Quellen der Menschheit

Pañcaviṃśa-Brāhmaṇa (Tāṇḍya-Mahābrāhmaṇa) · Prapāṭhaka 12

Adhyāya 2 Der Ājya-Śastra-Abschnitt am dritten Tag: Rāthantara-Strophen

Die Ājya-Strophen des dritten Tages: eine agnibezogene Eröffnung, dann Strophen für Maitrāvaruṇa, Indra und Indrāgni, jeweils mit rāthantara-Gestalt begründet (Wortformen huve, saṃ …). Der Adhyāya arbeitet mit Wortdeutungen, die den Bezug zum Rathantara herstellen. Zeile 5 und 9 wiederholen Formel „parokṣa“.

agnināgniḥ samidhyata ity āgreyam ājyaṃ bhavati

„Durch Agni wird Agni entzündet“ – der Ājya-Śastra hat Agni-Bezug.

pūrve eva tad ahanī samiddhe tṛtīyam ahar abhisamindhe

Die beiden früheren Tage sind bereits entzündet; damit entzündet er den dritten Tag.

mitraṃ huve pūtadakṣam iti rāthantaram maitrāvaruṇam

„Ich rufe Mitra, den Reingeschickten“ – das Rāthantara [Sāman] für den Maitrāvaruṇa.

huva iti vai rāthantaraṃ rūpam

„Huve“ (ich rufe) – das ist eben die Gestalt des Rāthantara.

rathantaram etat parokṣaṃ yad vairūpaṃ rāthantaram eva tad rūpaṃ nirdyotayati

Das Rathantara ist dieses in verhüllter Weise, nämlich das Vairūpa; er lässt eben die Rāthantara-Gestalt aufleuchten.

indreṇa saṃ hi dṛkṣusa ity aindram

„Mit Indra fürwahr wurden sie gesehen“ – das ist für Indra.

sam iva vā ime lokā dadṛśire 'ntarikṣadevatyam etad ahar yat tṛtīyaṃ tad eva tad abhivadati

Gleichsam „zusammen“ (sam) sind diese Welten erschienen; der Luftraum ist die Gottheit dieses Tages, des dritten; das sagt er damit an.

tā huve yayor idam iti rāthantaram aindrāgnam

„Die beiden rufe ich, deren dies ist“ – das Rāthantara [Sāman] für Indra und Agni.

huva iti vai rāthantaraṃ rūpaṃ rathantaram etat parokṣaṃ yad vairūpaṃ rāthantaram eva tad rūpaṃ nirdyotayati stomaḥ

„Huve“ ist eben die Gestalt des Rāthantara, das Rathantara ist dies in verhüllter Weise, nämlich das Vairūpa; er lässt eben die Rāthantara-Gestalt aufleuchten. Stoma.

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