Quellen der Menschheit

Kāṭhaka-Saṃhitā · Aśvamedha-Abschnitt 4

Anuvāka 6 Verse an die Wasser und Kühe, Bitte um Gedeihen und Nachkommenschaft im Kuhstall.

mayobhūr vāto abhivāty usrā ūrjasvatīr oṣadhīr āviśantām |

Der Wind, der Wohlsein bringt, weht heran; die Morgenröten (Kühe) sollen in die kraftvollen Pflanzen eingehen,

pīvasvatīr jīvadhanyāḥ pibanty avasāya padvate rudra no mṛḍa ‖

die fetten, lebenspendenden, die trinken, um dem Fußtragenden [Anm.: padvat = Vierfüßler, Vieh] zur Weide zu verhelfen; Rudra, sei uns gnädig!

yās sarūpā virūpā ekarūpā yāsām agnir niṣṭyā nāmāni veda |

Die gleichgestaltigen, die verschiedengestaltigen, die einfarbigen, deren fremde [?] Namen Agni kennt,

yā aṅgirasas tapaseha cakrus tābhyaḥ parjanya mahi śarma yaccha ‖

die die Aṅgiras hier durch Glut (tapas) schufen, für diese, Parjanya, gewähre großen Schutz!

yā deveṣu tanvam airayanta yāsām̐ somo viśvā rūpāṇi veda |

Die unter den Göttern ihren Leib zum Erscheinen brachten, deren sämtliche Gestalten Soma kennt,

tā asmabhyaṃ payasā pinvamānāḥ prajāvatīr indra goṣṭhe rirīhi ‖

die uns mit Milch schwellend, reich an Nachkommen, lass, Indra, im Kuhstall lecken [d.h. ihre Kälber lecken lassen ?].

prajāpatir mahyam etā rarāṇo viśvair devair yajñiyais saṃvidānaḥ |

Prajāpati, der mir diese schenkt, einig mit allen opferwürdigen Göttern,

bahvīr bhavantīr upa no goṣṭham āśus tāsāṃ vayaṃ prajayā sam̐sadema ‖

(sie) sollen viele werdend rasch zu unserem Kuhstall kommen; mit ihrer Nachkommenschaft wollen wir zusammen sein.

mahīm ū ṣu

Die Große fürwahr [Anm.: Anfang eines Verses, nur angerufen]