brahma vai svayambhu tapo'tapyata tadaikṣata na vai tapasyānantyamasti hantāham bhūteṣvātmānaṃ juhavāni bhūtāni cāttmanīti tatsarveṣu bhūteṣvātmānaṃ hutvā bhūtāni cātmani sarveṣām bhūtānāṃ śraiṣṭhyaṃ svārājyamādhipatyam paryaittathaivaitadyajamānaḥ sarvamedhe sarvānmedhānhutvā sarvāṇi bhūtāni śraiṣṭhyaṃ svārājyamādhipatyam paryeti
Das selbstentstandene Brahman übte Askese. Es erblickte: „Es gibt ja keine Endlosigkeit in der Askese; wohlan, ich will mich selbst in die Geschöpfe opfern und die Geschöpfe in mich selbst.“ Nachdem es sich selbst in alle Geschöpfe geopfert und die Geschöpfe in sich selbst aufgenommen hatte, erlangte es unter allen Geschöpfen den Vorrang, die Selbstherrschaft, die Oberherrschaft. Ebenso erlangt der Opferherr, nachdem er beim Sarvamedha [dem 'All-Opfer'] alle Opfersäfte geopfert hat, unter allen Geschöpfen den Vorrang, die Selbstherrschaft, die Oberherrschaft.
Dieser Sarvamedha ist fürwahr ein zehnnächtiger Opferritus; zehnsilbig ist die Virāj, die Virāj ist die vollständige Speise – zur Erlangung eben der vollständigen Speise. Dabei schichtet er einen Feueraltar der höchsten Art (Parārdhya) auf; der höchste ja unter den Opferriten ist der Sarvamedha – eben mit dem Höchsten führt er ihn zur höchsten Stellung.
tasyāgniṣṭudagniṣṭomaḥ prathamamaharbhavati agnirvā agniṣṭudagniṣṭomo'gnimukhā u vai sarve devāḥ sarveṣāṃ devānāmāptyai tasyāgneyā grahā bhavantyagniyyaḥ purorucaḥ sarvamāgneyamasaditi
Für ihn ist der Agniṣṭut-Agniṣṭoma der erste Tag; Agni ist ja der Agniṣṭut-Agniṣṭoma; und Agni ist das Antlitz aller Götter – zur Erlangung aller Götter. An diesem Tag sind die Trankopfer dem Agni geweiht, die Purorāc-Kuchen dem Agni geweiht: „Alles sei dem Agni geweiht“ [Anm.: sinngemäß wiedergegeben].
Der Indrastut-Ukthya ist der zweite Tag; Indra ist ja alle Götter – zur Erlangung aller Götter. An diesem Tag sind die Trankopfer dem Indra geweiht, die Purorāc-Kuchen dem Indra geweiht: „Alles sei dem Indra geweiht.“
Der Sūryastut-Ukthya ist der dritte Tag; Sūrya ist ja alle Götter – zur Erlangung aller Götter. Die Trankopfer sind der Sonne geweiht, die Purorāc-Kuchen der Sonne geweiht: „Alles sei der Sonne geweiht.“
Der Vaiśvadeva ist der vierte Tag; die Viśve Devāḥ sind ja alle Götter – zur Erlangung aller Götter. Die Trankopfer sind den Viśve Devāḥ geweiht, die Purorāc-Kuchen den Viśve Devāḥ geweiht: „Alles sei den Viśve Devāḥ geweiht.“
Der Aptoryāma ist der siebte Tag, zur Erlangung aller Opferriten. An ihm bringt er alle opfer-würdigen Wesen dar, was lebendig und was leblos ist. Er opfert die Bauchfett-Opfergaben dessen, der Bauchfett hat [Anm.: sinngemäß, die jeweils zutreffende Opfergabe]; von den Tieren ohne Bauchfett schneidet man die Haut ab und zerteilt sie; von Kräutern und Bäumen streut man Teile aus; von Trockenem und Feuchtem opfert er Speise um Speise, zur Erlangung jeder einzelnen Speise; alles opfert er, allem opfert er, zur Erlangung von allem, zur vollständigen Gewinnung von allem. Beim Morgen-Preßtag, wenn die Bauchfett-Opfergaben geopfert sind, ebenso beim dritten Preßtag, wenn die Opferspenden geopfert sind.
triṇavamaṣṭamamaharbhavati vajro vai triṇavo vajreṇa khalu vai kṣatraṃ spṛtaṃ tadvajreṇaiva kṣatraṃ spṛṇoti
Der Triṇava [Anm.: '27-fach', eine Preisliedform] ist der achte Tag; der Vajra ist ja der Triṇava; durch den Vajra fürwahr ist die Kriegerkraft gestärkt worden; eben durch den Vajra stärkt er damit die Kriegerkraft.
viśvajitsarvapṛṣṭho'tirātro daśamamaharbhavati sarvam vai viśvajitsarvapṛṣṭho'tirātraḥ sarvaṃ sarvamedhaḥ sarvasyāptyai sarvasyāvaruddhyai
Der Viśvajit-Sarvapṛṣṭha-Atirātra ist der zehnte Tag; alles ist ja der Viśvajit-Sarvapṛṣṭha-Atirātra, alles der Sarvamedha – zur Erlangung von allem, zur vollständigen Gewinnung von allem.
Nun zur Aufteilung der Dakṣiṇā-Gaben, was das Reich betrifft, außer dem, was der Besitz des Brahmanen ist – mit Grund und Boden, mit Menschen: die östliche Himmelsrichtung ist die Dakṣiṇā des Hotṛ, die südliche die des Brahman-Priesters, die westliche die des Adhvaryu, die nördliche die des Udgātṛ; eben das übrige wird unter den Hotṛ-Gehilfen aufgeteilt.
tena haitena viśvakarmā bhauvana īje teneṣṭvātyatiṣṭhatsarvāṇi bhūtānīdaṃ sarvamabhavadatitiṣṭhati sarvāṇi bhūtānīdaṃ sarvam bhavati ya evam vidvāntsarvamedhena yajate yo vaitadevam veda
Mit eben diesem opferte Viśvakarman Bhauvana; nachdem er damit geopfert hatte, überragte er alle Wesen, wurde er dies alles hier. Er überragt alle Wesen, wird dies alles hier, wer, dies so wissend, mit dem Sarvamedha opfert, wer eben dies so weiß.
taṃ ha kaśyapo yājayāṃ cakāra tadapi bhūmiḥ ślokaṃ jagau na mā martyaḥ kaścana dātumarhati viśvakarmanbhauvana manda āsitha upamañghyati syā salilasya madhye mṛṣaiṣa te saṅgaraḥ kaśyapāyeti
Ihn ließ Kaśyapa opfern. Darüber sang sogar die Erde einen Vers: „Kein Sterblicher ist berechtigt, mich zu verschenken. O Viśvakarman Bhauvana, du warst töricht [Anm.: sinngemäß], als du mich, die inmitten der Fluten Ruhende, [zu verschenken] anstrebtest [Anm.: unsichere Deutung]; falsch ist dieses dein Versprechen an Kaśyapa.“