Adhyāya 11
Der vierte Tag: Aurṇāyava, Bṛhatka, Ātīṣādīya, Nānada, Āndhīgava und Vātsapra
Umfangreiche Schlussreihe des vierten Tages: Parivatī-Strophen, Bārhata-Strophen, Somastrophen mit Bezug zur Rede, das Ṣoḍaśin, danach eine Folge benannter Sāman (Aurṇāyava mit Legende von Kalyāṇa und Ūrṇāyu, Bṛhatka, Ātīṣādīya, Nānada, Āndhīgava, Vātsapra mit Vatsaprī-Legende). Z. 22 (kayor) ist dunkel, Z. 14 und 19 unsicher gedeutet.
„Der Dichter [läutert sich] überaus lieb vom Himmel“ – es sind Parivatī-Strophen; das Ende fürwahr ist der vierte Tag, für diesen [gilt] dies zur Vollendung.
„Soma, der Läuternde, strömt mit der Woge, [ein Rauschen ...]; vor der Rede, der sich Läuternde, laut rauschend“ [Anm.: Strophenzitat; ‚vyaṃvāram‘ unsicher] [?].
aṅgiraso vai sattram āsata teṣām āptaḥ spṛtaḥ svargo loka āsīt panthānaṃ tu devayānaṃ na prājānaṃs teṣāṃ kalyāṇa āṅgiraso dhyāyam udavrajat sa ūrṇāyuṃ gandharvam apsarasāṃ madhye preṅkhayamāṇam upait sa iyām iti yāṃ yām abhyadiśat sainam akāmayata tam abhyavadat kālyāṇā3 ity āso vai vaḥ spṛtaḥ svargo lokaḥ panthānaṃ tu devayānaṃ na prajānīthedaṃ sāma svargyaṃ lokam eṣy atha mā tu vocoham adarśam iti
Die Aṅgirasen saßen im Sattra; für sie war die Himmelswelt erreicht [und] nahe; den Götterweg aber kannten sie nicht; da ging Kalyāṇa Āṅgirasa in Gedanken [hinaus]; er traf auf den Gandharva Ūrṇāyu, der inmitten der Apsarasen schaukelte; er sprach: „Dies ist sie“ – welche er auch ansah, sie begehrte ihn; ihn sprach er an: „Kalyāṇa!“ [Anm.: Zeile dunkel]: „Die Himmelswelt ist euch erreicht [und] nahe, den Götterweg aber kennt ihr nicht; dieses Sāman führt zur Himmelswelt; sagt aber nicht ‚ich habe [ihn] gesehen‘“ [Anm.: schwierige Stelle, Übersetzung unsicher] [?].
sa ait kalyāṇaḥ so 'bravīd āpto vai naḥ spṛtaḥ svargo lokaḥ panthānaṃ tu devayānaṃ prajānīma idaṃ sāma svargyaṃ tena stutvā svargaṃ lokam eṣyāma iti kas te 'vocad ity aham evādarśam iti tena stutvā svargaṃ lokam āyann ahīyata kalyāṇo 'nṛtaṃ hi so 'vadat sa eṣaḥ śvitraḥ
Kalyāṇa kam zurück; er sprach: „Die Himmelswelt ist uns erreicht [und] nahe, den Götterweg kennen wir; dieses Sāman führt zur Himmelswelt; damit werden wir lobsingend zur Himmelswelt gelangen“; „wer hat es dir gesagt?“ – „Ich selbst habe es gesehen“; mit diesem lobsingend gelangten sie zur Himmelswelt; Kalyāṇa wurde ausgeschlossen [?]; denn er hatte gelogen; das ist der Weißfleckige (śvitra) [Anm.: Deutung der Aussonderung unsicher] [?].
„Durch das Sāman-Ārṣeya gepriesen, denn du“ – „denn“ (hi): zur Gewinnung der Nahrung; „hi“ nämlich wird Speise gegeben; und er hebt damit das Ṣoḍaśin empor [Anm.: Deutung von hi unsicher] [?].
Den besseren Beginn beiseite lassend, [beginnen sie] mit dem fünften Tag; der Beginn des sechsten Tages ist [dies]; damit beginnen sie den sechsten Tag, zur Verknüpfung [Anm.: Zeile unsicher] [?].
vatsaprīr bhālandanaḥ śraddhāṃ nāvindata sa tapo 'tapyata sa etad vātsapram apaśyat sa śraddhām avindata śraddhā vindāmahā iti vai sattram āsate vindate śraddhām
Vatsaprī Bhālandana fand keinen Glauben (śraddhā); er übte Askese; er sah dieses Vātsapra; da fand er Glauben; „wir wollen Glauben finden“ – so sitzen sie im Sattra; er findet Glauben.