ist die erste von ihnen, die Regenzeit die zweite, der Winter die dritte, der Winter die vierte, die Regenzeit die fünfte, der Sommer die sechste, der Sommer die siebte, die Regenzeit die achte, der Winter die neunte, der Opferer selbst hierbei die zehnte; dieser Opferer eben ist es, der, auf diese Virāj gestiegen, in ihr, der aus Jahreszeiten bestehenden, feststeht, und er legt die nach vorn und nach hinten gerichteten hin; deshalb sind diese Jahreszeiten nach vorn und nach hinten gerichtet.

atha punareva | yāḥ purastādupadadhāti prāṇāste tā daśa bhavanti daśa vai prāṇāḥ pūrvārdha upadadhāti purastāddhīme prāṇāḥ

Und ferner: die, die er im Osten hinlegt, das sind die Atemkräfte; diese sind zu zehnt, denn zehnfach sind ja die Atemkräfte; in der vorderen Hälfte legt er sie hin, denn vorn eben sind diese Atemkräfte.

atha yā dakṣiṇataḥ | etāstā devatā agniśca pṛthivī ca vāyuścāntarikṣaṃ cādityaśca dyauśca candramāśca nakṣatrāṇi cānnaṃ cāpaśca

Die aber, die im Süden sind, das sind die Gottheiten: Agni und die Erde, Vāyu und die Luftwelt, Āditya und der Himmel, der Mond und die Sternbilder, die Speise und die Wasser.

atha yāḥ paścāt | diśastāścatasro diśaścatasro 'vāntaradiśa ūrdhvā ceyaṃ ca

Die aber, die im Westen sind, das sind die Himmelsrichtungen: die vier Himmelsrichtungen, die vier Zwischenrichtungen, die obere und diese untere.

atha yā uttarataḥ | māsāste vāsantikau dvau graiṣmau dvau vārṣikau dvau śāradau dvau haimantikau dvau

Die aber, die im Norden sind, das sind die Monate: zwei Frühlingsmonate, zwei Sommermonate, zwei Regenzeitmonate, zwei Herbstmonate, zwei Wintermonate.

atha punareva | yā prathamā daśadayaṃ sa loko yā dvitīyāntarikṣaṃ tadyā tṛtīyā dyauḥ semameva lokam prathamayā daśatārohannantarikṣaṃ dvitīyayā divaṃ tṛtīyayā tathaivaitadyajamāna imameva lokam prathamayā daśatā rohatyantarikṣaṃ dvitīyayā divaṃ tṛtīyayā

Und ferner: die erste Zehnerreihe – das ist diese Welt; die zweite – das ist die Luftwelt; die dritte – das ist der Himmel; mit eben dieser bestiegen sie damals mit der ersten Zehnerreihe diese Welt, mit der zweiten die Luftwelt, mit der dritten den Himmel; ebenso besteigt hier der Opferer mit der ersten Zehnerreihe eben diese Welt, mit der zweiten die Luftwelt, mit der dritten den Himmel.

sa sa parāṅiva rohaḥ | iyamu vai pratiṣṭhā te devā imām pratiṣṭhāmabhipratyāyaṃstathaivaitadyajamāna imām pratiṣṭhāmabhipratyaityatha yottamā daśadayaṃ sa lokastasmādyathaiva prathamāyai daśataḥ prabhṛtirevamuttamāyai samānaṃ hyetadyadete daśatāvayameva lokaḥ

[Anm.: Bezug von 'parāṅiva rohaḥ' im Quelltext unklar] Dies ist ja der Halt; diesen Halt erreichten die Götter damals; ebenso erreicht hier der Opferer diesen Halt. Und die oberste Zehnerreihe – das ist diese Welt; denn ebenso, wie für die erste die Zehnerreihe der Ausgangspunkt ist, so ist es auch für die oberste; dasselbe ist es ja, da diese Zehnerreihen eben diese Welt sind.

tā vā etāḥ | catvāriṃśadiṣṭakāścatvāriṃśadyajūṃṣi tadaśītirannamaśītistadyadyadetadāha tadasmā annamaśītiṃ kṛtvā prayacati tenainam prīṇāti

Dies sind nun also: vierzig Ziegel, vierzig Yajus-Sprüche; das macht achtzig; achtzig ist die Speise; was auch immer er dabei spricht, das gibt er ihm damit als Speise, nachdem er sie zu achtzig gemacht hat; damit erquickt er ihn.

atha stomabhāgā upadadhāti | etadvai prajāpateretadannamindro 'bhyadhyāyatso 'smādudacikramiṣattamabravītkathotkrāmasi kathā mā jahāsīti sa vai me 'syānnasya rasam prayaceti tena vai mā saha prapadyasveti tatheti tasmā etasyānnasya rasam prāyacattenainaṃ saha prāpadyata

Dann legt er die Stomabhāga-Ziegel (Stoma-Anteil-Ziegel) hin – dies war Prajāpatis Speise; nach dieser trachtete Indra; er wollte sich von ihm entfernen; da sprach er (Prajāpati) zu ihm: „Wie entfernst du dich, wie verlässt du mich?“ – „Gib mir den Saft dieser deiner Speise, dann werde ich mit dir zusammenbleiben“ – „So sei es“; da gab er ihm den Saft dieser Speise, damit blieb er mit ihm zusammen.

sa yaḥ sa prajāpatiḥ | ayameva sa yo 'yamagniścīyate 'tha yattadannametāstāścandasyā atha yaḥ so 'nnasya rasa etāstā stomabhāgā atha yaḥ sa indro 'sau sa ādityaḥ sa eṣa eva stomo yaddhi kiṃ ca stuvata etameva tena stuvanti tasmā etasmai stomāyaitam bhāgam prāyacattadyadetasmai stomāyaitam bhāgam prāyacattasmātstomabhāgāḥ

Jener Prajāpati damals, das ist eben dieser Agni, der hier geschichtet wird; die Speise damals, das sind diese Chandasyā-Ziegel; der Saft der Speise damals, das sind diese Stomabhāga-Ziegel; jener Indra damals, das ist jener Āditya; dieser eben ist der Stoma, denn was auch immer sie preisen, eben ihn preisen sie damit; ihm gaben sie diesen Anteil für diesen Stoma; dass sie ihm diesen Anteil für diesen Stoma gaben, deshalb Stomabhāgāḥ (Stoma-Anteile).

raśminā satyāya satyaṃ jinveti | eṣa vai raśmirannaṃ raśmiretaṃ ca tadrasaṃ ca saṃdhāyātmanprapādayate pretinā dharmaṇā dharmaṃ jinvetyeṣa vai pretirannam pretiretaṃ ca tadrasaṃ ca saṃdhāyātmanprapādayate 'nvityā divā divaṃ jinvetyeṣa vā anvitirannamanvitiretaṃ ca tadrasaṃ ca saṃdhāyātmanprapādayate tadyadyadetadāha tacca tadrasaṃ ca saṃdhāyātmanprapādayate 'munādo jinvādo 'syamuṣmai tvādhipatinorjorjaṃ jinveti tredhāvihitāstredhāvihitaṃ hyannam

[Anm.: die genaue Bedeutung der Bezeichnungen 'raśmin', 'pretin' und 'anvitin' in diesen Sprüchen ist unsicher] „Mit dem Strahl stärke ich für den Wahrhaftigen das Wahre“ – der Strahl ist ja die Speise; er vereinigt damit diesen Strahl und dessen Saft und lässt sie in sich selbst eingehen. „Mit dem Pretin stärke ich durch die Ordnung die Ordnung“ – der Pretin ist ja die Speise; er vereinigt damit diesen Pretin und dessen Saft und lässt sie in sich selbst eingehen. „Mit dem Anvitin stärke ich durch den Tag den Tag“ – der Anvitin ist ja die Speise; er vereinigt damit diesen Anvitin und dessen Saft und lässt sie in sich selbst eingehen. Was er auch jeweils damit spricht, das und dessen Saft vereinigt er damit und lässt es in sich selbst eingehen. „Für jenen Essenden, für den Stärkenden, für diesen, ihm als Oberherrn, stärke die Kraft mit Kraft“ – dreifach angeordnet sind sie, denn dreifach angeordnet ist ja die Speise.

yadveva stomabhāgā upadadhāti | etadvai devā virājaṃ citiṃ citvā samārohaṃste 'bruvaṃścetayadhvamiti citimicateti vāva tadabruvaṃste cetayamānā nākameva svargaṃ lokamapaśyaṃstamupādadhata sa yaḥ sa nākaḥ svargo loka etāstā stomabhāgāstadyadetā upadadhāti nākamevaitatsvargaṃ lokamupadhatte

Und wenn er nun die Stomabhāga-Ziegel hinlegt: dies eben ist es: nachdem die Götter die Virāj-Schicht geschichtet hatten, bestiegen sie diese; sie sprachen: „Werdet aufmerksam!“ – eben damit sprachen sie: „Sucht das!“ Sie, so aufmerksam geworden, sahen die schmerzlose Himmelswelt, die Svarga-Welt; diese legten sie hin. Jene schmerzlose Himmelswelt, die Svarga-Welt, das sind diese Stomabhāga-Ziegel; dass er diese hinlegt, legt er damit eben diese schmerzlose Himmelswelt, die Svarga-Welt, hin.

tadyāstisraḥ prathamāḥ | ayaṃ sa loko yā dvitīyā antarikṣaṃ tadyāstṛtīyā dyauḥ sā yāścaturthyaḥ prācī sā digyāḥ pañcamyo dakṣiṇā sā yāḥ ṣaṣṭhyaḥ pratīcī sā yāḥ saptamya udīcī sā

Die drei ersten von ihnen – das ist diese Welt; die zweite – das ist die Luftwelt; die dritte – das ist der Himmel; die vierten – das ist die östliche Himmelsrichtung; die fünften – das ist die südliche; die sechsten – das ist die westliche; die siebten – das ist die nördliche.

tā vā etāḥ | ekaviṃśatiriṣṭakā ime ca lokā diśaśceme ca vai lokā diśaśca pratiṣṭheme ca lokā diśaścaikaviṃśastasmādāhuḥ pratiṣṭhaikaviṃśa iti

Dies sind nun also: einundzwanzig Ziegel – diese Welten und die Himmelsrichtungen; und diese Welten und die Himmelsrichtungen sind ja der Halt, und diese Welten und die Himmelsrichtungen sind einundzwanzig an Zahl; deshalb sagt man: „Der Halt ist einundzwanzigfach.“

atha yā aṣṭāviṣṭakā atiyanti | sāṣṭākṣarā gāyatrī brahma gāyatrī tadyattadbrahmaitattadyadetanmaṇḍalaṃ tapati tadetasminnekaviṃśe pratiṣṭhāyām pratiṣṭhitaṃ tapati tasmānnāvapadyate

Und die achte Ziegel, die darüber hinausgeht – achtsilbig ist die Gāyatrī, Gāyatrī ist das Brahman; das Brahman damals, das ist diese Sonnenscheibe, die dort brennt; diese, in diesem einundzwanzigfachen Halt fest gegründet, brennt; deshalb fällt sie nicht herab.

taddhaike | veṣaśrīḥ kṣatrāya kṣatraṃ jinveti triṃśattamīmupadadhati triṃśadakṣarā virāḍvirāḍeṣā citiriti na tathā kuryādati te recayantyekaviṃśasampadamatho gāyatrīsampadamatho indraloko haiṣa yaiṣānyūnā virāḍindrāya ha ta indraloke dviṣantam bhrātṛvyam pratyudyāminaṃ kurvantīndramindralokānnudante yajamāno vai sve yajña indro yajamānāya ha te yajamānaloke dviṣantam bhrātṛvyam pratyudyāminaṃ kurvanti yajamānaṃ yajamānalokānnudante yaṃ vā etamagnimāharantyeṣa eva yajamāna āyatanenaiṣa u evātra triṃśattamī

Manche legen dabei noch eine dreißigste hin, mit dem Spruch: „Du Kraft-Glanz, stärke für die Herrschermacht die Herrschermacht“ – dreißigsilbig ist Virāj, Virāj ist diese Schicht. So sollte man es nicht tun; damit überschreiten sie die Einundzwanzig-Vollzähligkeit und auch die Gāyatrī-Vollzähligkeit; dies ist ja Indras Welt, diese, die diesem Mangelnden fehlt, diese Virāj; dem Opferer machen sie damit in Indras Welt einen feindlich gesinnten Rivalen, einen Widersacher; sie stoßen Indra aus Indras Welt. Der Opferer ist ja Indra in seinem eigenen Opfer; dem Opferer machen sie damit in des Opferers Welt einen feindlich gesinnten Rivalen, einen Widersacher; sie stoßen den Opferer aus des Opferers Welt. Der Agni aber, den man da zusammenträgt, das ist eben der Opferer selbst, mit seinem Standort; eben dies ist hierbei die dreißigste.

tā aṣāḍhāyai velayopadadhāti | vāgvā aṣāḍhā rasa eṣa vāci tadrasaṃ dadhāti tasmātsarveṣāmaṅgānāṃ vācaivānnasya rasaṃ vijānāti

Er legt diese für die Aṣāḍhā (die Unbezwingliche) mit der Velā hin [Anm.: genaue Bedeutung von 'velā' im Quelltext unsicher] – die Rede ist ja die Aṣāḍhā; dies ist der Saft in der Rede; diesen Saft legt er hinein; deshalb erkennt man von allen Gliedern eben durch die Rede den Saft der Speise.

yadvevāṣāḍhāyai | iyaṃ vā aṣāḍhāsāvāditya stomabhāgā amuṃ tadādityamasyām pratiṣṭhāyām pratiṣṭhāpayati

Und wenn er sie für die Aṣāḍhā hinlegt: diese Welt ist ja die Aṣāḍhā, jener Āditya sind die Stomabhāga-Ziegel; jenen Āditya lässt er damit auf diesem Halt festgründen.

yadvevāṣāḍhāyai | iyaṃ vā aṣāḍhā hṛdayaṃ stomabhāgā asyāṃ taddhṛdayam mano dadhāti tasmādasyāṃ hṛdayena manasā cetayate sarvata upadadhāti sarvatastaddhṛdayam mano dadhāti tasmādasyāṃ sarvato hṛdayena manasā cetayate 'tho puṇyā haitā lakṣmyastā etatsarvato dhatte tasmādyasya sarvato lakṣma bhavati tam puṇyalakṣmīka ityācakṣate

Und wenn er sie für die Aṣāḍhā hinlegt: diese Welt ist ja die Aṣāḍhā, das Herz sind die Stomabhāga-Ziegel; in diese legt er damit das Herz, den Geist; deshalb ist man in dieser Welt mit Herz und Geist aufmerksam. Überall legt er sie hin; überall legt er damit das Herz, den Geist hinein; deshalb ist man überall in dieser Welt mit Herz und Geist aufmerksam. Und diese sind ja glückverheißende Fülle-Zeichen; diese legt er damit überall hinein; deshalb nennt man den, der überall ein Muttermal hat, einen mit glückverheißender Fülle Versehenen.

athaināḥ purīṣeṇa pracādayati | annaṃ vai purīṣaṃ rasa eṣa tametattiraḥ karoti tasmāttira ivānnasya rasaḥ

Dann bestreicht er diese mit dem Purīṣa (der Erdschüttung) [Anm.: genaue Bedeutung von 'pracādayati' hier unsicher, ebenso wie an früherer Stelle] – die Erdschüttung ist ja die Speise; dies ist deren Saft; damit verdeckt er sie; deshalb ist der Saft der Speise gleichsam verdeckt.

yadveva purīṣeṇa | annaṃ vai purīṣaṃ rasa eṣo 'nnaṃ ca tadrasaṃ ca saṃtanoti saṃdadhāti

Und wenn er sie mit dem Purīṣa bestreicht: die Erdschüttung ist ja die Speise, dies ist deren Saft; die Speise und diesen Saft dehnt er damit aus, verbindet er damit.

yadveva purīṣeṇa | hṛdayaṃ vai stomabhāgāḥ purītatpurīṣaṃ hṛdayaṃ tatpurītatā pracādayati

Und wenn er sie mit dem Purīṣa bestreicht: das Herz sind ja die Stomabhāga-Ziegel; 'Purītat' [Anm.: die Herzhülle, wortspielerisch mit 'purīṣa' verbunden] ist die Erdschüttung, das Herz; mit diesem Purītat bestreicht er es.

yadveva purīṣeṇa | saṃvatsara eṣo 'gnistametaccitipurīṣairvyāvartayati tadyāścatasraḥ prathamāścitayaste catvāra ṛtavo 'tha stomabhāgā upadhāya purīṣaṃ nivapati sā pañcamī citiḥ sa pañcama ṛtuḥ

Und wenn er sie mit dem Purīṣa bestreicht: dieser Agni ist ja das Jahr; diesen wendet er damit mit den Schicht-Erdschüttungen ringsum; die vier ersten Schichten, das sind die vier Jahreszeiten; dann, nachdem er die Stomabhāga-Ziegel hingelegt hat, streut er die Erdschüttung aus; das ist die fünfte Schicht, das ist die fünfte Jahreszeit.

tadāhuḥ | yallokampṛṇāntā anyāścitayo bhavanti nātra lokampṛṇāmupadadhāti kātra lokampṛṇetyasau vā ādityo lokampṛṇaiṣa u eṣā citiḥ saiṣā svayaṃ lokampṛṇā citiratha yadata ūrdhvamā purīṣātsā ṣaṣṭhī citiḥ sa ṣaṣṭha ṛtuḥ

Dazu sagt man: „Da die anderen Schichten mit dem Lokampṛṇa-Ziegel enden, hier aber legt man keinen Lokampṛṇa-Ziegel hin – welcher Lokampṛṇa ist hier?“ – jener Āditya ist ja der Lokampṛṇa, und dies ist eben diese Schicht; diese ist von selbst die Lokampṛṇa-Schicht. Und was von hier an aufwärts bis zur Erdschüttung reicht, das ist die sechste Schicht, das ist die sechste Jahreszeit.

atha purīṣaṃ nivapati | tatra vikarṇīṃ copadadhāti hiraṇyaśakalaiḥ prokṣatyagnimabhyādadhāti sā saptamī citiḥ sa saptama ṛtuḥ

Dann streut er die Erdschüttung aus; dabei legt er auch die Vikarṇī hin [Anm.: genaue Bedeutung von 'vikarṇī' unsicher], besprengt mit Goldsplittern, und errichtet den Agni darüber; das ist die siebte Schicht, das ist die siebte Jahreszeit.

tā u vai ṣaḍeva | yaddhi vikarṇī ca svayamātṛṇā ca ṣaṣṭhyā eva tacciteḥ

Es sind aber auch nur sechs – denn die Vikarṇī und die Svayamātṛṇā gehören ja eben zur sechsten Schicht.

tā u vai pañcaiva | yajuṣānyāsu purīṣaṃ nivapati tūṣṇīmatra tenaiṣā na citiratho lokampṛṇāntā anyāścitayo bhavanti nātra lokanpṛṇāmupadhāti teno evaiṣā na citiḥ

Es sind aber auch nur fünf – bei den anderen streut er die Erdschüttung mit einem Yajus-Spruch aus, hier aber schweigend; deshalb ist dies keine eigene Schicht. Und da die anderen Schichten mit dem Lokampṛṇa-Ziegel enden, hier aber legt man keinen Lokampṛṇa-Ziegel hin, deshalb eben ist dies keine eigene Schicht.

tā u vai tisra eva | ayameva lokaḥ prathamā citirdyauruttamātha yā etāstisrastadantarikṣaṃ tadvā idamekamivaivāntarikṣaṃ tā evaṃ tisra evam pañcaivaṃ ṣaḍevaṃ sapta

Es sind aber auch nur drei – eben diese Welt ist die erste Schicht, der Himmel die oberste; und diese drei mittleren, das ist die Luftwelt, denn dies alles ist gleichsam eine einzige Luftwelt. So sind es drei, so fünf, so sechs, so sieben.

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