Mahābhārata · Svargārohaṇaparva
Kapitel 2
Die Höllenvision
yudhiṣṭhira uvāca neha paśyāmi vibudhā rādheyam amitaujasam bhrātarau ca mahātmānau yudhāmanyūttamaujasau
Yudhiṣṭhira sprach: „Nicht sehe ich hier, o Weise, den Rādheya von unermesslicher Kraft, noch meine beiden hochgesinnten Brüder Yudhāmanyu und Uttamaujas,
Wort für Wort yudhiṣṭhiraḥ uvāca Yudhiṣṭhira sprach (3.Sg.Perf.) na iha paśyāmi vibudhāḥ rādheyam amitaujasam nicht sehe ich hier, o Weise, den Rādheya von unermesslicher Kraft (Adv.+1.Sg.Präs.+Vok.+Akk.) bhrātarau ca mahātmānau yudhāmanyūttamaujasau noch meine beiden hochgesinnten Brüder Yudhāmanyu und Uttamaujas (Akk.Dual) [Anm.: Rādheya = Beiname Karṇas als Sohn der Rādhā (Adoptivmutter).]
juhuvur ye śarīrāṇi raṇavahnau mahārathāḥ rājāno rājaputrāś ca ye madarthe hatā raṇe
die großen Wagenkämpfer, die ihre Leiber im Feuer der Schlacht opferten, die Könige und Königssöhne, die um meinetwillen im Kampf erschlagen wurden.
Wort für Wort juhuvuḥ ye śarīrāṇi raṇavahnau mahārathāḥ die ihre Leiber im Feuer der Schlacht opferten, die großen Wagenkämpfer (3.Pl.Perf.+Nom.Part.+Akk.+Lok.+Nom.) rājānaḥ rājaputrāḥ ca ye madarthe hatāḥ raṇe die Könige und Königssöhne, die um meinetwillen im Kampf erschlagen wurden (Nom.+Nom.Part.+Lok.+Nom.Part.+Lok.) kva te mahārathāḥ sarve śārdūlasamavikramāḥ tair apy ayaṃ jito lokaḥ kaccit puruṣasattamaiḥ
Wo sind all jene großen Wagenkämpfer, von tigergleicher Kraft? Wurde diese Welt denn auch von ihnen errungen, den besten der Männer?
Wort für Wort kva te mahārathāḥ sarve śārdūlasamavikramāḥ wo sind all jene großen Wagenkämpfer, von tigergleicher Kraft (Adv.+Nom.) taiḥ api ayaṃ jitaḥ lokaḥ kaccit puruṣasattamaiḥ wurde diese Welt denn auch von ihnen errungen, den besten der Männer (Instr.+Nom.Part.+Nom.+Partikel) yadi lokān imān prāptās te ca sarve mahārathāḥ sthitaṃ vitta hi māṃ devāḥ sahitaṃ tair mahātmabhiḥ
Wenn sie diese Welten erreicht haben, all jene großen Wagenkämpfer, dann wisset, Götter, dass ich bei ihnen, den Hochgesinnten, vereint bleiben werde.
Wort für Wort yadi lokān imān prāptāḥ te ca sarve mahārathāḥ wenn sie diese Welten erreicht haben, all jene großen Wagenkämpfer (Akk.+Nom.Part.+Nom.) sthitaṃ vitta hi māṃ devāḥ sahitaṃ taiḥ mahātmabhiḥ dann wisset, Götter, dass ich bei ihnen, den Hochgesinnten, vereint bleiben werde (Akk.Part.+Imp.+Akk.+Vok.+Instr.) kaccin na tair avāpto 'yaṃ nṛpair loko 'kṣayaḥ śubhaḥ na tair ahaṃ vinā vatsye jñātibhir bhrātṛbhis tathā
Ward diese unvergängliche, heilvolle Welt denn nicht von jenen Königen erlangt? Ohne sie, meine Verwandten und Brüder, werde ich nicht weilen.
Wort für Wort kaccit na taiḥ avāptaḥ ayaṃ nṛpaiḥ lokaḥ akṣayaḥ śubhaḥ ward diese unvergängliche, heilvolle Welt denn nicht von jenen Königen erlangt (Partikel+Instr.+Nom.Part.+Nom.) na taiḥ ahaṃ vinā vatsye jñātibhiḥ bhrātṛbhiḥ tathā ohne sie, meine Verwandten und Brüder, werde ich nicht weilen (Instr.+1.Sg.Fut.Med.) mātur hi vacanaṃ śrutvā tadā salilakarmaṇi karṇasya kriyatāṃ toyam iti tapyāmi tena vai
Denn seit ich damals der Mutter Wort über das Wasseropfer vernahm - ‚Für Karṇa soll das Wasser dargebracht werden‘ - quäle ich mich dadurch.
Wort für Wort mātuḥ hi vacanaṃ śrutvā tadā salilakarmaṇi denn seit ich damals der Mutter Wort über das Wasseropfer vernahm (Gen.+Akk.+Abs.+Lok.) karṇasya kriyatām toyam iti tapyāmi tena vai „für Karṇa soll das Wasser dargebracht werden“ - quäle ich mich dadurch (Gen.+Imp.Pass.+Akk.+direkte Rede+1.Sg.Präs.) idaṃ ca paritapyāmi punaḥ punar ahaṃ surāḥ yan mātuḥ sadṛśau pādau tasyāham amitaujasaḥ
Und dies auch bereue ich immer wieder, o Götter: dass ich die der Mutter ähnlichen Füße jenes von unermesslicher Kraft [erblickt und doch nicht erkannt habe] -
Wort für Wort idaṃ ca paritapyāmi punaḥ punaḥ aham surāḥ und dies auch bereue ich immer wieder, o Götter (Akk.+1.Sg.Präs.+Adv.+Vok.) yat mātuḥ sadṛśau pādau tasya aham amitaujasaḥ dass ich die der Mutter ähnlichen Füße jenes von unermesslicher Kraft (Gen.+Akk.Dual+Gen.+Gen.) [Anm.: Karṇas Füße sollen denen Kuntīs geglichen haben - ein Erkennungszeichen seiner wahren Abstammung, das zu Lebzeiten übersehen wurde.]
dṛṣṭvaiva taṃ nānugataḥ karṇaṃ parabalārdanam na hy asmān karṇasahitāñ jayec chakro 'pi saṃyuge
obwohl ich sie gesehen hatte, bin ich diesem Karṇa, dem Zerstörer feindlicher Heere, nicht gefolgt; denn nicht einmal Śakra hätte uns, mit Karṇa vereint, in der Schlacht besiegen können.
Wort für Wort dṛṣṭvā eva taṃ na anugataḥ karṇaṃ parabalārdanam obwohl ich sie gesehen hatte, bin ich diesem Karṇa, dem Zerstörer feindlicher Heere, nicht gefolgt (Abs.+Nom.Part.+Akk.) na hi asmān karṇasahitān jayet śakraḥ api saṃyuge denn nicht einmal Śakra hätte uns, mit Karṇa vereint, in der Schlacht besiegen können (Akk.+3.Sg.Opt.+Nom.+Lok.) tam ahaṃ yatratatrasthaṃ draṣṭum icchāmi sūryajam avijñāto mayā yo 'sau ghātitaḥ savyasācinā
Ihn, den Sohn des Sūrya, wo immer er sich befindet, möchte ich sehen - ihn, den ich, von mir unerkannt, durch Savyasācin [Arjuna] töten ließ.
Wort für Wort tam aham yatratatrasthaṃ draṣṭum icchāmi sūryajam ihn, wo immer er sich befindet, möchte ich sehen, den Sohn des Sūrya (Akk.+1.Sg.Präs.+Inf.+Akk.) avijñātaḥ mayā yaḥ asau ghātitaḥ savyasācinā den ich, von mir unerkannt, durch Savyasācin töten ließ (Nom.Part.+Instr.+Nom.Part.+Instr.) bhīmaṃ ca bhīmavikrāntaṃ prāṇebhyo 'pi priyaṃ mama arjunaṃ cendrasaṃkāśaṃ yamau tau ca yamopamau
Und Bhīma, den furchtbar Tapferen, mir teurer als das Leben, und Arjuna, dem Indra gleich, und jene beiden Zwillinge, den beiden Yamas gleich,
Wort für Wort bhīmaṃ ca bhīmavikrāntaṃ prāṇebhyaḥ api priyaṃ mama und Bhīma, den furchtbar Tapferen, mir teurer als das Leben (Akk.+Abl.+Akk.+Gen.) arjunaṃ ca indrasaṃkāśaṃ yamau tau ca yamopamau und Arjuna, dem Indra gleich, und jene beiden Zwillinge, den beiden Yamas gleich (Akk.+Akk.Dual) draṣṭum icchāmi tāṃ cāhaṃ pāñcālīṃ dharmacāriṇīm na ceha sthātum icchāmi satyam etad bravīmi vaḥ
sie möchte ich sehen, und auch jene Pāñcālī, die dharmatreue; und hier zu bleiben wünsche ich nicht - dies spreche ich euch wahrhaftig.
Wort für Wort draṣṭum icchāmi tāṃ ca aham pāñcālīṃ dharmacāriṇīm sie möchte ich sehen, und auch jene Pāñcālī, die dharmatreue (Inf.+1.Sg.Präs.+Akk.) na ca iha sthātum icchāmi satyam etat bravīmi vaḥ und hier zu bleiben wünsche ich nicht - dies spreche ich euch wahrhaftig (Inf.+1.Sg.Präs.+Akk.+1.Sg.Präs.+Gen.) kiṃ me bhrātṛvihīnasya svargeṇa surasattamāḥ yatra te sa mama svargo nāyaṃ svargo mato mama
Was nützt mir, dem meiner Brüder Beraubten, der Himmel, ihr Besten der Götter? Wo sie sind, das ist mein Himmel; dies hier gilt mir nicht als Himmel.“
Wort für Wort kiṃ me bhrātṛvihīnasya svargeṇa surasattamāḥ was nützt mir, dem meiner Brüder Beraubten, der Himmel, ihr Besten der Götter (Gen.Part.+Instr.+Vok.) yatra te sa mama svargaḥ na ayaṃ svargaḥ mataḥ mama wo sie sind, das ist mein Himmel; dies hier gilt mir nicht als Himmel (Adv.+Nom.+Nom.Part.) devā ūcuḥ yadi vai tatra te śraddhā gamyatāṃ putra māciram priye hi tava vartāmo devarājasya śāsanāt
Die Götter sprachen: „Wenn du denn dorthin ein solches Verlangen hast, so gehe, mein Sohn, ohne Zögern; wir handeln nach dem Gebot des Götterkönigs, der dir zugetan ist.“
Wort für Wort devāḥ ūcuḥ die Götter sprachen (3.Pl.Perf.) yadi vai tatra te śraddhā gamyatām putra mā aciram wenn du denn dorthin ein solches Verlangen hast, so gehe, mein Sohn, ohne Zögern (Adv.+Nom.+Imp.Pass.+Vok.+Inj.+Adv.) priye hi tava vartāmaḥ devarājasya śāsanāt wir handeln nach dem Gebot des Götterkönigs, der dir zugetan ist (Lok.+Gen.+1.Pl.Präs.+Gen.+Abl.) vaiśaṃpāyana uvāca ity uktvā taṃ tato devā devadūtam upādiśan yudhiṣṭhirasya suhṛdo darśayeti paraṃtapa
Vaiśaṃpāyana sprach: Dies zu ihm gesagt habend, wiesen die Götter darauf einen Götterboten an, Yudhiṣṭhira dessen Freunde zu zeigen, Bezwinger der Feinde.
Wort für Wort vaiśaṃpāyanaḥ uvāca ity uktvā taṃ tataḥ devāḥ Vaiśaṃpāyana sprach: dies zu ihm gesagt habend, die Götter (3.Sg.Perf.+Abs.+Nom.) devadūtam upādiśan yudhiṣṭhirasya suhṛdaḥ darśaya iti paraṃtapa wiesen einen Götterboten an, Yudhiṣṭhira dessen Freunde zu zeigen, Bezwinger der Feinde (Akk.+3.Pl.Impf.+Gen.+Akk.+Imp.+direkte Rede+Vok.) tataḥ kuntīsuto rājā devadūtaś ca jagmatuḥ sahitau rājaśārdūla yatra te puruṣarṣabhāḥ
Dann zogen der König, der Sohn der Kuntī, und der Götterbote gemeinsam dorthin, Tiger unter den Königen, wo jene Stiere unter den Männern waren.
Wort für Wort tataḥ kuntīsutaḥ rājā devadūtaḥ ca jagmatuḥ sahitau dann zogen der König, der Sohn der Kuntī, und der Götterbote gemeinsam (Nom.+Nom.+3.Dual.Perf.+Nom.Dual) rājaśārdūla yatra te puruṣarṣabhāḥ Tiger unter den Königen, wo jene Stiere unter den Männern waren (Vok.+Adv.+Nom.) agrato devadūtas tu yayau rājā ca pṛṣṭhataḥ panthānam aśubhaṃ durgaṃ sevitaṃ pāpakarmabhiḥ
Voran zog der Götterbote, und der König folgte hinterher, auf einem unheilvollen, schwer zugänglichen Pfad, der von Übeltätern begangen wurde,
Wort für Wort agrataḥ devadūtaḥ tu yayau rājā ca pṛṣṭhataḥ voran zog der Götterbote, und der König folgte hinterher (Adv.+Nom.+3.Sg.Perf.+Nom.+Adv.) panthānam aśubhaṃ durgaṃ sevitaṃ pāpakarmabhiḥ auf einem unheilvollen, schwer zugänglichen Pfad, der von Übeltätern begangen wurde (Akk.+Akk.Part.+Instr.) tamasā saṃvṛtaṃ ghoraṃ keśaśaivalaśādvalam yuktaṃ pāpakṛtāṃ gandhair māṃsaśoṇitakardamam
von Finsternis umhüllt, schrecklich, mit Haaren und Moos wie mit Gras bewachsen, erfüllt von den Gerüchen der Übeltäter, ein Schlamm aus Fleisch und Blut,
Wort für Wort tamasā saṃvṛtaṃ ghoraṃ keśaśaivalaśādvalam von Finsternis umhüllt, schrecklich, mit Haaren und Moos wie mit Gras bewachsen (Instr.+Akk.Part.) yuktaṃ pāpakṛtāṃ gandhaiḥ māṃsaśoṇitakardamam erfüllt von den Gerüchen der Übeltäter, ein Schlamm aus Fleisch und Blut (Akk.Part.+Gen.+Instr.+Akk.) daṃśotthānaṃ sajhillīkaṃ makṣikāmaśakāvṛtam itaś cetaś ca kuṇapaiḥ samantāt parivāritam
von aufsteigenden Bremsen und Zecken erfüllt, von Fliegen und Mücken umschwärmt, hier und dort ringsum von Leichen umgeben,
Wort für Wort daṃśotthānaṃ sajhillīkaṃ makṣikāmaśakāvṛtam von aufsteigenden Bremsen und Zecken erfüllt, von Fliegen und Mücken umschwärmt (Akk.Part.) itaḥ ca itaḥ ca kuṇapaiḥ samantāt parivāritam hier und dort ringsum von Leichen umgeben (Adv.+Instr.+Adv.+Akk.Part.) asthikeśasamākīrṇaṃ kṛmikīṭasamākulam jvalanena pradīptena samantāt pariveṣṭitam
mit Knochen und Haaren übersät, von Würmern und Ungeziefer wimmelnd, ringsum von loderndem Feuer umschlossen,
Wort für Wort asthikeśasamākīrṇaṃ kṛmikīṭasamākulam mit Knochen und Haaren übersät, von Würmern und Ungeziefer wimmelnd (Akk.Part.) jvalanena pradīptena samantāt pariveṣṭitam ringsum von loderndem Feuer umschlossen (Instr.+Instr.Part.+Adv.+Akk.Part.) ayomukhaiś ca kākolair gṛdhraiś ca samabhidrutam sūcīmukhais tathā pretair vindhyaśailopamair vṛtam
von eisenschnäbeligen Raben und Geiern überlaufen, ebenso von nadelmündigen Gespenstern umgeben, gleich dem Vindhya-Gebirge [an Ausmaß],
Wort für Wort ayomukhaiḥ ca kākolaiḥ gṛdhraiḥ ca samabhidrutam von eisenschnäbeligen Raben und Geiern überlaufen (Instr.+Akk.Part.) sūcīmukhaiḥ tathā pretaiḥ vindhyaśailopamaiḥ vṛtam ebenso von nadelmündigen Gespenstern umgeben, gleich dem Vindhya-Gebirge (Instr.+Akk.Part.) medorudhirayuktaiś ca chinnabāhūrupāṇibhiḥ nikṛttodarapādaiś ca tatra tatra praveritaiḥ
erfüllt von Fett und Blut, mit abgetrennten Armen, Schenkeln und Händen, mit aufgeschlitzten Bäuchen und Füßen, hier und dort verstreut.
Wort für Wort medorudhirayuktaiḥ ca chinnabāhūrupāṇibhiḥ erfüllt von Fett und Blut, mit abgetrennten Armen, Schenkeln und Händen (Instr.) nikṛttodarapādaiḥ ca tatra tatra praveritaiḥ mit aufgeschlitzten Bäuchen und Füßen, hier und dort verstreut (Instr.+Adv.) sa tat kuṇapadurgandham aśivaṃ romaharṣaṇam jagāma rājā dharmātmā madhye bahu vicintayan
Diesen unheilvollen, haarsträubenden Leichengestank durchschritt der rechtschaffene König, mitten hindurch, vielfach nachsinnend.
Wort für Wort sa tat kuṇapadurgandham aśivaṃ romaharṣaṇam diesen unheilvollen, haarsträubenden Leichengestank (Akk.) jagāma rājā dharmātmā madhye bahu vicintayan durchschritt der rechtschaffene König, mitten hindurch, vielfach nachsinnend (3.Sg.Perf.+Nom.+Adv.+Adv.+Nom.Part.) dadarśoṣṇodakaiḥ pūrṇāṃ nadīṃ cāpi sudurgamām asipatravanaṃ caiva niśitakṣurasaṃvṛtam
Er sah einen mit heißem Wasser gefüllten, schwer zu überquerenden Fluss, und auch einen Schwertblattwald, von scharfen Klingen bedeckt,
Wort für Wort dadarśa uṣṇodakaiḥ pūrṇāṃ nadīṃ ca api sudurgamām er sah einen mit heißem Wasser gefüllten, schwer zu überquerenden Fluss (3.Sg.Perf.+Instr.+Akk.Part.+Akk.) asipatravanaṃ ca eva niśitakṣurasaṃvṛtam und auch einen Schwertblattwald, von scharfen Klingen bedeckt (Akk.+Akk.Part.) karambhavālukās taptā āyasīś ca śilāḥ pṛthak lohakumbhīś ca tailasya kvāthyamānāḥ samantataḥ
glühenden, vermengten Sand, und eiserne Felsblöcke, verschiedenartig, und ringsum eiserne Kessel, in denen Öl gekocht wurde,
Wort für Wort karambhavālukāḥ taptāḥ āyasīḥ ca śilāḥ pṛthak glühenden, vermengten Sand, und eiserne Felsblöcke, verschiedenartig (Akk.+Akk.Part.+Akk.+Adv.) lohakumbhīḥ ca tailasya kvāthyamānāḥ samantataḥ und ringsum eiserne Kessel, in denen Öl gekocht wurde (Akk.+Gen.+Akk.Part.+Adv.) kūṭaśālmalikaṃ cāpi dusparśaṃ tīkṣṇakaṇṭakam dadarśa cāpi kaunteyo yātanāḥ pāpakarmiṇām
und auch den trügerischen Śālmali-Baum, unberührbar, mit scharfen Dornen, sah der Sohn der Kuntī - die Qualen der Übeltäter.
Wort für Wort kūṭaśālmalikaṃ ca api dusparśaṃ tīkṣṇakaṇṭakam und auch den trügerischen Śālmali-Baum, unberührbar, mit scharfen Dornen (Akk.) dadarśa ca api kaunteyaḥ yātanāḥ pāpakarmiṇām sah der Sohn der Kuntī, die Qualen der Übeltäter (3.Sg.Perf.+Nom.+Akk.+Gen.) [Anm.: kūṭaśālmali = ein Baum mit scharfen, eisernen Dornen, klassisches Hoellen-Marterinstrument der puranischen Hoellenbeschreibungen.]
sa taṃ durgandham ālakṣya devadūtam uvāca ha kiyad adhvānam asmābhir gantavyam idam īdṛśam
Diesen üblen Geruch wahrnehmend, sprach er zum Götterboten: „Wie weit müssen wir noch auf diesem Weg, wie er nun einmal beschaffen ist, gehen?
Wort für Wort sa taṃ durgandham ālakṣya devadūtam uvāca ha diesen üblen Geruch wahrnehmend, sprach er zum Götterboten (Abs.+Akk.+3.Sg.Perf.) kiyat adhvānam asmābhiḥ gantavyam idam īdṛśam wie weit müssen wir noch auf diesem Weg, wie er nun einmal beschaffen ist, gehen (Adv.+Akk.+Instr.+Nom.Part.+Nom.) kva ca te bhrātaro mahyaṃ tan mamākhyātum arhasi deśo 'yaṃ kaś ca devānām etad icchāmi veditum
Und wo sind mir meine Brüder? Das sollst du mir mitteilen; welcher Ort der Götter ist dies? Dies möchte ich wissen.“
Wort für Wort kva ca te bhrātaraḥ mahyaṃ tat mama ākhyātum arhasi und wo sind mir meine Brüder? Das sollst du mir mitteilen (Adv.+Nom.+Dat.+Inf.+2.Sg.Präs.) deśaḥ ayaṃ kaḥ ca devānām etat icchāmi veditum welcher Ort der Götter ist dies? Dies möchte ich wissen (Nom.+Gen.+Akk.+1.Sg.Präs.+Inf.) sa saṃnivavṛte śrutvā dharmarājasya bhāṣitam devadūto 'bravīc cainam etāvad gamanaṃ tava
Er wandte sich, das Wort des Rechtskönigs vernommen habend, um; der Götterbote sprach zu ihm: „So weit reicht deine Reise [an dieser Stelle].
Wort für Wort sa saṃnivavṛte śrutvā dharmarājasya bhāṣitam er wandte sich, das Wort des Rechtskönigs vernommen habend, um (Nom.+3.Sg.Perf.Med.+Abs.+Gen.+Akk.) devadūtaḥ abravīt ca enam etāvat gamanaṃ tava der Götterbote sprach zu ihm: so weit reicht deine Reise (Nom.+3.Sg.Impf.+Akk.+Nom.+Nom.+Gen.) nivartitavyaṃ hi mayā tathāsmy ukto divaukasaiḥ yadi śrānto 'si rājendra tvam athāgantum arhasi
Denn ich muss umkehren; so wurde mir von den Himmelsbewohnern befohlen. Wenn du erschöpft bist, Herrscher der Könige, dann solltest auch du zurückkommen.“
Wort für Wort nivartitavyaṃ hi mayā tathā asmi uktaḥ divaukasaiḥ denn ich muss umkehren; so wurde mir von den Himmelsbewohnern befohlen (Nom.Part.+Instr.+Adv.+1.Sg.Präs.+Nom.Part.+Instr.) yadi śrāntaḥ asi rājendra tvam atha āgantum arhasi wenn du erschöpft bist, Herrscher der Könige, dann solltest auch du zurückkommen (Nom.Part.+2.Sg.Präs.+Vok.+Nom.+Inf.+2.Sg.Präs.) yudhiṣṭhiras tu nirviṇṇas tena gandhena mūrchitaḥ nivartane dhṛtamanāḥ paryāvartata bhārata
Yudhiṣṭhira aber, von jenem Gestank überwältigt und fast ohnmächtig, wandte, zur Umkehr entschlossen, sich um, Bhārata.
Wort für Wort yudhiṣṭhiraḥ tu nirviṇṇaḥ tena gandhena mūrchitaḥ Yudhiṣṭhira aber, überwältigt, von jenem Gestank fast ohnmächtig (Nom.Part.+Instr.+Nom.Part.) nivartane dhṛtamanāḥ paryāvartata bhārata zur Umkehr entschlossen, wandte er sich um, Bhārata (Lok.+Nom.Part.+3.Sg.Impf.Med.+Vok.) sa saṃnivṛtto dharmātmā duḥkhaśokasamanvitaḥ śuśrāva tatra vadatāṃ dīnā vācaḥ samantataḥ
Er, der Rechtschaffene, umgekehrt, von Leid und Kummer erfüllt, hörte dort ringsum die kläglichen Worte von Sprechenden.
Wort für Wort sa saṃnivṛttaḥ dharmātmā duḥkhaśokasamanvitaḥ er, umgekehrt, der Rechtschaffene, von Leid und Kummer erfüllt (Nom.Part.+Nom.+Nom.Part.) śuśrāva tatra vadatāṃ dīnā vācaḥ samantataḥ hörte dort ringsum die kläglichen Worte von Sprechenden (3.Sg.Perf.+Adv.+Gen.Part.+Akk.Part.+Akk.+Adv.) bho bho dharmaja rājarṣe puṇyābhijana pāṇḍava anugrahārtham asmākaṃ tiṣṭha tāvan muhūrtakam
„Ho, ho, Sohn des Dharma, königlicher Weiser, von heiliger Abkunft, Pāṇḍava! Um unseretwillen, aus Gnade, verweile nur einen Augenblick!
Wort für Wort bho bho dharmaja rājarṣe puṇyābhijana pāṇḍava ho, ho, Sohn des Dharma, königlicher Weiser, von heiliger Abkunft, Pāṇḍava (Vok.) anugrahārtham asmākaṃ tiṣṭha tāvat muhūrtakam um unseretwillen, aus Gnade, verweile nur einen Augenblick (Akk.+Gen.+Imp.+Adv.+Akk.) āyāti tvayi durdharṣe vāti puṇyaḥ samīraṇaḥ tava gandhānugas tāta yenāsmān sukham āgamat
Wenn du, der Unbezwingbare, herankommst, weht ein heilsamer Wind, der deinem Duft folgt, mein Sohn, durch den uns Wohlbefinden zuteilwird.
Wort für Wort āyāti tvayi durdharṣe vāti puṇyaḥ samīraṇaḥ wenn du, der Unbezwingbare, herankommst, weht ein heilsamer Wind (3.Sg.Präs.+Lok.Part.+3.Sg.Präs.+Nom.) tava gandhānugaḥ tāta yena asmān sukham āgamat der deinem Duft folgt, mein Sohn, durch den uns Wohlbefinden zuteilwird (Gen.+Nom.Part.+Vok.+Instr.+Akk.+Akk.+3.Sg.Perf.) te vayaṃ pārtha dīrghasya kālasya puruṣarṣabha sukham āsādayiṣyāmas tvāṃ dṛṣṭvā rājasattama
Wir werden, Pārtha, Stier unter den Männern, nach langer Zeit Glück erlangen, dich erblickend, Bester der Könige.
Wort für Wort te vayaṃ pārtha dīrghasya kālasya puruṣarṣabha wir, Pārtha, Stier unter den Männern, nach langer Zeit (Nom.+Vok.+Gen.+Vok.) sukham āsādayiṣyāmaḥ tvāṃ dṛṣṭvā rājasattama werden Glück erlangen, dich erblickend, Bester der Könige (Akk.+1.Pl.Fut.+Akk.+Abs.+Vok.) saṃtiṣṭhasva mahābāho muhūrtam api bhārata tvayi tiṣṭhati kauravya yātanāsmān na bādhate
Verweile, Starkarmiger, sei es auch nur einen Augenblick, Bhārata; solange du hier weilst, Kaurava, quält uns die Pein nicht.“
Wort für Wort saṃtiṣṭhasva mahābāho muhūrtam api bhārata verweile, Starkarmiger, sei es auch nur einen Augenblick, Bhārata (Imp.+Vok.+Akk.+Vok.) tvayi tiṣṭhati kauravya yātanā asmān na bādhate solange du hier weilst, Kaurava, quält uns die Pein nicht (Lok.Abs.+Vok.+Nom.+Akk.+3.Sg.Präs.Med.) evaṃ bahuvidhā vācaḥ kṛpaṇā vedanāvatām tasmin deśe sa śuśrāva samantād vadatāṃ nṛpa
So hörte er an jenem Ort vielerlei kummervolle Worte von Schmerzbeladenen ringsum, von Sprechenden, o König.
Wort für Wort evaṃ bahuvidhā vācaḥ kṛpaṇā vedanāvatām so vielerlei kummervolle Worte von Schmerzbeladenen (Adv.+Akk.Part.+Akk.+Gen.Part.) tasmin deśe sa śuśrāva samantāt vadatāṃ nṛpa hörte er an jenem Ort ringsum, von Sprechenden, o König (Lok.+Nom.+3.Sg.Perf.+Adv.+Gen.Part.+Vok.) teṣāṃ tad vacanaṃ śrutvā dayāvān dīnabhāṣiṇām aho kṛcchram iti prāha tasthau sa ca yudhiṣṭhiraḥ
Als er jenes Wort jener kläglich Sprechenden vernommen hatte, voller Mitleid, rief er: „Ach, welche Not!“ - und Yudhiṣṭhira blieb stehen.
Wort für Wort teṣāṃ tat vacanaṃ śrutvā dayāvān dīnabhāṣiṇām als er jenes Wort jener kläglich Sprechenden vernommen hatte, voller Mitleid (Gen.+Akk.+Abs.+Nom.Part.+Gen.Part.) aho kṛcchram iti prāha tasthau sa ca yudhiṣṭhiraḥ „ach, welche Not!“ rief er - und Yudhiṣṭhira blieb stehen (direkte Rede+3.Sg.Perf.+3.Sg.Perf.+Nom.) sa tā giraḥ purastād vai śrutapūrvāḥ punaḥ punaḥ glānānāṃ duḥkhitānāṃ ca nābhyajānata pāṇḍavaḥ
Jene Stimmen, die er zuvor schon wiederholt gehört hatte, der Erschöpften und Leidenden, erkannte der Pāṇḍava nicht wieder.
Wort für Wort sa tā giraḥ purastāt vai śrutapūrvāḥ punaḥ punaḥ jene Stimmen, die er zuvor schon wiederholt gehört hatte (Nom.Part.+Akk.+Adv.+Akk.Part.+Adv.) glānānāṃ duḥkhitānāṃ ca na abhyajānata pāṇḍavaḥ der Erschöpften und Leidenden, erkannte der Pāṇḍava nicht wieder (Gen.Part.+3.Sg.Impf.Med.+Nom.) abudhyamānas tā vāco dharmaputro yudhiṣṭhiraḥ uvāca ke bhavanto vai kimartham iha tiṣṭhatha
Jene Stimmen nicht verstehend, sprach der Sohn des Dharma, Yudhiṣṭhira: „Wer seid ihr denn? Weshalb weilt ihr hier?“
Wort für Wort abudhyamānaḥ tā vācaḥ dharmaputraḥ yudhiṣṭhiraḥ jene Stimmen nicht verstehend, der Sohn des Dharma, Yudhiṣṭhira (Nom.Part.+Akk.+Nom.) uvāca ke bhavantaḥ vai kimartham iha tiṣṭhatha sprach: wer seid ihr denn? Weshalb weilt ihr hier? (3.Sg.Perf.+Nom.+2.Pl.Präs.) ity uktās te tataḥ sarve samantād avabhāṣire karṇo 'haṃ bhīmaseno 'ham arjuno 'ham iti prabho
So angesprochen, riefen sie dann alle ringsum, o Herr: „Ich bin Karṇa! Ich bin Bhīmasena! Ich bin Arjuna!
Wort für Wort iti uktāḥ te tataḥ sarve samantāt avabhāṣire so angesprochen, riefen sie dann alle ringsum (Nom.Part.+Nom.+Adv.+Adv.+3.Pl.Impf.Med.) karṇaḥ aham bhīmasenaḥ aham arjunaḥ aham iti prabho „ich bin Karṇa! Ich bin Bhīmasena! Ich bin Arjuna!“, o Herr (direkte Rede+Vok.) nakulaḥ sahadevo 'haṃ dhṛṣṭadyumno 'ham ity uta draupadī draupadeyāś ca ity evaṃ te vicukruśuḥ
Ich bin Nakula! Ich bin Sahadeva! Ich bin Dhṛṣṭadyumna! Und: Draupadī und die Söhne Draupadīs!“ - so schrien sie.
Wort für Wort nakulaḥ sahadevaḥ aham dhṛṣṭadyumnaḥ aham iti uta „ich bin Nakula! Ich bin Sahadeva! Ich bin Dhṛṣṭadyumna!“ (direkte Rede+Partikel) draupadī draupadeyāḥ ca iti evaṃ te vicukruśuḥ „Draupadī und die Söhne Draupadīs!“ - so schrien sie (direkte Rede+Nom.+3.Pl.Perf.) tā vācaḥ sā tadā śrutvā taddeśasadṛśīr nṛpa tato vimamṛśe rājā kiṃ nv idaṃ daivakāritam
Als er da jene Stimmen vernommen hatte, passend zu jenem Ort, o König, überlegte der König da, was dies wohl sei, durch das Schicksal bewirkt,
Wort für Wort tā vācaḥ sā tadā śrutvā taddeśasadṛśīḥ nṛpa als er da jene Stimmen vernommen hatte, passend zu jenem Ort, o König (Akk.+Abs.+Akk.Part.+Vok.) tataḥ vimamṛśe rājā kiṃ nu idaṃ daivakāritam überlegte der König da, was dies wohl sei, durch das Schicksal bewirkt (Adv.+3.Sg.Perf.Med.+Nom.+Nom.Part.) kiṃ nu tat kaluṣaṃ karma kṛtam ebhir mahātmabhiḥ karṇena draupadeyair vā pāñcālyā vā sumadhyayā
was wohl für eine befleckende Tat von diesen Hochgesinnten begangen worden sei, von Karṇa oder den Söhnen Draupadīs, oder von der schlankhüftigen Pāñcālī,
Wort für Wort kiṃ nu tat kaluṣaṃ karma kṛtam ebhiḥ mahātmabhiḥ was wohl für eine befleckende Tat von diesen Hochgesinnten begangen worden sei (Nom.Part.+Instr.) karṇena draupadeyaiḥ vā pāñcālyā vā sumadhyayā von Karṇa oder den Söhnen Draupadīs, oder von der schlankhüftigen Pāñcālī (Instr.) ya ime pāpagandhe 'smin deśe santi sudāruṇe na hi jānāmi sarveṣāṃ duṣkṛtaṃ puṇyakarmaṇām
dass sie sich an diesem von Sündengeruch erfüllten, überaus schrecklichen Ort befänden; er wisse ja nicht, welche Übeltat all diese, deren Taten doch fromm gewesen seien, begangen hätten -
Wort für Wort ye ime pāpagandhe asmin deśe santi sudāruṇe dass sie sich an diesem von Sündengeruch erfüllten, überaus schrecklichen Ort befänden (Nom.Part.+Lok.+3.Pl.Präs.) na hi jānāmi sarveṣāṃ duṣkṛtaṃ puṇyakarmaṇām er wisse ja nicht, welche Übeltat all diese, deren Taten fromm waren, begangen hätten (1.Sg.Präs.+Gen.+Akk.+Gen.Part.) kiṃ kṛtvā dhṛtarāṣṭrasya putro rājā suyodhanaḥ tathā śriyā yutaḥ pāpaḥ saha sarvaiḥ padānugaiḥ
und was habe wohl der Sohn Dhṛtarāṣṭras, König Suyodhana, getan, dass er, der Sünder, dennoch mit solchem Glanz ausgestattet sei, zusammen mit all seinen Gefolgsleuten,
Wort für Wort kiṃ kṛtvā dhṛtarāṣṭrasya putraḥ rājā suyodhanaḥ was habe wohl der Sohn Dhṛtarāṣṭras, König Suyodhana, getan (Akk.+Abs.+Gen.+Nom.) tathā śriyā yutaḥ pāpaḥ saha sarvaiḥ padānugaiḥ dass er, der Sünder, dennoch mit solchem Glanz ausgestattet sei, zusammen mit all seinen Gefolgsleuten (Instr.+Nom.Part.+Nom.+Instr.) mahendra iva lakṣmīvān āste paramapūjitaḥ kasyedānīṃ vikāro 'yaṃ yad ime narakaṃ gatāḥ
und wie der große Indra, glückerfüllt, höchst verehrt, throne - wessen Verkehrung sei dies nun, dass diese hier in die Hölle gegangen seien,
Wort für Wort mahendraḥ iva lakṣmīvān āste paramapūjitaḥ und wie der große Indra, glückerfüllt, höchst verehrt, throne (Nom.+Nom.Part.+3.Sg.Präs.Med.+Nom.Part.) kasya idānīṃ vikāraḥ ayaṃ yat ime narakaṃ gatāḥ wessen Verkehrung sei dies nun, dass diese hier in die Hölle gegangen seien (Gen.+Adv.+Nom.+Nom.+Akk.+Nom.Part.) sarvadharmavidaḥ śūrāḥ satyāgamaparāyaṇāḥ kṣātradharmaparāḥ prājñā yajvāno bhūridakṣiṇāḥ
sie, die alle Pflicht Kundigen, die Tapferen, die der Wahrheit und der heiligen Überlieferung Ergebenen, die der Kriegerpflicht Hingegebenen, die Weisen, die Opfernden mit reichen Priestergaben -
Wort für Wort sarvadharmavidaḥ śūrāḥ satyāgamaparāyaṇāḥ die alle Pflicht Kundigen, die Tapferen, die der Wahrheit und der heiligen Überlieferung Ergebenen (Nom.) kṣātradharmaparāḥ prājñāḥ yajvānaḥ bhūridakṣiṇāḥ die der Kriegerpflicht Hingegebenen, die Weisen, die Opfernden mit reichen Priestergaben (Nom.) kiṃ nu supto 'smi jāgarmi cetayāno na cetaye aho cittavikāro 'yaṃ syād vā me cittavibhramaḥ
ob er wohl schlafe oder wache, ob er, bei Bewusstsein, doch nicht bei Bewusstsein sei - ach, ob dies eine Verwirrung seines Geistes sei, oder eine Täuschung seines Sinnes.
Wort für Wort kiṃ nu suptaḥ asmi jāgarmi cetayānaḥ na cetaye ob er wohl schlafe oder wache, ob er, bei Bewusstsein, doch nicht bei Bewusstsein sei (Nom.Part.+1.Sg.Präs.+1.Sg.Präs.+Nom.Part.+1.Sg.Präs.Med.) aho cittavikāraḥ ayaṃ syāt vā me cittavibhramaḥ ach, ob dies eine Verwirrung seines Geistes sei, oder eine Täuschung seines Sinnes (Nom.+3.Sg.Opt.+Gen.+Nom.) evaṃ bahuvidhaṃ rājā vimamarśa yudhiṣṭhiraḥ duḥkhaśokasamāviṣṭaś cintāvyākulitendriyaḥ
So auf vielerlei Weise überlegte der König Yudhiṣṭhira, von Leid und Kummer erfüllt, seine Sinne von Grübeln verwirrt.
Wort für Wort evaṃ bahuvidhaṃ rājā vimamarśa yudhiṣṭhiraḥ so auf vielerlei Weise überlegte der König Yudhiṣṭhira (Adv.+Nom.+3.Sg.Perf.+Nom.) duḥkhaśokasamāviṣṭaḥ cintāvyākulitendriyaḥ von Leid und Kummer erfüllt, seine Sinne von Grübeln verwirrt (Nom.Part.+Nom.Part.) krodham āhārayac caiva tīvraṃ dharmasuto nṛpaḥ devāṃś ca garhayām āsa dharmaṃ caiva yudhiṣṭhiraḥ
Und der König, der Sohn des Dharma, geriet in heftigen Zorn; und Yudhiṣṭhira tadelte sowohl die Götter als auch den Dharma.
Wort für Wort krodham āhārayat ca eva tīvraṃ dharmasutaḥ nṛpaḥ und der König, der Sohn des Dharma, geriet in heftigen Zorn (Akk.+3.Sg.Impf.+Akk.+Nom.+Nom.) devān ca garhayām āsa dharmaṃ ca eva yudhiṣṭhiraḥ und Yudhiṣṭhira tadelte sowohl die Götter als auch den Dharma (Akk.+3.Sg.Perf.+Akk.+Nom.) sa tīvragandhasaṃtapto devadūtam uvāca ha gamyatāṃ bhadra yeṣāṃ tvaṃ dūtas teṣām upāntikam
Er, von dem heftigen Gestank gequält, sprach zum Götterboten: „Geh, guter Mann, zu denen, deren Bote du bist, in ihre Nähe.
Wort für Wort sa tīvragandhasaṃtaptaḥ devadūtam uvāca ha er, von dem heftigen Gestank gequält, sprach zum Götterboten (Nom.Part.+Akk.+3.Sg.Perf.) gamyatāṃ bhadra yeṣāṃ tvaṃ dūtaḥ teṣām upāntikam geh, guter Mann, zu denen, deren Bote du bist, in ihre Nähe (Imp.Pass.+Vok.+Gen.+Nom.+Nom.+Gen.+Akk.) na hy ahaṃ tatra yāsyāmi sthito 'smīti nivedyatām matsaṃśrayād ime dūta sukhino bhrātaro hi me
Denn ich werde nicht dorthin gehen; es sei berichtet: ‚Ich bleibe hier.‘ Durch die Zuflucht bei mir sind diese, meine Brüder, ja glücklich, Bote.“
Wort für Wort na hi aham tatra yāsyāmi sthitaḥ asmi iti nivedyatām denn ich werde nicht dorthin gehen; „ich bleibe hier“ - es sei berichtet (1.Sg.Fut.+Nom.Part.+1.Sg.Präs.+direkte Rede+Imp.Pass.) matsaṃśrayāt ime dūta sukhinaḥ bhrātaraḥ hi me durch die Zuflucht bei mir sind diese, meine Brüder, ja glücklich, Bote (Abl.+Nom.+Vok.+Nom.+Nom.+Gen.) ity uktaḥ sa tadā dūtaḥ pāṇḍuputreṇa dhīmatā jagāma tatra yatrāste devarājaḥ śatakratuḥ
So angesprochen, ging jener Bote da, von dem weisen Sohn des Pāṇḍu, dorthin, wo der Götterkönig Śatakratu weilte,
Wort für Wort iti uktaḥ sa tadā dūtaḥ pāṇḍuputreṇa dhīmatā so angesprochen, jener Bote da, von dem weisen Sohn des Pāṇḍu (Nom.Part.+Nom.+Instr.Part.) jagāma tatra yatra āste devarājaḥ śatakratuḥ ging dorthin, wo der Götterkönig Śatakratu weilte (3.Sg.Perf.+Adv.+Adv.+3.Sg.Präs.Med.+Nom.) [Anm.: Śatakratu = Beiname Indras ('der Hundert-Opfer-Vollbringer').]
nivedayām āsa ca tad dharmarājacikīrṣitam yathoktaṃ dharmaputreṇa sarvam eva janādhipa
und berichtete das Vorhaben des Rechtskönigs, ganz wie es von dem Sohn des Dharma gesprochen worden war, Herrscher der Menschen.
Wort für Wort nivedayām āsa ca tat dharmarājacikīrṣitam und berichtete das Vorhaben des Rechtskönigs (3.Sg.Perf.+Akk.) yathoktaṃ dharmaputreṇa sarvam eva janādhipa ganz wie es von dem Sohn des Dharma gesprochen worden war, Herrscher der Menschen (Akk.Part.+Instr.+Akk.+Vok.) [Anm.: Ende des Kapitels; Fortsetzung mit Indras Antwort in Kap.3.]
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