Adhyāya 10
Der vierte Tag: Atijagatī, Viṣṭambha, Vairāja, Traiśoka und Aiḍa
Zeilen zur Atijagatī-Strophe des vierten Tages, zum Vairāja-Sāman mit Viṣṭambhas (zehn- und dreißigfach), zum Ritus des Feuerquirlens am rechten Oberschenkel des Udgātṛ (Zeugungssymbolik, Geburt eines Sohnes) und zu Traiśoka (Brahmasāman) und Bhāradvājasya Pṛśni (Acchāvāka). Z. 15 enthält gedehnte Rufe (praharāmā3 usw.), als Fragen gelesen; Z. 6 (Sonne, Vairājasya nidhana) ist dunkel.
„Trink Soma, o Indra, er soll dich berauschen, den [der Stein] ausgepresst hat, o Falbenlenker, der Stein, mit den Armen des Pressers, gut gelenkt, nicht ...“ – matt gleichsam ist der vierte Tag, dafür eben [gilt] seine Anstrengung [Anm.: Strophenzitat abgebrochen; ‚ayata‘ als ‚angespannt‘ gedeutet; Sinn unsicher] [?].
Gleichsam ein Absinken ist es, dass er zu einem kleineren Versmaß hinabgeht, nachdem das Versmaß Jagatī das siegreichere ist; dass diese Atijagatī am vierten Tag gemacht wird, [geschieht], damit kein Absinken sei [Anm.: Zeile dunkel] [?].
chandobhir vai devā ādityaṃ svargaṃ lokam aharan sa nādhriyata taṃ vairājasya nidhanenādṛṃhaṃs tasmāt parāṅ cārvāṅ cādityas tapati parāṅ cārvāṅ cekāraḥ
Mit den Versmaßen holten die Götter die Sonne in die Himmelswelt; sie hielt nicht stand; sie befestigten sie durch das Nidhana des Vairāja; daher scheint die Sonne abgewandt und zugewandt, [daher] auch das „īkāra“ abgewandt und zugewandt [Anm.: parāṅ cārvāṅ ca; Bezug von īkāra unsicher] [?].
prastāvaṃ prastutya viṣṭambhān viṣṭabhnoti mukhata eva tad annādyaṃ dhatte mukhaṃ hi sāmnaḥ prastāvaḥ
Nachdem er den Prastāva angestimmt hat, setzt er Viṣṭambhas [Stützen]; am Mund eben legt er damit die Nahrung nieder, denn der Mund des Sāman ist der Prastāva.
Für ihn, den Geborenen, berieten sie: „Sollen wir ihn in den Gārhapatya werfen? Auf den Āgnīdhra? Auf den Āhavanīya?“ [Anm.: gedehnte Rufe praharāmā3, āgnīdhrā3, āhavanīyā3 als Fragen].
āhavanīye praharanty etad āyatano vai yajamāno yadā havanīye svam eva tad āyatanaṃ jyotiṣmat karoti
In den Āhavanīya werfen sie [ihn]; das ist die Wohnstatt; der Opferherr gehört [dorthin], wenn er am Havanīya [ist]; so macht er seine eigene Wohnstatt lichtvoll.